Apr
29
2012
2

Sinnlose Gesetze

Als ich den Beitrag „Wirrwarr um Brötchen-Verkauf“ im NDR-Magazin Markt sah, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln bzw. musste doch grinsen – das ist das Ergebnis, wenn Politiker über die Köpfe der Bürger hinweg irgendwas Sinnloses beschließen…

In Braunschweig dürfen die Bäcker sonntags nur bis elf Uhr Brötchen verkaufen. Die Tankstellen der Stadt hingegen den ganzen Tag. Was steckt dahinter?

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken
Kommentare: 2 | Politik | Schlagwörter: , , , , |
Apr
24
2012
5

Zwei Aufreger: SpiegelBILD und Shell greift Subventionen ab

Ja, ich gebe es zu – es gab mal eine Zeit, da hielt ich den Spiegel für ein seriöses Leitmedium. Journalistisch sauber recherchiert und mehr oder weniger objektiv. Lang lang ist’s her… Seitdem ich jedoch (Mainstream-)Medien kritischer betrachte, verblasst der einstige Schein doch immer mehr. Gerade auf Spiegel Online kann man krudes Zeug lesen – da werden aus den persönlichen Vorlieben eines Redakteurs schnell allgemeingültige Fakten. Oder man betreibt, wie Albrecht Müller von den NachDenkSeiten das beobachtet hat, Meinungsmache, sog. „Kampagnenjournalismus“. Dies ist derzeit (wegen der nahenden Landtagswahlen) besonders deutich in Bezug auf die Piratenpartei zu beobachten. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendeine teils Nichtigkeit über diese Partei bei SpiegelOnline auf die Startseite gezerrt und mit viel Trara wenig gesagt wird. Dabei geht es natürlich primär darum, die negativen Aspekte hervorzukehren. Keine Ahnung, ob der Spiegel Angst um Rot/Grün hat, aber auffällig ist es schon, was da so passiert.

(Diesen Beitrag weiterlesen…)

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken
Apr
19
2012
9

Hagen Rether – Ökodiktatur

Wenn man sich den letzten Auftritt von Hagen Rether in „Neues aus der Anstalt“ anschaut, fragt man sich schon, wieso er eigentlich unter „politischem Kabarett“ läuft – denn in dem, was er hier über Konsumgesellschaft & Co. sagt, steckt weniger Unterhaltung als schlichtweg einiges an (unbequemer) Wahrheit. Obwohl ich jetzt keine Diktatur befürworten würde.

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken
Apr
16
2012
4

Fernsehtipp „Bild. Macht. Politik“ – ARD, Mo. 16.4., 22:45 Uhr

Passend zur Initiative „Alle gegen Bild“ strahlt die ARD heute Abend um 22.45 Uhr die Dokumentation „Bild. Macht. Politik“ aus. Laut taz sehr sehenswert. Mal schauen.

Millionen Menschen lesen jeden Tag die BILD. Die Boulevard-Zeitung lockt mit einer Mischung von Prominenten-Geschichten, nackten Frauen und der Berichterstattung über Aktuelles aus Politik und Gesellschaft. Die Autoren Christiane Meier und Sascha Adamek fragen in der ARD-Dokumentation „Bild.Macht.Politik”, wie es BILD gelingt, über Jahrzehnte ein beliebter, täglicher Wegbegleiter für Millionen zu bleiben und welchen Einfluss sie auf Politik und Politiker hat. Die Boulevard-Zeitung und die Polit-Prominenz, das sind oft auch Geschichten großer Nähe und tiefer Zerwürfnisse – vom Aufstieg und Fall des Karl Theodor zu Guttenberg, dem BILD bis heute die Treue hält, bis zur Affäre um Christian Wulff, die BILD aufgedeckt hat. Wie stark hängen politischer und persönlicher Erfolg von der Berichterstattung und der Zusammenarbeit mit den Blattmachern ab? Selbst Linken-Politiker Gregor Gysi gesteht offen ein, dass er auf BILD als Sprachrohr nicht verzichten kann.
 

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken
Kommentare: 4 | Medien,Politik | Schlagwörter: , , , |
Apr
15
2012
7

Die Inhaltsleere von Wahlplakaten

Hurra, endlich ist wieder Wahlkampf in Schleswig-Holstein! Und wie jedes Mal überbieten sich die Wahlplakate der einzelnen Parteien mit einer extremen Inhaltsarmut – auf die Spitze treiben es diese beiden von der SPD und den Grünen, bei denen man sich zudem unwillkürlich fragt, ob sie die selbe Werbeagentur gebucht haben. Mal ehrlich: „Für hier mit dir“, was ist das denn für ein selten dämlicher Spruch, werte Grünen?!

Bekannt aus der heute show und unfreiwillig komisch (in mehrfacher Hinsicht) ist dieses Plakat der NRW-FDP:

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken
Apr
12
2012
14

Initiative ALLE GEGEN BILD

Na, bei dieser neuen Initiative mache ich natürlich gerne mit – ALLE GEGEN BILD bzw., da der Server grad überlastet ist, die Aktion auch bei CAMPACT:

Absage an die BILD-„Zeitung“

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der BILD-”Zeitung” plant der Springer-Verlag, am 23. Juni 2012 allen deutschen Haushalten eine BILD zu schicken. Die Initiative „Alle gegen BILD“ und Campact bieten die Möglichkeit, der Zustellung einfach und rechtswirksam zu widersprechen.

Über die Websites www.alle-gegen-bild.de und www.campact.de kann man per Online-Formular der BILD eine Absage erteilen. Das Ziel der Initiative ist es, der Springer-Werbeaktion öffentlich eine Stimme entgegenzusetzen, die darauf hinweist, dass die BILD keine allgemein akzeptierte Zeitung ist und weiterhin Ziel von Kritik sein muss. Jede Absage wird den logistischen Aufwand für Springer erhöhen sowie die geplante Auflage senken.

Auch außerhalb des Netzes wird die Kampagne ihren Protest gegen die Machenschaften der BILD-„Zeitung“ in den nächsten Monaten sichtbar machen. Auf der Kampagnenseite werden alle Aktionen, auch von Gruppen und Einzelpersonen, die sich selbstständig einbringen wollen, dokumentiert.
Es gibt viele Gründe, die BILD als Leitmedium abzulehnen und ihr den Werbeerfolg einer verteilten Auflage von 41 Millionen Exemplaren zu vermiesen. „Als Aktivistinnen und Aktivisten sozialer Bewegungen sind wir die Hetze der BILD-’Zeitung’ gegen alle emanzipatorischen Bewegungen, nationalistische Berichterstattung und ihr Beharren auf einem sexistischen Frauenbild leid“, sagt Nadja Ratkow von der Anti-BILD-Initiative.

Sie fügt hinzu: „BILD spricht nicht, wie manche meinen, einer breiten Bevölkerung nach dem Munde, sondern trichtert ihr ihre eigenen Standpunkte und Sichtweisen mit sensationslüsternen Überschriften ein. Der BILD-Slogan ‚Bild Dir Deine Meinung‘ müsste eigentlich lauten: ‚Bild Dir unsere Meinung‘.“

Unter dem Motto „BILD für alle“ plant der Springer-Konzern am 23. Juni 2012,  anlässlich des 60-jährigen Bestehens der BILD-“Zeitung“, allen 41 Millionen deutschen Haushalten eine Gratis-Ausgabe zu liefern. Doch wir wollen dieses Blatt nicht einmal geschenkt haben, deshalb wehren wir uns.

 Nur mit einem Schreiben an den Springer-Verlag kann man einer Zustellung der Zeitung rechtswirksam widersprechen. Das Ziel unserer Initiative ist es, dass dies massenhaft geschieht, um den logistischen Aufwand dieser Propagandaaktion zu erhöhen und darüber hinaus die Auflage der BILD-“Zeitung“ und damit ihre Einnahmen durch Werbeanzeigen zu drücken.

 Doch das ist nicht alles: Wir wollen wieder eine öffentliche Diskussion über die Machenschaften der BILD und des Springer-Verlages anstoßen. Es darf nicht dabei bleiben, nur der Zustellung zu widersprechen. Es gilt mit kreativen Aktionen und inhaltlicher Konfrontation der BILD, ihrer Methode und Weltanschauung entgegen zu treten.

 

 Ein Imperium macht Politik

Die BILD ist Teil der Axel Springer AG, einem der einflussreichsten Medienkonzerne Europas, der sich nicht nur auf Zeitungen beschränkt, sondern auch Zeitschriften, Druckbetriebe, Pressevertriebe, Fernseh- und Radiosender, Onlinedienste sowie TV-Produktionen besitzt. Durch zahlreiche Beteiligungen, Fusionen und Zukäufe wächst der Medienriese seit Jahren auch international. Eine solche Konzentration wirtschaftlicher Macht ist nicht nur für die Entwicklung von Arbeitnehmerrechten und Arbeitsbedingungen in diesem Bereich äußerst bedenklich, sondern auch politisch brisant. Als Medienimperium versucht Springer, Politik zu beeinflussen und die Dominanz des medialen Meinungsspektrums zu erlangen. So musste das Kartellamt im Jahr 2006 die Übernahme von Sat1 und ProSieben durch Springer verbieten, weil es eine unzulässige Medienkonzentration gewesen wäre. Doch nach wie vor strebt der Springer-Konzern nach dem „Ausbau der führenden Marktstellung“ (Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG).

 Die scheinbare Vielfalt der Springer-Publikationen hat zum Ziel, bestimmte Inhalte in verschiedene gesellschaftliche Schichten und Milieus zu tragen. Dabei kommt der BILD-”Zeitung” eine besonders üble Rolle zu. Zur Steigerung ihrer Auflage konstruiert BILD täglich Skandale, dringt in die Privatsphäre von Menschen ein und setzt sie unter Druck. Sie schürt vorhandene Ressentiments und verzichtet ganz bewusst auf die differenzierte Betrachtung von komplexen Sachverhalten. Das zahlt sich aus: Im Krisenjahr 2008 hat der Konzern mit Katastrophenmeldungen soviel Gewinn gemacht wie seit langem nicht mehr. Angesichts der weiten Verbreitung von BILD, WELT, B.Z., Hamburger Abendblatt & Co. erscheint die in diesen Medien propagierte Meinung vielen als die einzig legitime. BILD spricht nicht, wie manche meinen, einer breiten Bevölkerung nach dem Munde, sondern trichtert ihr ihre eigenen Standpunkte und Perspektiven mit nicht zu übersehenden Überschriften ein. Der BILD-Slogan “Bild Dir Deine Meinung” müsste daher eigentlich lauten: “Bild Dir unsere Meinung”.

 

„Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht“

Die BILD wirkt aktiv einer wirklichen Gleichstellung von Frau und Mann entgegen, indem sie an chauvinistischen Rollenbildern festhält und Frauen tagtäglich als Sexobjekte abbildet. Alle Lebensweisen, die nicht in ihre Geschlechterschubladen passen, werden von ihr systematisch diskriminiert. Mit ähnlichen Mitteln kriminalisiert sie Menschen mit Migrationshintergrund, indem sie mit einer Rhetorik der Eskalation und der Bedrohung Überfremdungsängste einer vermeintlich “einheimischen” Mehrheit schürt.

 Die BILD gibt vor, die Interessen von normalen Beschäftigten zu vertreten, von denen sie am häufigsten gelesen wird. Tatsächlich vertritt sie in gesellschaftspolitischen Debatten, wie um den Mindestlohn oder Tarifverhandlungen, überwiegend die Interessen von Unternehmen. Noch schlimmer trifft es diejenigen, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Ihnen werden Faulheit und Sozialschmarotzertum vorgeworfen.

 Wo auf der einen Seite Bevölkerungsschichten gegeneinander ausgespielt werden, wird auf der anderen Seite eine nationale Einheit beschworen. Die Debatte um die Euro-Krise zeigt, wie die BILD ganze Bevölkerungen gegeneinander aufhetzt. Den “fleißigen” Deutschen werden “faule” Griechen, Spanier oder Portugiesen entgegengestellt und für die Krisenfolgen hierzulande verantwortlich gemacht. Mit diesen Diffamierungen trägt die BILD bewusst zu einem gesellschaftlichen Klima bei, in dem nationalchauvinistische Positionen wieder salonfähig werden.

Deshalb: Die BILD spricht nicht für uns und wir wollen auch nicht, dass sie zu uns spricht!

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken
Kommentare: 14 | Aktionen,Konzernkritik,Medien | Schlagwörter: , , , , |
Apr
08
2012
8

Fernsehtipp: „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“

Was kann es Konsumkritischeres geben als zu fasten? Und wen wundert es, dass die Erforschung des Fastens durch die Pharmaindustrie nicht gern gesehen wird? All dies und mehr könnt Ihr Euch fragen, wenn Ihr Euch die Arte-Doku „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“ anschaut, die „heute“, also genau genommen morgen früh um 5 Uhr auf Arte wiederholt wird. Die Doku steht anschließend hoffentlich auch in der Mediathek – oder bei YouTube.

Und wenn es eine Alternative zur Allmacht der Medikamente gäbe?
In Russland und Deutschland ist das therapeutische Fasten seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Heilmethoden. Eine erstaunliche Recherche von Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade.

In Frankreich sieht der Umgang mit dem Fasten ganz anders aus. Während es von den Ärzten im Allgemeinen ignoriert wird, findet es in der Bevölkerung immer mehr Anhänger, die sich auch für die Verbreitung dieser Methode stark machen.

Einige sind dennoch dem Fasten gegenüber dennoch skeptisch eingestellt. Die MIVILUDES, die Interministerielle Gruppe zur Beobachtung des Sektenwesens und seiner Bekämpfung in Frankreich, warnt vor sektiererischen Auswüchsen.

Verwandte Beiträge:

  • Keine verwandten Beiträge

Drucken Drucken
Kommentare: 8 | Ernährung,Gesundheit | Schlagwörter: , , |
Apr
06
2012
3

Ei Ei Ei – Käfigeier in konventionellen Lebensmitteln versteckt

Sie sind ja schon zur regelmäßigen Rubrik in diesem Blog geworden – meine Berichte über die ganzen Tricks und Sauereien, die die Lebensmittelindustrie so in petto hat, um den Verbraucher zu täuschen, ihm minderwertige und ungesunde Produkte als Premium und begehrenswert anzupreisen. Passend zu Ostern gab es einen Bericht der WDR-Sendung markt über die Gepflogenheiten der Hersteller, Eier aus der besonders schändlichen Käfighaltung in ihren Produkten einzusetzen. Der Preis ist eben das wichtigste! Mal abgesehen davon, dass Eierkonsum eh nicht so sonderlich nötig ist, sollte man auf jeden Fall solche Zustände, wie sie im Beitrag „Ernährung: Verdeckte Käfigeier“ geschildert werden, nicht noch unterstützen. Der erste Satz der untenstehenden Beschreibung ist natürlich kompletter Quatsch, da man ja a) ganz auf Eier verzichten kann oder b) auf Bioprodukte zurückgreifen sollte:

 Viele EU-Länder kümmert das Verbot von Legehennen-Batterien wenig. Der Verbraucher hat keine Chance, den Schwindel zu erkennen und muss weiter Käfigeier essen.

Es sind Bilder, die es eigentlich nicht mehr geben dürfte: Hühner in Legebatterien, zerrupft, teils verendet. Unsere Aufnahmen von Ende Februar stammen aus einer französischen Hühnerfarm, die der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ zugespielt wurden. Dokumente belegen, dass die illegalen Käfigeier über Großhändler ihren Weg nach Deutschland finden. Wie kann das sein?

Es gibt Höfe, da werden die Eier zusammengesammelt. Dann werden sie zu Verpackungsstationen geschickt“, berichtet Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Sie werden wieder von verschiedenen Einkäufern weiterverkauft an Unternehmen, die diese Eier wieder verarbeiten für Produkte anderer Unternehmen – eine völlig intransparente Verarbeitungskette. Und genau dazwischen fehlt jegliche Kennzeichnungspflicht, die am Ende dem Verbraucher sagt, welches Ei wirklich in dem Produkt ist.

Verbraucher verunsichert

Bei einem Streifzug durch den Supermarkt finden wir etliche Lebensmittel wie Nudeln, Gebäck oder Soßen, bei denen nicht zu erkennen ist, woher die Eier stammen. Begriffe wie Eipulver oder Vollei verschleiern die Herkunft. Es kann theoretisch ein Käfigei sein.

Wir fragen bei großen Lebensmittelkonzernen nach, ob Käfigeier verwendet werden. Die Antworten fallen dürftig aus. Die Firma Kraftfoods etwa schreibt uns: „Den ausschließlichen Bezug von Ei-Halbfertigprodukten aus Boden- und Freilandhaltung prüfen wir regelmäßig, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit.“ Ein Dementi klingt anders.

Die Lebensmittelindustrie klagt über zu wenige Eier aus alternativer Haltung. Dabei hatte sie zwölf Jahre Zeit, sich auf die Umstellung vorzubereiten. Matthias Wolfschmidt von der Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Industrie und Politik Versagen vor. Zwölf EU-Länder seien dem Legebatterie-Verbot nicht nachgekommen. Das nutzten viele Hersteller jetzt aus: „Am Ende des Tages ist es so, dass die billigsten Eier in Gestalt von Flüssigeiern in der Industrie landen“, erklärt Wolfschmidt. „Ob die deutsche Ernährungsindustrie auf Käfigeier verzichtet, die ja illegal sind, lässt sich aus unserer Sicht nicht genau feststellen.“ (…)

Kostendruck kontra Tierschutz

Solange es Legehennen-Batterien gibt, werden auch weiter illegale Käfigeier in Lebensmitteln auf den Tellern der Verbraucher landen. Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund wirft der Politik Versäumnisse vor: „Es bleibt festzustellen, dass hier die gesamte politische Klasse auf europäischer Ebene schlicht versagt hat. Zwölf Jahre lang gab es eine Übergangsfrist. Offenbar hat niemand kontrolliert, welches Land sich daran hält. Jetzt wird darüber lamentiert, man habe keine Handlungsmöglichkeiten. Die deutsche Regierung hat Handlungsmöglichkeiten. Sie kann eine nationale Kennzeichnungspflicht einführen, sie muss mutig sein, dann kann zumindest der Verbraucher am Regal entscheiden, welches Produkt er noch will und welches Produkt er nicht mehr will.

Doch das ist reines Wunschdenken. Die Bundesregierung lehnt eine Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Käfigeiern ab. Selbst Ostereier können Käfigeier sein. Denn sobald sie gekocht und gefärbt sind, gelten sie als verarbeitet. So einfach ist das. Der Verbraucher wird es nicht erfahren.

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken

Konsumpf 2008 - Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes