Dez
30
2011
2

Das Jahr 2011 humorell durchleuchtet

Alle Jahre wieder… steht nicht nur ein Jahreswechsel ins Haus, in dessen Folge man sich erst einmal mühselig an die neuen Ziffernfolgen gewöhnen muss, nein, es gibt auch wieder eine Flut an Jahresrückblicken. Nun war 2011, wie alle Jahre zuvor und vermutlich auch alle kommenden, alles andere als arm an unterhaltsamen wie schlimmen Ereignissen, von daher muss nichts Schlechtes daran sein, das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Aber in der aufgedonnerten Show-Form von „Menschen 2011“ oder so einem Schmock hat das natürlich in meinem Blog nichts zu suchen! Da ich gleichzeitig zu faul bin, einen eigenen, subjektiven Rückblick zu verfassen (abgesehen von meinem musikalischen in meinem Coast Is Clear-Blog), berufe ich mich einfallsloserweise auf das ZDF und zum einen den „Satirischen Jahresrückblick 2011“ vom Frontal 21-Toll-Team Werner Doyé und Andreas Wiemers:

Und dann ist die Jahresfinal-heute show selbstverständlich auch durchaus zu empfehlen – mehr muss man über 2011 auch wirklich nicht wissen:

In dem Sinne – kommt gut rüber und auf ein bewegtes 2012!

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Dez
29
2011
1

Gentechnik – made by Profit

Auf der Stiftungstagung 2011 von Ethecon, der Stiftung „Ethik & Ökonomie“, gab es diesmal wieder einige hochinteressante Vorträge, von denen ich Euch einen gerne auch an dieser Stelle präsentieren möchte. Und zwar „Gentechnik – made by Profit“ von Dr. Steffi Ober (Referentin für Agrogentechnik und Biodiversität beim NABU). Ein recht langer, aber absolut lohnenswerter Artikel, wie ich finde.

————-

Wissen, Macht und Kapital

- es gilt das gesprochene Wort -

Die ethecon Stiftung hat mich zur diesjährigen Preisverleihung eingeladen mit der Bitte, ihrer Tagung einen inhaltlichen Auftakt zu geben. Ziel der Stiftung sei es, so lese ich, das Spannungsfeld zwischen Ethik und Ökonomie zu erhellen, dazu eignet sich die Gentechnik hervorragend. Mir gibt das die Möglichkeit, eine Rede zu halten, die mir schon lange auf dem Herzen liegt und ich danke dafür, dass sie das hören möchten. In meinem Vortrag: Gentechnik –„made by Profit“ möchte die Zusammenhänge zwischen Wissen, Macht und Kapital herausarbeiten, die sich in den letzten beiden Jahrzehnen global und national etabliert haben. Dazu beginne ich mit dem Wissen, den schnöden naturwissenschaftlichen Grundlagen, was ist Gentechnik und wozu dient sie. In einem zweiten Schritt möchte ich erläutern, wie sich aus dieser technischen Errungenschaft Gold spinnen lässt. Wer hat die Macht, daraus Kapital zu schlagen? Und warum fördert die Politik die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie? Welches politische Interesse verbirgt sich dahinter?

(Diesen Beitrag weiterlesen…)

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Dez
27
2011
4

Billige Brötchen: Die Spur der Teiglinge

Ein Blogleser gab mir neulich den Hinweis auf eine interessante Doku des SWR, die hervorragend zu den im Konsumpf ja auch des öfteren zur Sprache kommenden Themen Discounter/Billige Lebensmittel/Industriefraß passt – „Billige Brötchen: Die Spur der Teiglinge“.

==INHALT

Die Sendung beobachtet kritisch die Entwicklung in der Backwarenbranche: Kleine Handwerksbäcker müssen schließen, Filialen großer Unternehmen sind auf dem Vormarsch. Dort werden die Backwaren aber nicht mehr von Hand gebacken, sondern in Fabriken hergestellt, tiefgefroren und an die Filialen verschickt. Oft kommen dabei Enzyme zum Einsatz, um Eigenschaften des Teigs zu verbessern; die Verwendung von Enzymen muss nicht gekennzeichnet werden. Es wird diskutiert, ob diese Enzyme mit Lebensmittelallergien in Zusammenhang stehen und ob Gentechnik zum Einsatz kommt.

