- Konsumpf – Forum für kreative Konsumkritik – Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting - http://konsumpf.de -

Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Huch, die Welt besteht ja überraschenderweise doch noch! Dann kann ich ja schnell noch einen neuen Beitrag veröffentlichen. :-) Heute möchte ich mich diesem wichtigen Appell des Vereins Umweltinstitut München e.V. anschließen, gefunden beim Kritischen Netzwerk [1]:

————–

Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Jetzt einwenden!

Ein dringender Appell des Vereins Umweltinstitut München e.V.

Alle Jahre wieder – pünktlich zur Weihnachtszeit bescheren uns das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und einer der Agrogentech-Konzern ein ganz besonderes Geschenk: eine neue Gentech-Freisetzung. In diesem Jahr mit zwei genmanipulierten Kartoffeln.

Der Zeitraum kurz vor den Weihnachtsfeiertagen scheint absichtlich gewählt zu sein. Auf diese Weise wird nicht nur die Information der Öffentlichkeit sondern auch eine umfassende Antragsprüfung und die Möglichkeit zur Einwendung behindert. Na, vielen Dank…

Diese zwei genmanipulierten Kartoffeln sollen freigesetzt werden:

Grundnahrungsmittel Kartoffel

Kartoffeln stellen weltweit ein bedeutendes Grundnahrungsmittel dar. Deutschland ist einer der wichtigsten Kartoffelproduzenten der Welt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche über 64 Kilogramm Kartoffeln pro Jahr in Form von Kartoffeln, Püree, Pommes, Chips, Snacks und Fertiggerichten. Ein Großteil der Knollen wird in Form von Kartoffelstärke als Basis für unzählige Nahrungsmittelmittelzutaten eingesetzt. Hauptsächlich bei der Herstellung von Süßwaren, Backwaren, Milchprodukten und insbesondere Getränken.
Keine Gentechnik im Essen

Nach wie vor lehnen die deutschen und europäischen Verbraucher Gentechnik in Lebensmitteln ab. Ein enormer Imageschaden durch den Anbau von Gen-Kartoffeln für die deutsche Landwirtschaft, Stärkehersteller und Verarbeitungsbetriebe ist absehbar und wird letztendlich viele Betriebe ihre Existenz kosten. Allein die zusätzlichen Kosten werden von Handwerk und Mittelstand kaum zu stemmen sein.

Gen-Kartoffeln sind in Europa unverkäuflich und eine existenzielle Bedrohung für Landwirtschaft und Lebensmittelhersteller – Wenden Sie ein!

Bitte füllen Sie die  Mustereinwendung [2]  deutlich und in Druckschrift aus und senden sie bis spätestens 11. Februar 2013 dort eingehend an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Mauerstraße 39-42, 10117 Berlin.
[3]
Bitte unbedingt beachten:

Einwendungen im Genehmigungsverfahren der Gen-Kartoffel-Freisetzung sind das zentrale Element, um Ihre persönliche Betroffenheit bzw. die Betroffenheit von Natur und Umwelt darzustellen. Einwenden kann jeder, Verbrauchrinnen und Verbraucher, Landwirte, Saatgutproduzenten, Lebensmittelhersteller aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Das Verfahren der Bürgerbeteiligung ist streng geregelt. Online-Aktionen und Emails sind nicht möglich. Eine gültige Einwendung muss fristgerecht in Papierform bei der Genehmigungsbehörde eingehen. Damit Ihre Stimme gültig ist, müssen weitere Punkte beachtet werden:

Natürlich können Sie den Text unserer  Mustereinwendung [2]  verändern oder ergänzen.

Deshalb muss die Freisetzung verhindert werden!

Lesen Sie hierzu auch die Hintergrundinfos- klick hier [4]

Bitte füllen Sie die Mustereinwendung [2] deutlich und in Druckschrift aus und senden sie bis spätestens 11. Februar 2013 dort eingehend an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Mauerstraße 39-42, 10117 Berlin.


Umweltinstitut München e.V.

Verein zur Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung

Landwehrstr. 64 a
80336 München

Tel.: (089) 30 77 49-0
Fax: (089) 30 77 49-20
E-Mail: info@umweltinstitut.org

www.umweltinstitut.org [3]


Bei dem Versuch des anerkannten Gentechnik-Forschers Árpád Pusztai [5], Schneeglöckchengene in Kartoffeln „einzubauen“ , stellte sich heraus, dass die Ratten, die anschließend mit der Kartoffel gefüttert wurden, an der Schwächung des Immunsystems, an Gehirnschrumpfung und  Nierenschäden litten. Danach ließ der Biochemiker Árpád Pusztai [5] die Welt wissen, dass gentechnisch veränderte Nahrung nicht zu empfehlen sei. Diese Empfehlung kostete Árpád Pusztai seinen Job. Er wurde diskreditiert und diffamiert. Seine Forschungsergebnisse stellten sich hinterher als wasserdicht heraus.

Jetzt sollen wir wieder mit zwei gentechnisch veränderten Kartoffeln der Firma BASF „beglückt“ werden – wenn wir uns nicht wehren!

Wir haben die Aktivitäten der Großkonzerne wie BASF satt, die die Verunreinigung unserer Nahrungsmittel billigend in Kauf nehmen. Die genmanipulierten Kartoffeln Fortuna und Modena haben nichts auf unseren Äckern verloren!
Marie-Luise Volk  

– Gesundheitsberaterin (GGB) und Sprecherin der Bürgerinitiative „Bürger/innen sagen NEIN zur Agro-Gentechnik“ im Landkreis Cochem-Zell
www.agrogen-rlp.de [6]

Verwandte Beiträge: