Nov
19
2009

Unser täglich Brot

Ich hoffe, Ihr habt alle gut gegessen und lecker gespeist – denn nach der Betrachtung des Films „Unser täglich Brot“ vergeht einem der Appetit sehr schnell. Der 2007 im Kino angelaufene Dokumentarfilm des Österreichers Nikolaus Geyrhalter zeigt schonungslos, wie all der Industriefraß, der so bunt in den Supermarktregalen liegt und vollmundig in dümmlicher Reklame angepriesen wird, tatsächlich hergestellt wird, welches Leiden und Grausamkeiten an Tieren und welche Umweltsauereien damit verbunden sind. Netterweise gibt es die Doku in kompletter Länge bei Google Videos zu sehen, wenn auch nur in mäßiger Qualität. Wer mehr wissen oder die DVD haben will, sollte unbedingt auch die Unser täglich Brot-Website ansteuern.

Ein Blick in die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft: Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge – eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut.

UNSER TÄGLICH BROT ist ein Bildermahl im Breitwandformat, das nicht immer leicht verdaulich ist – und an dem wir alle Anteil haben.
Eine pure, detailgenaue Filmerfahrung, die dem Publikum Raum für eigene Erkenntnisse lässt.

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3 Kommentare »

  • danke für diesen tipp, das sind wohl investierte 1,5 stunden für etwas, was man sich viel öfter vor augen halten sollte,
    es löst mehr beklemmende gefühle aus, als irgend ein doofer horrorfilm!

    beste grüße

    Comment | 19. November 2009
  • Unser täglich Brot…

    Von Peter Marwitz | Konsumpf | – Ich hoffe, Ihr habt alle gut gegessen und lecker gespeist – denn nach der Betrachtung des Films „Unser täglich Brot“ vergeht einem der Appetit sehr schnell. Der 2007 im Kino angelaufene Dokumentarfilm …

    Trackback | 20. November 2009
  • Sascha

    Oh mein Gott,dieser Film ist echt hart. Er führt einem vor Augen, das der Konsument nur durch Boykott eine gewisse Macht auf die Lebensmittelindustrie ausüben kann.Wenn man bei Tieren überhaupt von einem Lebensmittel reden kann.Jeder kann selber entscheiden inwieweit er diesen Wahnsinn mitmachen möchte. So habe ich mich z.B. von vor sehr vielen Jahren dazu entschieden auf Fleisch und die meisten tierischen Produkte wie z.B.Milch zu verzichten. Auch bei Kaffee und Schokolade etc. gibt es die Möglichkeit auf “fairtrade”-Produkte zurück zu greifen, ist natürlich auf Dauer auch eine Kostenfrage.Wer das Geld jedoch übrig hat,sollte sich überlegen auf Qualität und nicht auf Quantität zu setzen,schließlich durchlaufen diese Produkte unseren Körper.

    Comment | 25. November 2009

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