Apr
08
2012

Fernsehtipp: „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“

Was kann es Konsumkritischeres geben als zu fasten? Und wen wundert es, dass die Erforschung des Fastens durch die Pharmaindustrie nicht gern gesehen wird? All dies und mehr könnt Ihr Euch fragen, wenn Ihr Euch die Arte-Doku „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“ anschaut, die „heute“, also genau genommen morgen früh um 5 Uhr auf Arte wiederholt wird. Die Doku steht anschließend hoffentlich auch in der Mediathek – oder bei YouTube.

Und wenn es eine Alternative zur Allmacht der Medikamente gäbe?
In Russland und Deutschland ist das therapeutische Fasten seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Heilmethoden. Eine erstaunliche Recherche von Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade.

In Frankreich sieht der Umgang mit dem Fasten ganz anders aus. Während es von den Ärzten im Allgemeinen ignoriert wird, findet es in der Bevölkerung immer mehr Anhänger, die sich auch für die Verbreitung dieser Methode stark machen.

Einige sind dennoch dem Fasten gegenüber dennoch skeptisch eingestellt. Die MIVILUDES, die Interministerielle Gruppe zur Beobachtung des Sektenwesens und seiner Bekämpfung in Frankreich, warnt vor sektiererischen Auswüchsen.

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Kommentare: 8 | Ernährung,Gesundheit | Schlagwörter: , , |

8 Kommentare »

  • Marc

    Das Einschraenken des persoenlichen Konsums macht natuerlich Sinn wie hier in den Beitraegen ja auch propagiert wird. Dass die Menschen nun aber gleich fasten sollen, sehe ich eher kritisch, da es unabsehbare gesundheitliche Folgen haben kann. Siehe hierzu auch einen aktuellen SPON-Beitrag: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,820291,00.html. Ausserdem wuerde das Fasten auch nur bedingt oekonomische oder oekologische Effekte zeigen, da der Mensch nur eine sehr kurze Zeit zu fasten in der Lage ist. Deswegen macht eine ausgewogene (moeglichst vegetarische) Ernaehrungsweise weitaus mehr Sinn als das Fasten. Meiner Meinung nach sollte Konsumverzicht vor allem bei ueberfluessigen Luxusguetern stattfinden und nicht bei Nahrungsmitteln.

    Comment | 9. April 2012
  • @ Marc: Hast Du Dir die Doku denn einmal angesehen? Es geht ja nicht darum, von nun ab nichts mehr zu essen oder dadurch eine gesunde Ernährung zu ersetzen, sondern das Fasten immer mal wieder, zeitlich begrenzt, durchzuführen, um den Körper zu entschlacken (und so zum Teil medikamentösen Beandlungen vorzubeugen). Auf die Gefahren weist die Doku ja ebenfalls hin.

    Comment | 9. April 2012
  • Phil

    @Marc: ich empfehle ihnen die Dokumentation anzuschauen.

    Nachdem ich den von ihnen geposteten Artikel gelesen habe, kommt es mir so vor als hätten sie das noch nicht getan.

    Die erste Seite des Spiegel-Artikels lässt sich gut mit einer ihrer Überschriften zusammenfassen: “Bei Übergewicht sollte man vorsichtig an eine Fastenkur herangehen”.

    Dem Stimme ich zu, genauso wie bei Magersucht und anderen “schweren” Erkrankungen.

    Auf der zweiten Seite wird viel durcheinandergewürfelt, dennoch lässt sich beim genauen und beim Querlesen feststellen, dass auch in diesem Artikel die positiven, gesundheitsverbessernden Effekte hervorgehoben werden und lediglich vor einem übermäßigen Gebrauch gewarnt wird.

    Also nichts verwunderliches und nichts bedenkliches.
    Der Artikel rät nicht generell davon ab zu fasten, sondern warnt nur vor eventuell auftretenden Nebenwirkungen, die begünstigt werden können durch andere körperliche Beschwerden, wie z.B. Fettleibigkeit.

    In diesem Sinne wünsche ich ihnen mehr Aufmerksamtkeit bei ihren weiteren Recherchen und empfehle noch einmal die Dokumentation anzuschauen

    lg Phil

    PS: von daher passt das Thema wunderbar hierher, denn wie sooft ist eine der Hauptaussagen des Fastens (die sich für mich ergeben hat): Mäßigung statt übermäßigem Konsum!

