Literatur


Auf dieser Seite stelle ich weiterführende und erhellende Literatur zu den verschiedenen Themen vor – die Liste wird fortlaufend ergänzt. (Weitere Literaturtipps findet Ihr auch auf den Seiten des Kritischen Netzwerks – HIER.)

Lesetipps – unverzichtbare Lektüre für alle kritisch-engagierten Menschen:

  • Kalle Lasn „Culture Jamming. Das Manifest der Anti-Werbung.”
    Orange Press, 3. Aufl. 2008, 224 S., 20,– €
    Schon jetzt ein moderner Klassiker – dieses bahnbrechende und aufrüttelnde Buch des kanadischen Adbusters-Gründers Kalle Lasn schildert plastisch und eindringlich die fatalen Wirkungen von Reklame und Konsumorientierung und ruft uns zum Umdenken auf. Dabei macht er auch deutlich, dass jeder einzelne von uns einen Unterschied machen kann und sich gegen die Überkommerzialisierung, die uns bedrängt, wehren sollte. Anders als manch anderes globalisierungs-/konzernkritisches Buch, das nur die vielen Fehlleistungen im heutigen System aufzählt, macht Lasn Mut, rüttelt auf und ist erfrischend aktivitätsorientiert. So ruft Lasn auch zum „Krieg der Meme” auf – Meme sind für ihn „Gedanken-Gene”, also Ideen, Überzeugungen etc. D.h., wir sollten gegen die alltäglich von den Konzernen oder Lobbys verbreiteten Halb- und Unwahrheiten andere Aussagen setzen, um der Reklame nicht einfach das Feld zu überlassen. Ohne sein latent anarchisches Buch gäbe es diese Website hier nicht.
    >> meine ausführliche Rezension
  • Christian Felber „50 Vorschläge für eine gerechtere Welt. Gegen Konzernmacht und Kapitalismus”
    Deuticke 2006, 336 S., 19,90 €
    Herausragendes, flüssig zu lesendes und hoch spannendes Buch des Mitgründers von Attac Österreich, das vor allem dem neoliberalen Gefasel von der „Alternativlosigkeit“ und den „unabwendbaren Sachzwängen“ dieses Systems einen Riegel vorschiebt und viele praktisch umsetzbare Möglichkeiten für dräuende Probleme der Zeit anbietet. (ausführliche Rezension folgt)
  • John de Graaf et al. „Affluenza: Zeitkrankheit Konsum“
    Riemann Verlag 2002, 415 S., 22,90 €
  • Jean Ziegler „Das Imperium der Schande. Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung.
    Goldmann 2008, 345 S., 8,95 €
    Aufrüttelndes Buch vom UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung über das „neofeudale System”, das Großkonzerne und internationale Vereinigungen in den letzten Jahren installiert haben.
    >> meine ausführliche Rezension
  • Klaus Werner/Hans Weiss „Das neue Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne”
    Ullstein 2006, 416 S., 9,95 €
    Einfach nur erschütternd… Die großen Konzerne dieser Welt kollektiv im Sog unethischen, zerstörerischen Handelns. Kaum eines der großen Unternehmen kommt hier ungeschoren davon, viel zu viele haben ihren Erfolg auf kurzsichtiges und rücksichtsloses Profitdenken aufgebaut. Klaus Werner Lobo zeigt, wo und wie die Globalisierung aus dem Ruder läuft.
    >> meine ausführliche Rezension
  • Neil Boorman „Good bye, Logo: Wir ich lernte, ohne Marken zu leben”
    Econ 2007, 300 S., 16,90 € / Ullstein Taschenbuch 2009, 8,95 €
    Ein erstaunliches Buch, das vor allem in der zweiten Hälfte sehr fundamentale und wichtige Fragen zur Konsumgesellschaft aufwirft und die zerstörerische Kraft von Markenwahn und modernen Reklamekampagnen unterstreicht.
    >> meine ausführliche Rezension
  • umschlag_giftmuell_PANTONE.inddJohn Stauber & Sheldon Rampton „Giftmüll macht schlank. Die Wahrheit über die PR-Industrie“
    orange press 2006, 319 S., 20 €
    Dieses Buch macht dem Leser schnell deutlich, wie sehr sich PR-Agenturen für ihre Kunden mittlerweile in allen Lebensbereichen, insbesondere den medial vermittelten, festgesetzt haben und wie weit wir alle Tag für Tag manipuliert werden. Die Autoren schildern ausführlich verschiedene große Fälle in den USA und die Implikationen für die „freie Presse“ und die Politik. Erschreckend!
    >> meine ausführliche Rezension
  • stowasser-anarchieHorst Stowasser „Anarchie! Idee – Geschichte – Perspektiven“
    Edition Nutilus 2006, 511 S., 25 €
    Horst Stowasser präsentiert auf gut 500 Seiten eine hervorragend verständliche, gut geschriebene und umfassende Einführung in die Grundlagen des Anarchismus, von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Besonderen Wert wird dabei auf die geschichtlich Betrachtung sowie auf die Ansatzpunkte, um die es Anarchisten bei ihrer Kritik an den heutigen Zuständen geht, gelegt. Eine ältere Ausgabe aus dem Jahre 1995, „Freiheit pur – Die Idee der Anarchie“ gibt es auch als kostenlosen pdf-Download.
    >> meine ausführliche Rezension

