Sep
30
2011
12

Lesetipps: Die Facebook-Krake | Privatisierung ist oft teuer | Windows 7-Sünden

via elfpunkt.net

Es wird Zeit für ein Geständnis – ja, ich bin seit einer ganzen Weile bei Facebook. Aber ich weiß gar nicht mehr, warum. Lange Zeit habe ich dieses „soziale Netzwerk“ komplett abgelehnt und ignoriert, irgendwann habe ich mich dann (aus Neugier? Weil ich durch andere überredet wurde? Keene Ahnung) doch mal dazu herab gelassen, mich dort anzumelden, allen negativen Schlagzeilen bezüglich mangelnder Privatsphäre bzw. Facebooks laxem Umgang mit dem Datenschutz zum Trotz. Es verging wieder eine ganze Weile, bis ich dort auch mal was „machte“, also vor allem Links postete oder die von anderen kommentierte. Es kann halt schon ganz lustig sein, sich da herumzutreiben und zu sehen/lesen, was andere (Freunde, Bekannte) so posten und machen.

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Sep
29
2011
7

Widerstand gegen den Wegwerfwahn

Geplante Obsoleszenz – diesen sperrige Begriff behandelte ich vor einigen Wochen bereits, als die Arte-Doku „Kaufen für die Müllhalde“ ausgestrahlt wurde und ein Schlaglicht auf das Verhalten vieler Industriekonzerne warf, die ihre Produkte so herstellen, dass sie absichtlich schneller kaputt gehen als das technisch nötig wäre. Denn der Absatz muss ja angekurbelt werden! Da müssen Umweltgesichtspunkte schon mal hinten an stehen. Matthias Dachtler hat in der Jugend-Sendung On3 des Bayerischen Rundfunks dieses Thema nun erneut aufgegriffen und einen schönen Beitrag dazu verfasst: „Widerstand gegen Wegwerfwahn – Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Kaufen für die Tonne. MP3-Payer, Handys und Computer landen früher auf dem Müll, als sie müssten. Der frühe Tod ist von den Herstellern oft gewollt. Jetzt rollt die Gegenbewegung an: die “Repair Revolution”.

Die meisten von uns kennen das: Kaum ist die Garantie abgelaufen, gehen unsere Gadgets kaputt. Der Handy-Akku lädt nicht mehr, das Display beim MP3-Player spinnt, das Notebook überhitzt und schaltet sich einfach aus. Reparieren lohnt sich nicht, sagt die Werkstatt, zu teuer. Also ab damit in den Müll. Neue Sachen kaufen. Marketing-Profis nennen diesen Zyklus “Geplante Obsoleszenz”. Der frühe Tod unserer Gadgets ist kein Zufall, sondern geplant. Aber das ist schwer zu beweisen. (…)

(…) Aber nicht nur die Hersteller sind schuld am frühen Tod der Gadgets. Wir Konsumenten machen fröhlich mit. Wir lassen uns von Marketing-Profis einreden, dass Altes schlecht und Neues gut ist. Die Folgen der sogenannten “psychischen Obsoleszenz” sieht man in Deutschland auf jedem Wertstoffhof. Immer mehr funktionierende Geräte landen auf dem Müll. Rund 80 Prozent der weggeworfenen Elektro-Geräte funktionieren noch, schätzt Platzwart Tobias Quoll, den wir auf dem Münchner Wertstoffhof Thalkirchen besucht haben. Laut Umweltbundesamt wuchs der deutsche IT-, Handy- und Unterhaltungselektronik-Schrottberg zwischen 2006 und 2008 von 215.000 auf 300.000 Tonnen pro Jahr. (…)

(…) Wer nicht nur einen Akku wechseln, sondern einen Kondensator tauschen oder einen Fahrrad-Rahmen schweißen will und keinen Werkzeugkoffer wie Markus Weiher besitzt, braucht eine Werkstatt und jemanden, der erklären kann, wie man richtig lötet oder schweißt.Die Lösung: Offene Werkstätten. Gibt’s in ganz Deutschland, in Bayern zum Beispiel im “Kempodium” in Kempten, im “Kulturzentrum K4″ in Nürnberg oder im “Haus der Eigenarbeit” in München.

“Das Besondere am Reparieren ist ja, dass das jeder machen kann”, sagt Markus Weiher. on3 schließt sich an und empfiehlt: “Join the Repair Revolution!”

Wie kann ich mich politisch wehren?

Der Berliner Blogger und BWLer Stefan Schridde will eine Online-Petition beim Bundesstag einreichen und sucht Leute, die ihm dabei helfen. Sein Ziel: Durch eine Änderung des Gewährleistungsrechts sollen Hersteller, die Geräte mit künstlich kurzer Lebensdauer produzieren, in die Verantwortung genommen werden.

Externer Linkobsoleszenz.wordpress.com

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Sep
27
2011
3

Buchtipp: Die stille Revolution

Heute möchte ich Euch, in Kooperation mit dem Kritischen Netzwerk, mal wieder ein hochinteressantes Buch vorstellen, das genau in die momentane Zeit passt und, anders als manche Horrorszenario-Werke, sich auch konstruktive Gedanken über eine mögliche andere Zukunft macht. Die Rede ist von „Die stille Revolution“ von Manfred Gotthalmseder, das vor wenigen Wochen erschienen ist.

———–

Verlag: hergestellt von: 1-2-Buch.de (7/2011)

ISBN: 978-3-942594-05-9, Paperback, 232 Seiten, Preis: 12 €

Infos zum Autor:
Manfred Gotthalmseder, Jahrgang 1968, stammt aus dem Salzkammergut. Er studierte in Wien Malerei sowie das Lehramt für Psychologie, Philosophie (1998 Diplom in Philosophie bei Prof. E. Oeser) und Bildnerische Erziehung. Er ist unter anderem als Lehrer an höheren Schulen tätig. Sein Hauptinteresse gilt den Auswirkungen der gegenwärtigen Dominanz ökonomischen Denkens auf den Menschen, außerdem Gehirnforschung, Künstliche Intelligenz, was ist Geld? und nachhaltige Energie.

Einleitung:

Wie wird späteren Epochen einmal die heutige Gegenwart erscheinen? Ist sie der Niedergang einer großen Zeit des Wohlstandes der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts? Oder steckt in ihr schon der Keim für etwas grundlegend Neues? Sind die Geisteshaltungen, welche die Grundlage einer neuen Epoche der Geschichte bilden, nicht immer schon im Untergang der alten vorhanden? Wenn dem so ist, so wäre es doch spannend, diese zu kennen. Viele unterschiedliche Tendenzen unserer Zeit werden irgendwann ihre gegenwärtige Widersprüchlichkeit verlieren und zu einem neuen Ganzen finden. Da die Umsetzung den Ideen stark hinterher hinkt, lässt sich manch kommender Umbruch heute schon erahnen.

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Sep
26
2011
1

Aktion: Wiesenhof-Chef das Bundesverdienstkreuz aberkennen!

© Der Bulo

Sicher erinnert Ihr Euch noch an die Dokumentation „Das System Wiesenhof – wie ein Geflügelkonzern Menschen, Tiere und die Umwelt ausbeutet“, die vor einigen Wochen im Fernsehen lief und die aufzeigte, mit welchen Methoden Wiesenhof seine Vormachtstellung auf dem Geflügelmarkt ausbaut. Natürlich sind solche tierquälerischen Mittel letztlich gang und gäbe in der Massentierhaltung und somit keinesfalls ein exklusives Problem von Wiesenhof, doch gerade als Marktführer hat der Konzern natürlich eine besondere Verantwortung.

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Sep
25
2011
6

Uran im eigenen Garten

Uran ist ja eigentlich ein wertvoller Rohstoff, der auch das Gefasel der Atomindustrie von der heimischen Energieerzeugung Dank Kernkraft ad absurdum führt, muss es doch für viel Geld importiert werden. Trotzdem würde sich vermutlich kaum jemand hierzulande freuen, wenn man Uran auch in Deutschland finden und abbauen würde, schließlich wären die Umweltschäden enorm. Noch weniger erfreut dürfte man sein, sollte dieses Metall gar auf heimischen Grund und Boden auftauchen – wer will schon, dass sein Eigenheim von Baggern und Fördertürmen verunziert wird? ;-) Tatsächlich aber streuen viele Menschen ohne ihr Wissen Jahr für Jahr freiwillig Uran in ihren Garten, nämlich zusammen mit industriellem Dünger!

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Kommentare: 6 | Atomkraft,Konzernkritik,Umwelt | Schlagwörter: , , , , |
Sep
23
2011
4

Der Crash-Kurs – bereit für die Krise?

An den Börsen kehrte (bis vorgestern) kurzzeitg so etwas wie Ruhe ein, „die Finanzmärkte“, wie man sie ja in den Medien immer respektvoll nennt, verschwanden also (vorübergehend) ein wenig aus den Schlagzeilen. Etwas, das manche Journalisten bestimmt bedauern, bedeuten stürzende Kurse doch einfach abzugreifende Sensationsmeldungen. Wie dem auch sei, nachdem vor wenigen Wochen noch Weltuntergangsstimmung herrschte, ging es zwischenzeitlich also wieder bergauf – sollte es noch irgendwelcher weiteren Belege bedürfen, dass es bei den sog. „Finanzmärkten“ um Zockerei und Spielcasino-Mentalität geht, so hat der milliardenteure UBS-Fall dieser Tage dies eindrucksvoll unterstrichen.
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Sep
22
2011
0

Der globalisierte Joghurt

Transportwege von JoghurtzutatenIch weiß gar nicht, wieso ich diesen Beitrag, der bei mir schon seit längerem im „Entwürfe“-Verzeichnis schlummert, bisher noch nicht in den Blog gewuchtet habe – passt er doch perfekt hierher. Vor langer Zeit, nämlich im Jahre 2008 bereist, stieß ich in Reto Stauss’ leider seit längerem brach liegenden Nachhaltig beobachtet-Blog auf den Beitrag „Die Transportwege der Zutuaten eines Joghurts”, der den Wahnsinn der globalisierten Warenwelt sehr gut verdeutlicht (Ähnliches wurde auch z.B. im Bonner Generalanzeiger geschrieben; leider steht deren Artikel nicht online):

Ein Joghurt. 150g. Quasi ein Grundnahrungsmittel, locker täglich gegessen. Die Zutaten werden Tausende von Kilometern rumgefahren.