==LINKS
SWR über die Doku
http://www.swr.de/betrifft/broetchen-billig-teiglinge-betrifft/-/id=98466/nid=98466/did=8832656/1gevbfz/index.html
Gourmet-Report.de über die Doku
http://www.gourmet-report.de/artikel/340452/betrifft-Billige-Broetchen.html

Weiteres zum Thema:
Gentechnik in Brötchen?
http://www.transgen.de/lebensmittel/einkauf/1074.doku.html
Enzyme -> Lebensmittelallergie?
http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,8625/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/mcat_id,7922/local_lang,1/~/Enzyme_machen_Backwaren_locker_-_und_Bäcker_krank.html

Ich erinnere da z.B. auch an den erschreckenden Bericht von Günter Wallraff über eine Lidl-Brotwarenfabrik „Unser täglich Brötchen“. Zum Glück ist die SWR-Doku inzwischen bei YouTube aufgetaucht:

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Dez
25
2011
12

AdBlock Plus – Reklame durchs Hintertürchen?

Eine kurze Meldung für die Feiertage – seit Jahr und Tag empfehle ich ja allen Firefox-Usern die Erweiterung AdBlock (Plus), die die wunderbare Funktion hat, die ganze nervige Reklame im Internet auszublenden, so dass von blinkender Werbung zugekleisterte Seiten wie z.B. wetter.com plötzlich auf den eigentlichen Inhalt reduziert werden. Ein viel entspannteres Surfen im Netz ist die Folge, da die permanente Aufforderung, irgendwas zu kaufen, wegfällt.

Nun bin ich auf Fixmbr darauf aufmerksam gemacht worden, dass die neue AdBlock-Plus-Version eine kleine Funktion namens „nicht-aufdringliche Werbung erlauben“ hat – das wäre zunächst noch nicht so schlimm, wenn diese Funktion nicht zur automatischen Voreinstellung gehören würde. Somit wird das ursprüngliche Konzept der Werbefreiheit aufgeweicht – Fixmbr meint sogar „AdBlock Plus wird zur Malware“, was ich nun allerdings schon für deutlich überzogen halte. Aber auf dieses Häkchen möchte ich an dieser Stelle dennoch hingewiesen haben, da ich diese neue Voreinstellung von alleine gar nicht gesehen hätte.

Sehr hübsch fand ich diesen Kommentar eines Fixmbr-Blog-Lesers allgemein zum Thema Werbung:

Mehrere Denkfehler einiger Kommentatoren:

1. Werbung ist nicht kostenlos, Werbung wird von allen Konsumenten getragen.

2. Werbung ist eine Luftnummer, d.h. wer nur für Klicks sorgt, aber nicht regelmäßig Artikel aufgrund dieser Werbung erwirbt, der hilft dabei ein Luftschloß zu erbauen.

3. wer aufgrund von Werbung Entscheidungen trifft, den kann man ebenso wenig ernst nehmen, wie jenen der aufgrund einer Predigt sein Heil in Kirchenanleihen sucht :-)

Fazit: Werbung ist Verarsche für Leichtgläubige.

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Dez
22
2011
22

Moral an der Ladentheke

Also dieses Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur passt ja nun wirklich perfekt sowohl zu meinem Blog wie auch zum aktuellen KonsumWeihnachtsfest – „Wie steht es um unsere Moral an der Ladenkasse?Teil 1 als mp3, Teil 2 als mp3

Weihnachten naht und damit die Konsumschlacht schlechthin. Die Geschäfte fahren in dieser Zeit ihre höchsten Gewinne ein. Aber Weihnachten ist nur ein Beispiel für unsere auf Konsum ausgerichtete Welt: Wir shoppen in jeder Lebenslage, Einkaufscenter und Discounter boomen. Gleichzeitig wächst die Zahl derer, die sich den Billigprodukten verweigern und auf Nachhaltigkeit setzen.

“Grundsätzlich ist jeder Einkaufsakt politisch. Jeder Konsument stimmt an der Kasse ab, ob moralisch oder nicht”, sagt der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Ludger Heidbrink. Auch, wenn man nicht darüber nachdenke, wo und was man kaufe – die Folgen seien letztlich politisch – denn sie gipfelten in der Frage, welche Geschäfte überleben, bis hin zu den Herstellungsbedingungen der Waren.

Dem Direktor des Center for Responsibility Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen geht es nicht darum, den totalen Konsumverzicht zu predigen, sondern “von einem quantitativen zu einem qualitativen Konsum zu kommen. Wenn man sich diese Malls anschaut, was die Leute dort anstellen: Sie konsumieren nicht, sie kaufen. Wir leben in einer Kaufgesellschaft!”  (…)

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Dez
20
2011
6

Die Weißen kommen – Die wahre Geschichte des Kolonialismus

Heute möchte ich Euch ein ineterssantes Buch empfehlen, das Helmut Schnug vom Kritischen Netzwerk vor Kurzem vorgestellt hat – „Die Weißen kommen – Die wahre Geschichte des Kolonialismus“ von Gert von Paczensky. Falls sich nun einer fragt, was denn der Kolonialismus mit der Thematik meines Blogs zu tun hat – sehr viel! Denn das, was wir heute als Globalisierung bezeichnen und was von vielen kritisiert wird, hat seine Wurzeln letztlich im Kolonialismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Ja, man kann sogar sagen, dass vieles von dem, was heute vor allem in Afrika in punkto Wirtschaftsaustausch mit dem Westen so vor sich geht, eine direkte Fortsetzung der damas begonnenen Ausbeutung ist, nur dass man sie heute geschickter verpackt und kaschiert. Damals wie heute profitieren wir in Europa, aber auch in den anderen Industrienationen davon, dass wir günstig an Rohstoffe gelangen, die dann hier erst veredelt und zu Geld gemacht werden. Die Menschen vor Ort haben davon oft wenig, abgesehen von einer kleinen Oberschicht. Die Grundlagen dafür wurden bereits vor 100 Jahren und mehr gelegt.

—————

Autor: Gert Franz-Joseph von Paczensky

Verlag: Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg (1. Aufl. 1970)
ISBN: 3-455-05900-7 …/… 978-3-455-05900-7
in Leinen gebunden, 560 Seiten mit 6 Karten

überarbeitete Neuausgabe als Fischer-Taschenbuch Nr. 3418 mit dem Titel: Weiße Herrschaft (1979)
ISBN: 3-596-23418-2

Paczensky öffnet die koloniale Schreckenskammer und veranlasst den Europäer, hineinzuschauen. Die thematische Darstellung basiert auf einer erdrückenden Masse dokumentarischer Details und beweiskräftige Zeugnisse einschließlich direkter Zitate – keine schwammigen Redereien, kein effekthaschender Journalismus, kein Jammern, Moralisieren, Entschuldigen.

Die hervorragende Einleitung und eine ungewöhnliche, aber ausgezeichnete Gliederung der Kapitel bilden die Grundlage für ein Meisterwerk, das nicht eindringlicher und erschütternder sein könnte. Es beleuchtet die totgeschwiegene Kehrseite imperialer Größe: wieviel Blut wurde vergossen, in welchem Ausmaß wurden Asien, Afrika und Amerika von den Europäern ausgeplündert! Und um welchen Preis wurden Städte wie London, Brüssel, Paris und Amsterdam zu machtvollen Zentren des Reichtums, zu glanzvollen Metropolen?

Klappentext der gebundenen Ausgabe:

Die Zeit imperialer Größe gehört der Vergangenheit an: Die einst so mächtigen Kolonialländer England, Spanien, Frankreich, Belgien, Portugal und Deutschland (das in diesem Zusammenhang nur in der Zeit Bismarks und Wilhelms II. eine Rolle spielte), haben ihre weltbeherrschende Stellung verloren und ihre überseeischen Besitzungen ganz oder bis auf unbedeutende Reste in die Unabhängigkeit entlassen müssen.

Über die jahrhundertelange Zeit des Kolonialismus, in der Männer wie der Spanier Pizarro, der Engländer Cecil Rhodes, der Franzose de Brazza oder der Deutsche Carl Peters ihren Herrschern eine Welt zu Füßen legten, wissen wir aber noch heute nicht die volle Wahrheit. Klischeehafte Überzeugungen und Vorstellungen von der Überlegenheit europäischen Menschentums ersetzen noch immer das exakte, fundierte Wissen, das diesem Kapitel der Menschheitsgeschichte angemessener wäre.

Gert v. Paczensky, der bekannte Journalist und erste Moderator der Fernsehsendung „Panorama“, legt hier ein reich dokumentiertes Werk vor, das mit vielen liebgewordenen Ansichten von der Glanzzeit der Alten Welt aufräumt.

In seinem von vehementer Leidenschaft getragenen Buch weist der Autor an einer Fülle eindrucksvoller Beispiele nach, daß die mit Gewalt und List erworbenen Kolonien seit ihrer Gründung nur mit Mühe gegen den erbitterten Widerstand der unterjochten Völker zusammenzuhalten war.

Wenn man erfährt, daß Länder von der Größe europäischer Staaten für billigen Tand den Besitzer wechselten, daß afrikanische Häuptlinge in blindem Vertrauen „Schutz“-Verträge unterschrieben, die von den Weißen entweder zerrissen oder nach Belieben ausgelegt wurden, daß die Kolonialvölker von ihren Herren sogar zum Kriegsdienst für fremde Rechnung herangezogen wurden, drängt sich die Frage auf: Wie war es möglich, daß diese auf tönernen Füßen stehenden Riesenreiche über Jahrhunderte hinweg Bestand hatten?

Gert v. Paczensky hat nach eingehenden Studien der internationalen Kolonialliteratur ein atemberaubendes Stück Geschichtsschreibung geschaffen, das der „anderen Seite“, den unterworfenen Völkern der außereuropäischen Erdteile, endlich Gerechtigkeit widerfahren läßt.

Dieses längst fällige Buch vermittelt Erkenntnisse und Einsichten, ohne die viele der politischen Kämpfe der Welt von heute unverständlich bleiben müssen.

Inhalt:

Vorwort .9

Der Segen des Papstes .13
Die Worte der Weißen .15
Die weißen Helden .41
Plünderung – en detail .91  (in Tb-Version: Wilde)
Die weißen Herren .113

Plünderung – en gros .122
Mord – en gros, en detail .130  (in Tb-Version: Mord an Völkern und Menschen)
Raubbau am Menschen I – Sklaverei .176
Raubbau am Menschen II – Zwangsarbeit .207
Raubbau am Menschen III – Die Lasttiere .243

Die Sadisten I – Die Peitsche .258
Die Sadisten II – Die Folterknechte .274
Der Weg ins Elend I – Die Landräuber .312
Der Weg ins Elend II – Weiße Wirtschaft .365
Der Weg ins Elend III – So züchtet man Proletarier .388

Aber wir haben doch Kultur und Zivilisation gebracht .423
Das Erbe der Weißen: Hunger .462
Prost .469
Der Gewinn .475
Daten der Kolonialgeschichte .509

Kartenteil .521

  • Der englische Machtbereich 1914
  • Der französische Machtbereich 1914
  • Der spanische Machtbereich 1783
  • Der portugisische Machtbereich 1783 und 1900
  • Der deutsche Machtbereich 1914
  • Der italienische Machtbereich 1936

Quellenverzeichnis und Literaturhinweise zur Kolonialgeschichte .529

Leseprobe aus dem Vorwort:

…Man wirft den Deutschen vor, sie hätten zu schnell verdrängt, was in der Hitlerzeit passiert ist. Darüber sind wir immerhin fast lückenlos unterrichtet. Weitgehend unbekannt und nirgendwo zusammenhängend dargestellt ist hingegen, was die Weißen den Farbigen angetan haben. Diese Unkenntnis hindert die meisten Weißen daran, zu verstehen, was in der Welt vorgeht.

Wenn heute in den reichen Industrieländern der weißen Welt die Armut der „Dritten Welt“ bejammert, gegafft, bestaunt wird, dann kommt kaum jemand auf den Gedanken, an dieser Armut könnten die reichen Weißen schuld sein – nicht etwa Gottes Gebot, die Rasse oder das Klima. Wenn die wohlgenährten, gebildeten Leitartikler, Politiker, Wirtschafter und Techniker der weißen Welt über die Unfähigkeit der Führungsschichten in sogenannten Entwicklungsländern den Kopf schütteln, dann fällen sie in Wirklichkeit ein Urteil über die weiße Welt. […..] Die weiße Welt hat alles daran gesetzt, die übrigen Völker möglichst arm zu machen und möglichst dumm zu halten. Das Rezept, das die Nazis in Polen anwenden wollten, war schon vorher im Weltmaßstab ausprobiert worden. Auch das Ziel war nicht neu: auf der Armut der anderen den eigenen Reichtum zu gründen. Man kann der weißen Welt bescheinigen, daß sie es erreicht hat. Mit welchen Methoden und auf wessen Kosten – das hat sie verdrängt. […]

Leseprobe aus dem Kapitel: Die Worte der Weißen

Die Weißen können freundlich und höflich sein. Sie verstehen gut, mit Worten umzugehen, mit Versprechungen. Sie kennen einige Tricks, um Gebiete zu erwerben, ohne Gewalt anwenden zu müssen. Oder, um bessere Voraussetzungen für die Anwendung von Gewalt zu schaffen. Die Weißen betreiben eine Eroberung mit Worten. Sie lehren die farbige Welt weiße Vertragsmoral.[…]
Leseprobe aus dem Kapitel: Die weißen Helden

Die Weißen sind ungeduldig. Was sie mit Freundlichkeit und Geduld erreichen können, genügt ihnen nicht. Die Weißen verlassen verlassen sich lieber auf ihre Waffen. Mit denen sind sie allen anderen Völkern überlegen. Die Weißen begründen im größten Teil der Welt die Tradition, daß Macht und Gewalt vor Recht geht. Sie führen Ausrottungskriege, Eroberungskriege, Polizeiaktionen, „Befriedungskriege“. […]
Leseprobe aus dem Kapitel: Mord – en gros, en detail (Mord an Völkern und Menschen)