Weitere interessante Literatur zu obigen Themen, die ich empfehlen kann:

  • Naomi Klein „No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern”
    Goldmann 2005, 534 S., 10,– €
    Naomi Kleins Werk ist quasi der erste Bestseller der gloablisierungskritischen Literatur und liegt inzwischen in vielen Sprachen vor. Klein befasst sich hier sehr engagiert und auch sehr akribisch mit den Hintergründen der Globalisierung, den Auswirkungen, die die Macht der Großkonzerne für die Wirtschaft und das soziale Gefüge in der ganzen Welt haben. Sie besucht Aktivisten, die gegen die Logoflut kämpfen, sie schreibt von Betroffenen und Tätern. Also absolut lesenswert. Das einzige Manko: manchmal wird die Autorin ZU ausführlich, so dass einem am Ende ein wenig der Kopf schwirrt und sich Schwermut ob der Dramatik der Weltentwicklung breitmacht. Anders als bei Kalle Lasn fehlt mir hier ein wenig das aufrüttelnde, handlungsaktive Element.
  • tanja-busse-die-einkaufs-revolutionTanja Busse „Die Einkaufs-Revolution. Konsumenten entdecken Ihre Macht”
    Heyne 2008, 320 S., 8.95 €
    Tanja Busse fasst in ihrem Buch sehr gut viele der Probleme zusammen, die mit der globalisierten Einkaufs- und Konsumentenwelt entstanden sind und zeigt, wo sich jeder einzelne beim Einkaufen Gedanken darüber machen sollte, welche Geschäftspraktiken, welches Ausmaß an Ausbeutung und Zerstörung er damit unterstützt. Auch Ansätze, wie man es besser machen kann, werden beschrieben.
    >> meine ausführliche Rezensionmcchesney-nichols-unsere-medien
  • Robert W. McChesney, John Nichols „Unsere Medien? Demokratie und Medienkonzerne in den USA”
    Schwarzer Freitag 2004, 151 S., 11,– €
    Der Titel macht bereits klar, worum es den beiden Autoren in ihrem Buch geht – sie wollen eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Entwicklung des Mediensektors in den USA bieten, die so oder in ähnlicher Form mittlerweile auch weltweit zu beobachten ist. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat die Zahl der den Markt bestimmenden Konzerne von über 50 auf inzwischen nur noch 10 Big Player abgenommen. Solch eine Konzentration wäre auch auf anderen, „normalen“ Gütermärkten bereits bedrohlich und eine potentielle Gefahr für die freie Gesellschaft, aber gerade im Medienbereich, wo schließlich auch Meinungen gemacht und beeinflusst werden, ist dies mehr als nur eine latente Bedrohung der Demokratie.
    >> meine ausführliche Rezension
  • mclaren-ad-nauseamCarrie McLaren & Jason Trochinsky (Hrsg.) „Ad Nauseam. A Survivor’s Guide to American Consumer Culture”
    Faber & Faber 2009, 340 S., 18,– US$
    „Ad Nauseam“ ist eine Art Kompendium, das viel Artikel aus dem amerikanischen konsumkritischen Stay Free Magazinze bündelt, die sich u.a. mit Werbung, kreativem Widerstand, aber auch dem generellen Einfluss einer totalen Kommerzialisierung unserer Gesellschaft und Kultur, die von Reklamebotschaften und vorgefertigten Hollywood-Images überschwemmt wird, befassen. Zwar auf Englisch, aber überwiegend leicht und locker zu lesen.