Nicht zu fassen eigentlich, stehen doch alle notwendigen Rohstoffe ums Eck zur Verfügung: Milch vom Bauern, Früchte oder Obst auch von da oder aus dem Garten, Honig oder Birnel (aka Birnendicksaft) zum Süssen kann auch selber produziert oder lokal bezogen werden.

Aber vielleicht besinnen wir uns ja bald darauf zurück …

Die dazugehörige Studie von Stefanie Böge, in der dieser Transportwahnsinn genauer aufgedröselt wird, findet sich HIER als pdf.

Und die Berliner Performance-Künstlerin Jekaterina Anzupowa hat auf ihrem Blog Erdbeerjoghurt 150g ihre Reise dokumentiert, auf der sie die Transportwege des Erdbeerjoghurts nachvollzogen hat.

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Sep
20
2011
9

Lesetipps: Berlin-Wahl-Nachklapp | #occupywallstreet | Sklaverei

Wir leben in interessanten Zeiten, soviel ist sicher. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass es die Piratenpartei ins Berliner Landesparlament schaffen würde? Glückwunsch – und man darf gespannt sein, wie es mit dieser Partei weiter geht, also ob sie auch Kompetenz abseits ihres Kerngebiets Internet entwickelt und es schafft, auch von den Medien ernst genommen und nicht mehr als „Nerdpartei für Technikspinner, die Kinderpornografie und illegale Downloads legalisieren wollen“ verunglimpft zu werden. Ebenfalls erfreulich – Die Partei hat fast 1% der Stimmen auf sich vereinigen können und im Bezirk Kreuzberg mit 2,2% sogar mehr als doppelt so viele Prozentpunkte geholt wie die Spaßpartei FDP. Ihrer eigenen Linie treu bleibend hat Sonneborns Truppe, parallel zur Berliner Sektion der Hedonistischen Internationale sowie auch einer namentlich nicht bekannten Gruppe von AktivistInnen, die Wahl„party“ der FDP geentert und durch unpassend erscheinenden Jubel aufgemischt. Auch das FDP-Aussteigerprogramm, das er den enttäuschten Liberalen anbot, ist eine hübsche Idee. Wunderbare „Polit-Jamming“-Aktion, über die auch Bleib passiv! – „Riesenstimmung bei FDP-Wahlparty“ – und Mainstreammedien berichten (z.B. N24 – „Die Partei jubelt bei den Liberalen“).

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Sep
19
2011
4

Sorry, George – No Nespresso

Durch eine Mail der Schweizer Inititative solidar.ch wurde ich auf diese schöne Werbespot-Persiflage aufmerksam gemacht, in der Nestlés Nespresso und ihre „Werbeikone“ George Clooney ihr Fett weg bekommen. Denn von fairen Handelsbeziehungen hält der Weltkonzern bekanntlich wenig. Ich muss an der Stelle natürlich darauf hinweisen, dass, selbst wenn Nestlé nun anfangen würde, den Kaffee für ihr Nespresso-Zeugs fair zu beziehen, man trotzdem keine Produkte dieser Firma kaufen sollte. Denn all die anderen fiesen Methoden, mit denen Nestlé, die Krake von Vevey, so vorgeht, sei es nun in Bezug auf die Genetchnik, Biopiraterie oder die Monopolisierung des Wassers, bleiben so oder so bestehen. Aber es würde den Schaden, den dieser Konzern in der Welt anrichtet, zumindest etwas verringern, wenn wenigstens einige Kaffeebauern besser bezahlt würden.

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Sep
18
2011
5

Krankes System – Die Dauerdruck-Gesellschaft

© sebarex, stock.xchng

Vor einiger Zeit stieß ich bei telepolis.de auf Barbara Galaktionows Artikel „Schon bei Kleinkindern werden Arbeitnehmer-Kompetenzen abgefragt – Wie die Wirtschaft Erziehung und Schulbildung steuert“, der mich zum Nachdenken brachte. Wie kann es sein, dass man in unserer Gesellschaft immer früher immer leistungsfähiger sein muss? Früher (in der „guten alten Zeit“, haha) war die Schulzeit, wie auch zum Teil die Jahre an der Uni, eine Zeit, in der man sich selbst finden konnte, in der man auch Dinge ausprobierte und oft genug einfach so ind en Tag hinein lebte. Man konnte sehen, was einem so Spaß macht und Neigungen entwickeln, man bekam (zumindest teilweise) den Freiraum für einen eigenen Weg. Doch heutzutage müssen die Weichen immer früher gestellt werden, darf auch in jungen jahren keine „Zeit verschwendet“ werden, um möglichst fit für den Konkurrenzkampf im Job zu sein und am besten gleich beim Einstieg ins Arbeitsleben die „Marke Ich“ entwickelt und poliert zu haben…

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