Nov
30
2008
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Nov
30
2008
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Surftipp: RESIST – No shopping

Na, Hand aufs Herz, wer hat es geschafft, am gestrigen Buy Nothing Day nichts zu kaufen? Ich habe es bis zum späten Abend ausgehalten, „musste” dann aber doch beim Stereolab-Konzert in Hamburg zwei Drinks ordern…

Eigentlich wollte ich Euch diese Website auch passend zum BND schon gestern vorstellen: RESIST – No Shopping (gefunden bei sum1). Dies ist ein Designprojekt von Anja Lorenz und Thomas Schneider aus dem Jahre 2005, bei dem sie diverse sehr nützliche Produkte erfunden haben, die dem vom alltäglichen Konsumwahn gepeinigten Menschen helfen, unnütze Einkäufe zu be- oder verhindern.

RESIST ist eine ironisch provokative Gegen-These zum diesjährigen ESQUISSE Thema “Let’s go shopping!”.

Dem täglichen Konsumverhalten der Menschen stellt RESIST neue Produkte entgegen, die alle nur einem einzigen, gemeinsamen Zweck dienen: Sie sollen helfen dem Shoppen zu widerstehen und ‘Nein’ sagen zu können.

RESIST will kein sozialkritisches Projekt sein, sondern Spaß machen. Durch die ironische Gestaltung und Präsentation der Marke und der angebotenen Produkte soll der Besucher/Käufer erheitert und provoziert werden. Humor und nicht Belehrung steht im Vordergrund. Widerstehen Sie.

Ein Beispiel – das „Pre Fill”:

Mit den praktischen PRE FILL Gewichten können Sie Ihre Einkaufs-Tour jetzt viel schneller erledigen. Packen Sie einfach eines der 3 PRE FILLs in Ihre Tasche und Sie haben schon beim Losgehen – je nach Variante – das Gefühl bereits seit 1, 3 oder 5 Stunden einzukaufen

Sehr schön ist auch der Shop auf der Website – wenn man die jeweiligen Produkte anklickt und in den Warenkorb befördern will, erscheint nur ein „Resist” und der Warenkorb bleibt leer. Ganz so, wie es sein soll. ;-)

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Nov
29
2008
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Kleidung bei Discountern, Nachtrag

Als Nachtrag zu der gestrigen Meldung aus dem Spiegel möchte ich noch ergänzen, dass Ihr weitere Informationen zu diesem Thema auf der Website der angesprochenen Kampagne für saubere Kleidung finden könnt. Dort gibt es auch eine ausführliche Studie über die Zulieferbetriebe vor allem von Lidl und Kik (pdf), deren Lektüre ich ebenfalls nur empfehlen kann, wie auch die Infomaterialien „All die Textil-Schnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien” (pdf) – danach macht man erst recht einen weiten Bogen um diese Läden (zumindest, wenn einem nicht alles egal ist).

Ein paar Websites mit ethisch korrekterer Kleidung:

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Nov
29
2008
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Buy Nothing Day 2008 – offizielles Statement von Adbusters

BUY NOTHING DAY ORGANIZERS CONFRONT THE ECONOMIC MELTDOWN HEAD ON

Now in its 17th year, Buy Nothing Day is celebrated every November by environmentalists, social activists and concerned citizens in over 65 countries around the world. Over the years, Buy Nothing Day (followed by Buy Nothing Christmas) has exploded into a global movement, inspiring the world’s citizens to live more simply and buy a whole lot less.

Designed to coincide with Black Friday (which this year falls on Friday, November 28) in the United States, and the unofficial start of the international holiday shopping season (Saturday, November 29), the festival takes many shapes, from relaxed family outings, to free, non-commercial street parties, to politically charged public protests, credit-card cut-ups and pranks and shenanigans of all kinds. Anyone can take part provided they spend a day without spending.

Featured by such media giants as CNN, USA Today, MSNBC, Wired, the BBC, The Age and the CBC, Buy Nothing Day has gained momentum in recent years as the climate crisis has driven people to seek out greener alternatives to unrestrained consumption.

This year, Buy Nothing Day organizers are confronting the economic meltdown head-on – asking citizens, policy makers and pundits to examine our economic crisis.

“If you dig a little past the surface you’ll see that this financial meltdown is not about liquidity, toxic derivatives or unregulated markets, it’s really about culture,” says the co-founder of Adbusters Media Foundation, Kalle Lasn. “It’s our culture of excess and meaningless consumption — the glorified spending and borrowing of the past decade that’s at the root of the crisis we now find ourselves in.”

Economic meltdown, together with the ecological crisis of climate change could be the beginning of a major global cultural shift — the dawn of a new age: the age of Post-Materialism.

“A simpler, pared-down lifestyle – one in which we’re not drowning in debt – may well be the answer to this crisis we’re in,” says Lasn. “Living within our means will also make us happier and healthier than we’ve been in years.”

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Nov
28
2008
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Warum die Jeans bei Lidl, Kik & Co. so billig sind

Gestern fand sich auf Spiegel Online der Artikel „MADE IN BANGLADESCH – Warum die Jeans von Lidl und Co. so billig sind” (gefunden via Reset.to), der sich mit den verheerenden Auswirkungen der Discounterschwemme auch auf dem Kleidungssektor befasst – insbesondere die Sozialstandards in den produzierenden Ländern werden mit Füßen getreten, was die logische Konsequenz daraus ist, dass alles immer nur möglichst billig sein muss, koste es (die Gesellschaft), was es wolle. Discounter sind nun mal einfach ein für alle Seiten zerstörerisches Geschäftskonzept.

Hohe Gewinne mit Niedrigpreisen: Discounter wie Lidl und Kik lassen ihr Textilsortiment vor allem in Bangladesch produzieren – und kümmern sich wenig um die Arbeitsbedingungen. Die verstoßen massiv gegen internationale Sozialstandards, zeigt eine Untersuchung.

“Weil die Discounter ihre Waren hier in Deutschland zu absoluten Billigpreisen anbieten wollen, üben sie enormen Druck auf die Hersteller aus. Und das führt dazu, dass die Arbeiter in den Produktionsländern unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen”, sagt Gisela Burckhardt von der “Kampagne für Saubere Kleidung” (CCC).

Doch bis dahin will sie [Shahida Sarker von der National Garment Workers Federation aus Bangladesch] auch die Konsumenten in die Pflicht nehmen: “Wer die Arbeitsbedingungen ändern will, muss auch bereit sein, mehr für seine Kleidung zu zahlen.”

In einer Umfrage der Zeitschrift „Textilwirtschaft” gaben nur fünf Prozent der Befragten an, überhaupt darauf zu achten, wie die Bekleidung hergestellt wird, die sie kaufen und nur 30% der Leute wären bereit, mehr für sozialverträglicher produzierte Kleidung zu zahlen… So lange dies so ist, können Lidl, Aldi & Co. also weiterhin auf der ausbeuterischen Billigschiene ihre Profite einfahren. Weitere Infos siehe meinen Nachtrag vom 29.11.

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Nov
28
2008
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Herrn Schäubles Freudscher Versprecher

Dieser herzerfrischende Versprecher von „unserem” Innenminister geistert seit vorgestern durch die Blogwelt, und weil’s gar so schön ist, will ich mich dem mal anschließen – es lebe die Informationskontrolle:

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Nov
27
2008
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Samstag, 29.11.: der „Buy Nothing Day 2008”

Wie jedes Jahr am Tag vor dem ersten Advent, so ist auch 2008 wieder Buy Nothing Day – initiiert wurde diese Aktion 1992 durch Kalle Lasns Adbusters, als Antwort auf den gerade zur Weihnachtszeit besonders stark grassierenden Konsumwahn. Statt zu kaufen soll man am B.N.D. mal einen Tag inne halten und sein Portemonnaie zu Hause lassen. Bevor jetzt jemand kommt und meint „Ach, dieser eine Tag ändert doch auch nichts an der Malaise unserer Zeit!” – es geht hierbei weniger darum, die Wirtschaft durch einen Tag Käuferstreik „in die Knie zu zwingen” (das wäre ja auch ein unsinniges Ansinnen), sondern um eine eher symbolische Geste, und um die Bewusstmachung, wie sehr Konsum inzwischen integraler Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden ist (mit all seinen negativen Folgen & Ausprägungen, von Umweltzerstörung bis „Finanzkrise”). Mal sehen, wer es schafft, am 29.11. kein Geld auszugeben…

Weitere Infos findet Ihr z.B. auf der offiziellen Adbusters-Seite zum Buy Nothing Day, und auch bei sum1 und der OEH Klagenfurt.

