Aug
31
2010
3

Tricksereien der Lebensmittelindustrie: Sauerstoff-Fleisch und Nimm2

Der Verein Foodwatch wirft ja schon seit einigen Jahren ein kritisches Auge auf das, was die Lebensmittelindustrie so treibt. Gepanscht, gestreckt und gemogelt wurde natürlich schon immer, vermutlich seit es Menschen gibt. Aber je industrieller die Nahrungsproduktion und je stärker die Unternehmen den allgemein in unserem System geltenden Bedingungen der Effizienz- und Gewinnsteigerung unterworfen werden, desto findiger werden die Marketingabteilungen und die Laboranten. Die einen, um den potentiellen Kunden in Reklame das Blaue vom Himmel herunterzulügen, die anderen, um Mittel und Wege zu finden, Waren (in jeglicher Hinsicht) billiger zu machen, und zwar so, dass es nicht sofort auffällt.

Ein Beispiel für die Kreativität beim Zusammenmischen und Aufbereiten von Industrienahrung ist die Aufpeppung von „Frischfleisch“ mit Sauerstoff, um es appetitlicher aussehen zu lassen. Foodwatch beleuchtet in „Frische-Illusion mit Nebenwirkungen“, warum diese Verbrauchertäuschung keine gute Idee ist:

Die meisten großen Handelsketten verkaufen Frischfleisch in “Schutzatmosphäre”-Packungen. Dahinter verbirgt sich oft ein hochgradig mit Sauerstoff angereichertes Gasgemisch. Der Effekt: Auch nach Tagen sieht Fleisch außen rosig-frisch aus. Eine Illusion, denn Sauerstoff macht es gleichzeitig innen zäh und ranzig.

Jedes zweite Stück Fleisch kaufen Verbraucher aus den Selbstbedienungs-Kühltheken von Supermärkten. Hackfleisch und Rinderrouladen, Gulasch und Schweineschnitzel liegen dort geschnitten und portioniert in praktischen Plastikschalen. In genau diesen Plastikschalen entsteht die große Frische-Illusion, einem speziellen Gasgemisch sei dank. Tagelang behält das Fleisch außen eine rosige Farbe, während es innen jedoch schneller altert, zäh und ranzig wird. Die Anbieter nehmen diese Qualitätsverschlechterung in Kauf: Um es besser verkaufen zu können, hübschen sie es optisch auf – und bieten minderwertiges Fleisch an. (…)

(…) Das ist nicht nur eine Irreführung der Kunden, denen Tage altes Fleisch als optisch schlachtfrisch untergejubelt wird. Denn Fachleute wissen: Der Einsatz von Sauerstoff ist alles andere als unproblematisch. Hochkonzentriert, reagiert er auch mit den Fetten und Eiweißen im Fleisch. Folge sind “vielfältige negative Auswirkungen”, die etwa Wissenschaftler des staatlichen Max-Rubner-Instituts seit längerem als “unstrittig” beschreiben: “Derartig dem Sauerstoff ausgesetztes Fleisch” werde “schlagartig ranzig, entwickelt Altgeschmack, erfährt vielfältig stoffliche Umsetzungen der Lipid- und Proteinfraktion und wird zäh”, heißt es in einem Artikel im Branchenblatt “Fleischwirtschaft” (6/2009). Sogar eine “massive Erhöhung der gesundheitlich als schädlich bekannten Cholesteroloxide” stellten die Wissenschaftler fest, also die Bildung von “anerkannt toxischen Substanzen mit diversen biologischen Wirkungen, speziell auch im Zusammenhang mit degenerativen Erkrankungsgeschehen, wie Arteriosklerose oder auch Krebs”. (…)

Dazu gibt es ein ausführliches „Hintergrundpapier: Fleischmarkt unterm Sauerstoffzelt“ (pdf-Format).

In der Rubrik Abgespeist ist foodwatch den dreisten Werbelügen der Industrie auf der Spur. Jüngste Enthüllung: „Nimm2 und der Trick mit den Vitaminen – der vielleicht längste Etikettenschwindel der Welt“:

Der Schwindel: „Wertvolle Vitamine“, die den Vitaminhaushalt „wirksam“ ergänzen, stecken laut Storck in nimm2, dazu „Fruchtsaft“ und „Traubenzucker“. Andere nimm2-Produkte wie die „Lachgummis“ werden mit dem Slogan „Lachen ist gesund“ beworben – rundum suggeriert Storck also, nimm2 seien im Vergleich zu anderen Süßigkeiten die bessere und gesündere Wahl.

Die Wahrheit: nimm2-Produkte sind nicht besser oder gesünder als andere Süßigkeiten. „Fruchtsaft“ ist nur in winzigen Mengen enthalten und Traubenzucker hat gegenüber anderem Zucker keinen Vorteil. Der künstliche Vitamincocktail in den Bonbons ist außerdem nicht nur sinnlos, sondern höchst problematisch. Denn Kinder bekommen vermittelt, dass Süßigkeiten so „wertvoll“ und reich an wichtigen Nährstoffen sein können wie Obst und Gemüse. Doch gerade für Kinder ist eine klare Trennlinie zwischen Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln außerordentlich wichtig. Zuckerwerk darf Kindern nicht suggerieren, es sei „wertvoll“ und damit gesund oder unabdingbar. (…)

Und apropos Werbelügen – dazu passt auch dieser schon etwas ältere Artikel/Film von foodwatch – „Was steckt hinter McDonald’s Bauernhof-Idylle?“, in der sie die verlogenen Reklamekampagnen des Fastfood-Konzerns gründlich zerpflücken:

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Aug
30
2010
14

Die Schädlichkeit der Discounter am Beispiel des Wassers (II)

Dass das Trinken von Wasser aus Plastikflaschen ein großer Unfug ist, hatte ich ja neulich schon berichtet (HIER). Wie immer, wenn es darum geht, ein umwelt- und sozialschädliches Verhalten zu propagieren, sind die Discounter natürlich ganz vorne mit dabei. Vor einer Weile waren die negativen Auswirkungen des Einwegpfands ja schon Thema in der NDR-Sendung markt (siehe „Umweltbeslastung durch Discounter-Einweg“), und nun befasste sich das Wirtschaftsmagazin Plusminus ganz speziell mit der Problematik, wie die Marktmacht der Billigläden wieder einmal eine ganze Branche in den Abgrund reißt – „Preiskampf Mineralwasser  – Discounter verdrängen Brunnenbetriebe und Mehrwegflaschen“. In diesem Beitrag wird auch sehr schön das Märchen von den vielen Arbeitsplätzen, die die Discounter angeblich schaffen, widerlegt, denn wie in dem Film bei den kleineren und mittleren Brunnenbetrieben zerstören Aldi, Lidl & Co. in ihrem Umfeld, also bei ihren Zulieferern, massiv das Arbeitsplatzgefüge. Von der Ausrottung einer (regionalen) Angebots-Vielfalt mal ganz zu schweigen.

Die Deutschen sind Weltmeister in Sachen Umweltschutz. Beim Mineralwasser aber scheitern viele, weil beim Pfand keiner mehr durchblickt. Mehrweg oder Einweg? Die Flaschen sehen gleich aus, auf beides zahlen wir Pfand. Nur wer ganz genau hinschaut, erkennt die Flasche mit diesem Zeichen als Einweg. Und nur wo Mehrweg draufsteht, werden die Flaschen wieder verwendet. Ein Pfand-Wirrwarr im Kleingedruckten, das die Discounter geschickt ausnutzen. (…)

(…) Wasser in Einwegflaschen: Das Geschäft mit den Discountern machen Großabfüller wie hier im hessischen Breuna. Kosten für Arbeitsplätze, Logistik und Abfüllanlage haben sie auf ein Minimum reduziert. Wie die Kampfpreise beim Wasser genau zustande kommen, wollen sie Plusminus nicht erzählen. Mittlerweile beliefern fünf Großabfüller fast den gesamten Discountmarkt in Deutschland. (…)

(…) Umwelt hin oder her, auch beim Wasser regiert der Preis. Und da haben die Discounter mit 19 Cent für 1,5 Liter die Kunden längst an der Angel. Billig, praktisch, lecker: Der Verbraucher hat den Umweltgedanken beim Wasser schon längst verloren. Der Preiskampf um das Mineralwasser ist ein Lehrstück über die Marktmacht der Discounter und das Scheitern der Politik in Sachen Umweltschutz.

Offenbar sind viele Leute offenbar so kurzsichtig, nicht zu erkennen, dass Wasser aus dem Wasserhahn (selbst wenn man es filtert) noch viel günstiger (und viel wenige rumweltschädlich) ist als das Discountergesöff…

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Aug
29
2010
3

Lesetipps: Blutdiamanten / Sklavenarbeit im Beerenwald / Bertelsmann

© underdogw, stoch.xchng

Dass die Globalisierung ein Geschäft von oft recht einseitigem Vorteil für einen der Akteure ist – nämlich die westlichen Industrienationen –, ist ja nun nichts Neues. Auch in meinem Blog finden sich viele Hinweise darauf, wie Konzerne das Einkommensgefälle und die unterschiedlichen Ansprüche in den Regionen der Welt gegeneinander ausspielen, um möglichst günstig zu produzieren. Von den Wanderarbeitern, die z.B. in Spanien, oft illegal eingeschleust, unterwegs sind, um dort die Drecksarbeit bei den Gemüse- und Obsternten zu machen, weiß man ja auch schon länger. Neu war für mich, dass es auch im hohen Norden, im so auf sein Sozialwesen stolzen Schweden, solche Zustände gibt – die taz berichtet in „Sklavenarbeit im Beerenwald“, wie Gastarbeiter aus Asien beim Blaubeerpflücken ausgenutzt werden:

In Schweden sind vor allem Gastarbeiter aus Asien für die Ernte zuständig. Sie leiden unter katastrophalen Arbeitsbedingungen. Schwedische Medien werfen Sklaverei vor. (…)

(…) Alle Jahre wieder um diese Zeit füllen sich die schwedischen Zeitungen mit Beerenpflücker-Geschichten. Aus Thailand, Vietnam oder China werden über mehr oder weniger zwielichtige Agenturen mehrere tausend SaisonarbeiterInnen in die nordschwedischen Wälder gelockt. Meterhohe Heidelbeerbüsche, dicht bewachsen mit Beeren so groß wie Weintrauben seien ihnen versprochen worden, erzählt ein 25-jähriger Chinese in gebrochenem Englisch einem Fernsehreporter. Und als sie in Långsjöby ankamen, hätte sich nicht nur das als Märchen erwiesen. Auch die tatsächliche Entlohnung für die Arbeit habe nur ein Bruchteil des Versprochenen betragen. (…)

Vielleicht noch tragischer sind die Kämpfe und Kriege, die in Afrika um reiche Diamantvorkommen geführt werden – um an die wertvollen Klunker zu kommen, wird über Leichen gegangen und Menschen vertrieben, und oft genug werden mit dem durch den Diamanthandel erzielten Gewinn Diktaturen am Laufen gehalten. Nicht ohne Grund nennt man diese Steine deshalb auch „Blutdiamanten“ – der Handel damit ist verpönt, wird aber dennoch weiter geführt. Der Spiegel widmete diesem Thema neulich gleich eine ganze Artikelreihe – „Funkelnde Treibsätze“:

Klein, funkelnd und ungeheuer wertvoll: Diamanten sind begehrte Luxusobjekte. In vielen Abbauregionen werden jedoch mit ihren Verkaufserlösen gewalttätige Konflikte finanziert, die Bevölkerung leidet. Nun droht das Kimberley-Abkommen, das die Finanzierung von Krieg und Terror durch Rohdiamanten stoppen soll, zu scheitern. (…)

(…) Der illegale Diamantenhandel erlebt eine Renaissance: Das Kimberly-Abkommen, das die Finanzierung von Krieg und Terror durch Rohdiamanten stoppen soll, hat nach Ansicht seines Erfinders Ian Smillie versagt. Beobachter berichten bereits von einer Zunahme beim Schmuggel der Steine. (…)

Leider auch ein ewig aktuelles Thema wird sicherlich auch noch für eine ganze Weile die Macht und der Einfluss des Bertelsmann-Konzerns bleiben. Wie ich an anderer Stelle schon mehrfach ausführt („Das Bertelsmann-Imperium“, „Bertelsmann und die Bertelsmann-Stiftung – die schleichende Untergrabung der Demokratie“) wächst hier seit längerem ein besonders mächtiger Mediengigant heran, der es sich zudem auf die Fahne geschrieben hat, die gesamte Gesellschaft in seinem Sinne zu beeinflussen, bis hinein in Studium und Schule. Man muss nicht verschwörungstheoretisch veranlagt sein, um hierin eine Gefahr für die Demokratie und die Gesellschaft zu sehen. Bleib passiv! gibt einen guten Überblick über die Problematik, die der wachsende Einfluss des Konzerns aus Gütersloh für uns alle mit sich bringt – „Bertelsmann – die brandstiftende Feuerwehr“:

Dass das sogenannte »Image« großer Unternehmen und Konzerne keinesfalls ein Abbild der jeweiligen unternehmerischen Wirklichkeit darstellt, sondern meist sogar im völligen Gegensatz zu den eigentlichen Konzernmachenschaften steht, ist ja inzwischen weder neu noch überraschend. Kapital und Einfluss, kurz: Profit ist der Zweck, der die Mittel heiligt. Überspielt wird das Ganze dann mit Unbeflecktheitspropaganda, also der eigenen Imagepflege.So weit, so schlecht. Wirklich abstoßend wird es aber, wenn ein Unternehmen nicht nur Unbescholtenheit vortäuscht, sondern sich sogar den heroischen Anschein des unschätzbaren Wohltäters gibt, der sich um nichts mehr als um das Wohl der Menschen sorgt und dabei insgeheim mit aller Kraft diese grausame Wirklichkeit selbst produziert, die er zu bekämpfen vorgibt. (…)

In der taz hatte sich Thomas Schuler, dessen Buch „Bertelsmann Republik Deutschland“ Anfang August auf den Markt kam, in „Die Methode Bertelsmann“ ebenfalls mit dem umtriebigem Treiben Bertelsmanns und seiner Stiftung befasst:

Die Bertelsmann-Stiftung regiert Deutschland mit. Dabei ist sie undemokratisch und dient als Steuersparmodell. Die Stiftung bestreitet dies. (…)

(…) Die Bertelsmann Stiftung ist auf das Vertrauen der Gesellschaft angewiesen. Glaubwürdigkeit ist ihr höchstes Gut. Weil sie das weiß, sucht sie fortlaufend nach Kooperationen mit dem Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin. Sie giert danach zu hören, wie sehr sie der Allgemeinheit nutzt. Die Bundespräsidenten Herzog, Rau und Köhler haben es ihr oft und allzu bereitwillig öffentlich bestätigt – ebenso die Kanzler Schröder und Merkel. Natürlich sind einzelne Projekte der Stiftung durchaus gemeinnützig. Aber verfolgt die Stiftung in der Gesamtheit ihrer Projekte und vor allem in ihrer Konstruktion ausschließlich gemeinnützige Zwecke? Ist sie glaubwürdig in ihrem Anspruch und in ihrer Reformarbeit? (…)

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Aug
27
2010
2

The Story of Cosmetics

Es ist soweit – Annie Leonard und ihr Team, die uns schon mit Kurzfilmen wie The Story of Stuff oder The Story of Bottled Water anschaulich und unterhaltsam den Wahnsinn unseres globalisierten Wirtschaftens vor Augen führte, ist wieder da. In The Story of Cosmetics nimmt sie sich diesmal die „Schönheitsindustrie“ vor, die uns mit Hilfe von plärrender Reklame und eigens dafür auf den Markt gebrachten „Beauty“-Magazinen zum Kauf unzähliger, mit Chemie angereicherter Kosmetikprodukte animieren will. Leonard legt das Augenmerk dabei vor allem auf die chemische Zusammensetzung und oft ungeklärte (Un-)Verträglichkeit kombinierter chemischer Stoffe. (Wobei ich es da mit dem Adbusters Magazin halte und den eigentlichen Skandal darin sehe, dass durch die Medien, durch Modelshows und Modemagazine sowie die allgegenwärtige Werbung den Menschen ein krankes und unerreichbares Schönheitsideal vorgesetzt und eingepflanzt wird.)

What a couple of weeks it’s been! More than 200,000 of you have watched the Story of Cosmetics since its launch July 21, and we’ve received an outpouring of support — from cancer survivors, salon workers who’ve been harmed by chemical exposures on the job, green business owners and people around the world who are thanking us for raising the debate about toxic chemicals in the shampoos, deodorants and lotions we rub on our bodies every day.

Um mich nicht den Verdacht einseitiger Propaganda auszusetzen, möchte ich Euch auch „The Story of Cosmetics – The Critique“ nicht vorenthalten, die der eher neoliberal ausgerichtete Politkommentator und Jurist Lee Doren verfasst hat (für den es allerdings offenbar schon „leftist“ ist, sich mit Umweltschutz oder kritsch mit dem Wirtschaftssystem auseinanderzusetzen). Dabei ist es schön zu sehen, dass er sich letztlich der selben manipulativen Mittel bedient, die er Leonards Team vorwirft. So versucht halt jeder seine Sicht der Dinge ins rechte Licht zu rücken… Bei der Kürze der Filme bleibt einem sowieso nicht viel anderes übrig, als die Sachverhalte stark vereinfacht darzustellen. Urteilt selbst, was Ihr in welchem Maße für plausibel haltet.

Falls jemand schwerwiegende Schwächen in einem der beiden Beiträge entdecken sollte – immer her damit!

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Aug
26
2010
3

IKEA – Alter Schwede…

Es gibt so Firmen, denen es gelungen ist, trotz ihrer immensen Größe immer noch das Image eines sympathischen Familienkonzerns zu versprühen und die sich quasi als Kumpel von nebenan profiliert haben. Das schwedische Möbelhaus IKEA ist hier sicherlich das Vorzeigeunternehmen, das für Lockerheit, unkonventionelle Atmosphäre und Reklame steht und „irgendwie einfach anders“ ist. Bzw. hätten die IKEA-Leute es gerne, dass alle Welt ihnen dieses Image abkauft. Leider sieht die Realität wieder einmal etwas anders aus – wie Frontal 21 in „Niedrigsteuern auf Milliardengewinne“ zu berichten weiß. Letztlich funktionieren die Großkonzerne offenbar alle ähnlich, egal ob es sich um Discounter oder andere Firmen handelt – Profite werden irgendwann auch zu Lasten der Gesellschaft generiert und maximiert. Solange es aber legal ist, über ein undurchsichtiges Firmengeflecht Steuerzahlungen zu umgehen oder zu minimieren  (ich erinnere da an die „Stiftungs“struktur von Aldi oder Lidl, die nur der Steuerverschleierung dient), kann man den Unternehmen nicht einmal vorwerfen, dass sie sich rational-wirtschaftlich verhalten. Schließlich geht es in unserer Welt darum, für sich (oder seine Firma) möglichst das Maximum herauszuholen. Traurig…

“Organisierte Steuerflucht” wirft der Wirtschaftsexperte der Gewerkschaft ver.di., Dierk Hirschel, IKEA vor. Nach Recherchen von Frontal21 machte die in den Niederlanden ansässige IKEA-Muttergesellschaft, die Ingka Holding, allein im Jahr 2008 einen Gewinn von 2,28 Milliarden Euro. Der von Firmengründer Ingvar Kamprad kontrollierte Möbelkonzern hat auf diesen Milliarden-Gewinn lediglich 19,3 Prozent Steuern bezahlt. Hier würden massiv Steuerschlupflöcher genutzt, so der ver.di-Experte: “Wenn ordnungsgemäß versteuert würde, müssten zwischen 30 und 35 Prozent gezahlt werden.” (…)

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Aug
25
2010
3

Warnhinweise für bedenklichen Journalismus

Es ist schon merkwürdig – da gibt es für viele Produkte des täglichen Lebens gesetzlich vorgeschriebene Warnungen, die mehr oder (meist) weniger deutlich auf den Waren angebracht werden müssen, nur für ein tagtäglich konsumiertes Massenprodukte existiert so etwas nicht: für die Presse. Gerade dort wäre es aber vonnöten, denn wie oft geschieht es, dass Leser im Unklaren darüber gelassen werden, dass die Quelle eines Artikels eigentlich eine PR-Meldung ist oder der Verlag eine innige Beziehung zu einem Unternehmen unterhält, dessen Produkt es gerade in den Himmel hebt. Dies dachte sich wohl auch Tom Scott, der auf die glorreiche Idee kam, Warnhinweise zu drucken, die er auf besonders bedenkliche Druckerzeugnisse klebt – „Journalism Warning Labels“:

Für alle, die Ähnliches auch hierzulande vor haben und Zeitungs- und Zeitschriftenleser ein wenig ins Grübeln bringen wollen – es existiert auch eine deutsche Version der Aufkleber, erstellt von Robert Harm: http://www.ihrwebprofi.at/journalismus-warnhinweise. (Natürlich muss man darauf achten, Etiketten zu drucken, die sich auch rückstandslos wieder entfernen lassen, um nicht der Sachbeschädigung bezichtigt zu werden.)

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Aug
24
2010
14

Tiere essen

Man soll mir ja nicht nachsagen können, dass ich nicht jeden Hype mitmache ;-) – tatsächlich wird das Thema Vegetarismus derzeit nicht nur im Greenpeace Magazin ausführlich behandelt, sondern Dank des neuen Buches „Tiere essen“ des amerikanischen Autoren Jonathan Safran Foer (immerhin auf Platz 2 der Amazon-Bestsellerliste!) auch verstärkt diskussionsauslösend in „die Mitte der Gesellschaft“ getragen. Also dorthin, wo man sich bisher über Konsum und Essgewohnheiten wenig Gedanken machte, sondern einfach nur isst, was auf den Tisch kommt. Auf der Utopia-Plattform tummeln sich zugegebenermaßen schon eher Menschen, die bereits etwas bewusster mit ihrer Ernährungs- und Konsumgewohnheiten umgehen, dennoch ist die dort entbrannte Diskussion spannend zu lesen – „Glückliche tote Tiere essen – Plädoyer für bewussten Konsum“.

(…) „Dreckskerl! Ich kann kein Fleisch mehr essen!“ – wie der Spiegel schreibt, erreichen derartige E-Mails Jonathan Safran Foer täglich, seitdem sein Buch „Tiere essen“ in den USA erschienen ist. Wenn kluge Worte mit begabter Zunge zur richtigen Zeit gesprochen werden, besteht die Möglichkeit zum Wandel. Der 33-Jährige wird seit seinem Erstlingsroman “Alles ist erleuchtet” aus dem Jahr 2002 als literarisches Ausnahmetalent gefeiert. Erwartungsgemäß geistreich geht er auch das „Fleisch-Thema“ an. Der Amerikaner predigt nicht für den radikalen Fleischverzicht und gesteht auch seine eigene Schwäche für Fleisch ein. Er will nicht missionieren, nur aufklären.  Seine Mischung aus journalistischer Recherche, Autobiographie und Wissenschaft ist bestechend. Foer schockiert mit detailgenauen, szenischen Beschreibungen aus der Massentierhaltung, untermalt diese mit faktischen Statistiken zu Fleischkonsum und Klimawandel und berührt mit seinem persönlichen Stil. Foer bekommt in seinen Worten die Wirklichkeit der Massentierhaltung zu fassen und diese kann augenscheinlich niemanden kalt lassen. (…)

Selbst Die Zeit titelte neulich zum Bild eines blutigen Steaks ganz groß „Lasst das!“ und brachte neben einem Interview mit J.S. Foer – „Donnerstags kein Fleisch“ – auch einen längeren Artikel von Iris RadischTiere sind auch nur Menschen“, in dem sie für eine vegetarische Ernährung plädiert:

(…) Das gilt auch für den noch viel gewichtigeren Trumpf in der Hand der Vegetarier: die ungeheuere Belastung der Erde durch die Treibhausgasemissionen, die durch die Massentierhaltung entstehen. Gerade veröffentlichte das unabhängige Washingtoner Worldwatch Institute seine jüngsten Messungen, nach denen die Massentierhaltung nicht nur wie bisher angenommen für 18 Prozent, sondern sogar für über 50 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Fleisch essen ist schlimmer als Auto fahren.

Von dem unverantwortlichen Wasserverbrauch, der unwirtschaftlichen Vernichtung von Anbaufläche, der Rodung der Wälder zur Vermehrung von Weideflächen noch gar nicht zu reden. Niemand bezweifelt diese für unsere Überlebensaussichten äußerst betrübliche Diagnose. Sie ist ein starkes Argument für eine drastische Senkung des Fleischkonsums. Doch erspart auch sie uns nicht die alles entscheidende Frage, die man auch unseren ökologisch korrekten Urahnen hätte stellen müssen: Wer darf wen töten und warum? (…)

Die österreichische Zeitung Die Presse geht in „Jonathan Safran Foer: Böses Fleisch“ nicht nur der Frage nach, was Fleischkonsum alles anrichtet, sondern auch, ob es sich beim „neuen Vegetarismus“ eventuell auch nur um einen Hype, eine Modeerscheinung handelt, die nach einiger Zeit wieder in der Versenkung verschwindet:

Spätestens seit sich das deutsche Feuilleton mit Genuss auf Jonathan Safran Foers “Tiere essen” stürzt, ist klar: Vegetarier sind die besseren Menschen. Bloß: Wie lange? (…)

(…) Tatsächlich hat sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Vegetarismus ohnehin bereits deutlich verändert. 2007 waren laut Statistik Austria 1,4 Prozent der Männer und 3,9 Prozent der Frauen in Österreich Vegetarier, die Zahlen gehen aber deutlich nach oben. 2010 kann man gesellschaftlichen Status auch nicht mehr daran festmachen, wer das größte Stück Fleisch auf seinem Teller hat. Vegetarier sind heute keine Sonderlinge mehr wie noch vor wenigen Jahrzehnten, und vegetarische Restaurants sind in Wien keine spleenigen Kaschemmen für Grünwähler mit Birkenstock-Schlappen. Im Gegenteil: Vegetarier sind in der öffentlichen Wahrnehmung die verantwortungsbewussteren, umweltfreundlicheren Menschen. Es wird auch in Wien allmählich chic, Vegetarier zu sein. Spätestens, wenn Jonathan Safran Foers Buch in den Buchhandlungen aus der Gesundheitsecke zu den Bestsellerstapeln wandert, wird es wohl noch schicker.

Zumindest für einige Monate. Bis den meisten Hype-Vegetariern der Geschmack von Pilzen, Gemüse und Hirsebällchen zu eintönig wird. Und sie sich nach einem Steak sehnen. Aber dann hat die Frankfurter Buchmesse schon ausreichend neuen Gesprächsstoff auf den Markt geworfen.

Auch die neue kritische Nachhaltigkeitswebsite Global U-Turn (die ich an dieser Stelle übrigens durchaus auch als Surftipp empfehlen möchte!) wirft einen genaueren Blick auf die Folgen des Fleischkonsums für Gesellschaft und Planeten – „Schmeckt’s?“ lautet die Frage, schließlich ist das „Schmecken“ ja der Hauptgrund für die meisten Menschen, Fleisch trotz aller damit verbundenen moralischen wie gesundheitlichen Probleme zu sich zu nehmen:

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft – mit diesem Satz warb die deutsche Agrar-Marketinggesellschaft CMA im Jahre 1967 für den Fleischverzehr. Gut, die CMA behauptete auch, dass Milch müde Männer munter machen würde, was unbewiesen blieb. Aber Slogans wie „Isst Du kein Fleisch, dann fehlt Dir was” (1990), “Ewig lockt das Fleisch” (1991), „Fleisch, ja klar!” (2002) und “Schweinefleisch: Macht Lust und Laune” (2004) richteten sich an eine große Zielgruppe. 94 Prozent aller Deutschen essen Fleisch. Weil es ihnen gut schmeckt, weil sie es gewohnt sind, weil Fleischessen ganz normal ist, weil man für eine ausgewogene Ernährung ja Eiweiß braucht. Richtig. (…)

(…) Der maßlose und unüberlegte Verzehr von industriell produziertem Fleisch ist schädlich. Er schadet Tieren und Erzeugern – viele Bauern hassen das moderne Mastsystem und würden gern wieder traditionell arbeiten – genauso wie Konsumenten und der Umwelt. Würde allgemein weniger Fleisch gegessen und deshalb auch weniger Getreide, Soja und Mais an Masttiere verfüttert, könnten Menschen in vielen Entwicklungsländern sich und ihre Kinder leichter ernähren. Und gleichzeitig würde das unermessliche Leid jener 4 Milliarden Kreaturen gemindert, die ein kurzes und elendes Dasein in Ställen und Käfigen erdulden müssen, nur damit sie gebraten auf unseren Tellern landen. (…)

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Aug
23
2010
6

Die Verödung auf dem Biermarkt

Okay, zugegeben, ich selbst mache mir nichts aus Bier. Was mir allerdings schon seit längerem auffällt ,ist, dass sich eine kleine Anzahl von großen Marken immer weiter ausbreitet. Max Goldt nennt solche Sorten „Fernsehbiere“, weil diese Firmen den TV-Werbemarkt dominieren und alles präsentieren und sponsorn, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sie sind, im wahrsten Sinne des Wortes, Mainstream. Wie auch in anderen Bereichen der Wirtschaft läuft auf dem Biermarkt ein gnadenloser Verdrägnungs- und Konzentrationsprozess ab, der die Vielfalt zu bedrohen beginnt. Die WDR-Sendung markt befasste sich mit dieser Entwicklung und ging auch der Frage nach, ob die Dominanz der Industriebiere auch eine Geschmacksnivellierung nach sich zieht. „Hopfen und Malz...“:

(…) In Dortmund, der ehemals zweitgrößten Bierstadt der Welt, ist von allen Brauereien nur die Dortmunder Actien Brauerei, kurz DAB, geblieben – sie gehört inzwischen zur Radeberger Gruppe. In den 70er-Jahren begann das Brauereisterben. Die Gebäude wurden abgerissen, die altbekannten Markennamen aufgegeben oder verkauft. DAB als einzige überlebende Brauerei hat viele dieser Marken in und um Dortmund übernommen. Ob Kronen, Brinkhoffs Nr. 1, Union oder Ritter – die Dortmunder Actien Brauerei braut sie alle an einem Ort in einer Großbrauerei. (…)


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Aug
22
2010
0

LiMesse – Die 1. Libertäre Medienmesse in Oberhausen

Sehr schön – neben den alles bestimmenden Mainstreammedien blüht sowohl im Netz wie auch offline derweil eine subkulturelle und alternative Medienlandschaft auf, die einen dringend benötigten Gegenpol zum Einheitsgewäsch bietet, das ansonsten massenhaft verbreitet wird. In Oberhausen, quasi im Herzen des Ruhrgebiets, findet vom 3. bis 5. September die 1. Libertäre Medienmesse in Deutschland statt – die LiMesse. Die Ankündigung und auch das Programm klingen auf jeden Fall interessant! Wer sich schon immer mal über Anarchismus und seine Ideen und Grundlagen informieren wollte, kann dies an den drei Tagen ausgiebig tun.

In einem der größten europäischen Ballungsgebiete mit mehr als acht Millionen Menschen, stellen vom 3. bis 5. September 2010 libertäre Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und Internetprojekte ihr Programm vor. Drei Tage Messe, Projektvorstellungen, Lesungen, Kultur, Veranstaltungen, Infos, Leute treffen und Pläne schmieden für eine Welt jenseits von Krise und Ausbeutung. Dafür möchte die 1. Libertäre Medienmesse für den deutschsprachigen Raum (Limesse) einen Rahmen bieten.

Parallel zum und in Anschluß an den Messebetrieb finden auf dem Gelände des »Druckluft« in verschiedenen Räumlichkeiten eine Vielzahl von Veranstaltung im Rahmen der libertären Medienmesse statt. AutorInnen werden ihre Bücher vorstellen, Projekte ihre Arbeit zeigen, erläutern und diskutieren. In Zusammenarbeit mit der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft „Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU) wollen wir außerdem über die zunehmend prekären Arbeitsbedingungen von (nicht nur) Medien-ArbeiterInnen sprechen. Eine kleine Auswahl von Veranstaltungen findet sich auf der Seite Programm.

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Aug
21
2010
0

Ausstellung im Kieler Rathaus: „Steueroasen und Offshore-Zentren in Europa“

Diesen Veranstaltungs-/Ausstellungstipp willich doch mal schnell loswerden:

————–

„Steueroasen und Offshore-Zentren in Europa“
10. bis 26. August 2010
während der üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses der Landeshauptstadt Kiel

Kommunale Finanznot: Ausstellung zu Steueroasen und Etatlöchern im Kieler Rathaus.

Gesprächskreis der NachDenkSeiten.de holt aktuelle Attac-Ausstellung in die Landeshauptstadt. Offizielle Eröffnung mit Stadtpräsidentin Kathy Kietzer am Dienstag, 10. August, 17.00 Uhr.

Kiel. “Was verbindet den globalen Finanzmarkt mit den Haushaltsnöten
der Landeshauptstadt?” Weshalb fehlen den öffentlichen Kassen seit 1998 jährlich rund 51 Milliarden Euro an Steuereinnahmen? Wo sind diese Gelder geblieben? Und was hat das alles mit der Finanzkrise zu tun?“ Antworten auf diese oder ähnliche Fragen versucht die Ausstellung “Räume der Offshore-Welt – Steueroasen und  Offshore-Zentren in Europa”, die erstmals in Schleswig-Holstein vom 10. – 26. August im Kieler Rathaus-Foyer gezeigt wird. In die Landeshauptstadt geholt hat diese Ausstellung der Gesprächskreis Schleswig-Holstein des Politik-Blogs NachDenkSeiten.de. Mitveranstalter sind die attac-Gruppe Kiel sowie der DGB-Landesbezirk Nord. Die offizielle Eröffnung findet im Rahmen eines kleinen Empfanges der Stadt am Dienstag, 10. August, um 17:00 Uhr, im Rathausfoyer statt. Stadtpräsidentin Kathy Kietzer wird namens der gastgebenden Landeshauptstadt die Ausstellung eröffnen. Zur Einführung ins Thema sowie zur Ausstellung spricht das Mitglied der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Finanzmarkt bei Attac-Deutschland, der Berliner Politikwissenschaftler Markus Henn (WEED e.V.).

Henn betont die politische Aktualität der Ausstellung.  „Während unser Staat Rekordschulden macht, konnte sich das in Steueroasen angelegte Vermögen ungehindert vermehren: von 6,8 Billionen im Jahr 2008 auf 7,4 Billionen US-Dollar im vergangenen Jahr. Banken wie die Deutsche Bank oder die britische HSBC bieten weiterhin ungeniert an, Geld in Steueroasen zu transferieren. Währenddessen lässt die Bundesregierung das Gesetz zu Steueroasen von 2009 faktisch unangewendet und erklärt öffentlich, es gebe keine Steueroasen. Dass es anders geht, zeigen Frankreich und Brasilien, die Listen mit Steueroasen erstellt haben und gegen Banken, die dort Geschäfte machen, vorgehen.“

Für den Landesbezirk Nord des Deutschen Gewerkschaftsbund begrüßt ….., dass die Diskussion um die Begrenzung und wirksame Regulierung der Finanzwirtschaft mit dieser Ausstellung auch auf lokaler Ebene diskutiert wird. „Die Auswirkungen des Casino-Crashs hinein in die Realwirtschaft spüren die Beschäftigten in den einzelnen Betrieben und den Öffentlichen Verwaltungen in Form von Auftragsrückgängen und rigiden Sparprogramm.“

Dass das Abladen der Krisenlasten auf den falschen Schultern endlich ein Ende finden muss, betont auch Thomas Herrmann, von den Attac-Aktivisten in Kiel. „Mit dieser Ausstellung hat Attac einen hervorragenden Beitrag zur Debatte geleistet und wir freuen uns, dass diese Ausstellung Premiere hier im Norden in Kiel hat.“

Zur Rolle des NachDenkSeiten-Gesprächskreises erklärt dessen Koordinator, Bad Segebergs Ex-Bürgermeister Udo Fröhlich: „Wir wollen wichtige gesellschaftliche Themen und deren Vermittlung in der Öffentlichkeit diskutieren und einfach Laune auf Hintergrundinformationen und Meinungen mit Tiefgang machen. Das geht von der beabsichtigten Privatisierung der Unikliniken bis zur Finanzmarktkrise. Deren Ursachen und Auswirkungen treffen uns in Schleswig-Holstein mit der HSH-Nordbank und den Sparprogrammen des Landes und der Kommunen ja doppelt und dreifach.“

Auf den NachDenkSeiten, einer der aktuell erfolgreichsten bundesdeutschen Internet-Seiten zur kritischen Politikbegleitung und Unterstützung von Gegenöffentlichkeit, werden seit Dezember 2003 tagtäglich solche und zahlreiche andere wichtige Themen präsentiert und kommentiert – bei deutlich zunehmendem Leser-Interesse (von 22.561 Nutzern täglich im August 2008 auf 52.000 Nutzer (plus 130%) im September 2009. Zur Bundestagswahl waren es am 27. September 2009 sogar 67.000 Nutzer binnen 24 Stunden). Tagesaktuelle Hinweise und fachkompetente Kommentare erfolgen zu bemerkenswerten Ereignissen oder Publikationen und sind damit auch eine interessante Quelle für Medienschaffende. Aktuell erfolgen rund 4,2 Millionen Seitenaufrufe pro Monat (August 2009).

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