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Kauf nix – Gegen den Wachstumswahnsinn

Neulich gab es in der Fernsehsendung Nano wieder einen jener eher seltenen hellen Momente kritischer Klarsichtigkeit in den Medien zu bestaunen – tatsächlich erwähnt die Redaktion den Buy Nothing Day und legt anschließend dar, wieso unsere Vorstellung vom Bruttosozialprodukt als Wohlfahrtsindex und auch unsere Wachstumsideologie unsinnig und schädlich ist. Für die Leser meines Blogs sind solche Gedanken natürlich nichts Neues, für den nichtsahnenden TV-Zuschauer aber vermutlich schon. Was man allerdings hieran auch gut erkennen kann, ist die Flüchtigkeit und Kurzfristigkeit dieses Mediums: denn im Prinzip sind diese Ideen, die in dem Beitrag dargestellt werden, so revolutionär und umwälzend, dass man nachfolgend eigentlich stundenlange Diskussionsrunden, Themenabende usw. anschließen müsste, damit dieser Impuls nicht versickert. Statt dessen läuft danach vermutlich ein Bericht über den nächsten Autosalon, einen Flugzeugabsturz, ein Fußball-Länderspiel oder die neuesten Jubelmeldungen der Wirtschaftspolitik („die deutsche Wirtschaft wächst weiter!“). So verpuffen auch richtige und wichtige Informationen sehr schnell in einem Meer aus Beliebigkeit, Belanglosigkeit und auch widersprechenden Informationen, denn allein das Material, was die Sender in ihren Nachrichtensendungen und Polittalkshows so bringen, verdeckt mit seinen abgestandenen Gedanken in den üblichen ausgelatschten Bahnen die wirklich kritischen Ansätze, die nötig wären, um in der Gesellschaft etwas zu verändern.

Der Nationale Wohlfahrtsindex als Maßstab der Zukunft zur Messung der Gesellschafts-Wirtschaftssituation.
Der Oldenburger Verschenkmarkt – die Superidee in der Überflussgesellschaft. Das Überangebot nicht zu Müll machen, sondern lagern und später nutzen, oder umgestalten statt neu produzieren.
Die Zukunft durch Überlegen mitgestalten. Wenn Neukauf, dann vielleicht ökofaire Produkte. Fair für Afrika und überhaupt für kleine Produzenten.

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