Mrz
14
2009

Die HSH Nordbank – der Norden am Abgrund?

Die „Finanzkrise“ droht gerade hier in Norddeutschland für einige Schieflagen in den Landeshaushalten zu sorgen, nachdem die HSH Nordbank in unverantwortlicher Weise am weltweiten Finanzroulette mitgespielt und Milliardenverluste angehäuft hat. Die Konsequenzen werden die Menschen hier oben irgendwann zu spüren bekommen, da den Regierungen nun das Geld für wirklich sinnvolle und wichtige Dinge fehlt, wie Schulen, Infrastruktur etc. In dieser Woche gab es zwei sehr gute Beiträge im Fernsehen, die die Hintergründe kritisch durchleuchten. Zum einen in der NDR-Sendung Markt: „Keine Kontrolle – das Versagen der HSH-Aufsichtsräte“ – die verantwortlichen Politiker machen es sich hier sehr leicht, will mir scheinen, und natürlich konnte wieder niemand was ahnen und niemand was machen, jaja:

Die HSH-Nordbank im Schuldenloch: 13 Milliarden Euro mussten Hamburg und Schleswig-Holstein locker machen, um eine Pleite zu verhindern. Warum hat das Kontrollgremium Aufsichtsrat nicht eingegriffen?

Der zweite Beitrag lief tags darauf im ZDF bei Frontal 21: „Geschäfte der Nordbank – Tricksen und Täuschen

Nach der Entscheidung für milliardenschwere öffentliche Finanzhilfen an die HSH Nordbank warnen Politiker und Experten vor den Folgen für die Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein.

(Sollten die YouTube-Videos zu sehr ruckeln, empfehle ich die oben verlinkten Originalbeiträge auf den jeweiligen Websites anzuschauen.)

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4 Comments

  • Morgenmuffel

    Guten Morgen und Danke für den Artikel.
    Als TV Verweigerer/Kritiker habe ich mich gefragt was mir an dem Frontal21 Beitrag nicht gefallen hat.
    Es ist etwas was mir auch in vielen Blogs nicht gefällt:
    Ein Aufzeigen, dass eine andere Gesellschaftsform möglich ist, sich viele Menschen auch schon Gedanken darüber gemacht haben.
    Spontan fällt mir der Name Schachtschneider ein, etc….

    Bei aller Aufklärung fehlt mehr sehr oft ein Link auf die entsprechende Lösung…
    Nix für ungut, sehr guter Artikel

    Comment | 15. März 2009
  • Auf jeden Fall hast Du Recht, was die Alternativen bzw. das Nicht-Ansprechen derselbigen angeht. Vermutlich ist es eben schwieriger, tragfähige Lösungen zu entwickeln als die vorhandenen Zustände zu entlarven – und allgemein gültige Lösungen kann es in dieser komplexen Welt sowieso nur schwerlich geben. Ich habe hier im Blog aber schon ein paar Gedanken dazu veröffentlicht, z.B. gestern über die Initiative „Liebe Angela Merkel“, auch die Artikel „Beyond the Bailout: Agenda für eine neue Wirtschaft“ und „Ein Wirtschaftssystem des langfristigen Gleichgewichts“. Dass das Finanzsystem, so wie es bisher war, eigentlich nicht mehr haltbar ist, egal wie viele Milliarden da von den Regierungen noch reingepumpt werden, und dass man eine andere Form des „Bankens“ benötigt, zeichnet sich ja auch immer deutlicher ab.

    Comment | 15. März 2009
  • Morgenmuffel

    @Peter M.
    Ich wollte damit sagen, dass es mir im jeweiligen Artikel fehlt.
    Vielleicht ganz unten ein Vermerk: Lösungswege oder so etwas.
    Ein anderer Blogschreiber macht unten immer einen Vermerk:
    „Lese auch:“
    Es sind die Stichworte auf die es ankommt, denn die anderen sind auch sehr schnell.

    Social Bookmarkdienste arbeiten mit Stichworten/Tags und darum sind diese auch für Blogbetreiber sehr wichtig, wird aber auch Anhand der Besucherzahlen gerne übersehen.

    Es ist leichter für das neue Betriebssystem und vielleicht auch für Google, wenn ich positiv denke und von diesem Artikel ausgehe:
    http://www.kanzlerdaemmerung.de/67-0-Google-Ein-Lebewesen-aus-Silizium.html

    Eure Aufklärung, Euer Blog ist für mich mehr als wichtig.
    Nicht das du mich falsch verstehst, nur weil ich noch nicht meinen zweiten Ökokaffee hatte :)
    Schönen Tag noch

    Comment | 15. März 2009
  • @Morgenmuffel: Danke, freut mich, wenn mein Blog interessante Infos vermitteln kann. :-)
    Übrigens, der von Dir verlinkte Artikel ist, vorsichtig formuliert, schon ganz schön dubios…

    Comment | 15. März 2009

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