Mai
27
2013
3

Capri-Sonne erhält Goldenen Windbeutel 2013. Reaktionen und Gegenreaktionen

Vor einer Weile hatte ich ja auf die Wahl zum Goldenen Windbeutel, der dreistesten Werbelüge des Jahres, hingewiesen, die von der Verbraucherschutzorganisation foodwatch durchgeführt wurde. Helmut Schnug vom Kritischen Netzwerk hat den „Sieger“ gewürdigt und die Reaktionen darauf analysiert. „Capri-Sonne erhält Goldenen Windbeutel 2013. Reaktionen und Gegenreaktionen“:

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120.000 Verbraucher haben über aggressive Marketingmethoden bei Kinderprodukten abgestimmt – und entschieden: Die Werbung für den Soft-Drink Capri-Sonne ist die schlimmste. foodwatch wollte daher dem Hersteller Wild (SiSi-Werke) am 16. Mai am Firmensitz in Eppelheim bei Heidelberg den Goldenen Windbeutel 2013 für die dreisteste Werbemasche des Jahres verleihen.

Capri-Sonne (in der Geschmacksrichtung Orange) enthält pro 200-Milliliter-Beutel umgerechnet sechseinhalb Stück Würfelzucker und damit mehr als ein gleich großes Glas Fanta Orange. Da der Konsum zuckerhaltiger Getränke ohnehin bereits zu hoch ist und Übergewicht unter Kindern grassiert, forderte foodwatch das Unternehmen auf, alle Werbe- und Marketingaktivitäten zu stoppen, die sich gezielt an Kinder richten.

Capri-Sonne & Co. sind Dickmacher ersten Ranges, das ist wissenschaftlich erwiesen. Dennoch fixt Wild Kinder auf allen Kanälen an, immer noch mehr Zuckergetränke zu konsumieren – im Internet, Fernsehen, in der Schule, bei Sportveranstaltungen und sogar als Kinderbetreuer in Ferienanlagen. In einer ganzen Reihe von Studien ist der Zusammenhang zwischen Soft-Drink-Konsum und dem Risiko für die Bildung von Übergewicht belegt. In Deutschland gelten 15 Prozent der Kinder als übergewichtig, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös). foodwatch fordert daher ein grundsätzliches Verbot der Bewerbung unausgewogener Produkte direkt an Kinder.

Bei der von foodwatch ausgerufenen Online-Wahl zum Goldenen Windbeutel auf www.goldenerwindbeutel.de haben sich vom 18. April bis zum 15. Mai 2013 insgesamt 119.835 Verbraucher beteiligt. Das Ergebnis im Detail:

  • Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke: 51.054 Stimmen / 42,6 %
  • Paula von Dr. Oetker: 26.231 Stimmen / 21,9 %
  • Kosmostars von Nestlé: 24.710 Stimmen / 20,6 %
  • Monsterbacke Knister von Ehrmann: 11.580 Stimmen / 9,7 %
  • Pom-Bär von funny-frisch (Intersnack): 6.260 Stimmen / 5,2 %

Capri-Sonne richtet sich mit einer ganzen Reihe von Marketingaktivitäten direkt an Kinder und sucht dabei gezielt die Nähe zum Sport. Capri-Sonne tritt als Sponsor und Veranstalter von Sportevents für Kinder auf, betreut Kinder in Hotelanlagen, spricht diese gezielt mit einer Internetseite an und macht sie über ihre facebook-Seite zu Markenbotschaftern. Bis Anfang Mai verbreitete der Hersteller zudem werbliches Unterrichtsmaterial an Grundschullehrer, in dem Kindern die Ernährungsempfehlung ausgesprochen wurde, „viel“ Capri-Sonne zu verzehren. Nach der foodwatch-Kritik stoppte Wild die Verbreitung des Materials – ein erster, kleiner Erfolg des Goldenen Windbeutels 2013.

Anders als in den Vorjahren hatte foodwatch beim Goldenen Windbeutel 2013 nicht die Werbelüge des Jahres, sondern die dreisteste Werbemasche bei einem Kinderprodukt gesucht. Nachdem in den Jahren 2009 bis 2012 das Thema Etikettenschwindel im Blickpunkt stand, möchte foodwatch nun das Problem der Fehlernährung bei Kindern und die Verantwortung der Lebensmittelindustrie in den Fokus rücken. Bei einem Marktcheck mit mehr als 1.500 Produkten hat foodwatch 2012 belegt, dass drei Viertel der direkt an Kinder vermarkteten Lebensmittel zur Kategorie der süßen oder fettigen Snacks gehören. Das Angebot folgt einer ökonomischen Logik: Während die Gewinnmargen bei Obst und Gemüse unter 5 Prozent liegen, betragen sie bei Junkfood, Soft-Drinks und Süßwaren bis zu 18 Prozent. Lebensmittelhersteller haben daher ein finanzielles Interesse daran, möglichst viele unausgewogene Kinderprodukte zu verkaufen.

Obwohl foodwatch den fünf nominierten Unternehmen bereits zum Start der Abstimmung einen Besuch beim Gewinner für den heutigen Tag angekündigt und um ein Gespräch angefragt hatte, machte Wild die Schotten dicht. Das Unternehmen lehnte die Annahme des Preises ab. Die Pförtner forderten zunächst Fernsehteams und Hörfunkjournalisten auf, ihre Aufnahmen zu stoppen. Im Pförtner-Häuschen sagten sie den foodwatch-Aktivisten dann unter Ausschluss von Medienvertretern, dass die Geschäftsführung nicht im Hause sei und kein Unternehmensvertreter für ein Gespräch zur Verfügung stehe. Die goldene Windbeutel-Skulptur mussten die foodwatch-Aktivisten wieder mitnehmen: „Wir dürfen keine Gegenstände annehmen“, so die Pförtner. „Wir sollen ausrichten, dass die Deutsche SiSi das Geschenk nicht annimmt.“ Die Aufforderung „Lasst die Kinder mit Zuckerbomben-Marketing in Ruhe“ ließ foodwatch als alternatives „Geschenk“ auf der Straße vor der Pforte zurück.

Die Pförtner händigten lediglich eine schriftliche Stellungnahme aus, in der der Hersteller zwar erklärt, dass er (wie vorgeschrieben) alle Zutaten „vollständig“ und „auf jedem Beutel“ deklariert – aber mit keiner Silbe auf die Kritik am aggressiven Marketing bei Kindern eingeht.
Ihr foodwatch Team

Böse, böse Dickmacher

Am 19.05.2013 erschien in der Welt am Sonntag unter dem Titel “Böse, böse Dickmacher” ein Porträt über foodwatch. Nach Auffassung von foodwatch ist der Text in hohem Maße tendenziös, verzerrend und leider auch fehlerhaft. In einer ausführlichen Stellungnahme äußert sich foodwatch zu den Vorwürfen, zu denen die Verbraucherorganisation im Vorfeld der Veröffentlichung größtenteils nicht einmal befragt wurde. Hier die ersten Zeilen des Artikels:

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Böse, böse Dickmacher
Foodwatch inszeniert sich als David im Kampf gegen eine mächtige Industrie. Dabei übt die kleine Verbraucherorganisation mittlerweile selbst großen Einfluss aus – mit umstrittenen Methoden.
Grau ist der Mittwoch dieser Woche in Heidelberg-Eppelheim. Das winzige Trüppchen Demonstranten am Werkstor des Getränkeherstellers Wild fällt trotzdem auf. Eine Aktivistin steckt in einem Capri-Sonne-Orange-Kostüm und klagt in die Kamera der ARD: “Ich bin ein übersüßer Dickmacher und werde viel zu viel von Kindern verzehrt.” Ein junger Mann in knallroter Regenjacke versucht, einen fußballgroßen goldenen Windbeutel an den Pförtner des Unternehmens zu überreichen. Der Mann verweist die Demonstranten unwirsch vom Firmengelände.
bitte lest zunächst den vollständigen Artikel bei WELT.de  – weiter

Als Initiator des Kritischen Netzwerkes halte ich es für enorm wichtig, immer wieder aufzuzeigen, mit welcher Polemik und journalistischen Unkorrektheiten führende (Mainstream-)Medien hierzulande permanent aufrechte Einzelkämpfer und NGOs – wie in diesem Falle foodwatch e.V. – in der breiten Öffentlichkeit vorführen und verunglimpfen. Die wirtschaftlichen Interessen großer Tageszeitungen und anderer Medien sind natürlich legitim und damit auch ein positives, wohlwollendes Verhältnis zu den Werbekunden, aber eine dringend notwendige Verbraucheraufklärung durch sachliche wie nachweisbare Fakten bleibt oftmals auf der Strecke. Und hier kommen wir ins Spiel: partei- und wirtschaftsunabhängige alternative NGOs, Medien und Blogger.

Die offizielle Stellungnahme von foodwatch zum foodwatch-Porträt in der Welt am Sonntag vom 19.5.2013 muss deshalb im KN eine besondere Aufmerksamkeit erfahren und ich bitte alle LeserInnen, sich daraus selbst eigene Gedanken zu machen und mögliche Konsequenzen hinsichtlich Kauf- und Leseverhalten zu ziehen. Den engagierten Frauen und Männern des Vereines foodwatch e.V. gebührt jedenfalls mein Respekt und darf sich eines weiteren medialen Supports durch das Kritische Netzwerk sicher sein.

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Stellungnahme zum foodwatch-Portrait „Böse, böse Dickmacher“ in der Welt am Sonntag vom 19. Mai 2013
Berlin, 20. Mai 2013

Wir freuen uns über das Interesse der Welt am Sonntag (WamS) an foodwatch – es ist ja nicht alltäglich, dass ein fünfköpfiges Autorenteam sich mit der Arbeit einer NGO befasst. Dabei haben wir nicht den Anspruch, dass unsere Positionen am Ende von jedem geteilt werden. Selbstverständlich freuen wir uns auch über die notwendige kritische Begleitung, wenn sie fair und nach guter journalistischer Praxis erfolgt. Der am 19. Mai erschienene Text „Böse, böse Dickmacher“ ist jedoch in hohem Maße tendenziös, verzerrend und leider auch fehlerhaft. Viele Faktendarstellungen von Autoren und Zitatgebern halten einer Überprüfung nicht stand, zu den meisten im Text transportierten Vorwürfen ist foodwatch noch nicht einmal befragt worden.

Die Vermutung drängt sich auf, dass da die These des Artikels von Vornherein feststand und durch allzu viel Recherche auch nicht zerstört werden sollte – dies zeigt sich in jeder Passage des Textes und war auch bereits unser Eindruck , als uns in der vergangenen Woche die Anfrage des Redaktions-Hospitanten erreicht hat.

Gern möchten wir eine Reihe von Punkten richtigstellen und geraderücken:
1. Die Fehlerkette beginnt schon beim Aufmacher-Bild, das die WamS aus unserem Presse-Downloadbereich entnommen hat, und der zugehörigen Bildunterschrift: Bei den gezeigten handelt es sich keineswegs, wie die WamS schreibt, um „von foodwatch als ungesund eingestufte Produkte“, sondern schlichtweg um eine von foodwatch unkommentiert gelassene Zusammenstellung von Kinderlebensmitteln, die die Vielfalt von Verpackungsgestaltungen zeigen sollen, mit denen Lebensmittelhersteller Kinder ansprechen. Die angebliche Einstufung als „ungesund“, die bei einigen der abgebildeten Produkte zudem unsinnig ist, ist eine freie Erfindung der Redaktion.

2. Die Autoren erwecken durch ihre reportage-artige Schilderung im Einstieg des Textes den Eindruck, sie wären sie bei der foodwatch-Aktion zur Verleihung des Goldenen Windbeutels bei Capri-Sonne in Heidelberg-Eppelheim dabei gewesen. Tatsächlich war kein Vertreter der Welt oder der WamS vor Ort. foodwatch hätte diese Möglichkeit gern eingeräumt, es gab jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Anfrage für die Teilnahme an der Aktion.

3. Frei erfunden ist die Darstellung, dass am vergangenen Freitag foodwatch-Mitarbeiter „gemeinsam die Resonanz der Windbeutel-Kampagne“ auswerteten – auch wenn die Autoren den Eindruck erwecken, bei einer solchen Besprechung dabei gewesen zu sein, es gab keine solche. Das mag zwar eine Kleinigkeit sein, zeigt jedoch, wie genau es die WamS-Autoren mit der Wahrheit nehmen. Nach einem unangekündigten Überraschungsbesuch des Redaktionshospitanten am Freitagmorgen, der „zufällig in der Gegend“ gewesen zu sein vorgab, hatten sich vielmehr zwei foodwatch-Mitarbeiter die Zeit genommen, Fragen zum Goldenen Windbeutel im Interview mit dem WamS-Hospitanten zu beantworten.

So ungewöhnlich dieses Vorgehen, so ungewöhnlich der gesamte Weg der WamS-Recherchen: Der Redaktionshospitant hatte in der vergangenen Woche in der foodwatch-Pressestelle angefragt, ob er kurzfristig einen Tag im foodwatch-Büro verbringen könne, um Eindrücke zu gewinnen. Solche Besuche machen wir zwar grundsätzlich immer wieder möglich (in der Vergangenheit auch schon für eine Journalistin der Welt), aus zeitlichen Gründen mussten wir dies wegen der Verleihung des Goldenen Windbeutels für die vergangene Woche jedoch absagen. Stattdessen hatten wir wunschgemäß für Freitag ein Telefonat zum Goldenen Windbeutel in Aussicht gestellt. Daraus wurde dann der beschriebene Überraschungsbesuch und im Anschluss eine Reihe von E-Mails, in denen der Redaktionshospitant foodwatch mit verschiedenen Vorwürfen in Form von Zitaten konfrontierte, über deren Urheber er größtenteils noch nicht einmal informiert war. Zu allen Fragen und Vorwürfen haben wir ausführlich mit Stellungnahmen geantwortet, was nur zu einem geringen Teil redaktionell berücksichtigt wurde. Zum Großteil der im Text genannten Kritikpunkte und Vorwürfe wurde foodwatch jedoch gar nicht erst um Stellungnahme gefragt. Dies widerspricht nicht nur den Grundregeln journalistischen Arbeitens, sondern führt auch zu einer Reihe von Falschdarstellungen und Verzerrungen, auf die wir im Folgenden eingehen möchten.

4. Die WamS macht sich leider nicht die Mühe, die von foodwatch im Zuge der Wahl zum Goldenen Windbeutel formulierte Kritik korrekt oder vollständig wiederzugeben. Diese befasst sich vor dem Hintergrund des unter Kindern grassierenden Übergewichts mit den vielfältigen und aggressiven, gezielt auf Kinder zielenden Marketingmethoden für unausgewogene Produkte, so zum Beispiel für dem stark zuckerhaltigen Soft Drink Capri-Sonne, der aus der Online-Wahl als „Sieger“ hervorging. Hätten die Autoren diesen Zusammenhang aus gesundheitlichen Problemen, unausgewogenen Produkten und aggressivem Marketing gezielt an Kinder dargestellt, so wäre dem Leser auch schnell klar gewesen, dass das vom Capri-Sonne-Hersteller zur Entgegnung angeführte und von der WamS ohne Einordnung übernommene „Argument“, dass der Hersteller schließlich auch ein „Capri-Sonne Bio-Schorly“ anbiete, mit der eigentlichen Kritik überhaupt nichts zu tun hat – auf diese ist das Unternehmen in seiner Stellungnahme nämlich gar nicht erst eingegangen. Stattdessen hat es nach der foodwatch-Kritik die Verbreitung von „Unterrichtsmaterialien“ an Grundschullehrer, die in Wahrheit Werbebroschüren für Capri Sonne sind, gestoppt . Ebenfalls eine bekannte Tatsache, die die WamS unerwähnt lässt.

► bitte lest die vollständige foodwatch – Stellungnahmeweiter 

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Markenkraken

Die Zeit brachte neulich eine sehr schöne Übersicht, die zeigt, welche Marken so alles zu den wenigen Großkonzernen gehören, die den Konsumgütermarkt beherrschen. Die einfachste Konsumempfehlung, die man an dieser Stelle geben kann: Keine der Marken kaufen, die Ihr hier aufgelistet findet! „Markenkraken

Die Vielfalt täuscht: Zwar gibt es weltweit Millionen von Produktmarken, dahinter stehen aber nur wenige Konzerne. Oft finden sich vermeintliche Konkurrenten unter einem Dach, etwa die Katzenfuttermarken Whiskas und Kitekat. Wir zeigen die 16 umsatzstärksten Unternehmen, die uns Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren, Kosmetika und Reinigungsmittel verkaufen.

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Lesetipps: Red Bull | AfD | Fußballmanie | Wachstumswahn | Außenwerbung

Ja, keine Angst, ich lebe noch – und der Konsumpf natürlich auch. :-) Heute will ich Euch wieder ein paar Fundstücke aus dem Netz ans Herz legen. Beginnen möchte ich mit einer interessanten Dokumentation über den österreichischen Brausefabrikanten Red Bull, der sich vor allem im Sportbereich unaufhaltsam ausbreitet – der letzte Coup ist RB Leipzig, ein Kunstprodukt, das drauf und dran ist, in den bezahlten Fußball aufzusteigen. Seit längerem befeuert der Konzern zum Beispiel aber auch die Extremsportszene, wie man in der ARD-Reportage „Die dunkle Seite von Red Bull“ zu sehen bekommt. Nun muss ich ganz ehrlich sagen, dass sich mein Mitleid mit Menschen, die diesen „Fun“sportarten nachgehen, sich also freiwillig in große Gefahr begeben, weil sie den Adrenalinkick suchen, und dann dabei verunglücken, stark in Grenzen hält. Selbst Schuld, wird ja keiner gezwungen, so einen Unfug mitzumachen… Aber natürlich ist es nicht akzeptabel, dass Red Bull diesen Wahnsinn auch noch anheizt und für sein Image ausschlachtet.

Mit seinen Energy-Drinks hat Red Bull ein Milliardenimperium geschaffen. Ein Grund für den Erfolg: Eine bislang einzigartige Marketingmaschine. Red Bull hat die Formel 1 verändert, einen Sprung aus der Stratosphäre gesponsert, Extremsportarten auf die Spitze getrieben. Doch der PR-Hype von Red Bull ist umstritten. Bei einigen Aktionen sind Sportler tödlich verunglückt. Geht Red Bull zu weit?
“Die Story” deckt die Hintergründe mehrerer Todesfälle auf, die mit Red-Bull-Werbemaßnahmen in Verbindung stehen. So stirbt 2009 ein Schweizer Basejumper beim Sprung von einem Züricher Hochhaus. Einige Wochen zuvor springt ein amerikanischer Stuntman mit einem Wingsuit, einem Flügelanzug, aus einem Hubschrauber und kracht gegen eine Felswand. Dieser Sprung ist sogar Teil eines geplanten Kinofilms. Ebenfalls für einen Film springt ein kanadischer Extremskifahrer von einer 300 Meter hohen Klippe in den Dolomiten. Er will vor Kameras einen doppelten Salto-Rückwärts zeigen, danach im Fallen seine Ski abwerfen, im Wingsuit nach unten gleiten, dann seinen Fallschirm ziehen. Auch bei seiner Aktion sollen offenbar Zuschauer an den Werbeslogan „Red Bull verleiht Flügel” denken. Doch das Kunststück misslingt. Der Extremsportler schlägt vor den Augen der Filmcrew auf dem Boden auf. Der Film über ihn wird dennoch fertig gestellt – the show must go on.
Autor Helmar Büchel hat für den ARD-Film „Die dunkle Seite von Red Bull” mit Angehörigen, Freunden und Werbefachleuten in Europa und den USA gesprochen. Viele beklagen, dass der gestiegene Marketingdruck, den auch Red Bull entfacht, Extremsportler zu immer größeren Risiken verleitet. Der Film zeigt auch, wie wenig Red Bull bereit ist, sich mit der wachsenden Kritik öffentlich auseinanderzusetzen.

Ich hoffe, keiner meiner Leser liebäugelt mit dem Gedanken, bei der nächsten Wahl seine Stimme den Leute von der „Alternative für Deutschland“ (AfD) zu geben? Falls doch, sollte er oder sie sich vielleicht mal den Artikel „Die deutsche Tea-Party“ von Jens Berger in der taz durchlesen:

Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass auch das deutsche Parteiensystem durch eine bürgerliche Protestpartei rechts von der Union erweitert würde. Jetzt, mit der Alternative für Deutschland, scheint sie da zu sein. Es ist ebenfalls keine große Überraschung, dass die AfD in ersten Stellungnahmen von progressiven Geistern wegen ihrer – zweifelsohne vorhandenen – rechtspopulistischen Tendenzen gebrandmarkt wird.

Doch diese Kritik greift zu kurz, orientiert sie sich doch an der klassischen Gesäßgeografie, dem Rechts-links-Schema. Wer die AfD auf ihren Rechtspopulismus reduziert, verkennt die eigentliche ideologische Gefahr, die von dieser Partei ausgeht. (…)

Diese Position übertrifft in Sachen Marktradikalität die FDP bei Weitem und kann als Marktfundamentalismus bezeichnet werden kann. Sie basiert auf den theoretischen Werken von Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek (der sogenannten Österreichischen Schule) und den philosophischen Schriften von Ayn Rand.

Der Paläolibertarismus fordert die Unterwerfung aller Lebensbereiche unter die Marktideologie. Soziale Autoritäten wie Familie und die Kirche sollen dabei das Individuum vor dem Staat schützen, der für Paläolibertäre das Feindbild ist. (…)

Auch Kerstin Ludwig hat auf Carta sich das „Wahlprogramm der AfD“ mal näher angeschaut:

(…) Die Alternative für Deutschland ist keine. Denn abgesehen von den Fehlern, die ich im Wahlprogramm finde: Es wird an keiner Stelle gesagt, wie das umgesetzt werden soll. Es wird eine Reihe von Forderungen gestellt, es werden Probleme beschrieben, aber nirgends Lösungen angeboten.

Die Forderungen werden in populistischer Manier aufgelistet – und wenn man hinguckt, sieht man … genau.

Mit Forderungen allein bietet man keine Alternative. Das geht nur, wenn man auch Lösungsvorschläge macht. Wenn man klar Ross und Reiter benennt. Wenn man auch sagt, wie das Ganze finanziert werden soll. Einfach nur eine Reihe von Forderungen aufstellen und dann bei der Lösung kneifen, ist feige.

Feige Politiker haben wir schon mehr als genug. Wir brauchen Mut. Und Rückgrat. Beides kann ich bei der AfD nicht erkennen.

Und, auch schon im Champions League-Fieber? Falls ja, so befindet man sich in bester Gesellschaft, denn Fußball ist längst salonfähig geworden. Und lenkt, getreu dem Motto „Brot und Spiele“ die Menschen gut von den eigentlichen Problemen der Welt ab, wie auch Die Zeit in „Fußballmanie lässt die Politik dahinsiechen“ konstatiert:

(…) In Zukunft soll das Bruttosozialprodukt als Indikator für die Leistungsfähigkeit unseres Landes abgeschafft werden. Es ist nicht mehr fähig, die aktuelle Lebenssituation der Bundesbürger abzubilden – es gilt als veraltet. Bei der Einführung eines neuen Maßstabs sollte man dringend das Fußballinteresse einbeziehen; es zählt heute zu jenen Faktoren, die das Lebensgefühl in Deutschland wesentlich ausmachen. Als die wichtigsten Fragen der Zeit werden hier die Halbfinalbegegnungen der Borussia und der Bayern gegen die übermächtig erscheinenden spanischen Fußballklubs diskutiert.