Die Weißen empören sich über die Verbrechen des Hitler-Staates. Als die Sieger über Nazi-Deutschland das Nürnberger Tribunal vorbereiteten, haben die Kolonialmächte unter ihnen ebenso schwere Verbrechen des Völkermordes und des Sadismus hinter sich wie die Nazis. Die Missetaten der richtenden Nationen unterscheiden sich von denen der Deutschen nur durch eine andere Technik. Und durch die Opfer natürlich: Farbige. Ausrottung en gros, Mord en detail ist das Geschäft der weißen Kolonialmächte durch die Jahrhunderte hindurch – und noch lange, nachdem die Nazis verschwunden sind.
Leseprobe aus dem Kapitel: Die Sadisten II – Die Folterknechte

Die Weißen erniedrigen sich nicht nur, indem sie andere Menschen schlagen. Sie gehen noch weiter (zurück): Die Weißen foltern. Nicht heimlich und selten, in Ausnahmefällen, sondern massenhaft und offen. […]

… Die Umwelt vergißt nicht so schnell, das Opfer nicht so schnell wie der Täter. Daher ist es an der Zeit, daß sich die gesamte weiße Welt einmal deutlich vor Augen führt, wie wenig man Hitler und sein Verbrechensregime als Ausnahmefall betrachten kann. Er ist nur in drei Bereichen über das hinausgegangen, was die Weißen während der letzten Jahrhunderte als selbstverständlich traten: seine Ausrottungspolitik gegenüber fremden Völkern traf auch die weiße Rasse, und da wurde diese aufmerksam – ja: sie spannte sogar die Farbigen ein, um Hitler loszuwerden; er bediente sich einer höher entwickelten Technik, als sie bisher im Rassenkampf angewendet worden war. Das Totschlagen und Aushungern jedes einzelnen dauerte zu lange – daher wurden Gaskammern und andere technische Mittel eingesetzt. Und damit schafften es die Nazis, innerhalb kurzer Zeit eine Rekordzahl von Menschen umzubringen. Die Deutschen und die Israelis zählen da meist nur die ermordeten Juden. Ich möchte auch die ermordeten Polen, Russen, Rumänen, Jugoslawen, Tschechen, Holländer, Franzosen, Dänen, Norweger, Belgier usw. – und Deutsche ausdrücklich mit einschließen. [..]
Leseprobe aus dem Kapitel: Der Gewinn

Den Versuch, die Gewinne zu berechnen, die weiße Länder aus der farbigen Welt gezogen haben, müßten eigentlich ganze Gruppen von Fachleuten mit den modernsten Rechengeräten unternehmen. Es wäre eine wichtige und nützliche Aufgabe für eine der großen und reichen Stiftungen, die sich um Verständigung zwischen den Menschen bemühen. Am Verständnis zwischen der weißen und der farbigen Welt hapert es nicht zuletzt wegen der unehrlichen Verschleierung der Gewinne, zu denen die Farbigen, sehr gegen ihren Willen, den Weißen von Anfang an verholfen haben. Eine solche Untersuchung würde zweifellos Beträge von einer Höhe ergeben, die sich ein normaler Mensch nicht vorstellen kann. […]

Informationen zum Autor Gert von Paczensky:

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Dez
18
2011
3

Lesetipps: Super-Nanny | Chiquitas Etikettenschwindel | Amazon | Givebox | Bio-Zertifikate

Weihnachtszeit, Geschenkezeit. Wenn man den Marketingleuten vom Mediamarkt Glauben schenken (!) würde, laut denen „Weihnachten unterm Baum“ entschieden wird, geht es bei dem Fest nur noch um eines: nämlich darum, möglichst viele, möglichst teure Geschenke unter die Leute zu bringen, also um den ungehemmten Konsum. Dass dies zu Stress ausartet, wie es ihn früher in der Form partiell auch schon gab, wissen wir nicht erst seit Loriot… Eine ganz andere Form des Schenkens, eine weniger zwanghafte, wird gerade in Berlin erprobt, wie der Tagesspiegel zu berichten weiß – „Givebox-Projekt – Schenken ist das neue Shoppen“. Eine tolle Idee, die hoffentlich viele Nachahmer findet und einen (wenn auch winzigen) Kontrapunkt zum Konsumwahnsinn setzt:

Wer alte Sachen los werden und anderen damit auch noch eine Freude machen will, kann das jetzt tun: Eine neue Nachbarschafts-Initiative errichtet Geschenkboxen für Jedermann. Die Initiatoren hoffen auf viele Nachahmer.

(…) Die Leute können es nicht fassen, dass ihnen jemand etwas schenken will. Einfach so. Bedingungslos. Anonym. Es sind Nachrichten wie diese, die zeigen, dass die Menschen das Schenken und Beschenkt-werden verlernt haben.

Eine Gruppe junger Berliner will es ihnen wieder beibringen – mit der Givebox, einer grob zusammengezimmerten, telefonhäuschengroßen Box, ausgestattet mit einem Regal und einer Kleiderstange. Die erste wurde vor zwei Wochen in der Steinstraße in Mitte errichtet. Die Macher wollen aber nicht genannt werden. Sie wollen das Projekt in den Mittelpunkt rücken, nicht sich selbst. (…)

(…) Die Nachbarschaft ist zusammengewachsen, seit es die Box gibt, dessen sind sich die Projekt-Initiatoren aus der Steinstraße sicher. Die Geschenkekiste ist schon nach zwei Wochen aus dem Kiez nicht mehr weg zu denken, die Bewohner sind geradezu süchtig danach. Manche kommen täglich vorbei, um zu sehen, was es Neues gibt, zum Beispiel die Kinder von der nahe gelegenen Schule.

Über Facebook sorgt das Projekt international für Aufsehen. Passanten schreiben, wie sie die Box zufällig entdeckt haben, Touristen bedanken sich für das tolle Geschenk. Fans von überallher hinterlassen Nachrichten, wollen mehr über das Projekt wissen und die Idee in ihre Stadt tragen oder ihre Geschenke per Post schicken. (…)

Ein Konzern, der besonders stark von der weihnachtlichen Geschenkeflut profitiert, ist Amazon, denn immer mehr Menschen kaufen ihre Sachen online ein (sehr zum Leidwesen des traditionellen Einzelhandels). Allerdings zeigt sich Amazon selbst weniger in Geberlaune, denn das amerikanische Unternehmen nutzt geschickt Gesetzeslückenin Deutschland aus, um möglichst viele Mitarbeiter möglichst billig, zum Teil sogar auf Staatskosten, anzustellen. Eine sehr unfeine Art, das System auszunutzen, findet u.a. auch der Spiegel in „Amazon beschäftigt massenhaft Arbeitslose ohne Vergütung“:

Der Online-Versandhändler Amazon steht in der Kritik, eine Lücke des deutschen Sozialgesetzbuchs massenhaft auszunutzen. Das Unternehmen beschäftigt laut SPIEGEL nicht nur während des Weihnachtsgeschäfts in seinen fünf deutschen Logistikzentren Tausende Arbeitslose befristet als Saisonarbeiter, sondern lässt viele von ihnen zuvor eine sogenannte “Maßnahme zur Aktivierung und berufliche Eingliederung” absolvieren.

Dies dient vor allem zur Einarbeitung. Die Betroffenen arbeiten dann meist sechs Wochen, bekommen aber nur vier bezahlt. Die restlichen zwei Wochen erhalten sie weiterhin die Leistungen der Agenturen für Arbeit oder der Jobcenter. Diese Praxis ist legal. Allerdings wiederholt Amazon bei vielen der Aushilfen das Prozedere jedes Jahr, obwohl sie im Jahr zuvor bereits eingestellt waren und eine Einarbeitungszeit damit unnötig ist. (…)

Auch Report Mainz hat sich dieses Themas neulich angenommen:

Wo wir schon mal bei der Konzernkritik sind – über Chiquita gibt es ja nun bekanntlich nichts Positives zu berichten, so sehr die Firma sich auch in der Werbung schillernd und sympathisch darzustellen versucht (siehe u.a. meinen Artikel „Terror für Bananen“). Die taz zeigt in „Nachhaltige Bananenproduktion – Chiquitas Etikettenschwindel“, was hinter der bunten Fassade steckt:

Der US-amerikanische Bananenmulti hat vor sechs Jahren angekündigt, nachhaltiger und fairer produzieren zu wollen. Doch viel hat sich seitdem nicht getan. (…)

“Die Löhne stagnieren seit Jahren, aber die Arbeitsanforderungen und die Lebenshaltenskosten steigen”, klagt Martínez. Das Unternehmen setze zudem alles in Gang, damit sich die Arbeiter nicht in den unabhängigen Gewerkschaften organisieren könnten. Daran änderten auch die Kontrollen der Rainforest Alliance nichts, die inzwischen nahezu alle Chiquita-Plantagen in Mittelamerika zertifiziert haben.

Vor sechs Jahren hat der Bananenkonzern Chiquita angekündigt, nachhaltiger und fairer produzieren zu wollen. Die Umweltorganisation Rainforest Alliance sollte die Einhaltung der neuen Leitlinien überprüfen.

“Der kleine grüne Frosch versichert Ihnen, dass Produkte und Dienstleistungen in umweltfreundlicher, sozial und wirtschaftlich nachhaltiger Weise erzeugt wurden”, ist auf der Homepage der Organisation zu lesen. Doch die Gewerkschaften sprachen von Etikettenschwindel.

So klagt Rodolfo Suadarez Martínez: Immer dann, wenn die Inspektoren der Nichtregierungsorganisation mit Stammsitz in New York in Nogal auftauchten, werde Tage vorher gründlich aufgeräumt. “Die Arbeiter erhalten pünktlich zum Ankunft der Inspektoren neue Arbeitskleidung, Schutzmasken und Co., aber eben nur dann”, berichtet Martínez. (…)

Etikettenschwindel ist auch das Stichwort für meinen nächsten Lesetipp, diesmal aus dem Bio-Natur-Blog – „Gefälschte Bio-Zertikate, die Spitze des Eisbergsalats“. Man sieht, dieses profitorientierte Wirtschaftssystem sorgt dafür, dass selbst gut gemeinte Ideen wie die des ökologisch-biologischen Landbaus von einige Firmen ausgenutzt werden, um ihre konventionelle Ware als „Bio“ teurer verkaufen zu können:

Nun hat die schöne Bio-Welt voller gesunder Bio-Produkte nach dem schönen Weltklimagipfel voller gesunder unabsichtlicher Absichtserklärungen also ihren nachhaltigen Skandal mit sicherlich weitreichenden ökologischen, aber wohl noch drastischeren ökonomischen Folgen für Hersteller und Vertriebsketten. In erster Linie natürlich oder eben leider nicht natürlich für die Konsumentinnen und Verbraucher, welche ihr Vertrauen in solch zertifizierte und von allerhöchster Stelle als aus biologischem Anbau erklärte Ware verloren haben bzw. noch verlieren werden, da die ganzen unerträglichen Ausmaße über die Tragweite des Handels mit gefälschten Zertifikaten erst noch unter der gefälschten Erde hervorgegraben werden müssen. (…)

(…) Dass der Standard allerdings schreibt, dass “gefälschtes Essen lukrativer als Drogen” sei, ist dann doch wohl etwas überzogen. Oder vielleicht doch nicht?

Der Markt mit falsch ausgewiesenen oder gefälschten Lebensmitteln ist ein Milliardengeschäft, das in den vergangenen Jahren massiv gewachsen ist, heißt es bei Europol: Das Risiko ist gering, der Ertrag enorm. 1000 Dollar würden, in die Lebensmittelfälschung investiert, wesentlich höhere Profite abwerfen als etwa im Drogenhandel. (…)

Und noch eine erfreuliche Meldung zum Schluss – „Super Nanny Katharina Saalfrank wirft hin“. Dass sich Frau Saalfrank erst nach so vielen Jahren dazu entschießt und noch bis vor kurzem in Talkshows vehement das Konzept verteidigte und jeden Verdacht, dass RTL an dieser Sendung mit manipulierten und gefakten Bildern arbeitet, weit von sich wies, macht sie natürlich nicht gerade glaubwürdiger… Denn es kann einem doch keiner erzählen, dass die „Super Nanny“ bislang davon nichts gemerkt habe und ausgerechnet jetzt, wo es vermehrt kritische Berichte über das Format (siehe fernsehkritik.tv) hagelt, auf die Ungereimtheiten stößt. Es ist für mich schwer vorstellbar, dass diese Manipulationen erst in diesem Jahr um sich griffen.

(…) In einer internen Mail an RTL-Verantwortliche schreibt Saalfrank, 40, ihre erzieherischen Inhalte seien in diesem Jahr “massiv in den Hintergrund” gedrängt worden. “In meine Arbeit als Fachkraft in diesem Format wurde extrem…und teilweise sogar gegen pädagogische Interessen eingegriffen.” Dies sei sicher der “Entwicklung des medialen Markts” hin zu “gescripteter”, also inszenierter, Realität geschuldet. Das komme für sie nicht mehr in Frage. (…)

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Dez
15
2011
12

Schleimiger Esprit

Durch einen Blogleser wurde ich auf die neue, unheimlich eklige weihnachtliche Reklamekampagne der Modekette Esprit hingewiesen – Ihr könnt Euch das Elend ja mal auf deren Website anschauen. Genau diese Art von emotionstriefender, verlogener Werbung, die ein paar abgebrühte Marketingstrategen ausgebrütet haben, finde ich besonders abstoßend, hohl und deswegen abgefeimt und unglaubwürdig. Wie wäre es denn, wenn man bei den „schönen Botschaften“ & Wünschen, die man Esprit hinterlassen soll – so regte der Leser an – mal schreibt, dass man sich wünsche, Esprit würde die Näherinnen fair bezahlen? Denn gerade in der Modebranche, die sich so mit schönem Schein umgibt, ist Ausbeutung ja Geschäftsgrundlage. Die Plakate, die an Bahnstationen hängen, laden ja geradezu dazu ein, seine eigenen Botschaften dorthin zu pinnen. Hier mal die Mail des Bloglesers Niklas:

die weihnachtliche imagekampagne von esprit ekelt mich an: http://www.esprit.com/
die wollen sich mit gutmenschentum primen. die weissen zettel sind ungefähr in din a 3 größe

kannst du dazu aufrufen neue wünsche draufzukleben?

wie ich wünsche mir dass die kinder in den sweatshops von esprit mehr als 10ct/h verdienen würden…

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Dez
13
2011
6

Occupy – Die globale Rebellion

Ich setze meinen kleinen Blogschreibsabbat heute mit einem weiteren Film fort, in dem sich das ORF mit der Occupy-Bewegung befasst – immerhin eine halbe Stunde Sendezeit über Kritik und Widerstand am System, und das in einem staatlichen Fernsehsender!

Occupy Wall Street (englisch für Besetzt die Wall Street; abgekürzt auch OWS) ist eine Protestaktion, bei der seit dem 17. September 2011 der Zuccotti Park in Lower Manhattan in New York City von Demonstranten besetzt und in Liberty Plaza umbenannt wurde und der Beginn einer Occupy-Wall-Street-Bewegung, nach deren Vorbild weltweit ähnliche Aktionen in zahlreichen Städten ins Leben gerufen wurden bzw. Zusammenschlüsse von Menschen (Occupy-Bewegung) entstanden (siehe auch Graswurzelbewegung), die ähnliche Ziele wie OWS verfolgen.

Die Bewegung prangert die soziale Ungleichheit in den Vereinigten Staaten an und sieht in sich die 99 Prozent der Bevölkerung, „die nicht länger die Gier und Korruption von 1 Prozent der Bevölkerung hinnehmen wird“. Die Kritik richtet sich gegen einen zu starken Einfluss der reichsten Amerikaner auf die Politik und Gesetzgebung (sogenannte Plutokratie) sowie eine zu banken- und wirtschaftsfreundliche Politik. Durch eine friedliche, längerfristige Besetzung der Wall Street sollen entsprechende politische Änderungen bewirkt werden.

Zu den Protesten hatte das konsumkritische kanadische Magazin Adbusters im Juli 2011 aufgerufen. Es nannte ausdrücklich den Arabischen Frühling, insbesondere die Besetzung des Tahrir-Platzes in Ägypten, als Vorbild. Von der Website fand die Idee ihren Weg in verschiedene linke Foren und es entstand das Twitter-Forum „Occupy Wall Street“.

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Dez
09
2011
10

Werbung gegen Realität, Teil 15: Weltrettende Konzerne

Ich hoffe, Ihr schreit nicht entnervt auf, wenn ich Euch heute wieder nur ein kurzes Filmchen kredenze? Es passt auf jeden Fall sehr gut in meine kleine Reihe „Werbung gegen Realität“ und zeigt (wieder einmal), wie weit Reklamebotschaften und die dahinterstehenden Fakten auseinanderklaffen. Aber auch, wie leicht sich offenbar immer noch viele Menschen von düdeligen Fernsehbildern, Hochglanzclips und Marketingchichi einwickeln lassen. Es gibt also noch viel an Aufklärung zu tun! In der Sendung Plusminus ging es jedenfalls darum, was wirklich hinter den medial breitgetretenen Kampagnen einiger Firmen steckt, die sich mit Natur- und Umweltschutzengagement brüsten, das, wenn man genauer hinschaut, am Ende doch eher bescheiden ist und wohl primär der Pflege des Unternehmensimages dient. Nicht zu vergessen, dass manche Firmen bei Herstellung und Vertrieb ihrer Produkte vermutlich mehr Schaden anrichten, als sie nachher mit den paar Cent pro Produkt wieder in den Umweltschutz stecken. „Klima retten – und Umsatz machen

“Ein Kasten Krombacher gleich ein Quadratmeter geschützter Regenwald”
Mit dieser Botschaft hat die Brauerei Krombacher die Werbewirtschaft in Deutschland nachhaltig verändert.

“Cause related Marketing”, zweckbezogenes Marketing, nennt sich so etwas. Das Prinzip: Der Konsument spendet mit dem Kauf eines Produkts gleichzeitig für einen guten Zweck. Unternehmen können so öffentlich darstellen, dass sie soziale Verantwortung übernehmen – und Hilfsorganisationen nehmen das Geld gern. (…)

Wirtschaftswissenschaftler Frank Huber von der Universität Mainz sieht hinter dieser Strategie eine bewusste Ablenkung von dem, was da am Ende tatsächlich gespendet werde. Ein Quadratmeter Regenwald höre sich eben besser an, als fünf Cent für jeden verkauften Kasten. (…)

(Übrigens finde ich diesen Krombacher-Spot, der auch zu sehen ist, echt widerwärtig – genau diese Art von abstoßend gefühlsduseliger und kitschiger Reklame löst bei mir intensivste Abwehrreaktionen aus. Leider ist diese Masche ja weit verbreitet, so dass man eh kaum unterscheiden kann, wofür geworben wird.)

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