    Comment | 9. April 2012
  • Marc

    Ich hatte bis zu meinem Kommentar die Doku tatsaechlich noch nicht gesehen, da ich in China lebe und meistens ein bis zwei Tage auf die Youtube-Version von sehenswerten Beitraegen warten muss. Diese Doku ist solch ein sehenswerter Beitrag, auch wenn sie das Thema sehr einseitig darstellt und nicht wirklich auf die negativen Seiten des Fastens eingeht.
    Mein Kommentar war aber auch nicht so sehr auf die Doku gemuenzt, sondern vielmehr auf das Fasten als Ausdruck des Komsumverzichts (was die Doku uebrigens nur in den letzten zwei Minuten anspricht!), da es sich ja hier um einen konsumkritischen und nicht um einen medizinischen Blog handelt. Wenn das Fasten bei dem einen oder anderen (Phil) tatsaechlich zur Maessigung des alltaeglichen Konsums gefuehrt hat, begruesse ich das natuerlich. Allerdings stellt das Fasten wohl eher eine Ausnahme von der Regel dar, da es meist nur ueber einen kurzen Zeitraum und – zumindest in der Doku – meist ausschliesslich von Kranken betrieben wird. Deshalb taugt das Fasten meiner Meinung auch nicht, um die Konsumgewohnheiten der Mehrheit und damit die derzeitigen oekonomischen wie oekologischen Verhaeltnisse nachhaltig zu veraendern.

    Comment | 11. April 2012
  • Peter Borstenköter

    Der aufrecht gehende Mensch, also der Homo Sapiens, ist das Ergebnis einer langen Evolution. In seiner Evolution mußte der Homo Sapiens immer wieder in Zeiten mit weniger oder gar keiner Nahrung überleben. Dieser Situation hat sich der Körper angepaßt. Gier und viel Essen, also Vorräte anlegen war gut, weil Zeiten mit knapper Nahrung sicher kommen werden.
    Seit etwa 150 Jahren sind in weiten Teilen Europas, Amerikas und Australiens ständig ausreichend Nahrungsmittel verfügbar. Das bedeutet, daß die Ernährung, die für den Homo Sapiens über tausende von Jahren ausreichend war, seit vier, fünf Generationen im Überfluß da ist.
    Darauf ist der Homo Sapiens aber nicht programmiert. Das Programm, daß das Überleben gesichert hat sagt immer noch: “Iß was Du kannst, wer weiß wann es wieder was gibt”.
    Freiwillig fastet der Mensch nicht. Das liegt nicht in seinem Programm.
    In Tausend Jahren, wenn es die Menschheit bis dahin noch gibt, dann wird der Mitteleuropäer weniger Haare haben, die Zehen werden kleiner und kürzer sein, der Magen hat auf Verdauung von riesigen Zuckermengen kein Problem.
    Vielleicht wird sich die Menschheit in ein paar Millionen Jahren weiter aufgeteilt haben. Eine Gruppe, die bevorzugt sitzt und eine Gruppe, die die Beine noch (oder wieder) zum Laufen gebraucht – warten wir’s ab.

    Comment | 12. April 2012
  • Phil

    @Marc: und ich hatte den konsumkritischen Teil mehr ausser acht gelassen, denn der ist für mich eher nebensächlich dabei.
    Aber es ist richtig auf einem Konsumkritischenblog diesen Teil vor allem zu betrachten.
    Also meine Aussage bezog sich vor allem auf den medizinisch Ganzheitlichen Aspekt, bei dem im Nebeneffekt der Verzicht entsteht.
    Der aber natürlich in unserer Gesellschaft nicht sooft Freiwillig angenommen wird, wie das Fasten an sich auch nicht und deshalb ist Fasten nun mal nur ein “Randereignis” (zugegeben mir fällt Fasten auch eher schwer)
    lg Phil

    Comment | 13. April 2012
  • m

    mir gruselt es grad bei der vorstellung von zukünftiger evolution, wie peter borstenköter sie beschrieben hat!

    ich werd demnächst auf jedenfall mal wieder fasten. natürlich nicht ohne vorbereitung.

    manchmal faste ich auch internet! wer kann von euch 30 tage ohne internet überleben? ohne nervös zu werden?
    mhhh, bevor ich essen faste, faste ich also internet. ich stimme daher auch der meinung zu, dass man bevor man essen fastet, lieber anfangen sollte anderen scheiß zu fasten.

    *merkwürdiger ausdruck grad, na ja, ist schon spät.
    gute nacht.

    *mhhh, wann faste ich internet, wann?

    Comment | 14. April 2012
  • Marry

    Habe jeodoch gelesen das es weiterhin keine „kontrollierten Studien zu den Wirkungen des Heilfastens“ geben soll (siehe Quelle: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/169558.html)

    Comment | 25. April 2012

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