Mai
29
2011
9

Gefährliches Gemüse – Antiobiotikaresistente Bakterien

© michaelaw, stock.xchng

Für das Gemüse kommt es derzeit wirklich knüppeldick – seit einigen Tagen beherrschen Horrormeldungen zur Gemüsegrippe Belastung von Gemüse aus Norddeutschland Spanien die Medien, die mit sogenannten Ehec-Bakterien belastet sind, einer Seuche, die für den Menschen sogar tödlich enden kann. Wer rohes Gemüse zu sich nimmt, lebt also im Moment (scheinbar) gefährlich. Wie Blogleser „Insider“ vorgestern in einem Kommentar hier im Konsumpf schon richtig anmerkte, ist es kein Wunder, dass der Trend zu massenhafter Billigproduktion in der Landwirtschaft sich am Ende wieder gegen den Menschen wendet, wie auch schon vergleichbare Seuchen wie BSE oder der Vogelgrippe, aber auch Dioxin in Eiern etc. pp in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben. Gerade in Spanien herrschen wohl unglaubliche Zustände, dort geht es nur noch nach der reinen Masse, koste es Umwelt und Menschen was es wolle:

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Jan
17
2010
12

Der Kattendorfer Hof

katthof_logo_klNormalerweise gebe ich in meinem Blog ja nun keine Konsumtipps ab oder rühre die Werbetrommel für Firmen und Betriebe. Heute will ich aber mal eine Ausnahme machen. Denn da ich oft vor den Folgen des Einkaufs bei Discountern warne und mich generell gegen die großen Supermarktketten ausspreche, möchte ich diesmal zeigen, dass es auch alternative Möglichkeiten zur industriellen Massenabfertigung mit genormten Massengütern in 08/15-Megamalls gibt. Wie z.B. den Kattendorfer Hof nördlich von Hamburg. Aufmerksam wurde ich durch ein Kapitel in Tanja Busses Buch „Die Einkaufs-Revolution„, wo sie schildert, wie dieser relativ große Bauernhof, der nach den Demeter-Richtlinien arbeitet (also nicht bloß EU-Bio („Bio light“), sondern richtiges liefert), arbeitet und seine selbstproduzierten Waren, sprich Obst, Gemüse, Milch, Brot, Fleisch etc. vertreibt.

Zum einen werden ganz klassisch Wochenmärkte in Hamburg und Umgebung damit beliefert. Aber dann haben sich die Betreiber noch etwas Besonderes ausgedacht, um auch eine gewisse Planungssicherheit zu haben. Und zwar kann jeder, der möchte, Mitglied in der Wirtschaftsgemeinschaft werden; er zahlt dann einen monatlichen Beitrag (der sich nach den individuellen Bedürfnissen des Interessenten richtet) und kann fortan KOSTENLOS alle Waren aus den zwei Hofläden, die es in und um Hamburg inzwischen gibt, mitnehmen! Zu jeder Tages- und Nachtzeit, da er einen eigenen Schlüssel erhält. Wie Tanja Busse schreibt waren viele zuerst ganz zurückhaltend und trauten sich kaum, wirklich etwas mitzunehmen – und gleichzeitig nutzt niemand diesen Vertrauensvorschuss, der ihnen von den Hofbetreibern gegeben wird, aus und nimmt etwa bergeweise Obst & Gemüse noch für alle Verwandten und Bekannten mit, so dass dieses System also tatsächlich funktioniert. Gerade in Hamburg gibt es viele Medienschaffende, die oft erst nach dem regulären Ladenschluss nach Hause kommen und diese Option, quasi kommen und gehen zu können, wann sie wollen, begeistert nutzen. Generell binden der Kattendorfer Hof seine Kunden also durchaus ins Geschehen mit ein, auch über eine sog. „Kuh-Aktie“, mit der man sich an der Kuhherde beteiligt (sofern man die Aufzucht von Nutztieren unterstützen will; dazu ließe sich ja auch einiges Kritisches sagen).

Ich finde diesen Ansatz und diese Idee jedenfalls großartig und eine wirkliche Alternative zu dem auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Vertriebssystem, das uns sonst so umgibt (und erdrückt), mit all seinen mannigfaltigen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

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