Nov
17
2010
4

Der 27. November ist Buy Nothing Day 2010

>> hier geht es zum aktuellen Artikel über den Buy Nothing Day 2012!

Alle Jahre wieder… kommt nicht nur das Christkind auf die Menschheit hernieder, sondern auch der potenzierte Konsumterror durch die Weihnachtsfeiertage. Und mit ihm seit einigen Jahren der vom kanadischen Adbusters Magazin ins Leben gerufene Buy Nothing Day. Weltweit werden wieder Aktivisten konsumkritische Aktionen und Happenings veranstalten und viele Menschen durch Kaufverweigerung daran teilnehmen. Wie jedes Jahr stelle ich den BND, der diesmal in Europa auf den 27. November (USA 26. November) fällt, auch in meinem Blog vor – damit ich mich nicht jedes Jahr wiederholen muss verweise ich einfach auf meine Artikel zum BND 2009 und 2008.

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Okt
21
2010
2

Adbusters Woche der Rebellion – Briefings #4 bis #6

So, nachdem ich letzten Freitag schon über die vom Adbusters Magazin geplante „Week of Carnivalesque Rebellion“ vom 22.–28. November berichtet habe (HIER), folgen heute wie versprochen die von mir übersetzten Briefings #4 bis #6, in denen es um weitere Details und Vorbereitungen für die große weltumspannende Culture Jamming-Aktion geht.

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Okt
15
2010
7

Adbusters ruft auf zu einer „week of Carnivalesque Rebellion“ im November

Das kanadische (Internet-)Magazin Adbusters, das als eine zentrale Anlaufstelle für Culture Jammer und Adbuster dient und von Kalle Lasn, einem der Vordenker der „Bewegung“ mitgegründet wurde, ruft immer wieder Aktionen ins Leben, die sich gegen den Konsumismus unserer Tage wenden. So gibt es z.B. einmal im Jahr den (inzwischen in vielen Ländern der Welt initiierten) Buy Nothing Day, es gibt die TV-Turnoff- und Digital-Detox-Week, die die Menschen zum Überdenken ihrer Konsumgewohnheiten bewegen sollen. Dieses Jahr haben die Macher noch Größeres vor – sie wollen eine „Woche der karnevalartigen Rebellion“ starten, um dem Konsumkapitalismus ein Schnippchen zu schlagen. Ich übersetze Euch an dieser Stelle den (etwas vollmundigen bis größenwahnsinnigen) Einleitungstext sowie den Anfangsaufruf, der vor einer Weile veröffentlicht wurde – „Tactical Briefing #1“:

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Jul
20
2010
0

Surf- & Fernsehtipp: Ölpest an der US-Küste

Ja, tut mir leid, dass ich mich selbst heute wieder nur eher kurz fasse, dafür aber auf einen interessanten Schwerpunkt des Onlineangebots beim ZDF hinweise – es geht um die von BP verschuldete „Ölpest an der US-Küste“, die uns zeigt, wie sehr unsere Abhängigkeit von der Ressource Öl und stetig sprudelnder Gewinne letztlich die Lebensgrundlage aller Lebewesen auf diesem Planeten zerstört. Solange Wirtschaftswachstum und Konsumrausch als das Nonplusultra in unserer Gesellschaft gelten, wird es vermutlich immer wieder zu solchen Katastrophen kommen, bei der als erstes die Natur den kürzeren zieht. Auf den ZDF-Seiten gibt es dazu viele interessante und auch bedrückende Informationen.

So z.B. „Exxon Valdez-Katastrophe schon 20fach übertroffen“ oder die UNO-Studie „Übermäßiger Raubbau an der Natur“:

Weltweit beuten Unternehmen die Ressourcen der Natur aus, ohne dafür angemessen zu bezahlen. Die größten 3.000 Konzerne verursachen jährlich Umweltschäden in einer Höhe von 1,7 Billionen Euro. Das hat die UNO in einer neuen Umweltstudie angeprangert.

Es geht auch um die Ölpest-Kosten „Wenn die Natur klagen könnte“:

100 Millionen Dollar zahlt BP derzeit täglich für die Bekämpfung der Ölpest. Forscher haben errechnet, was die Natur in der Region wirklich wert ist und wofür der Ölmulti eigentlich geradestehen müsste. Sie fordern eine breiter gefasste Haftpflicht.

Und darum, „Wie Washington Reibach im Golf macht“:

“Der Golf von Mexiko ist im Würgegriff der Energiekonzerne”, schreibt ein US-Blogger, der die Ölkatastrophe verfolgt. Seine Recherchen zeigen: Seit Jahren verpachtet die US-Regierung Meeresabschnitte an BP, Shell und andere – für gutes Geld.

Morgen, am Mittwoch, den 21. Juli um 22:15 Uhr wird es im ZDF im Rahmen der Serie „Abenteuer Wissen“ dann noch eine Dokumentation „Die Folgen der Ölpest“ geben, deren Bilder einen vermutlich wieder schockieren dürften. Hoffen wir mal, dass sie wenigstens ein bisschen zum Umdenken in Sachen Automobilität etc. führen…

Ich warf die Frage hier ja bereits einmal auf, die sich auch das Adbusters-Magazin vor einigen Jahren anlässlich der Philip Morris-/Tabakindustrie-Prozesse stellte (die Konzerne sollten für die Gesundheitsschäden von Rauchern gerade stehen, wiesen aber alle Schuld von sich): Wie viel Schaden darf ein Unternehmen eigentlich anrichten, bis es seine Existenzberechtigung verwirkt? Wieso gibt es also Firmen wie Exxon (Esso), Shell, BP, Dow Chemical, Bayer, Deutsche Bank usw. usf. immer noch, weshalb dürfen zerstörerische Geschäfte fast ungestört durch die durch Medien und Maketing sedierte Öffentlichkeit vorgenommen werden?

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Jun
16
2010
2

Economic Hit Men

Wer den Film „Let’s make money“ gesehen hat, der wird sich vielleicht noch an eine Szene mit John Perkins erinnern, einem sog. economic hit man, also einem von Regierung oder anderen Stellen ausgesandten Agenten, der die Wirtschaft eines Landes destablisieren soll, um sie zu schwächen und reif für eine Übernahme durch multinationale Konzerne zu machen. In einem aktuellen kleinen Beitrag wird das Prinzip noch einmal konzentriert und pointiert dargestellt – es kann einem schon etwas blümerant werden, wenn man so etwas sieht… (Gefunden via Adbusters)

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Apr
21
2010
1

Adbusting: Der Axt-Faktor

gord-2298549953_0e01fbb676Heute nur ein kurzer Lesetipp, auf den ich aufmerksam gemacht wurde – das einestages-Magazin auf Spiegel Online hat sich in dieser Woche dem Phänomen des Adbusting, also des Verfremden von Reklame mit dem Ziel, die hinter der schillernden Werbefassade liegende Aussage deutlich oder auf die Abgründe der Konzerne aufmerksam zu machen, gewidmet: „Der Axt-Faktor“. In dem Artikel gibt Danny Kringiel einen Überblick über die Geschichte dieser Widerstandsaktionen gegen den Kommerz sowie die Entwicklung der letzten Jahre und die Versuche der Vereinnahmung durch die Reklameindustrie selbst. Besonders schön ist die Bildergalerie mit gelungenen Adbust-Beispielen. Wollen wir mal hoffen, dass Adbusting weiterhin subversiv und gegen die Durchkommerzialisierung des Lebens gerichtet bleibt und nicht zum bloßen Spaß oder zum Kunstgag verkommt (was der Autor gegen Ende seines Textes befürchtet)…

Ecstasy von McDonald’s, Charles Manson als Jeansmodel: Seit den siebziger Jahren bekämpfen sogenannte Adbuster mit satirisch verfremdeten Werbeplakaten die Konsumkultur. einestages erzählt, wie aus der Reklame-Guerilla eine Massenbewegung wider Willen wurde (…)

In Sydney gründete 1980 eine Schar australischer Sprayer die Organisation B.U.G.A U.P, Billboard Utilising Graffitists Against Unhealthy Promotions, also: Reklametafeln verwendende Graffitikünstler gegen ungesunde Werbung. Frustriert über die nachsichtige Haltung der australischen Regierung gegenüber der Tabak- und Alkoholindustrie richteten sie ihre Angriffe ausschließlich gegen Zigaretten- und Alkoholwerbung. B.U.G.A U.P kooperierte sogar mit einer Bürgerinitiative, die sich für ein Verbot von Tabak- und Alkoholwerbung stark machte. Die gesundheitsbewussten Sprayer trafen den Nerv der Zeit.

Schnell schlossen sich Hunderte von Studenten, Lehrern, Kindergärtnern, Designern, Ärzten, zum Teil ganze Familien der Gruppe an. Anders als die Billboard Liberation Front war dies keine Gruppierung abenteuerlustiger Freigeister, sondern eine Art Bürgerrechtsbewegung aus allen Schichten der Bevölkerung. Überall in und um Sydney fand man plötzlich auf Zigaretten- und Bierwerbungen Kommentare wie “Viel Spaß mit dem Krebs!” oder “Die letzte Nachricht an deine Leber”. Allein 1983 betrug der durch B.U.G.A U.P verursachte Schaden eine Million Dollar. Als die australische Regierung schließlich 1994 ein Verbot gegen Tabak-Plakatwerbung erließ, hatte B.U.G.A U.P den Beweis angetreten, dass sich die Welt durch Adbusting tatsächlich ändern lässt. (…)

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Nov
26
2009
20

Buy Nothing Day 2009 + Wildcat General Strike am 28.11.09

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Übermorgen, am 28. November (bzw. am 27. November in den USA) ist es mal wieder soweit – es ist Buy Nothing Day (Kaufnixtag). Seit nunmehr bereits 20 Jahren wird dieser bereits, initiiert von Adbusters, weltweit begangen. Die Grundidee ist eigentlich ganz einfach und einleuchtend: Wenn Ende November/Anfang Dezember die kränkeste Konsumphase des Jahres eingeleitet wird, weil es auf das Fest des Kaufens und Schenkens („Weihnachten“) zu geht, sollen die Menschen wenigstens für einen Tag innehalten und 24 Stunden lang nichts kaufen. Statt den Konsum anzuheizen geht es also darum, sich mit anderen Dingen im Leben zu beschäftigen. So sehr man den BND auch als Aktion mit beschränktem konkreten Nutzen kritisieren kann (vermutlich werden die meisten Leute, die daran teilnehmen, ihre Kaufentscheidungen nur vertagen), so sehr ist doch der symbolische Gehalt des Tages herauszustreichen sowie der grundlegende Gedanke, dass Leute tatsächlich mal über ihr Kaufverhalten, das bei den allermeisten inzwischen vermutlich ein automatisiertes Eigenleben führt, nachdenken.

Dieses Jahr will Adbusters den Buy Nothing Day auf eine neue Stufe heben und ruft gleichzeitig den „Wildcat General Strike“ (wilden Generalstreik) aus – auf der Webseite zu dieser Kampagne hat Adbusters diverse schöne Aktionen und Infos aus der ganzen Welt zusammengetragen, die zeigen, wie kreativ man der Konsummaschine den Mittelfinger zeigen kann. Darunter sind auch einige deutsche Initiativen, wie in Heilbronn (>> „den Konsumwahn boykottieren“ incl. Flashmob, Straßentheater uvm.) oder Leipzig (>> „Kauf Nix Tag 2009“).

Ich erlaube mir mal eben die Übersetzung des Adbusters-Textes:

———————–

Aus diesem Grunde rufen wir an diesem 27. November (28. November in Europa und in Übersee) einen wilden Generalstreik aus. Wir rufen Millionen von Menschen auf der ganzen Welt auf, die kapitalistische Konsummaschine anzuhalten – wenn auch nur für einen Moment.

Wir wollen, dass Ihr nicht nur für 24 Stunden aufhört, zu kaufen, sondern auch das Licht, den Fernseher und andere unwichtige Geräte abschaltet. Wir möchten, dass Ihr Euer Auto stehen lasst, Eure Telefone und Eure Computer für diesen Tag ausschaltet. Wir rufen zu einem Ramadan-ähnlichen Fasten auf. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang werden wir uns in Massen ausklinken, nicht nur aus dem Feiertagsshopping, sondern von allen anderen Verlockungen unseres „5-Planeten-Lebensstils“. (Anm. PM: hier wird sich darauf bezogen, dass wir, wenn die gesamte enschheit den exzessiven Lebensstil der USA oder Europäer betreiben würde, 5 Planeten bräuchten, um uns mit den nötigen Rohstoffen für unseren Konsumstandard zu versorgen.)

Wage den Schritt:
Du weißt, wie man sagt: jede lange Reise beginnt mit einem einfachen ersten Schritt. Du hast das Gefühl, dass alles auseinanderfällt – die Temperaturen steigen, die Ozeane sind aufgewühlt, die weltweite Wirtschaft ächzt – wieso nicht etwas tun? Mache einen kleinen Schritt nach vorne in eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft. Gehe einen Pakt mit Dir selbst ein: begib dich auf eine Konsum-Diät. Schließ’ deine Kreditkarten und dein Bargeld weg und schalte dich aus dem kapitalistischen Spektakel aus. Du wirst vielleicht merken, dass das schwieriger ist, als du denkst, dass der Impuls, etwas zu kaufen, stärker in dir verankert ist als dir jemals bewusst war. Aber du wirst widerstehen und du wirst bewusster werden – vielleicht erreichst du die „Erleuchtung“, die die Welt verändern kann.

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Mai
05
2009
3

Schönheitswahn und Körperkult…

… passend kommentiert von der Adbusters Media Foundation – das kranke Schönheitsideal, das durch Reklame und Medien sowie der Modebranche propagiert wird, gehört auch zu einem der wichtigen Angriffspunkte der Culture Jammer um Kalle Lasn (zusammen mit der Tabak- und Alkoholindustrie):

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Apr
19
2009
8

Digital Detox Week 2009

digital-detox-weekOha, diesen Aufruf des Adbusters Magazins darf ich eigentlich gar nicht weiterverbreiten, grabe ich doch damit meinem Blog auch (zumindest für eine Weile) das Wasser ab. Aber ich finde die Idee der Digital Detox Week, also der digitalen Entgiftungswoche, spannend genug, um sie hier dennoch zum Thema zu machen. Analog zu ihrer „Mental Detox Week“, in der man den Medienzustrom, insbesondere via Fernsehen, reduzieren bzw. auf Null bringen soll, ist diesmal also das digitale Leben dran, vom 20.–26. April. Hand aufs Herz: Wer kann heutzutage noch eine ganze Woche auf Internet & Co. verzichten? Ich vermutlich nicht – schon allein, weil ich ja meine Blögge weiter betreuen will. ;-) Aber die mediale Dauerberieselung ist in unserer Gesellschaft so weit vorangeschritten, dass der Gedanke an „eine Woche ohne“ tatsächlich schon etwas Bedrohliches hat. Wobei ich sagen muss, dass ich es, als ich letztes Jahr ein paar Tage in London war, sehr genossen habe, eine Weile ohne Internetanbindung zu sein, keine E-Mails abzurufen etc. – der Geist beginnt wirklich ein wenig aufzuatmen.

Hier der dazugehörige Text von Adbusters:

The Digital Detox Challenge

Computer screens, iPods, TVs, phones and the dozens of other devices we’re cybernetically attached to are so pervasive that we can’t escape them. We live them, we breath them, we need them … Or do we?

On Monday, April 20, Adbusters challenges you to do the unthinkable: unplug. Say good-bye to Twitter and Facebook. Turn off your TV, iPhone and Xbox. Reconnect with the natural world and the people around you. You’ll be amazed at how the magic creeps back into your life.

Go to www.adbusters.org for inspiration, articles, videos, posters and more. Next Monday, don’t be afraid and don’t find excuses … take the plunge and see what happens.

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Apr
13
2009
0

Adbusters erringt juristischen Sieg in Kanada

bild-4Bei ihrem Kampf für Mediendemokratie und ein Aufbrechen der verkrusteten Strukturen (Quasi-Monopole) auf dem Mediensektor hat das kanadische Adbusters-Magazin einen wichtigen juristischen Teilerfolg für sich verbuchen können. Hintergrund ist die Absicht von Adbusters, konsumkritische bzw. auf soziale Anliegen aufmerksam machende Werbespots auf verschiedenen großen Fernsehsendern platzieren zu können, die jedoch bislang von den Medienkonglomeraten abgelehnt wurden, wogegen Adbusters vor Gericht zu ziehen versucht. Die Vorstellung von einem Fernsehprogramm, in dem tatsächlich auch alternative Stimmen mit Meinungen & Ansichten außerhalb des telemedialen Mainstreams zu sehen sind, erscheint einem derzeit fürwahr recht utopisch… Hier der von mir übersetzte Wortlaut der aktuellen Pressemitteilung zu diesem Fall:

Adbusters erringt juristischen Sieg gegen Kanadas Mediengiganten – juristische Schritte in den USA können die nächste Stufe sein

Nach 15 Jahren rechtlicher Rangeleien im Versuch, Demokratie in die öffentlichen Sendeanstalten zu bringen, hat Adbusters endlich einen großen Sieg errungen. Der oberste Gerichtshof von British Columbia hat uns einen Einspruch gewährt in unserem Meilensteinfall gegen Kanadas CBS und Canwest Global und uns damit das Okay gegeben, einen Präzedenzfall zu setzen und einige öffentliche Rechte an den Sendefrequenzen zu verlangen (hier kann das Urteil des Gerichts nachgelesen werden).

Menschen verbringen heutzutage beispiellose 8.5 Stunden pro Tag vor Bildschirmen, und trotz des Einflusses neuer Bildschirmformate – Handys, Computer, Kindle (ein ebook-Lesegerät) – dominiert Fernsehen nach wie vor. Es ist das mächtigste Kommunikationsmedium unserer Tage. Und es ist ein Ort, an dem vor allem kommerzielle Gesetze herrschen und abweichende Stimmen zensiert/ausgeblendet werden. Adbusters Versuche, Sendezeit für ihre auf soziale Anliegen abzielenden Clips bei den großen kommerziellen Stationen zu kaufen, wurden all die Jahre immer wieder abgeschmettert.

Der Äther ist öffentliches Eigentum – genauso wie Bürgersteige oder Parks. Sie sind öffentlicher Raum, in dem die Redefreiheit bewahrt werden muss. Dies ist eine inspirierende Vorstellung für Medienaktivisten und könnte den Weg für weitere juristische Siege ebnen – nicht nur für Fernsehfrequenzen, sondern auch im Cyberspace.

Wenig überraschender Weise hat keine von Canwests 13 Zeitungen oder 23 Fernsehkanälen über den Spruch des Obersten Gerichtshofs berichtet. Die Stille war ohrenbetäubend. Kanadier sollten sich immer bewusst darüber sein, dass das größte Medienkonglomerat unseres Landes die Nachrichten nach eigenem Gusto zensiert.

Diese Sender brachten hingegen Beiträge zu dieser Geschichte: CBC Radio, the Globe and Mail, the Georgia Straight und the Tyee.

CBS, NBC, ABC, FOX, MTV und the Food Channel haben es in den vergangenen 15 Jahren ebenfalls immer wieder abgelehnt, uns Sendezeit zu verkaufen, und deshalb möchten wir einen Prozess für Redefreit in den USA führen. Wenn Sie amerikanische Anwälte kennen, die uns in diesem Fall unterstützen würden, schicken Sie mir eine E-Mail an kono@adbusters.org.

Am Ende wird eine ganze Reihe von Prozessen auf der ganzen Welt stehen, die das halbe Dutzend an Medien-Megakonzernen, die den Großteil der Nachrichten und Unterhaltung, die um den Planeten schwirrt, kontrollieren, dazu zwingen werden, einen Teil dieser Kontrolle wieder an die Bürger zurückzugeben.

Dies ist einer der Adbusters-Spots, um die es speziell ging – gedreht für den Buy Nothing Day 2007:

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