Okt
31
2011
6

Die selbstverschuldete organisierte Verblödung und Regression der Gesellschaft

Heute möchte ich Euch – quasi als Lesetipp Deluxe – einen Artikel ans Herz legen, den Peter Weber und Helmut Schnug von Kritischen Netzwerk verfasst haben und der grundlegenden Entwicklungen auf der Spur ist, die ich hier im Blog auch des Öfteren schon thematisiert habe, allerdings noch nicht in so kompakter Form: „Die selbstverschuldete organisierte Verblödung und Regression der Gesellschaft“ lautet der Titel des Texts, der in die drei Abschnitte „Grundlagen der Entwicklung“, „Psychosoziale Ursachen und Folgen“ und „Konsequenzen, Alternativen und Lösungsansätze“ gegliedert ist. Unbedingt lesen!

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Okt
30
2011
4

Bye Bye Bayern – Der Flächenfraß

Quelle: Wikipedia, Nicolas17

Immer wieder schrecken einen Meldungen, die irgendwo auf Seite 39 der Tageszeitung unter Vermischtes auftauchen, für einen kleinen Moment auf: jeden Tag gehen in Deutschland Flächen von soundsoviel Quadratmeter, das entspräche der Ausdehnung von soundsoviel Fußballfeldern, verloren, weil sich Gewerbegebiete und Wohnflächen ausbreiten. Kurz darauf ist diese Information auch schon wieder vergessen und man kann damit weitermachen, sich ein neues Haus irgendwo am Stadtrand, „im Grünen“, zu bauen oder den halben Samstag damit verplempern, in eins der „stadtnahen“ Einkaufszentren zu fahren, die es ja praktischerweise und zum Glück bald überall gibt, so dass man es von seinem Reihenhaus bis zum nächsten Sperrmüllvorverkauf (wie ein Professor an meiner Uni Möbelhäuser wie Roller einmal bezeichnete) gar nimmer so weit hat und nicht länger als eine halbe Stunde unterwegs ist, bis man sich wieder ein neues Sofa, das Schnäppchen aus dem Discounter oder ein paar Pflanzen für den Garten kaufen kann. Super, oder?

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Okt
28
2011
4

Welthandel kurz und bündig

Ja, ich weiß, ich habe mich neulich erst durchaus kritisch über die neumodische Art der Informationsvermittlung via YouTube-Clips geäußert – finde ich die verkürzte Darstellung von komplexen Inhalten doch eine zweischneidige Angelegenheit. Zu groß ist die Gefahr der Eindimensionalität und Einseitigkeit. Und obwohl diese Kritikpunkte auch für das Video „WissensWerte: Welthandel“ des Projekts e-politik.de gelten, will ich es Euch dennoch empfehlen, da es einige Zusammenhänge, die den globalen Handel bestimmen und zum Teil behindern, gut thematisiert.

Die Welt wird immer vernetzter. Das Phänomen der Globalisierung verändert weltweit die Art und Weise, wie Menschen leben, konsumieren und arbeiten. Inzwischen sind viele wirtschaftliche, politische, kulturelle oder ökologische Zusammenhänge kaum noch aus einer nationalen Perspektive zu verstehen. Gleichzeitig ist eine Debatte um die Folgen der Globalisierung entbrannt.

Aber was sind die wesentlichen Ursachen für die Globalisierung? In welchen Bereichen wirkt sie besonders stark? Und wer profitiert von ihr am meisten?

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Okt
27
2011
7

Surftipp: Europe versus Facebook

Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere meiner Leser und -innen ja noch an meinen selbstzweiflerischen Artikel zur Facebook-Thematik von vor einigen Wochen („Die Facebook-Krake“). Dort fragte ich mich, ob ich es wirklich mit meinem Gewissen verantworten kann, ein Facebookprofil zu haben (auch wenn ich dort herzlich wenig Privates kundtue) und ob es so sinnvoll ist, dass es sogar eine Facebook-Konsumpf-Gruppe gibt – schließlich erzeugt man mit alledem Klicks und Traffic, den Facebook wieder schön vermarkten kann. Diese Zweifel wurden noch viel stärker, als ich unlängst den Monitor-Beitrag „Facebooks Datensammelwut: Offenbarungseid der Politik“ zu sehen bekam, den ich schon erschreckend finde – dass Facebook alle möglichen Daten über seine User sammelt und sie auch dazu animiert, möglichst viel von sich preiszugeben (und sei es nur in spielerischer Form), war mir schon klar. Aber dass selbst Nachrichten und Chats, die man geführt hat, in den Facebook-Datenbanken bleiben, ist ein absolutes Unding, finde ich:

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Okt
25
2011
7

Ökoliner und andere Sprachvernebelungen

© Mattox, stock.xchng

Vor längerer Zeit schrieb ich in meiner kleinen Serie „Werbung schadet“ schon einmal über die Sprachverhunzung, die mit dem Marketing- und Werbesprech einher geht. Schlimmer aber als Sprüche, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen (und damit bei jeder Verwendung in einer Unterhaltung die jeweilige Marke/das Produkt wachrufen) oder die der Sprache einfach nur durch ihre Blödheit Gewalt antun (wie viele Anglizismen), sind die Momente, in denen Unternehmen, Politiker oder andere Instanzen Sprache dazu verwenden, um Sachverhlte zu vernebeln und von den eigentlichn Problemen abzulenken. Dieses „Neusprech“ hat schon Orwell in 1984 angeprangert, es ist aber ein seit jeher gerne verwendetes Mittel, um entweder Minderheiten zu diffamieren oder eben Schwächen zu kaschieren.

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Okt
24
2011
6

Lesetipps: Danke, KiK! | H&M | Künstlerwettbewerb Anti-Konsum | Deutsches Fleisch

Hm… bzw. H&M! Das eine oder andere Mal habe ich die Modekette hier ja schon kritisch beäugt, wobei der schwedische Konzern vermutlich nicht schlimmer ist als andere große „normale“ Modefirmen, aber da die Schweden halt besonders erfolgreich und in den Innenstädten omnipräsent sind, ziehen sie halt des Öfteren skeptische und prüfende Blicke der Öffentlichkeit auf sich. So hat sich auch die Nachhaltigkeitsplattform Utopia im Rahmen ihrer Konzernchecks schon diverse Male H&M angenommen – und da deren Erkenntnisse an Aktualität nichts eingebüßt haben und durchaus symtpomatisch für einen großteil der Bekleidungsbranche stehen, will ich sie Euch an dieser Stelle auch einmal vorstellen – „H&M auf dem Prüfstand: hauchdünnes Bioprogramm“:

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Okt
23
2011
4

Verführer Papier

Vor einer ganzen Weile berichtete ich hier im Blog schon einmal über die Folgen des übermäßigen Papierkonsums (am Beispiel von Tempo-Taschentüchern), der, wie so ziemlich all unsere liebgewonnenen Konsumformen, großen Schaden anrichtet und leider nur selten hinterfragt wird. Die NDR-Sendung 45 Min hat sich nun in „Verführer Papier“ des Themas angenommen. Leider gibt es die Doku (noch) nicht bei YouTube, so dass wir darauf angewiesen sind, dass der NDR sie in seiner Mediathek noch möglichst lange bereit hält. HIER gibt es das Video zu sehen und HIER noch weitere Hintergrundinfos.

Jeder Deutsche verbraucht fast 250 Kilogramm Papier im Jahr – vom Klopapier über die Küchenrolle bis zum Pappbecher.

Damit liegen wir weltweit im Spitzenfeld und verbrauchen etwa so viel wie die Bewohner Südamerikas und Afrikas zusammen. Der Film „45Min: Verführer Papier“ des NDR geht der Frage nach, warum wir so viel Papier benutzen und wie wir dazu verführt werden. Am Beispiel eines durchschnittlichen norddeutschen Haushalts zeigt Autor Sven Jaax, welche Folgen der ausufernde Konsum hat. Und welche Alternativen es dazu gibt.

Sven Jaax nimmt den Papierverbrauch seiner eigenen Familie als Ausgangspunkt der Recherche. Der Film führt zu großen deutschen Papierfabriken, in gesunde Wälder und kahl geschlagene Landstriche. Marketingexperten verraten, mit welchen Strategien wir zum Kauf von Papier verführt werden, Naturschützer zeigen die katastrophalen Folgen maßlosen Holzeinschlags. Das Papier in seinem norddeutschen Haushalt lässt Autor Sven Jaax von Fachlaboren untersuchen. Mit erschreckenden Ergebnissen. Die Umwelt-Labels auf den Verpackungen, die Nachhaltigkeit versprechen, sind nur selten verlässlich.

Doch was ist mit Recycling? Löst dies das Problem? Noch immer gibt es Vorbehalte gegen die scheinbar “graue Ware”. Vor allem beim Toilettenpapier greifen die Verbraucher gerne zur schneeweißen Frischfaser. Mit schwerwiegenden Folgen: Klopapier aus frisch gerodeten Bäumen geht dem Rohstoffkreislauf verloren. Statt im Altpapier landet es in der Kläranlage.

Übrigens sind die 45 Min-Dokus oft wirklich interessant, so auch über „Die Rüpel-Republik“, die zeigt, wohin die Jahrzehnte der neoliberalen egomanen Ellenbogen-Konkurrenzgesellschaft so geführt haben.

EDIT: Jetzt gibt’s die Doku auch bei YouTube zu sehen:

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Okt
22
2011
0

KonsUmkehr in Kiel

Ein kurzer Veranstaltungshinweis für alle Nordlichter:

KonsUmkehr

Die konsumkritische virtuelle Einkaufstour mit der BUND-Jugend findet am 25.10. um 19:30 Uhr in der Pumpe, Gruppenraum 2 statt.

Welchen Weg nimmt eine Jeans bevor sie bei uns im Laden landet? Unter welchen Bedingungen müssen Menschen für unseren Kaffee arbeiten? Und wie kann ich durch meinen Konsum die Welt ein wenig verbessern? Für den Konsumdschungel gibt es ein paar Leitlinien, die allen helfen können, den eigenen Lebensstil nachhaltiger zu gestalten.

Eintritt frei

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Okt
21
2011
20

Systemkrise: Kapitalismus als Abwicklungsfall?

Quasi als passenden Nachschlag zu meinem prä/postrevolutionären Posting „Neustart Schweiz“ von gestern möchte ich Euch heute einen weiteren mutmachenden Beitrag empfehlen, der zeigt, dass die „99% / Occupy Wall Street“-Protestbewegung, die sich derzeit bildet, seinen Nährboden keinesfalls nur bei Berufsrevolutionären und denjenigen Menschen, die sowieso schon seit jeher die Umtriebe des Kapitalismus kritisch sehen und begleiten, hat, sondern sich von der Idee her offenbar durchaus auf Unterstützung auch sehr unterschiedlicher Teile der Bevölkerung zählen darf. Die Stimmen, die sich unzufrieden mit dem jetzigen System und vor allem dessen Entwicklung in den letzten Jahren und Jahrzehnten zeigen und sich vorstellen können, dass es grundlegende Änderungen geben muss, werden zahlreicher. Die momentanen Demonstrationen und Proteste können von daher ein Anfang für einen wirklichen Umschwung und ein Umdenken werden.

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Okt
20
2011
3

Neustart Schweiz – die Nachbarschaft neu erfunden

Während die „Occupy Wall Street“-Bewegung ja nun weltweit langsam an Anhängern gewinnt und die Proteste gegen das herrschende (Finanz-)System selbst in Deutschland anzuschwellen beginnen, stellt sich natürlich immer die Frage, WOFÜR die Demonstranten nun eigentlich auf die Straße gehen und ob eine Revolution, wie sie manche gerne sehen würden, also das sofortige Stürzen der jetzigen Struturen, wirklich etwas bringen würde, außer Chaos und Gewalt. Das Problem, das ich sehe, ist nicht zuletzt, dass es derzeit keine wirkliche konkrete Vision/Alternative gibt, die man umsetzen könnte, wenn nun plötzlich eine Revolution losbräche. Deshalb finde ich es neben dem natürlich mehr als angebrachten und sinnvollen Protesten auch extrem wichtig, tragfähige alternative Strukturen zu entwickeln, für eine „Zeit danach“. In der Schweiz wird unter dem Titel „Neustart“ seit einer Weile ein neues Nachbarschaftsmodell entwickelt, wie Michaela Brötz in der letzten Ausgabe von Der Knauserer zu berichten weiß – eine hochspannende Vision, wie ich finde:

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