Angesichts dieser Fußballmanie kann man sich fragen, was mit diesem Land los ist. Es gibt schließlich nicht nur das Europa der Champions League, sondern auch das Europa der Nationen, die unter der Finanzkrise und ihrer innenpolitischen Instabilität leiden. Von den Turbulenzen des politischen Europaprojekts nimmt das deutsche Publikum in den Abendnachrichten Kenntnis – und freut sich auf Real und Barça. (…)

Zum Thema Sedierung passt natürlich auch Konsum und Reklame – Claudia Klinger hat sich im Digital Diary ihre Gedanken zum Wachstumswahn und dem Konsum gemacht: „In Teufels Klauen – zur Krisenlage

(…) Diesseits anderer Krisen-Faktoren ist DAS aus meiner Sicht die stärkste Wurzel der Krise: Es gibt kein natürliches Wachstum mehr. In Europa haben länger schon alle, die genug Geld oder Kreditwürdigkeit besitzen, um MEHR zu kaufen, keinen Bedarf nach MEHR. Man hat alles, was man zum Leben braucht und viele haben sogar weit mehr als das. Ja, einige beginnen sogar, zuviel Besitz als Last zu begreifen und sich von der Konsumismus-Religion angeödet abzuwenden: ab ins Abenteuer Richtung Down-Sizing, Entschleunigung, “weniger ist mehr”…. Gleichzeitig verarmen immer mehr Menschen oder geraten zumindest in Angst, ihren Status Quo zu verlieren und fallen damit auch als Wachstumstreiber aus. Wachstum aber wird benötigt, denn unser Geld/Finanzsystem funktioniert auf Dauer nur mit Wachstum.

Klar, ab und zu gelingt es noch, eine neue Produktlinie zu kreieren und z.B. allen einzureden, dass man hochwertige Espresso-Maschinen haben muss, und anstatt Kaffeebohnen oder Pulver mehrfach so teure “Pads”. Aber das sind seltene Glücksfälle, deren Erfolge zudem prekär bleiben: eine Waschmaschine MUSS man haben, wogegen eine Espressomaschine verzichtbar ist, wenn sie nach Ablauf der Garantie-Zeit per Obsoleszenz allzusehr nervt.

Auch Smartphones und Tablets sind eine neue, boomende Produktkategorie. Gefühlt wichtiger als die Waschmaschine, weshalb viele bereit sind, in kurzen Abständen die jeweils neuesten Gadjets zu kaufen. Der deutschen Wirtschaft hilft das allerdings nicht groß auf, “wir” machen ja immer noch lieber in Maschinen, Autos und Waffen. (…)

Apropos Reklame – „Übergroße Außenwerbung – Reklame soll aus dem Stadtbild verdrängt werden“, wie der Tagesspiegel Berlin berichtet. Bravo!

(…) Eine Stadt ohne Werbung? Schwer vorstellbar für die meisten von uns, wenn auch Berlin vermutlich weniger dicht mit Reklameflächen zugestellt ist als viele vergleichbare Städte. Die Ausnahme ist Sao Paulo in Brasilien, wo seit 2010 jegliche Außenwerbung verboten ist – ein Vorbild für den 26-jährigen Politikwissenschaftler Jan Korte, der diese Idee in Berlin durchsetzen will. „Amt für Werbefreiheit und gutes Leben“ heißt die Facebook-Seite, die er jetzt zusammen mit rund 30 Freunden gegründet hat. Dort beschreibt man sich als „Fachbehörde für einen Kiez ohne kommerzielle Außenwerbung“.

Kortes Überzeugung ergibt sich logisch aus dem Facebook-Titel: „Werbung verhindert gutes Leben“.

Dahinter steckt einer der gegenwärtig höchst aktuellen kapitalismuskritischen Gedankengänge: Werbung reizt demnach zum Konsum an, was im Sinne der vielbeschworenen Nachhaltigkeit des Lebensstils verwerflich sei – der „Konsumterror“, zentrales Schlagwort der Studentenbewegung, ist unter anderen Vorzeichen auferstanden. Außerdem heißt es, Werbung erzeuge Stress, verschlechtere also die Lebensqualität durch visuelle und auditive Reize und wirke durch neue technische Ansätze immer stärker manipulativ. (…)

Zum Abschluss möchte ich Euch noch auf ein interessantes Projekt hinweisen, das aktuell via Startnext finanziert wird, also Eure Mithilfe benötigt – „Gemeinnütziges Portal in Händen einer Community – Nachhaltiger Konsum“:

Nachhaltiger Konsum ist ein Projekt, ganz in den Händen einer Community die nicht nur am Umsatz beteiligt wird, sondern aktiv an der Gestaltung mitwirkt und weitreichende Mitbestimmungsrechte besitzt. Es ist gemeinnütziges Portal welches nicht nur auf die oftmals verheerenden Folgen unserer Konsumgewohnheiten hinweisen möchte, sondern auch direkt Alternativen bietet und sich dabei lediglich aus Spenden finanziert.

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05
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Finger weg von unseren Feldern!

Diesen Aufruf von Utopia will ich doch auch gerne an dieser Stelle verbreiten:

Neue EU-Richtlinie bedroht die Saatgut-Vielfalt

Finger weg von unseren Feldern!

Alle Bauern haben bald die gleichen Kartoffeln und wir sind die Dummen! Die EU-Kommission will einen Entwurf zur Neuregelung des Saatgutrechts verabschieden, der die Vielfalt unserer Obst- und Gemüsesorten gefährdet. Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngeta und BASF würden vom Einheitsbrei auf dem Feld proftieren. Lassen Sie nicht die Konzerne bestimmen, was Sie essen und unterzeichnen Sie jetzt die Petition.

Glauben Sie an die Vielfalt und daran, dass es von ein und derselben Nutzpflanze viele Arten geben sollte? Sollten Ihrer Meinung nach auch in Zukunft seltene Apfel- und Kartoffelsorten im Handel erhältlich sein? Finden Sie, dass ein Bauer selbst darüber entscheiden soll, welche Samen er aussäht? Dann werden Ihnen die EU-Pläne zum Saatgutrecht nicht gefallen.

Konzerne wollen unser Essen kontrollieren

Am 06. Mai 2013 wird die Kommission einen Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Saatguts vorlegen. In diesem Entwurf soll es Bauern und Händlern verboten werden, Saatgut zu verkaufen oder zu verwenden, das nicht von der EU lizenziert worden ist. Mit anderen Worten: Ein Bauer kann aus seiner eigenen Ernte kein eigenes Saatgut erzeugen oder es weiter geben, falls dies nicht lizensiert ist.

Die Lizenzierung des Saatguts ist aufwendig und kostspielig. Alte und regionale Sorten würden von der Bildfläche verschwinden. Den industriell genormten Hybridsamen (eigens gezüchtete Sorten) von Monsanto, Syngeta, BASF & Co. würde der Weg geebnet. Wenig verschiedene Sorten bedeuten niedrige Erzeugungskosten durch billige Massenproduktion, die Konzerne würden somit ihren Profit maximieren. Und könnten bald kontrollieren, welche Pflanzensorten in der EU noch angebaut und gehandelt werden. Wir dürften nicht mehr selbst entscheiden, was in unseren Beeten oder auf unserem Teller landet.

(…) Es liegt nun an den verantwortlichen Politikern und EU-Abgeordneten der einzelnen Länder, diesen Entwurf im EU-Parlament abzuschmettern. Bei der gentechnik- und industriekritischen Organisation Save our Seeds können Sie eine Petition gegen die Neuregelung unterzeichnen. Bei Unterzeichnung wird außerdem automatisch eine E-Mail an die Agrarministerin Aigner und die deutsche EU-Kommission versendet, Ihrer Stimme wird also gleich doppelt Ausdruck verliehen. Zeigen Sie unseren Politikern, dass wir Vielfalt statt Einheitsbrei auf dem Teller wollen!

Auch die BR-Sendung quer befasste sich mit dem Thema:

Im Mai will die EU eine neue Saatgut-Verordnung vorstellen. Obwohl noch keine Details bekannt sind, vermuten viele, dass damit die Vormachtstellung der großen Saatgut-Konzerne gestärkt werden wird. Schon heute darf in der EU nur Saatgut von zugelassenen Pflanzen vermarktet werden. Die neue Verordnung sorgt deshalb in Bayerns Kleingärten für helle Aufregung: führen die EU-Pläne am Ende dazu, dass Hobbygärtner künftig auch nur noch zugelassenes Saatgut ausbringen dürfen? Das würde dann wohl die weitere Einschränkung der Artenvielfalt bedeuten.

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Abercombie & Fitch – Der schöne Schein

Natürlich ist es spätestens seit den 1990er Jahren, als bekannt wurde, dass Nike seine Klamotten in asiatischen Sweatshops nähen lässt, kein Geheimnis mehr, dass gerade in der Modebranche Image und Realität weit auseinanderklaffen. Um so mehr Geld wird von den Konzernen in Marketing und Reklame gesteckt, damit der Kunde eingelullt und in dem Glauben belassen wird, mit dem Kauf eines der überteuerten Markenprodukte würde er genauso „cool“ sein wie die Stars in der Werbung. Abercombie & Fitch ist so ein Hersteller, der es sich viel Geld kosten lässt, seine Marke zu inszenieren, wo immer ein neues Geschäft von ihm aufmacht – und die Kunden lassen sich gerne verführen und kommen nicht auf den Gedanken, mal zu hinterfragen, welche Art von Produkten sie eigentlich kaufen. In der ARD-Sendung Plusminus gab es nun einmal einen Bericht, der – für Leser meines Blogs natürlich nicht überraschend – zeigt, unter welchen erbärmlichen Umständen diese Trendmarke herstellen lässt und wie ungesund manche der Kleidungsstücke sind. „Abercombie & Fitch – Krebserzeugende Substanz in Damenoberteil

Dank ihrer sexy Models ist es die vielleicht angesagteste Modemarke: “Abercrombie & Fitch”. Doch das teure Kultlabel lässt in schäbigen Fabriken produzieren. Und verkauft Kleidung mit einem gefährlichen Schadstoff.

Im Auftrag von Plusminus hat der TÜV Rheinland eine Auswahl von Kleidungsstücken aus dem Münchner Abercrombie-Geschäft untersucht. Das Ergebnis: In einem dunkelblauen Damenoberteil – “Made in India” – findet er den krebserzeugenden Stoff Benzidin. Mit mehr als 100 Milligramm pro Kilogramm ist der gesetzliche Grenzwert mehr als dreifach überschritten. Benzidin kann beim Tragen der Kleidung über die Haut aufgenommen werden.

“Für den Hersteller, für den Händler heißt das, das ist nicht verkehrsfähig, das kann nicht verkauft werden”, sagt Prof. Martin Göttlicher, Toxikologe vom Münchner Helmholtz Zentrum.

Hype in Deutschland

An den Wochenenden bilden sich regelmäßig Schlangen vor den drei deutschen Filialen von “Abercrombie & Fitch” in Hamburg, Düsseldorf und München. Die meist jungen Fans stehen an, um die nicht gerade billige Kleidung zu kaufen. Und natürlich, um die ausgefallenen Shops zu bestaunen. In der Tür stehen halbnackte, durchtrainierte Models, mit denen man sich fotografieren lassen kann. Im Inneren läuft laute Clubmusik. Es ist dunkel und überall riecht es nach dem hauseigenen Parfum. Die Wände sind mit homoerotischen Motiven verziert. Doch hinter der PR-Inszenierung findet PLUSMINUS dieselben Methoden wie bei billigeren Modeketten.

Fragwürdige Arbeitsbedingungen in Indien

PLUSMINUS-Reporter gelangen in Indien – als Stoff-Einkäufer getarnt – in eine Textilfärberei, die nach eigenen Angaben auch für Abercrombie produziert. Der Manager zeigt seine Fabrik. Obwohl dort mit Chemikalien gearbeitet wird, trägt kaum ein Arbeiter Handschuhe. Ein Mann mischt Farben für den Textildruck und testet den Farbton mit bloßem Finger. Reizende Farbstoffpulver werden offen in Kartons gelagert. Außerdem ist es in der Fabrik brütend heiß und viele Ecken sind mit Tierdreck verschmutzt.

“Im Sommer hat es hier drin mehr als 45 Grad. Ich würde es höchstens eine halbe Stunde aushalten”, sagt der Manager der indischen Textil-Färberei.

Nach Schichtende berichten Arbeiter anonym, dass sie jede Woche 72 Stunden arbeiten müssen – ihr Lohn dafür aber nur 10.000 Rupien beträgt. Das sind umgerechnet etwa 145 Euro. Selbst für indische Verhältnisse ein Hungerlohn. Außerdem dürfen die Arbeiter keine Gewerkschaft bilden – und auf korrekten Arbeitsschutz wird nur geachtet, wenn sich Kunden zum Fabrikbesuch ankündigen. “Dann wird alles schön gemacht”, sagt ein Arbeiter.

Eigene Regeln nicht kontrolliert

Das alles dürfte gar nicht passieren, denn Abercrombie hat einen “Code of Conduct” – also Regeln, an die sich die Lieferanten des Labels halten sollen. Darin steht, dass die maximale Arbeitszeit in Fabriken 60 Stunden betragen darf, dass es den Beschäftigten erlaubt sein muss, sich zu organisieren, und dass diese Anspruch auf ein sicheres, sauberes und gesundes Arbeitsumfeld haben. In Indien scheint das Unternehmen seine eigenen Regeln nicht genau zu überwachen.

Der Saurandlimon-Blog hat sich auch mit der Firma beschäftigt – „Ausbeutung & Fitch“.

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