Apr
25
2009

The Bubble Project

bubbeproject-ibmBei meinen Recherchen zu meinem Adbusting-Vortrag, fiel mir wieder auf, wie vielfältig und abwechslungsreich Culture Jamming und kreativer Protest weltweit doch  stattfindet. Bei den Popnutten stieß ich beispielsweise auf diese tolle (wenn auch schon etwas ältere) Aktion – The Bubble Project. Initiiert vom amerikanischen Künstler Ji Lee, der es leid war, immer nur die Einbahnstraßen-Kommunikation der Werbung zu erleben, und statt dessen auf die Idee verfiel, 15.000 leere Sprechblasen auszudrucken und in ganz New York an Plakatwände etc. zu kleben, so dass die Passanten endlich die Möglichkeit hatten, auf die Reklame zu reagieren. Er dokumentierte dies am Ende als eine eigenständige Kunstaktion – aber auf seiner Seite gibt es die Schablonen für die Sprechblasen zum Herunterladen, so dass jeder von uns losgehen und in seiner Stadt mal für ein wenig mehr Mitspracherecht sorgen kann. Es bietet sich sicherlich auch an, vielleicht schon ein paar fertige markige Sprüche auf besonders nervige Logos und Plakate zu platzieren, zum Amüsement der vorbeigehenden Menschen und zur Lächerlichmachung der manipulativen Werbeaussagen und der aufdringlichen Markenpräsentationen.

Our communal spaces are being overrun with ads. Train stations, streets, squares, busses, and subways now scream one message after another at us. Once considered “public”, these spaces are increasingly being seized by corporations to propagate their messages solely in the interest of profit. Armed with heavy budgets, their marketing tactics are becoming more and more aggressive and manipulative. We the public, are both target and victim of this media attack.

The Bubble Project is the counterattack. The Bubbles are the ammunition. Once placed on ads, these stickers transform the corporate monologue into an open dialogue. They encourage anyone to fill them in with any form of self expression, free from censorship. More bubbles mean more freed spaces, more sharing of personal thoughts, more reactions to current events, and most importantly, more imagination and fun.

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5 Kommentare »

  • ein künstler ist Ji Lee nicht wirklich, er arbeitet bei Google als creative director.
    http://www.swiss-miss.com/2009/04/99-ji-lee.html
    dennoch ist das bubble project ein meilenstein. es gibt eine vielzahl ähnlicher methoden die werbung zu verändern und erweitern, aber das ist eines der besten.

    Comment | 27. April 2009
  • Vielleicht WAR Ji Lee ja freier Künstler, bevor er von Google engagiert wurde… Das Bubble Project halte ich auch für eindeutig zur Nachahmung empfohlen. Wird es bestimmt demnächst auch in Kiel geben, habe ich so das Gefühl… ;-)

    Comment | 27. April 2009
  • Ich werd jetzt mal Freunde überreden, mit mir plakatieren zu gehen^^

    Comment | 8. Mai 2009
  • Sehr gut! :-) Ich habe demnächst Ähnliches vor…

    Comment | 8. Mai 2009
  • Gerade zurzeit, wo Europa-Wahlplakate rumstehen^^

    “Nur wer CSU wählt, gibt Bayern eine Stimme in Europa.”^^

    Da könnte man mit Edding zum Beispiel nach CSU so eine Einfügung “SPD, Grüne, Piratenpartei, Graue Panther oder Linke”

    Ansonsten würde ich den Herrn Seehofer noch gerne ein paar Sachen sagen lassen. Und seit Mittwoch hängt bei uns ein riesiges McCafé Plakat, auf dem der Typ mit dem Kaffe find ich nicht gerade glücklich aussieht. Der könnte sagen: “2€ für den Dreck?”

    Außerdem ist mir aufgefallen, dass es alleine in der Gegend des Bahnhofes in meiner Nachbarstadt(20.000 Einwohner!) 15 Riesenplakattafeln gibt…

    Comment | 8. Mai 2009

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