Nov
18
2012
1

Helft den Yes Men bei der Revolte!

Heute will ich nur ganz kurz auf eine in knapp zwei Wochen auslaufende Aktion der Yes Men hinweisen, den „Vorzeige-Culture Jammern“ aus den USA, die seit einigen Jahren mit Filmen und irrwitzigen Aktionen Konzerne und Politik aufmischen. Nun planen sie ein neues Projekt, um genau zu sein sogar zwei – den dritten Teil „The Yes Men are revolting“ ihrer Doku-Trilogie, sowie eine Art Schaltzentrale für subversive Aktionen und Protest, die weltweit dabei helfen soll, Widerstand zu organisieren und gegen die herrschenden Zustände aufzustehen. Dafür sammeln die Yes Men via Kickstarter Geld – 13 Tage sind jetzt noch Zeit, um sich daran zu beteiligen. >> Hier geht’s zur Projektseite bei Klickstarter.

Und hier der Originaltext, für alle die Englisch können:

A MOVIE AND A LAUNCHPAD

The Yes Men Are Revolting is a funny, action-packed adventure. With the environment on the brink of collapse, we ask a pressing question: at a time when corporate forces have bought and sold democracy, how can we effect real change? Our answer: get every viewer involved in the struggle.

help keep us afloat
help keep us afloat

For the last four years we’ve worked with dozens of groups on infiltrations, impersonations, and mass actions to try to make a difference. Check out the video on this page for a little taste! After the part where we ask for your support, you’ll see a scene where we hold a press conference pretending to be from the US Chamber of Commerce (big-money lobbyists who spend hundreds of millions blocking and dismantling environment, labor, housing, and health laws). The press conference goes well, and the Chamber’s real PR guy even shows up—comedic vigilante justice at its best. Stay tuned to this page for more videos in coming weeks.

But as we continued pulling off actions like the one against the Chamber, the Obama years rolled by, and as money’s chokehold on democracy got tighter, we got more frantic. We even took it out on each other, and our “band” almost split up. But then, a sequence of unbelievable global uprisings, from Tahrir Square to Occupy Wall Street, got us excited about the idea of a global revolution–and we began to realize that we can do it too.

Then, energized by our involvement with the Occupy movement, we came to realize our true role in social change. Now, we’re hatching our most ambitious plan ever: a human-staffed platform to help every inspired viewer of our film—or anyone at all—get active as well. This “Action Switchboard” taps our 100,000-person database, as well as some much bigger lists, to create fun, meaningful, movement-building projects around the issues we all care about.

This is a plan that invites everyone to join us in revolt. But we need your help now to get the movie and the Switchboard off the ground.

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Jul
27
2012
2

Lagerfeld zündet Autos an – und weitere Adbusts

Ich hatte Euch ja vorletzte Woche noch einen weiteren Beitrag zum Thema Adbusting versprochen – hier ist er nun, mit einigen (halbwegs) aktuellen Beispielen aus der weiten Welt des Widerstands gegen den Reklameunsinn. Beginnen möchte ich mit einem schönen Werk aus Berlin, bei dem eine der vielen sinnfreien Autoreklameplakate dran glauben musste – „Adbusting: Lagerfeld fackelt Autos ab“, wie bigberlinbullshit berichtet:

Autoabfackeln genial gemacht: Teile des Großflächenplakats ausgeschnitten und abgelöst und dann versetzt wieder draufgeklebt. Dazu ein bisschen Rauch mit Sprühdose. Und wunderschön: Karl Lagerfeld mit Molotov-Cocktail. So gerade gesehen in Berlin-Prenzlauerberg.

Und gleich nochmal Berlin – ein feines BILD-Busting – „Bildzeitung Adbusting“:

Fotokiosk Hamburg präsentiert uns ein gelungenes Werk, das sich gegen American Apparel richtet; der blutige Zombie-Look des Models sieht schön gruselig aus – „Adbusting Hamburg“:

Adbusting ist die Verfremdung von Außenwerbung im öffentlichen Raum. Dabei werden meist Werbeplakate wie hier an der Hamburger S-Bahn-Station Sternschanze vom Künstler Lobo so umgestaltet, dass sich eine neue, in der Regel konsum- und markenkritische Botschaft ergibt. Oft reicht eine kleine aber ausdruckskräftige Veränderung an bekannten Slogans, Logos und Werbekampagnen, um die Botschaft ins rechte Licht zu rücken.
Werbung ist überall. Durch Adbusting-Aktionen wird beklagt, dass es kaum noch Lebensbereiche gibt, in denen man sich Werbung entziehen könne. Diese Werbebotschaften spielen uns ein bestimmtes Leben vor und diktieren, auf dem Weg zur Arbeit, am Wochenende, im Urlaub, was wir kaufen müssen, um glücklich zu sein. Eine Message hinter den Aktionen lautet daher stets: ‘Werbung lügt!’
Das Faszinierende am Adbusting ist, das es wirkt. Hier werden vor allem Großkonzerne mit ihren eigenen markenpolitischen Waffen geschlagen. Werbung, die bereits teuer von ihnen entwickelt und umgesetzt wurde, kann man mittels Adbusting einfach, kreativ, ausdrucksstark und vor allem kostengünstig verändern.

Stenographique liefert uns gleich einen kompletten Artikel mit mehreren Adbustings, u.a. auch hier schon genannten – „Kreativität vs. Kommerz: Adbusting erobert die Innenstädte“:

(…) Wenn sie wenigstens kreativ, lustig oder ästhetisch wäre… Doch die meisten werbetreibenden Unternehmen setzen bei der Outdoor-Werbung (auch: Out-of-Home-Media) schlicht auf Reichweite in allerfeinster Holzhammer-Manier und brüllen uns mit abstrus-sinnbefreiten Plakaten auf Schritt und Tritt an (“Jetzt NEU! Jetzt KAUFEN”). Doch wie bei jeder Entwicklung gibt es auch bei der Außenwerbung einen Tipping-Point, ab dem das Ausmaß der visuellen Beschallung als unerträglich wahrgenommen wird und sich eine Gegenbewegung formiert: Adbusting. (…)

(…) Mit der aktuellen “Maybe”-Kampagne für Malboro hat uns die Agentur Leo Burnett aus Frankfurt lange mit weißen Plakaten angeteasert, auf denen nichts als “Maybe” stand. Nach der Auflösung folgten verschiedene Motive mit erhellenden Eventualitäten wie “MAYBE will never be her own boss” oder “MAYBE goes nowhere”. Eine leicht zu kopierende Schrift, ein modularer Aufbau der Kampagne und ein nicht unumstrittenes Produkt – die Plakate schrien ja geradezu nach Adbusting. Volkes Stimme tut nun kund: “Maybe you should go fuck yourself” und legt den Finger genau in die Wunde der auflagengebeutelten Kippenkönige. Das ist kreativ, das leuchtet ein, das amüsiert – ein Paradebeispiel für gelungenes Adbusting. (…)

Und sogar bis in die seriöse Mainstreampresse hat es das Thema der Verfremdung von Reklame und Logos gebracht – die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Endlich ehrliche Werbung“ und zeigt ein paar hübsche Beispiele des schwedischen Künstlers Viktor Hertz.

Logos bekannter Marken wollen viel ausdrücken, doch sie sagen meistens nur die halbe Wahrheit. Der schwedische Künstler Viktor Hertz verfremdet in seiner grafischen Serie “Honest Logos” weltweit bekannte Schriftzüge. Dafür spielt er ironisch mit den Erwartungen und Illusionen, die Marken transportieren. Herausgekommen sind Vorschläge, wie die großen Konzerne eigentlich heißen sollten.

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Jul
24
2012
1

Shell – Raus aus der Arktis!

Es gibt wohl nur wenige Unternehmen, die noch schlimmer und verachtenswerter sind als Shell – die Liste der Missetaten dieses Konzerns ist lang. Und die nächste ist unterwegs – man will auch in der Arktis bohren und damit auf der Hatz nach den letzten Ölreserven die Umwelt und ein einzigartiges Gebiet weiter zerstören. Greenpeace ruft deshalb zum Widerstand auf, den ich an dieser Stelle gerne unterstütze:

Rettet die Arktis!

Die Arktis ist eines der letzten wilden Gebiete unserer Erde. Ursprünglich fast das ganze Jahr durch dickes Eis geschützt, war das Gebiet rund um den Nordpol bislang für den Menschen weitgehend unzugänglich. Doch durch den vom Menschen erzeugten Klimawandel ändert sich das. Die Arktis erwärmt sich derzeit schneller als jedes andere Gebiet des Planeten, bereits jetzt sind weite Teile des Nordpolarmeeres im Sommer eisfrei.

Ironischerweise verursacht das ausgerechnet bei den Hauptverursachern des Klimawandels Schmetterlinge im Bauch: Noch dieses Jahr will der Öl-Riese Shell beginnen, Probebohrungen in der Arktis vorzunehmen – ein Unterfangen, das mit unzähligen Risiken verbunden ist. Im Falle eines Blowout, wie bei der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko 2010, wäre es in der Arktis nahezu unmöglich, unkontrolliertes Austreten von Öl schnell genug zu stoppen.

Sogar Shell selbst gibt das zu: einer Ölkatastrophe ist laut dem Konzern beim Einbruch des Winters und einsetzen des Eises mit nichts beizukommen!

Greenpeace fordert deshalb: RAUS AUS DER ARKTIS!

http://www.savethearctic.org/

Mehr Infos auch im Greenpeace-Blog, wo noch Aktivisten gesucht werden.

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Jul
12
2012
0

Adbusting in Paris, London und Berlin – Kampf gegen den Reklamewahnsinn

So, wie schon angekündigt werde ich mich diese Woche mal vorrangig ums Adbusting, also das Richtigstellen von verlogener und irreführender Reklame kümmern. Heute will ich dabei aufs bewegte Bild setzen – zum einen gibt es eine schöne Aktion aus Berlin zu zeigen, wie blogbuzzter berichtet: „Russenkälte in Berlin – Pullis fürs Porno-Plakat“:

Auch Arte hat sich in den letzten Monaten einige Male um das Thema Street-Art und Adbusting gekümmert, was mich natürlich freut, denn reklamefeindliche Aktionen sind im Fernsehen ja nicht gerade übermäßig prominent zu bewundern (schließlich wollen sich die Medientreibenden nicht ins eigene Standbein schießen). Da wäre zunächst „Kunst gegen Konsum – Adbuster Eyesaw“:

Im Dunkel der Londoner Nächte macht sich Streetartist Eyesaw an Werbeplakaten zu schaffen. Sein Auftrag ist nicht nur die Zerstörung von aufdringlicher Shoppingpropaganda, sondern auch deren künstlerische Umgestaltung.

Der zweite Arte-Beitrag heißt „Adbusting in Paris“:

ThomThom und FKDL  – zwei Urban Artists, die ein Medium für ihre Aktionen gewählt haben: Werbung.  Aus ebenso aufdringlicher wie oberflächlicher Reklame machen sie wirkliche Kunst. Dürfen sie das?

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Jul
10
2012
1

H&M und beworbene Kunstprodukte

Das „Kunst“ in „Kunstprodukte“ verstehe ich hier natürlich im Sinne von „künstlich“! Ich finde, es ist mal wieder an der Zeit, in meinem Blog ein bisschen etwas Adbusting zu bringen – und so werde ich hier in den nächsten Tagen ein paar aktuelle Beispiele und Beiträge zu dem Thema vorstellen (und damit ein wenig zu den Ursprüngen des Konsumpfs zurückkehren).

Über das abartige Frauenbild, das uns die Marketingleute in ihrer Reklame aufs Auge drücken, habe ich ja schon oft berichtet. Dass die schwedische Billigmodenkette H&M, ganz vorne dran ist, wenn es um das Verbreiten eines völlig überzogenen Schlankheitswahns geht, dürfte hinlänglich bekannt sein. Schon vor einigen Jahren stellte ich in dem vielbeachteten Artikel „Werbung gegen Realität: H&M“ (einer meiner meistgeklickten Beiträge, neben z.B. der Aufklärung über die Discounter) ein sehr gelungenes Adbusting vor, das die Botschaft der Werber auf den Punkt brachte – „Hager & Mager“. (Davon, dass der Konzern die hierzulande als so cool vertriebene Kleidung oft genug unter schändlichen Bedinungen in Billiglohnländern produzieren lässt, will ich hier gar nicht erst anfangen, das ist ein eigenes Thema.)

Nun gibt es, wie ich im Internet erfahren habe, eine neue H&M-Kampagne, die für einigen Wirbel sorgt, da sie wiederum so offensichtlich mit am Computer extrem nachbearbeiteten und geschönten Models arbeitet, dass man es fast schon als Parodie auffassen muss, was uns da geboten wird. Der Blog von MINA sagt kurz und knapp „H&M: Fick dich“ dazu. Bemerkenswert finde ich vor allem die Feststellung im zweiten Absatz, die mir so bislang auch nicht bekannt war:

(…) Und H&M hält mir alle 50 Meter auf großen Plakaten unter die Nase, wie ich bitteschön auszusehen hätte. Es macht mich wütend. Es macht mich komplett rasend. Ich warte auf den Moment, an dem ich die Plastikscheiben einschlage um die abgebildeten Plastikmodelle zu zerreißen.

Warum? Nun, fangen wir doch zum einen Mal damit an, dass H&M sogar offen zugibt, dass sie computergenerierte Körper nutzen, die keiner natürlichen Person gehören, und dann Modelköpfe drauf photoshoppen. Bäm! Wie, dachtet ihr etwa es gibt Menschen, die so aussehen können? Haha. Irgendwo bei H&M sitzt ein Marketingmanager mit einem riesigen Trollface und lacht euch aus. Sie haben ethnisch korrekt sogar die Hauttöne leicht geändert. Ist das nicht toll? Haha. Zugegeben haben sie es auch schon selbst.

Das Irrwitzige dabei ist, dass man uns das Aussehen der Modells als natürlich und gesund verkaufen möchte. Entschuldigung, aber soll ich lachen oder weinen? Bei solchen Ärmchen zeichnen sich normalerweise die Rippen zählbar ab. Bei solchen Bäuchen könnte kein Model 500m Laufen. Woher soll sie auch irgendetwas nehmen, was sie verbrennen könnte? Aber nein, uns wird weiter suggeriert, mit gesundem Essen und Sport könnte man dieses Ideal erreichen. Sagen die Stars doch dauernd. Dass sie dabei rigorose Workout-Programme haben und Köche die spezielles Essen zubereiten, falls sie überhaupt essen, dass sie wie Schlote rauchen um den Appetit zu kontrollieren, all das wird verschwiegen. (…)

Und trotzdem lassen wir das mit uns machen. Warum? Und auch die Medien scheinen höchstens die Körperbräune der H&M Kampagne zu kritisieren. Da macht es auch keinen Unterschied, dass die Vogue jetzt nur noch Models verpflichten möchte, die nachweisbar über 16 (oho) sind und “nicht magersüchtig” (schöne Definition. I lol’ed), und dass Israel einen Minimum-BMI für Models eingeführt hat. Nein, denn die Bilder werden akzeptiert. In einer Welt, in der mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene Essgestört sind als je zuvor, in der uns die mediale Welt vorgibt dass Glück, Erfolg und sogar Liebe eng mit dem Aussehen verknüft sind, wie können wir das zulassen?

Ach. H&M, auch in Vertretung für alle Anderen. Fick dich. (…)

Es ist kein Wunder, dass sich also auch alsbald aktiver Widerstand gegen die visuellen Zumutungen von H&M regt – in Hamburg haben sich einige Adbuster etwas Schönes einfallen lassen und die Plakate mit Photoshop-Werkzeugpaletten beklebt, um die Künstlichkeit der Reklame herauszustreichen (siehe den Dead Cat Bounce-Blog – „H&M Photoshop-Adbusting“).


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Mrz
30
2012
4

Lesetipps: Reichtum & Ruhm | Hilfe, LOHAS! | Marlboro | Konsumverzicht

Es wird mal wieder Zeit für ein paar Lesetipps im Konsumpf – beginnen möchte ich mit dem Artikel „Nur noch Reichtum und Ruhm im Kopf?“ von Florian Rötzer auf Telepolis. Er stellt eine neue US-Studie vor – anhand der sich mir die Frage stellt, ob die nun seit einigen Jahrzehnten andauernde und von Medien, Reklamewirtschaft und Politik betriebene „Umerziehung“ der Menschen von Bürgern zu Konsumenten „Früchte“ getragen hat, also Erfolge im Sinne der Durchkommerzialisierer zeitigt. Hoffentlich nicht!

