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Ronald McDonald gekidnappt und exekutiert!

Kunst durfte schon immer etwas mehr als viele andere Menschen – im Gewand des Clowns und des verrückten, genialischen Künstlers können Missstände angeprangert und Großkopferte lächerlich gemacht werden und sich der Zorn der Untertanen so ein wenig kanalisieren und austoben. Jedenfalls, solange man gewisse Grenzen nicht überschreitet… Die Grenzen zwischen „reiner“ Kunst und politischer Aussage bzw. aktivistischem Engagement ist in den letzten Jahren immer mehr verwischt – man denke an sozialkritische Street Art (wie z.B. von Banksy), Adbusting in Städten oder auch solche Veranstaltungen wie die Subversivmesse, wo ganz offen herrschende Zustände mit den Mitteln der Subversion und Unterwanderung kritisiert und ridikülisiert werden.

Ganz in diesem Geiste hat auch der finnische Künstler Jani Leinonen die Food Liberation Army [1] gegründet und mit einigen Schauspielern eine Entführung einer Plastik-Ronald McDonald-Figur von einer örtlichen McDoof-Filiale organisiert – ganz stilecht mit anschließendem Bekennervideo im Stile terroristischer Zellen und der gefilmten formvollendeten Enthauptung von Ronald. Solche Aktionen rufen bei mir natürlich ausgesprochene Sympathie hervor, die Polizei sah dies jedoch weniger humorvoll und empathisch und hat Leinonen ins Gefängnis gesteckt und seine Bilder und Zeichnungen beschlagnahmt. Denn natürlich darf man Autoritäten lächerlich machen, aber auf gar keinen Fall Konzerne! Wo kämen wir da hin, wenn jeder dahergelaufene Künstler einfach die vielen Abermillionen, die die Firmen in ihre Marketingfuzzis und PR-Schergen investieren, plötzlich ad absurdum führte und das blankpolierte Image so eines Unternehmens bespuckt? Ja, wo kämen wir hin – vielleicht in eine bessere, freiere Welt… Die ganze Aktion ist auf jeden Fall im Netz dokumentiert und amüsant anzuschauen. [via rebelart [2]]


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