Wie Ihr sicherlich wisst, versuche ich in meinem Konsumpf-Blog nicht nur die dunklen Seiten der uns umgebenden Welt zu beleuchten, sondern hin und wieder auch Beispiele für positive Entwicklungen zu geben (reine Nörgel- und Meckerblogs gibt es schon genug). Deshalb möchte ich Euch heute kurz von einer Aktion berichten, die in der Sendung quer zu sehen war – „Fleischloses Thannhausen: Dorf will vegan werden“:
Fleischskandale, Massentierhaltung, Klimawandel – die massenhafte Fleischproduktion hat Schattenseiten, die einem die Lust auf den Braten verderben können. Wie im ganzen Land plagt auch viele Bürger im schwäbischen Thannhausen das schlechte Öko-Gewissen. Über 100 von ihnen machen jetzt ernst und steigen während der Fastenzeit auf vegane Ernährung um – eine Revolution, die den kleinen Ort in Fleischesser und Fleischverweigerer spaltet.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, zu dem sogenannten „Pferdefleischskandal“ nichts zu schreiben, weil ich es irgendwie albern finde, wie sehr sich nun überall, vor allem in den einschlägigen Medien, darüber aufgeregt, dass „arme Pferde“ statt „richtigem Fleisch“ in Billigfertigkost verwurstet wird. Oder dass die Lebensmittelindustrie tatsächlich die Verbraucher betrügt. Hallo?! Haben die Leute die letzten Jahrzehnte irgendwo auf dem Mond verbracht? Seit Jahr und Tag versuchen die Konzerne, ihren Profit auf Kosten auch der Verbraucher zu maximieren, und da man in Deutschland ja für seine Nahrung am liebsten ganz ganz wenig ausgeben will (um das Geld lieber in neue Handys oder anderen Zinnober zu stecken), kann es eh nie billig genug sein. Qualität ist egal, Hauptsache, es ist irgendwie noch essbar, notfalls mit viel Gewürzen und Soßen. Klar, dass die üblichen Verdächtigen wie Nestlé auch mit von der Partie sind, wenn es ums Täuschen der Kunden geht, schließlich tricksen sie ja auch sonst gerne mal mit den Verpackungen und Inhaltsstoffen ihrer Produkte.
Naja, ein paar interessante Artikel sind mir zu der Thematik positiv aufgefallen, und diese will ich Euch heute kurz vorstellen. Da wäre zum einen „Die absolute Lächerlichkeit des ‚Pferdefleischskandals‘“ von Kathrin Hartmann:
Menschen, die regelmäßig das Fleisch von Kühen, Schweinen, Schafen, Ziegen, Hasen, Rehen, Hirschen, Elchen und ihren Babys essen, von Puten, Hühnern, Enten, Straußen, Fischen, Krebsen, Octopussen und Muscheln, regen sich darüber auf, dass sie Fleisch vom Pferd gegessen haben.
Deutsche, die im Schnitt jedes Jahr 89 Kilo Fleisch und im Lauf ihres Lebens 661 so genannter Nutztiere verspeisen und deshalb vollkommen einverstanden damit sind, dass in Deutschland jedes Jahr 700 Millionen Tiere (u.a. 3,6 Millionen Rinder, 60 Millionen Schweine, 450 Millionen Hühner) umgebracht werden, halten es für einen “Skandal”, dass auf dem Leichenberg auch 12 000 geschlachtete Pferde zu finden sind.
Auch Feynsinn schrieb etwas zur Fleischproblematik und hat mit seinem Artikel „Fast Vegetarier“ eine wahre Kommentarflut in seinem Blog ausgelöst – wie immer, wenn man das Thema Fleisch auf den Tisch bringt und Fleischesser mit den Konsequenzen und Implikationen ihres Tuns konfrontiert, schwappen die Wogen der Empörung hoch:
Ein Wort zu Vegetariern und dem, was sie tun respektive nicht tun. Sie essen kein Fleisch. Ihre Argumente dafür sind so stichhaltig, unwiderlegbar, richtig und überzeugend, dass man sie gar nicht wiederholen muss. Ich sage das ohne jede Ironie. Die Gegenargumente sind peinlich und windschief, falsch sowieso und eben das, was geliefert wird, wenn die kognitiven Dissonanzen versuchen, eine Golden Gate Bridge zu konstruieren, um ihre Eseleien darüber in die Gemütlichkeit des rustikalen Steak Houses zu führen. Ich erlaube mir an dieser Stelle eine gewisse Häme, was nicht klug ist, aber Spaß macht – so wie Fleisch essen eben. Ich kenne das nur zu gut – von mir selbst.
Man kann das alles zum Ersten entspannter haben, indem man mal aufs Argumentieren verzichtet. Da ist nichts zu rechtfertigen, außer mit der schlichten Gewohnheit, antrainiertem Verhalten, Konditionierung. Es gab immer Fleisch bei uns, das war das Hauptgericht am Hauptgericht, wir konnten uns das leisten. Für die Generation unserer Eltern etwas, das ihnen Reichtum bedeutete, für uns einfach lecker und selbstverständlich. Wer jeden Tag dasselbe genießt, will darauf nicht verzichten, kann es gar nicht und lässt sich äußerst ungern sagen, er sei deshalb verkommen. Schlimmer noch: Allein der Hinweis darauf, dass das irgendwie nicht selbstverständlich ist, treibt ihm das Adrenalin ins Blut. Kenne ich. Das ist völlig in Ordnung. (…)
(…) Seitdem ich also die Angst abgelegt habe, in die Hölle zu kommen, wenn ich Fleisch esse, wird das paradoxerweise immer weniger. Es ist auch kaum mehr Industriefleisch dabei, das ich für mich allein überhaupt nicht mehr kaufe. Vegetarische Küche kann saulecker sein, man kennt nur zu wenig davon, wenn es immer Schnitzel gibt. Auch das geht übrigens: Wenn man mit Menschen zusammen lebt, die andere Entscheidungen treffen, muss man sie gar nicht bevormunden oder in Diskussionen verwickeln. Wenn ein Kumpel das Grillfleisch aus der Kühltheke haben will, kann ich ihm das mitbringen. Was er mit der Erfahrung macht, dass ich mir dann etwas anderes brutzele, ist seine Sache. Vielleicht wird er sich sogar genau die Fragen stellen, die er von mir nicht hören möchte.
(…) Doch zweifellos hat die Affäre auch was Gutes. Denn endlich wird mal wieder thematisiert, wie die Lebensmittelmafia agiert. Rohstoffe und Halbfertigprodukte werden von der EU subventioniert durch halb Europa hin und her gekarrt. Kein Mensch kann mehr nachvollziehen, woher die Bestandteile eines Fertiggerichts stammen und wie und wo sie verarbeitet wurden. Damit das so bleibt, hat die Lobby alle Versuche unterbunden, auch nur ein ganz klein bisschen Transparenz bei der Lebensmittelkennzeichnung vorzuschreiben.
(…) Dank der aktuellen Aufregung um das Pferdefleisch kann sich künftig jedenfalls niemand mehr damit rausreden, er habe das alles nicht gewusst. Das Problem scheint mir eher zu sein, dass die meisten Menschen gar nicht wissen wollen, was es mit ihren Lebensmitteln auf sich hat, besonders wenn es um Fleisch geht. (…)
(…) Man kann eine anständige menschliche Ernährung nicht mit den Werkzeugen des Großkapitals sicher stellen.
Grundlage allen Übels ist die Gießkannensubventionitis die vor allen Dingen Größe belohnt und nur die industrielle Landwirtschaft wirkiich fördert. Ein erster Schritt wäre alle Betriebe die größer als 60 ha sind grundsätzlich von allen Subventionen auszuschließen, wenn sie nur eine einseitige Wirtschaft betreiben. Wer Pflanzen- und Tierzucht betreibt, könnte bis zu 120 ha gefördert werden und für Teichwirtschaft oder Forst kämen jeweils weitere 60 ha Förderfläche hinzu. Für gesetzlich vorgeschriebene Ersatzflächen gäbe es überhaupt gar keine Subvention.
Damit würden europaweit Mittel in Milliardenhöhe frei. Ein Teil dieses Geldes könnte für eine einmalige Einrichtungssubvention von kleinen bis mittelständischen Schlachthäusern (max. 50 Mitarbeiter) ausgegeben werden, die aber nicht in industrielle Strukturen eingebunden sind. Wenn man gleichzeitig Schlachtviehtransporte über mehr als 100 km vollständig untersagt, hat man automatisch Regionalität und Tierschutz. Gleichfalls sollte der Transport von Mastvieh über mehr als 100 km ebenfalls verboten werden.
Dazu sollten die Regeln von Bioland, Demeter, und Naturland zusammengefasst die gesetzliche Grundlage für jeden land- und forstwirtschaftlichen Betrieb sein. Lediglich im Bereich der Düngung, sollten deren Regeln durch eine Stall- / Hoftürbilanz erweitert werden, die es erlaubt Acker-, Weideland, Teich- und Forstflächen mit all den Nährstoffen zu versorgen, die ihnen entnommen wurden. In diese Bilanz müssen bis zum Treibstoff für die Maschinen und dem Strom alle Energien einfließen. Dazu muss ein Programm zur definierten Bodenverbesserung erlaubt bleiben, die aber natürlich wie die Düngung auch nur im Rahmen der sonstigen Regeln erlaubt werden kann.
Damit auf dem deutschen Markt faire Bedingungen herrschen müssen die gleichen Bedingungen natürlich auch für Importe gelten. Das kann und wird einschneidende Folgen haben, wie das Beispiel Kaffee zeigt, der auf dieser Produktionsgrundlage wohl genausowenig verkauft werden dürfte wie die meisten Bananen.
Für das Großkapital wäre eine solche Landwirtschaft natürlich wirtschaftlich uninteressant, da sie arbeitsintensiv und dezentral organisiert sein müsste und sich nicht für gezielte Ausbeutung eignet. Die Börsenwerte von vielen deutschen Chemieunternehmen die ihr einziges Potential in der bewussten und systematischen Vernichtung der Umwelt und der Menschen sehen, wäre dies ein harter Schlag, der aber nur die Leute trifft, die jahrzehntelang von der Missachtung der Menschenrechte profitiert haben. (…)
Letzte Woche kam raus: in manchen Fertiggerichten aus der Kühltruhe steckt undeklariertes Pferdefleisch. Doch mittlerweile fragt man sich schon fast, in welcher Tiefkühlware eigentlich KEIN Pferdefleisch ist. Und Ilse Aigners Zehn-Punkte-Pläne, die sie seit Amtsantritt regelmäßig präsentiert, sobald ein neuer Lebensmittelskandal auftaucht, verlieren immer mehr an Glaubwürdigkeit. Doch egal ob BSE, Gammelfleisch, Dioxin – an der Esskultur hat sich in Deutschland nur marginal etwas geändert. quer fragt: Sind wir insgeheim sogar dankbar, wenn wir von unappetitlichen Details verschont werden und dafür weiterhin billig essen können?
Es gibt so Momente, wo ich mich frage, ob es überhaupt noch einen Sinn hat, so einen Blog wie diesen hier zu betreiben. Nein, damit meine ich nicht den allgemeinen Blogger-Blues, den jeder kennt, der selbst ins Internet schreibt. Sondern die Zweifel daran, inwieweit das, was man so schreibt, überhaupt etwas bewirkt. Bewirken kann. Denn allgemein geht man ja doch davon aus, dass man Menschen nur entsprechend aufklären müsse, und schon wird aus schädlichem sinnvolles Handeln. Gerade im Bereich des (Lebensmittel-)Konsums vesucht unsereiner durch Aufdecken von Missständen und Skandalen ein Umdenken beim Käufer anzustoßen. Wer sich allerdings dieses Video der großartigen Guerilla-Aktion Agraprofit anschaut (enstanden im Auftrag der gemeinsamen Kampagne “Öko+Fair” von Weltladen Dachverband e.V. und Naturland e.V. und von der Agentur YOOL realisiert), der kann schon verzweifeln. Unglaublich, wie tief das „Geiz ist geil“-Mantra mittlerweile bei vielen Leuten verankert ist.
Agraprofit – überwiegt die Schnäppchenmentalität oder ein „ethisches Bewusstsein“ ?
Der Kurzfilm dokumentiert eine Guerilla Aktion, die im September 2012 auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt durchgeführt wurde. Das fiktive Unternehmen „Agraprofit” ist neu auf dem Markt und hat ein innovatives Verkaufskonzept: Billige Produkte und gleichzeitig volle Transparenz der Produktionskette. Es konfrontiert die Kundschaft dezent lächelnd mit den Produktions- und Handelsbedingungen der angebotenen Billiglebensmittel. Schilder zeigen, was hinter den Produkten steckt: Zum Beispiel “Kinderarbeit? – Dann sind sie wenigstens weg von der Straße!”. Hintergrund der Aktion: Deutsche zählen zu den größten Schnäppchenjägern Europas. Noch immer ist der Preis, insbesondere bei Lebensmitteln, wichtigstes Kaufkriterium. Die Lebensmittelindustrie täuscht mit schönen Werbeslogans über die fragwürdige Entstehung der Billigprodukte hinweg. Aber wie aufgewühlt, beunruhigt oder auch unbeeindruckt reagieren die Menschen, wenn sie direkt hören, welche Zustände andernorts mit ihrem Einkauf verbunden sind? Der Film dokumentiert die verschiedenen Reaktionen und hinterlässt die Frage, wie man selbst reagiert hätte. Was die Käufer nicht wissen: Alle Erzeugnisse an diesem Marktstand kamen aus Öko-Landbau und Fairem Handel!
Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!” von Naturland und dem Weltladen-Dachverband statt. Konzipiert und produziert wurden die Aktion und der Film von der Agentur YOOL. Mehr Infos unter: www.oekoplusfair.de oder www.agraprofit.de
Mittlerweile sollten wir es ja gewohnt sein, dass uns die Lebensmittelindustrie mit immer neuen Tricks und Kniffen hinters Licht zu führen versucht. Da werden Inhaltsmengen bei gleicher äußerlicher Verpackungsgröße schrittweise verkleinert, da werde gute Zutaten durch billigere ersetzt, es wird mit künstlichen Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und vielem mehr hantiert, immer auf der Suche nach dem Weg, den Verbraucher maximal auszunehmen. (Langfristige) gesundheitliche Aspekte spielen in den Überlegungen der Unternehmen offenbar keine Rolle, wie auch foodwatch immer wieder aufdeckt.
Heute möchte ich meine Lesetipps mal mit einer positiven Meldung beginnen, die wir überraschenderweise der EU zu verdanken haben – der Europäische Gerichtshof hat nämlich, so vermeldet u.a. Spiegel Online, das „Saatgut-Monopol der Konzerne gekippt“. Man mag es kaum glauben, aber so wird dem schändlichen Treiben von Firmen wie Monsanto, Syngenta oder Bayer also tatsächlich Einhalt geboten, zum Wohle der Landwirte und Verbraucher.
(…) Denn künftig dürfen Bauern ihre alten Gemüse- oder Getreidesorten auch dann anbauen, wenn industrielle Saatguthersteller sie nicht mehr anbieten. In Deutschland machte vor Jahren der Fall der Kartoffelsorte Linda Schlagzeilen. Diese wurde vom Hersteller aus dem Saatgutregister genommen, weil die Firma verhindern wollte, dass die Landwirte die Sorte lizenzfrei nutzen. Bauern und Verbraucher beschwerten sich über das Verschwinden der beliebten Sorte. Mit dem Urteil des EuGH wäre ein solcher Fall künftig nicht mehr möglich. Denn jeder Bauer kann nun die gewünschte Sorte anbauen und vertreiben.
Klar, mit folgendem Beitrag, der vor einer Weile im ARD-Magazin Plusminus lief, erzähle ich den meisten meiner Leser sicherlich nichts Neues – „Natürlich glücklich – wie mit Lebensmitten getrickst wird“. Denn dass uns die Industrie vor allem im Nahrungsbereich via Reklame und Lobbyismus hinters Licht führt, wo es nur geht, sollte eigentlich allgemein bekannt sein. Niemals darf man einer Verpackung trauen, Werbeversprechen sollen in der Regel nur von den wirklichen Nachteilen eines Produkts oder seiner Produktion ablenken, und wann immer es möglich ist, drücken die Hersteller auf die Kostenbremse. Umso erschreckender, dass die Passanten, die in der Plusminussendung zu Wort kommen, derart naiv sind und ihnen naheliegende Schlussfolgerungen – Firmen zu meiden, die einen belügen und generell weniger Industrieware zu kaufen – nicht einfallen. Immerhin erfreulich, dass sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen wenigstens ab und an diesem Thema widmet – aber leider ohne größere Folgen, denn natürlich dürfen die angesprochenen Firmen wie Landliebe, Bärenmarke & Co. weiterhin ihre Lügenreklame ausstrahlen…
Saftig grüne Wiesen, glückliche Kühe und ehrliche Bauern, die uns täglich mit dem Besten von der Kuh versorgen: Das verspricht die Werbung: ein Stück gesundes Landleben, natürliche Qualität zum fairen Preis. Und das geht? Jürgen Stellpflug vom Verbrauchermagazin “Ökotest” weiß: “Die Verbraucher sehnen sich nach einer heilen Welt und die Sehnsucht wird mit solchen Bildern gestillt.” Marketinggag oder wirklich glückliche Kühe? Wie realistisch sind diese Weide-Bilder?
Wir folgen der Betriebsnummer des Discounter-Schmand-Bechers von Netto: Statt in die Alpen führt sie uns nach Erfurt. Ins Werk von Osterland/Deutsches Milchkontor. Bergen und Seen sind weit und breit nicht zu sehen. Wir stehen vor dem Werk und folgen Milchwagen. Einer führt uns zwei Stunden weit entfernt in eine Stallanlage: Keine Idylle sondern Baracke statt Berge. Frisches Weidegras für die Kühe: Fehlanzeige. Stattdessen finden wir leere Futterpackungen vor den Stalltoren. Nur, was steckt drin?
Das wollen wir genau wissen und fahren mit den Futtertüten zum Verbrauchermagazin Ökotest. Chefredakteur Jürgen Stellpflug testet monatlich bis zu 1.000 verschiedene Produkte auf Schad- und Inhaltsstoffe. Er sieht sich das Kraftfutter ganz genau an und stellt fest, es handle sich um typisches Kraftfuttermittel für Hochleistungskühe mit genmanipulierten Sojabohnen. (…)
Es gab mal eine Zeit, so vor zwanzig oder dreißig Jahren, als Bioläden und ihre Produkte einen echten Nischenmarkt bedienten und vor allem für Menschen waren, die schon damals ökologisch korrekt unterwegs waren, sich aber vom Rest der Gesellschaft als „Müslis“ anranzen lassen mussten. Das war, nebenbei bemerkt, die Zeit, in der die Grünen auch noch echte gesellschaftsumkrempelnde Visionen hatten.
Mittlerweile sind Biolebensmittel zu einem großen Trend geworden, der von entsprechenden großen Firmen bedient wird und mit dem sich sehr gut Geld verdienen lässt. Wogegen jetzt zunächst mal nichts einzuwenden wäre, wenn wir nicht in einem Wirtschaftssystem lebten, das dafür sorgt, dass die Gesetze des Marktes und der Profitmaximierung zu Lasten ursprünglicher Ideale gingen. So ist die Zahl derjenigen, die aus wirklicher Überzeugung Biolandbau betreiben, vermutlich kaum gestiegen, während es für die meisten einfach nur ein lohnendes Einsatzfeld ist, bei dem die Gewinnspanne stimmt. Logisch, dass in so einem Umfeld die Biorichtlinien eher weiter aufgeweicht werden und man versucht, mit entsprechend üppig dimensionierten Betrieben die Nase vorn zu behalten.
Dementsprechend desillusionierend ist das, was das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus in seinem Beitrag „Bio boomt – Und unsere Bauern schauen nur zu“ neulich sendete. Faszinierend ist auch die Naivität vieler Kunden, die Bio kaufen und denken, dass dies automatisch aus der Region stammt. Schwer nachvollziehbare und von der Politik sehr kurzsichtig gedachte Subventionswirren sorgen dafür, dass Biolandbau in Deutschland zunehmend unrentabler wird.
Bio boomt. Von Obst, über Fertigsuppe bis hin zum Putzmittel – fast nichts, was es nicht auch in Bio gibt. Überall, wo Bio draufsteht, greifen Kunden guten Gewissens zu. Mittlerweile gibt es Bio-Produkte in jedem Supermarkt. Der Umsatz ist auf über 6,6 Milliarden Euro gestiegen. Doch auf der Strecke bleiben ausgerechnet die, die es produzieren: „Wir haben uns 2011 entschlossen, diesen Hof wieder rückumzustellen auf den konventionellen Landbau“, sagt Landwirtin Anne Isenburg.
Wie kann das sein? Bio boomt vor allem in Supermärkten und Discountern. Deutschland bildet in der Nachfrage nach Bio-Produkten die Spitze in Europa. In einem Edeka-Markt finden sich rund 10.000 Bio-Artikel in den Regalen – zehn Prozent vom gesamten Sortiment. Marktleiter Peter Splettstößer sagt: „Es gibt in jeder Produktgruppe Bio. Das ist für mich schon fast erschreckend und ich frage mich wie das kommt.“ Das fragen wir uns auch: wo kommen diese Massen eigentlich her?
Über die Hälfte von Bio kommt aus dem Ausland
Von wegen allein aus Deutschland. Über 50 Prozent der Bio-Produkte kommt aus dem Ausland: Bohnen aus China, der Honig aus Mexiko, Brasilien, Chile und jeder zweite Bio-Apfel kommt ebenfalls von weit her. Diese Kartoffeln aus Ägypten sind 3.200 Kilometer weit gereist. Bohnen aus China 7.200 Kilometer und die Äpfel aus Argentinien satte 12.300 Kilometer.
10.000 Bio-Bauern fehlen in Deutschland um die Riesennachfrage zu decken. Und immer mehr geben auf. Was läuft schief in Deutschland? Das Stichwort lautet: Ökoförderung. In Deutschland ein Flicken-Teppich jedes Bundesland entscheidet selbst. Fast überall wird gekürzt, Brandenburg und Schleswig-Holstein haben sie gestrichen – gerade mal zwei Länder bauen Öko aus. Null Förderung für Biobauern. Jeder zehnte Ökobauer produziert mittlerweile wieder konventionell. (…)
(…) Die Deutschen wollen Bio mehr denn je. Aber zu welchem Preis? Wer wirklich ökologisch einkaufen will, sollte Produkte aus der Region im Blick behalten.
Dieser Trend wird, wie ich auch hier im Blog schon das eine oder andere Mal angemerkt habe, noch stark befeuert durch Discounter und Supermärkte, die den Druck auf die Preise und die Kostenstruktur weiter erhöhen und damit den Biolandbau zunehmend in die aus anderen Bereichen sattsam bekannte (schädliche) Profitspirale zwängen. Der SWR brachte unlängst ein Bio-Special und ging auch auf dieses Thema ein – „Bio-Lebensmittel beim Discounter – Bio ganz billig“:
(…) Im Gegensatz zu den Siegeln der deutschen Öko-Anbauverbände wie Demeter, Bioland und anderen garantiert das EU-Bio-Siegel Mindeststandards. Nicht mehr und nicht weniger. Für die Lebensmittel-Hersteller ergeben sich daraus Möglichkeiten, wie die Bio-Ware billiger produziert werden kann. So enthält Kirschjoghurt, wie Ökotest als Beispiel anführt, nach den strengen Öko-Landbau-Richtlinien elf Prozent Kirschen und keine anderen natürlichen Aromen. Das EU-Bio-Siegel erlaubt, den Anteil der Kirschen auf sechs Prozent zu senken, für den Geschmack natürliche Aromen zuzufügen und den Joghurt mit billigem Rote-Bete-Saft rosa zu färben. (…)
Dass der Handel mit Bio-Produkten kein Nischendasein mehr führt, sondern ein hart umkämpfter Massenmarkt ist, in dem sich viel Geld verdienen lässt, hat in der Branche längst den Umgang von Bauern, Lebensmittelproduzenten und Händlern verändert. War den Pionieren der Branche ein partnerschaftliches Miteinander wichtig, herrscht heute zum Teil ein harter Wettbewerb. Dies hat dazu geführt, dass der “Bundesverband Naturkost und Naturwaren” einen Branchenkodex entwickelt hat, der unter anderem einen fairen Umgang auf allen Ebenen vorsieht.
Massenhaft erzeugte Bio-Milch wird ebenso wenig in idyllischen kleinen Kuhställen von Hand gemolken, wie billige spanische Bio-Tomaten auf kleinen Parzellen liebevoll gepflegt werden. Aber Kühe, die Bio-Milch nach dem EU-Bio-Siegel produzieren sollen, haben das Recht auf Auslauf und sind nicht den ganzen Tag im Stall eingesperrt. Und spanische Bio-Tomaten werden zwar auch in großen Treibhäusern gezogen, sollen aber nach EU-Vorschriften wasserschonend und ohne Einsatz von Pestiziden angebaut werden. Dass etwa Tomaten aus Spanien oder Olivenöl aus Griechenland den vorgeschriebenen EU-Standards entsprechen, wird regelmäßig kontrolliert. Auch bei exotischen Früchten aus Brasilien oder Kaffee aus Äthiopien gibt es Kontrollen der Endprodukte und der Herstellung, die gewährleisten sollen, dass das EU-Bio-Siegel zu Recht vergeben wird.
Bio ist nicht automatisch fair
Wer jedoch glaubt, dass Bio-Produkte immer unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden, liegt falsch. Die Richtlinien der deutschen Öko-Verbände sind nicht nur bei der Herstellung der Lebensmittel strenger als die EU-Verordnung, sondern sehen auch vor, dass in den Betrieben soziale Arbeitsbedingungen herrschen. Beim EU-Bio-Siegel sind dafür keine Standards vorgeschrieben, was vor allem bei Importprodukten bedeuten kann, dass Arbeiter auf den Bio-Plantagen nahezu genau so ausgebeutet werden wie in den seit langem umstrittenen konventionellen Betrieben. (…)
Wenn man sich mal bei YouTube herumtreibt, begegnet einem dort ein erschütterndes Maß an Ignoranz und Dummheit – warum ich das erwähne? Nun, weil es dort auch in gewissen Kreisen üblich ist, Bio generell für Humbug zu halten (das sind vermutlich auch Leute, die Umwelt- und Naturschutz als Abzocke ansehen und freie Fahrt für freie Bürger fordern…). Dass diese Skepsis trotz allem nicht unbedingt angebracht ist, zeigte der SWR in „Zehn Jahre ‚Ökomonitoring Baden-Württemberg‘ – Wie gut ist Bio?“:
(…) Bio-Lebensmittel dürfen sich zu recht mit dem BIO-Zeichen brüsten. Das verkündete der württembergische Verbraucherschutzminister Alexander Bonde, als er nun die Bilanz von zehn Jahre Öko-Monitoring vorstellte. Die Qualität von etwa Obst, Gemüse, Wein und Kaffee in Bioqualität sind demnach topp, besonders wenn sie aus Deutschland stammen. Von über 1.100 deutschen Bio-Lebensmitteln beanstandeten die Überwachungsämter nur etwas mehr als 20 Produkte. Die meisten dieser Lebensmittel enthielten dabei lediglich winzige Spuren von Spritzgiften. (…)
Das Ökomonitoring des Landes Baden-Württemberg hat gezeigt, dass eine regelmäßige Überwachung hilft, die Qualität der Lebensmittel zu verbessern. Denn die Gesamtzahl der Beanstandungen ist im Laufe der vergangenen zehn Jahre deutlich zurückgegangen. Anfangs entsprachen noch fast zehn Prozent der Bioware nicht den entsprechenden Bio-Richtlinien. Inzwischen gibt es dagegen nur noch bei rund einem Prozent der Lebensmittel etwas zu mäkeln. (…)
Bertram Verhaags Dokumentarfilm entstand als BR-Koproduktion und erzählt am Beispiel dieser beiden Wissenschaftler vom Einfluss der Gentechnikunternehmen auf die Forschung – engagiert, parteiisch und streitbar, oder in den Worten des Regisseurs: als “dokumentarischer Thriller zum Thema Gentechnik”.
Im Frühjahr 2001 kam es in der Geschichte des renommierten Wissenschaftsmagazins “Nature” zu einem bislang einmaligen Akt: Als Reaktion auf eine Flut von Beschwerden entschied sich die Redaktion der Fachzeitschrift, sich von einem publizierten Artikel zu distanzieren. Die in “Nature” veröffentlichte und nachträglich inkriminierte Studie stammte von dem Biologen Ignacio Chapela und einem seiner Studenten, die sich mit der Vermischung einheimischer und gentechnisch veränderter Maissorten in Mexiko beschäftigt hatten. Der Großteil der Beschwerden wurde vermutlich von dem Großkonzern Monsanto initiiert, um die für das Unternehmen unliebsamen Erkenntnisse zu desavouieren. Denn der umstrittene Artikel der Forscher kam zu dem Ergebnis, dass das genetische Reservoir der Urmais-Sorten in Mexiko von der Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen bedroht ist.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich im August 1998, als der Molekularbiologe Árpád Pusztai im britischen Fernsehen ein Interview gab, in dem er sich für Langzeittests für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel aussprach und Verbraucher vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln warnte. Innerhalb kürzester Zeit sah sich Pusztai einem politischen Kreuzfeuer ausgesetzt, sein Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert und er wurde von der Royal Society, dem nationalen Wissenschaftsgremium, ausgeschlossen.
Auch hier scheint es so, als ob die Sanktionen das Resultat einer gezielten Kampagne gewesen sind, die als Reaktion auf Pusztais kritische Anmerkungen initiiert wurden. Beide Fälle sind Beispiele für die zunehmende Bedrohung der Freiheit der Forschung, die nicht nur die Wissenschaftsgemeinde etwas angeht. Denn wenn multinationale Konzerne kritische Veröffentlichungen von Forschern unterdrücken können, dann ist nicht nur die Demokratie in Gefahr, sondern auf lange Sicht unser aller Gesundheit bedroht.
Bertram Verhaags Dokumentarfilm entstand als BR-Koproduktion und erzählt am Beispiel dieser beiden Wissenschaftler vom Einfluss der Gentechnikunternehmen auf die Forschung – engagiert, parteiisch und streitbar, oder in den Worten des Regisseurs: als “dokumentarischer Thriller zum Thema Gentechnik”. Der Dokumentarfilm, der an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen ist, wurde mit acht internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem drei Mal als bester Dokumentarfilm.
Ich denke mal, spätestens seit dem Bestseller „Tiere essen“ von J.S. Foer ist das Thema (Teilzeit-)Vegetarismus im Mainstream angekommen und wurde bei manchen Menschen das Bewusstsein für die Problematik, die mit etwas scheinbar Selbstverständlichem wie dem Fleischkonsum einhergeht, geschärft. Natürlich wäre es aus den verschiedensten Gründen – Umwelt, Ethik, Gesundheit… – sinnvoll, wenn der Fleischverzehr ganz eingestellt werden würde, allerdings ist der Ansatz, zumindest eine Reduktion zu bewirken, auch nicht so verkehrt, wenn man bedenkt, wie emotional aufgeladen für einige Leute dieses Thema ist. Dies sieht man auch bei dem Beitrag „Fleischlos-Tage: Kulturkampf in deutschen Kantinen“ der BR-Sendung quer, der den „Meat free Monday“ beschreibt, der löblicherweise mittlerweile in einigen Firmen-Kantinen üblich ist und so die Leute auch an die Vielfalt vegetarischen Essens heranführt und zeigt, dass Gemüse etc. nicht bloße Beilagen zu einer Wurst oder einem Steak sind. Ich staune bei der Gelegenheit ja immer wieder, dass so mancher Zeitgenosse es offenbar schon kaum ertragen kann, auch nur einen Tag lang mal kein totes Tier in sich reinzuschaufeln, wie man in dem Beitrag sehen kann. Traurig, wie festgefahren Menschen so sein können…
Immer häufiger machen Firmenkantinen monatliche oder wöchentliche Fleischlos-Tage und wollen damit die Umwelt schonen. Denn fast 20 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen sind auf die Fleischindustrie zurückzuführen – mehr als alle Transport- und Verkehrsabgase zusammen. Doch das hehre Ziel des Umweltschutzes überzeugt viele Arbeitnehmer dieser Firmen trotzdem nicht. Sie fühlen sich an den sogenannten Veggie-Days im wahrsten Sinne des Wortes bevormundet und boykottieren die Kantinen.
Es ist – zumal für Leser meines Blogs – eigentlich keine neue Erkenntnis, die uns Foodwatch da vorgestern als Ergebnis einer Studie vorlegte. Die Angebote der Nahrungsmittelindustrie, die speziell auf Kinder abzielen (in Aufmachung, Reklame, Rezeptur) wurden gründlich unter die Lupe genommen, und für überwiegend zu süß, zu ungesund, zu fett befunden. Trotzdem werden diese Produkte von der Marketingmaschinerie der Konzerne ungestraft als „gesunde Mahlzeit“ o.ä. angepriesen – während in anderen Ländern Reklame für Kinder sogar schon verboten ist, darf hierzulande noch gelogen werden, dass sich die Balken biegen. Natürlich sind auch die Eltern dafür mitverantwortlich, was die Kinder zu sich nehmen, aber solange die Unternehmen gehirnwäschegleich ihre Desinformationen ausstreuen, wird es für viele schwierig, Fakten von Märchen zu trennen. Ein Mitglied der Konsumpf-Facebookgruppe fragte zu Recht, was eigentlich in den Köpfen von Unternehmern, Herstellern, Werbeleuten, Händlern vor geht, dass sie hier nicht selbst die Reißleine ziehen – und statt dessen den eigenen Profit vor das Wohl der Kinder setzen.
Unausgewogene Produkte, perfides Marketing und überbordende Lobbyarbeit: Die Lebensmittelindustrie leistet keinen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern, sondern trägt massiv zur grassierenden Fehlernährung bei. Das belegt der Report „Kinder kaufen“, den foodwatch heute in Berlin vorstellte.
Das ist das Problem: In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder übergewichtig, 6 Prozent sogar adipös – ihnen drohen Krankheiten wie Diabetes, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren ist der Anteil übergewichtiger Kinder um 50 Prozent gestiegen. Der wichtigste Grund für das Übergewichtsproblem: Kinder ernähren sich falsch. Sie essen zu viele Süßigkeiten, fettige Snacks und Fleisch, trinken zu viel Limonade; Obst und Gemüse kommen dagegen zu kurz.
Das ist der Stand: Ein umfassender Marktcheck von foodwatch zeigt: Das Angebot an industriellen Kinderlebensmittel besteht fast ausschließlich aus Süßigkeiten und Snacks. Dieses Junkfood drängt die Industrie den Kindern mit perfiden Marketingstrategien auf – und verhindert jede Regulierung, angefangen bei einer transparenten Nährwertkennzeichnung, durch massive Lobbyarbeit. Die Hersteller sind damit mitverantwortlich für die schlechte Ernährung der Kinder.
Das fordert foodwatch:
Industrie in die Verantwortung nehmen: Die Lebensmittelindustrie muss dort Verantwortung übernehmen, wo ihre Verantwortung tatsächlich liegt: In der Produktion ausgewogener Kinderlebensmittel – nicht in PR-trächtigen Alibi-Maßnahmen wie Bewegungsinitiativen und Ernährungstipps für den Schulunterricht. Die Verantwortung für die Fehlernährung von Kindern darf nicht auf die Eltern abgewälzt werden!
Kein Kinder-Marketing für Süßigkeiten: Produkte, die nicht ausgewogen sein können (wie Süßigkeiten) dürfen nicht länger als Kinderprodukte beworben und mit Comicfiguren, Spielzeugbeigaben, Gewinnspielen oder Idolen direkt an Kinder vermarktet werden.
Werbefreie Schulen: Schulen und Kindergärten müssen werbe- und PR-freie Räume werden.
Schluss mit der Alibi-Sport-Förderung durch die Industrie: Die Junkfood-Industrie ist kein geeigneter Partner für den Staat, für Schulen und Sportverbände wie den Deutschen Fußballbund (DFB). Sponsoring-Partnerschaften und gemeinsame Programme zur Bewegungsförderung oder Übergewichts-Bekämpfung dienen den Unternehmen als Ablasshandel und müssen beendet werden.