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Nov
26
2008
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Flughäfen = Konsumismus in seiner reinen Form

Ich fliege ziemlich selten und auch eher ungern. Letztes Wochenende „musste” ich aber nach London, um mir das Abschiedskonzert einer der großartigsten Bands der Neuzeit, Carter USM, anzuschauen (siehe HIER). Mein Rückflug ging von London Luton aus, und als ich dort einige Stunden auf meinen Flieger wartete, wurde mir die unglaubliche Künstlichkeit dieses Ortes bewusst. In der Abflughalle sitzen die Passagiere in der Mitte eines riesigen Saales, wie verloren, rundum umzingelt von glänzenden, blinkenden, bunten, prall gefüllten Geschäften und Verköstigungsstationen (wie bspw. Starkacks u.ä.), auf die man fortan stundenlang blicken muss. Aus reiner Langeweile kaufen denn auch viele Leute irgendeinen überteuerten Kram, den sie normalerweise vermutlich nicht erworben hätten. Es scheint, dass Konsumieren das einzige ist, was man den Wartenden zutraut – ein Flughafen, in dem es beispielsweise kostenlose Bibliotheken, Ausstellungen, Vorträge, Aufführungen oder etwas anderes den Geist Anregendes gibt, erscheint in unserer Gesellschaft irgendwie utopisch, fast schon deplatziert (und schwer finanzierbar), jedenfalls bei den „kleineren” Flughäfen der Billiglinien. Dann doch lieber kaufenkaufenkaufen und sich von bunten Reklamebotschaften beschallen lassen, bis das Flugzeug kommt und einen (für eine Weile) rettet. Zum Glück gibt es während des Fluges ja auch noch ein paar Konsummöglichkeiten, wo kämen wir da hin, wenn Mensch mal eine Stunde lang kein Geld ausgeben könnte!

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Nov
26
2008
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Gedanken zur Wirtschafts-/Finanz-/Systemkrise

Gestern entdeckte ich den Blog eXtraWagandt, in dem Autor Alexander Wagandt Betrachtungen zum Weltgeschehen in Politik & Wirtschaft (u.a. geht’s auch ums Geldsystem) veröffentlicht und dabei auch vor allem die Sichtweisen jenseits des Medienmainstreams beleuchten will. Interessant ist dabei vor allem sein ca. 1-stündiger Podcast, den er in Abständen von einigen Tagen herausbringt. So geht es in seinem neuesten Beitrag um die uns nach wie vor umgebende Wirtschaftskrise, die trotz (oder wegen?) all des derzeit an den Tag gelegten Aktionismus unserer Politiker keinesfalls eingedämmt oder unter Kontrolle ist: „Der Dollarverfall geht in die zweite Runde – die Krise gewinnt an Dynamik”. Wagandt prophezeit u.a. auch eine Hyperinflation als Folge der steigenden Verschuldungen durch die ganzen „Rettungspakete”. Hört mal rein, es lohnt sich, wie ich finde.

Der heutige Podcast hat wahrlich symbolisches in Sachen Geldmenge und Dollarwert zu berichten. So beabsichtigt die USA die “Mutter aller Bailouts” im Volumen von 7,4 Billionen (engl. Trillions) in Bewegung zu setzen. Fragt sich nur wo das Geld herkommen soll.

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Nov
25
2008
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Anti-Spam

Spam ist sicherlich mit die nervigste und grässlichste Form von Reklame, die moderne Gesellschaften heimsucht (bzw. als logische Konsequenz aus der Kombination von krimineller Energie, vermeintlicher Anonymität und Gewinnstreben entstanden ist). Nun hat das amerikanische Internetnetzwerk Facebook eine Klage gegen eine Spammerfirma aus Panama gewonnen und von einem Gericht Schadensersatz in Höhe von sage und schreibe 873 Mio. US$ zugesprochen bekommen – sehr schön! Facebook erhofft sich von dem Urteil eine abschreckende Wirkung auf andere professionelle Spammer, und ich hoffe mal mit.

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