(…) was auch für die nach 1982 Geborenen zutrifft. Für sie sind extrinsische Werte wie Geld, Aussehen und Ruhm wichtiger als für die Baby Boomer, während intrinsische Werte wie Selbstakzeptanz, Gemeinschaft oder Zugehörigkeit eine geringere Rolle spielen. Die Sorge um die Mitmenschen nahm hingegen nur leicht ab, die bürgerpolitische Orientierung, also das Interesse an sozialen Problemen, politischer Partizipation, Vertrauen in die Regierung oder Engagement für die Umwelt oder das Energiesparen ging hingegen beträchtlich zurück, vor allem was den Umweltschutz anbelangt, der das Thema der vorhergehenden Generation war und ist. Es gebe keineswegs eine “Generation Wir” meinen die Psychologen, sondern vielmehr eine “Generation Ich”. (…)

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Feb
17
2012
0

Logo- & Sloganpersiflagen

Es wird an der Zeit, dass ich mal wieder etwas zum Thema Adbusting im Blog veröffentliche – da ich mich irgendwie noch im „Blog-Winterschlaf-Modus“ befinde, also mit gebremstem Schaum poste, möchte ich Euch heute nur kurz die wunderbare Seite bootlegs | logopersiflagen vorstellen, die auf soup.io gehostet wird, sprich, es handelt sich um einen „endlos scrollbaren“ Blog. In diesem Fall randvoll mit bis zur Kenntlichkeit verfälschten Konzernslogans und -logos. Sehr inspirierend, und natürlich auch sehr entlarvend.

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Dez
01
2011
0

Surftipp: Destructables – Anleitungen zum Widerspruch

Vielleicht erinnert sich ja noch der eine oder andere Leser meines Blogs an meinen Surftipp Centennial Society, in dem ich das umfassende Adbusting/Culture Jamming-Websiteprojekt von Packard Jennings vorstellte. Nun hat Jennings eine neue Seite am Start, die sich mit der gleichen Thematik befasst, also kreativem Widerstand gegen herrschendes Unrecht, passende Antworten auf Reklame- und Marketingzumutungen uvm. Es nennt sich Destructables und ist eine „Do-It-Yourself-Website für Projekte des Protests und kreativen Widerspruchs“ – und passt somit natürlich perfekt in den Konsumpf. Folgendes schreibt der Autor über sein neues Webprojekt (ich übersetze den Text mal eben aus dem Englischen):

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Okt
24
2011
6

Lesetipps: Danke, KiK! | H&M | Künstlerwettbewerb Anti-Konsum | Deutsches Fleisch

Hm… bzw. H&M! Das eine oder andere Mal habe ich die Modekette hier ja schon kritisch beäugt, wobei der schwedische Konzern vermutlich nicht schlimmer ist als andere große „normale“ Modefirmen, aber da die Schweden halt besonders erfolgreich und in den Innenstädten omnipräsent sind, ziehen sie halt des Öfteren skeptische und prüfende Blicke der Öffentlichkeit auf sich. So hat sich auch die Nachhaltigkeitsplattform Utopia im Rahmen ihrer Konzernchecks schon diverse Male H&M angenommen – und da deren Erkenntnisse an Aktualität nichts eingebüßt haben und durchaus symtpomatisch für einen großteil der Bekleidungsbranche stehen, will ich sie Euch an dieser Stelle auch einmal vorstellen – „H&M auf dem Prüfstand: hauchdünnes Bioprogramm“:

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Okt
07
2011
3

Adbusting – Spraydose gegen Konsum

Adbusting, also das Verfremden von Reklamebotschaften als Antwort auf die normalerweise einseitige „Kommunikation“ von Unternehmen zum Konsumenten, ist hierzulande vor einigen Wochen ins mediale Interesse gerückt, nämlich im Zusammenhang mit der Berlin-Wahl und einigen sehr gelungenen Richtigstellungen der Parteiparolen. Aber natürlich gibt es diese Form der konsumkritischen Aktion schon sehr viel länger, auch wenn sie vor allem in Deutschland noch oft unterhalb des Radars stattfindet. Dennoch berichtete ZDF.kultur im August über den Berliner Adbuster mit dem kryptischen Namen (Mein lieber) Prost und seine Streifzüge durch die Reklamelandschaft – „Adbusting – Spraydose gegen Konsum“. Ein netter Beitrag, in dem auch Kalle Lasn, Gründer des Adbusters Magazins, zu Wort kommt:

Bis zu 3000 Werbebotschaften prasseln täglich auf uns ein. Adbusting richtet sich gegen Konsumterror und will Werbebilder „bis zur Kenntlichkeit entstellen”.

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