Jun
18
2009

Home von Yann Arthus-Bertrand

Jaja, noch immer muss ich meinen Blog auf Sparflamme laufen lassen (das wird sich diese Woche aber gewiss noch ändern!) – und deshalb stelle ich heute nur einen Film vor, den ich selbst noch gar nicht gesehen habe, der mir aber neulich per Kommentar ans Herz gelegt wurde: Home des französischen Fotografen Yann Arthus-Bertrand, produziert von Luc Besson („Das fünfte Element“, „Léon der Profi“ etc.) Anfang Juni ist er in die Kinos gekommen (nicht nach Kiel, leider), und bei YouTube kann man sich die deutschsprachige Version komplett (in 15 Einzelteilen) anschauen. Arthus-Bertrand meint zu seinem Film:

Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er umsonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.

Hier Teil 1 – die restlichen findet Ihr dann auch bei YouTube (unter „related videos“):

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16 Comments

  • KAKMNEsu

    In einem Stück und auf HD hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=jqxENMKaeCU

    Comment | 18. Juni 2009
  • m.ro

    Fand ich ne sehr geile Aktion von YAB! Der Film erschien gleichzeitig in/auf fast allen erdenklichen Medien: Kino, TV (in Deutschland auf n-tv), DVD, Stream, Download.

    Nach dem vorherrschenden Denken der uns zum konsumieren drängenden Konzerne, dürfte das gar nicht möglich sein. Alles was Geld kostet, meidet der böse Konsument schließlich. Das die Welt doch anders funktioniert zeigt z.B. auch der Erfolg an der Kinokasse des Blockbusters „Wolverine“, der vier Wochen vor weltweitem Kinostart schon im Internet verfügbar war.

    Comment | 18. Juni 2009
  • Für ’ne Sparflamme gibt es hier aber ganz schön viel Informationen…

    Auf diesen Film bin ich letztens auch gestoßen und habe schon überlegt, etwas dazu zu posten. Ich finde die Idee, ihn im Netz zur Verfügung zu stellen, grandios, bin aber gleichzeitig verärgert. Der wievielte Film ist das, für den zig Hubschrauber und Flugzeuge, Schiffe und Autos die Luft verpestet haben, um uns auf die Umweltverschmutzung und Naturzerstörung aufmerksam zu machen?
    Die Leute werden die Bilder aufsaugen, sagen: oh wie schön und ach wie schade, und passieren wird wieder nichts.
    Wer sich von der Natur faszinieren lassen möchte, dem sei der französische Film „Mikrokosmos“ empfohlen, der uns näher bringt, was wir täglich übersehen: das Reich der Insekten in einer „gewöhnlichen“ Wiese. Die sind wenigstens an einem Ort geblieben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrokosmos_%E2%80%93_Das_Volk_der_Gr%C3%A4ser)

    Comment | 19. Juni 2009
  • Ich fürchte, Du hast schon Recht, was Deine Einschätzung zur Wirkung des Films angeht – ob sich dadurch Leute anders verhalten weiß ich auch nicht. Allerdings halte ich es auch für richtig, die Menschen auf so vielen Ebenen wie möglich mit den Problemen zu konfrontieren, damit sie aufzuwachen beginnen. Solange natürlich trotzdem so weitergewurschtelt wird wie bisher, gibt es wohl kaum Hoffnung… Falls die Prognosen der Wissenschaftler stimmen und wir wirklich nur noch wenige Jahrzehnte Zeit haben,um den Hebel rumzureißen, werden sich die Leute irgendwann wohl selbst in den Hintern beißen (bzw. werden deren Kinder sie für ihre Kurzsichtigkeit hassen), wenn sie dann vor dem finalen Scherbenhaufen stehen. Das alles nur, um im fetten SUV zu McDoof fahren zu können… :-O

    Comment | 19. Juni 2009
  • Url versaut…naja.

    Comment | 19. Juni 2009
  • Nachdenker

    Sind Dir eigentlich die Logos aufgefallen, die sich am Anfang zum Titel des Films vereinen. Für mich ist das dümmlichste Werbung und wenn mich mir Deine anderen Artikel so ansehe, hätte ich mir da eine kritischere Betrachtung erwartet. Es ist doch eingentlich ein typischer Fall von: „einschleimenden Imagekampagnen, die aus zerstörerischen Großunternehmen harmlose Klimaschützer machen sollen“

    Comment | 19. Juni 2009
  • Wie gesagt hatte ich bisher noch keine Zeit, mir den Film näher zu betrachten (hatte nur mal so kurz mitten rein geschaut). Das mit den Logos/der Imagewerbung halte ich auch für ein sehr zweischneidiges Schwert (Firmen wie Shell etc. kann ich kein Umweltbewusstsein abnehmen), andererseits, falls damit ein Film finanziert wird, der sonst ungedreht geblieben wäre, hm, da bin ich selbst hin- und hergerissen. Eventuell gibt es hier keine einfachen schwarz/weiß (gut/böse)-Lösung. Ich weiß es wie gesagt auch nicht so genau. Dass ich von Großkonzernen nichts halte, ist ja jedoch bekannt.

    Comment | 19. Juni 2009
  • Solche Filme taugen durchaus als Kristallisationspunkt für Einzelne, die bereits eine Sensibilität für das Thema entwickelt haben. Eine Massenbewegung wird sich daraus nicht ableiten. Ob man mit einem SUV irgendwo hinfährt entscheidet auf einer anderen Ebene.
    Interessanter finde ich in dem Zusammenhang etwas anderes. Der Film ist ja nicht nur einfaches Engagement von PPR, sondern damit wird Werbung für die Marken (YSL, Puma etc.) der Holding betrieben. Das heisst die Zuseher werden eigentlich mit noch einem ganz anderen Problem konfrontiert, ohne es zu bemerken: Werbung durch die Hintertür.
    Wenn man bedenkt, dass der Film am Erscheinungstag spontan im französichen Fernsehen gezeigt wurde, dann hat sich das Engagement durchaus rentiert. Denn ein Werbespot vor und nach einem thematisch ähnlichen Film wäre wohl auch nicht viel billiger gewesen und hätte, dem allgemeinen Brimborium um das „edle Thema“ sei Dank, auch nicht die Reichweite gehabt.

    Comment | 19. Juni 2009
  • Irgendwie schon traurig, dass alles so unter das Diktat der Kommerzialität, des Gewinns gestellt wird, oder? Ich weiß zwar nicht, WIE teuer dieser Film war, denke aber, dass man den auch anders hätte finanzieren können, also mit diskreten Spenden statt protzigem „Product Placement“. Man hat dann schon den Eindruck (wie gesagt kenne ich den Film selbst noch nicht), dass hier „der gute Zweck“ wirklich als Vehikel genommen wird, um eben nebenbei noch schön Wirtschaft zu betreiben; die aber halt doch mit-/hauptverantwortlich dafür ist, dass es auf der Welt überhaupt so aussieht und solche Filme überhaupt nötig sind. Alles nicht so einfach…

    Comment | 19. Juni 2009
  • Ich sehe grad, ich hätte mal vorher in Deinen Blog schauen sollen. :-) Das kommt davon, wenn man sich mal zwei Wochen aus der „Internetszene“ ausklinkt… schon verpasst man den Anschluss…

    Comment | 19. Juni 2009
  • 10 Mio EUR bekommt man wahrscheinlich nicht so einfach zusammen. Gegen das Sponsoring spricht ja eigentlich auch nix, bei einem Nettokonzerngewinn von 924 Mio EUR, tut das PPR bestimmt auch nicht weh ;-)
    Ob das allerdings schon ausreicht sich dann in der Art zu produzieren, ist halt die Frage. Vor dem Hintergrund, dass PPR gerade ein drastisches Imageproblem bei den eigenen Mitarbeitern hat, das sich u.U. auch auf Kunden überträgt, fällt mir ausser, der guten Sache wegen, mindestens ein Grund mehr ein, sich so zu engagieren.

    Comment | 19. Juni 2009
  • mo

    den kann man sich schon mal anschauen, alleine von den bildern her.

    inhaltlich finde ich allerdings die „zukunft der erde“ interessanter; links zu allen neun teilen sowie ein kurzkommentar gibt´s hier.

    Comment | 19. Juni 2009
  • Bei den Markennamen am Anfang hab ich mir auch gedacht, ob das jetzt Sponsoren oder Konsumkritik ist, wobei ersteres sehr zynisch wäre/ist.

    Zu den Hubschraubern und Flugzeugen: Ich hab irgendwo gelesen, dass er für jeden Liter verbrauchten Benzin irgendwas gespendet hat oder so.

    Comment | 19. Juni 2009
  • kunstseidenes

    Wieder also die alte Frage – wie weit lässt sich eine gute Sache mit beschissenen Mitteln rechtfertigen? Ich habe den auch noch nicht gesehen, nur den Anfang gerade, und wahrscheinlich werde ich ihn mir auch nicht geben, diese Stimme nervt nämlich schon nach dreißig Sekunden. Der Anfang ist jedenfalls übel.

    Tatsache ist doch, dass es bereits einen Film namens „Unsere Erde“ gibt, der uns mit so vielen Bildern vollgestopft hat, dass es zum Kapieren reichen würde, wenn man denn wollte – dass HOME also eine Wiederholung ist, der es, toller Zweck hin oder her, nicht bedurft hätte…was für Bilder sollen da noch kommen? Und wozu? (auch über „Unsere Erde“ haben wir uns ziemlich aufgeregt, zigtausend Teams und fünf Jahre und so und so viele Kameraflüge – ei toll! Aber nun ist er halt da.)
    Das hatte ich ja bereits geschrieben, und obwohl ich theoretisch diskutiere, da ich ihn ja nicht gesehen habe, spricht das in meinen Augen doch sehr dagegen.
    Und DANN noch diese Markenpräsentation übelster Sorte. Das knockt meine Bewunderung für die kostenlose Vermarktung im Internet gerade ziemlich aus.

    Punksympathisant: Ich bin eher für gar nicht fliegen statt Gewissenberuhigung.

    Peter: Das kenne ich, und bei mir waren es nur ein paar Tage…zack, bekommt man nichts mehr mit. Dafür hat man nach „Rückkehr“ wieder schön was zu lesen. Ist doch auch nicht schlecht. Und für die Umwelt ist es sicher nicht das Verkehrteste, mal ne Pause einzulegen.

    Comment | 19. Juni 2009
  • Ja, „Unsere Erde“ kenne ich auch – der hat zwar tolle Bilder, ist aber durch die eklige Musik zugekleistert und wirkt auch insgesamt fast wie eine Disney-Produktion. Und wenn ich mich recht entsinne, wirbt am Ende sogar irgendein Autohersteller für sein Klimaengagement, noch dreister geht es kaum… Wenn die Menschen so weitermachen wie derzeit, werden solche Filme bald das einzige sein, was an dann ausgerottete Tier- und Pflanzenarten und natürliche Umgebungen erinnert, deshalb ist es vielleicht auch nicht verkehrt, derzeit so viel wie möglich davon noch auf Film zu bannen… :-O Wenn wir der Nachwelt schon nicht den Planeten erhalten (denn das können wir uns im Namen des Wachstums und der Arbeitsplätze nicht erlauben), dann doch zumindest ein paar schöne Bilder.

    Comment | 21. Juni 2009
  • Thomas Fankhänel

    Den Film HOME in deutscher Sprache und in HD (keine Parts wie bei YouTube) gibts hier:

    http://www.changetube.de/video/46/Home+-+Das+ist+unsere+Erde++Hochaufl%C3%B6send+in+HD!

    Ich glaube Home ist der erste Kino-Film bei dem es sogar erwünscht ist, ihn kostenfrei zu verbreiten. Dabei ist dieser Film ein Meisterwerk von Yann Arthus-Bertrand, welcher meiner Meinung nach, noch besser, interessanter und eindrucksvoller ist als der 2007 erschiene Film „Unsere Erde“. Ein wirklich beeindruckender Film… Das Engagment des Regiesseurs, der sein Leben der Natur, den Tieren und der Aufklärung der Menschen widmet, ist beeindruckend und bewunderswert…

    Verbreite „Home“ weiter – Quellcode (zum Beispiel für MySpace > http://www.myspace.com/ixside) auf Anfrage.

    Comment | 16. Juli 2009

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