    >> meine ausführliche Rezension
  • Bernard A. Lietaer „Das Geld der Zukunft. Sonderausgabe: Über die zerstörerische Wirkung unseres Geldsystems und Alternativen hierzu”
    Riemann 2002, 480 S., 17,– €
    Sehr umfassendes Buch, das einen guten Überblick über die Entwicklung der Geldsysteme und Alternativen zum heute bei uns üblichen gibt. Es werden auch verschiedene komplementäre Währungssysteme in Vergangenheit und Gegenwart dargestellt. Teilweise ein bisschen zu langatmig für meinen Geschmack.
  • Guy Debord „Die Gesellschaft des Spektakels”
    Edition Tiamat 1996, 304 S., 20,– €
    Ein Klassiker der konsum- und gesellschaftskritischen Philosophie. Guy Debord gehörte zu den sog. Situationisten, einer Strömung in Frankreich der 60er Jahre, und einiges in Culture Jamming bezieht sich auf Debords kritische Analyse der „Spektakelkultur”, in der wir leben. Das Buch ist für den untrainierten Geist leider teils nicht gerade leicht zu durchschauen… (Hier kann man das komplette Buch online lesen.)
  • Susan George „Change IT! Anleitung zum politischen Ungehorsam”
    Droemer 2006, 287 S., derzeit vergriffen
    Susan George ist Vizepräsidentin von Attac Frankreich und liefert in diesem Buch „eine fundierte Analyse und ein aufrüttelndes Plädoyer für den Widerstand gegen die Macht der Wirtschaftslenker und ihren politischen Erfüllungsgehilfen”.
  • schlegel-zu-spat-mittelTobias Schlegl „Zu spät? So zukunftsfähig sind wir jungen Deutschen“
    rororo 2008, 217 S., 8,95 €
    Tobias Schlegl, seines Zeichens Ex-Viva- und heute extra 3-Moderator, macht sich auf eine Inspektionsreise durch Deutschland in Sachen Nachhaltigkeit, Konsum und politische Kultur. Leicht zu lesen und interessant, ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen – das ideale Einsteiger-Buch.
    >> Meine ausführliche Rezension
  • Wolfgang Ullrich „Habenwollen. Wie funktioniert die Konsumkultur?”
    S. Fischer 2006, 219 S., 8,95 €
  • Karl Jaspers „Wohin treibt die Bundesrepublik?”
    Piper 1966, 281 S.
    Sehr kritische Analyse des deutschen Philosophen Jaspers zur deutschen Demokratie, die für ihn eher eine Parteienoligarchie ist. Seit 1966 hat sich in der Hinsicht erschreckend wenig geändert!
  • Walter Krämer „So lügt man mit Statstik”
    Piper 2000, 206 S., 7,95 €
    Dass man mit Statistiken nicht nur Fakten darstellen, sondern auch verzerren und vertuschen kann, ist seit langem fast schon Allgemeinwissen. Dennoch werden wir in den Medien jeden Tag mit neuen Statistiken und Grafiken versorgt, deren Aussagekraft oft sehr begrenzt bzw. sogar tendenziös ist. Walter Krämers Buch ist eine trotz des vermeintlich trockenen Themas unterhaltsam zu lesende Entlarvung der Methoden, die Statistiker und Medienschaffende gerne verwenden.

Drucken Drucken

Konsumpf 2008 - Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes