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	<title>Konsumpf - Forum für kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting</title>
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		<title>Billig. Billiger. Banane.</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 07:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ARD-Doku „Billig. Billiger. Banane.“ schildert sehr gut, wie aus der Banane ein Ramschprodukt wurde – und sie macht wieder einmal deutlich, wie schädlich der Billigwahn und die Discounterschwemme für die Gesellschaft und die Umwelt ist. Denn der Preisdruck der großen Billigketten sorgt dafür, dass unhaltbare Zustände in dn Ernteländern aufrecht erhalten werden und gleichzeitig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ARD-Doku „<a href="http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/03062013-billig-billiger-banane-100.html"><strong>Billig. Billiger. Banane.</strong></a>“ schildert sehr gut, wie aus der Banane ein Ramschprodukt wurde – und sie macht wieder einmal deutlich, wie schädlich der Billigwahn und die Discounterschwemme für die Gesellschaft und die Umwelt ist. Denn der Preisdruck der großen Billigketten sorgt dafür, dass unhaltbare Zustände in dn Ernteländern aufrecht erhalten werden und gleichzeitig eine Art „Grundrecht auf billig“ in den Köpfen der Käufer entsteht. Interessant ist nämlich die Umfrage, die in der Dokumentation erwähnt wird – 80 % der Konsumenten finden gute Arbeits- und Sozialbedingungen wichtig, aber nur 13 % sind auch bereit, dementsprechend einzukaufen (= FairTrade &amp; Bio). Diese Konsumentenschizophrenie, von der unser Wirtschaftssystem lebt, hat eine niederländische Supermarktkette dadurch ausgehebelt, dass sie nur noch FairTrade-Bananen im Sortiment hat. Woraufhin der Gesamtumsatz im Banenenbereich im Unternehmen nicht etwa gesunken, sondern sogar gestiegen ist. Derzeit könnt Ihr Euch die Doku noch in der Mediathek anschauen – <a href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/15029180_billig-billiger-banane-ein-lebensmittel-wird"><strong>HIER</strong></a>. Oder bei YouTube, s.u.</p>
<blockquote><p>Über eine Million Tonnen Bananen essen die Deutschen jedes Jahr. Damit haben sie eine Spitzenposition in Europa – mit enormer Preismacht. Denn ein Drittel des gesamten EU-Bananenimports landet auf heimischen Ladentischen, in den Supermärkten und bei den Discountern. In einem gnadenlosen Preiskampf verkommt hier die gelbe Frucht zur Ramschware.</p>
<p>Der Preis für Bananen ist seit 20 Jahren nicht gestiegen. Der Film deckt die erstaunlich große Macht deutscher Supermarktketten auf und zeigt, welch dramatische Folgen unser Billigwahn für Arbeiter und Umwelt in den Anbauregionen Lateinamerikas hat.</p>
<p>Trotz möglicher Alternativen greifen die Kunden vor allem zu den Billigangeboten. Entgegen aller Lippenbekenntnisse fristen Bio- und Fair-Trade-Bananen ein Nischendasein. Der über ein Jahr lang recherchierte Film zeigt in eindringlichen Bildern: Die wahre &#8220;Bananenrepublik&#8221; liegt heutzutage nicht mehr in Lateinamerika, sondern in Deutschland.</p></blockquote>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/__FN5Sdnqg0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
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		<title>Süße Geschäfte</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 07:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich frage mich ja seit jeher, wie man wohl mental gestrickt sein muss, um erfolgreich in der Werbebranche arbeiten zu können. Als Reklame- oder Marketingmensch muss man schließlich seine ethisch-moralischen Maßstäbe an der Firmentür abgeben und die fatalen Auswirkungen seines Tuns verdrängen, sonst könnte man es kaum aushalten, seinen Lebensunterhalt mit dem Verführen und Belügen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich ja seit jeher, wie man wohl mental gestrickt sein muss, um erfolgreich in der Werbebranche arbeiten zu können. Als Reklame- oder Marketingmensch muss man schließlich seine ethisch-moralischen Maßstäbe an der Firmentür abgeben und die fatalen Auswirkungen seines Tuns verdrängen, sonst könnte man es kaum aushalten, seinen Lebensunterhalt mit dem Verführen und Belügen von Menschen zu bestreiten. Besonders perfide wird es ja im Bereich des Marketings, das sich an Kinder richtet (siehe auch den letzten Beitrag über den Goldenen Windbeutel) – hier stellt die „Lebens“mittelindustrie reihenweise Produkte her, die schädlich für die Gesundheit ihrer kleinen Kunden sind, d.h., deren Konsum keinen positiven Effekt hat, außer den, die eigenen Kassen zu füllen. Und tatsächlich finden sich genug Typen, die ihre Tage damit verbringen, sich Strategien auszudenken, die Vermarktungsstrategie noch lückenloser zu machen, um noch mehr von dem giftigen Zeugs abzusetzen. Im Grunde handeln Lebensmittelkonzerne nicht anders als Leute, die Kindern auf dem Schulhof Drogen verticken – sie versuchen mit aller Macht, sie abhängig von Sachen zu machen (wie Zucker, künstlichen Aromen etc.), die ihnen schaden. Die Zeit brachte neulich einen höchst lesenswerten, umfassenden Artikel zu der Problematik – „<a href="http://www.zeit.de/2013/20/kinder-marketing-werbung"><strong>Kindermarketing: Süße Geschäfte</strong></a>“. Lesetipp!</p>
<blockquote><p>Zuckrig, fettig, salzig – und unwiderstehlich. Kinder sind zu jung, um die Mechanismen der Werbung zu durchschauen. Die Lebensmittelhersteller nutzen das auf immer raffiniertere Weise aus.</p>
<p>(&#8230;) Es ist erstaunlich: Der deutsche Staat schreibt den Kindern heute vor, dass sie Helme tragen, wenn sie sich auf ein Fahrrad setzen. Er bestimmt über die Türbreite in Kindergärten, damit auch alle Jungen und Mädchen hindurchpassen, wenn es brennt. Er kontrolliert, ob Eltern ihre Kinder regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen. Er beschützt die Kinder vor allen erdenklichen Gefahren. Wenn es aber um Werbung geht, ist alles erlaubt.</p>
<p>(&#8230;) Der vielleicht noch größere Schaden aber entsteht in den Köpfen der Kinder. Die Unternehmen fordern sie nicht mehr nur auf, Schokoriegel zu essen – sie reden ihnen jetzt ein, sie seien Teil einer großen Schokoriegel-Erzählung. (&#8230;)</p>
<p>Essen ist kein Essen mehr, sondern Markenbotschafter. Geschichten sind keine Geschichten mehr, sondern Werbung. Die für Kinder wichtigsten Rituale – Essen und Geschichtenerzählen – werden kommerzialisiert. Die Unternehmen dringen nicht nur in die Familie und den Sportverein vor, sie versuchen auch, die Gedanken- und Gefühlswelt der Kinder zu besetzen. (&#8230;)</p></blockquote>
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		<title>Capri-Sonne erhält Goldenen Windbeutel 2013. Reaktionen und Gegenreaktionen</title>
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		<pubDate>Mon, 27 May 2013 09:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einer Weile hatte ich ja auf die Wahl zum Goldenen Windbeutel, der dreistesten Werbelüge des Jahres, hingewiesen, die von der Verbraucherschutzorganisation foodwatch durchgeführt wurde. Helmut Schnug vom Kritischen Netzwerk hat den „Sieger“ gewürdigt und die Reaktionen darauf analysiert. „Capri-Sonne erhält Goldenen Windbeutel 2013. Reaktionen und Gegenreaktionen“: &#8212;&#8212;&#8211; 120.000 Verbraucher haben über aggressive Marketingmethoden bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einer Weile hatte ich ja auf die Wahl zum Goldenen Windbeutel, der dreistesten Werbelüge des Jahres, hingewiesen, die von der Verbraucherschutzorganisation foodwatch durchgeführt wurde. <strong>Helmut Schnug</strong> vom <strong>Kritischen Netzwerk</strong> hat den „Sieger“ gewürdigt und die Reaktionen darauf analysiert. „<a href="http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/capri-sonne-erhaelt-goldenen-windbeutel-2013-reaktionen-und-gegenreaktionen"><strong>Capri-Sonne erhält Goldenen Windbeutel 2013. Reaktionen und Gegenreaktionen</strong></a>“:</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>120.000 Verbraucher haben über aggressive Marketingmethoden bei Kinderprodukten abgestimmt – und entschieden: Die Werbung für den Soft-Drink Capri-Sonne ist die schlimmste. foodwatch wollte daher dem Hersteller Wild (SiSi-Werke) am 16. Mai am Firmensitz in Eppelheim bei Heidelberg den Goldenen Windbeutel 2013 für die dreisteste Werbemasche des Jahres verleihen.</p>
<p>Capri-Sonne (in der Geschmacksrichtung Orange) enthält pro 200-Milliliter-Beutel umgerechnet sechseinhalb Stück Würfelzucker und damit mehr als ein gleich großes Glas Fanta Orange. Da der Konsum zuckerhaltiger Getränke ohnehin bereits zu hoch ist und Übergewicht unter Kindern grassiert, forderte foodwatch das Unternehmen auf, alle Werbe- und Marketingaktivitäten zu stoppen, die sich gezielt an Kinder richten.</p>
<p><img src="http://www.kritisches-netzwerk.de/sites/default/files/u17/2013_Goldener_Windbeutel_Capri-Sonne.jpg" alt="" width="499" height="353" /></p>
<p>Capri-Sonne &amp; Co. sind Dickmacher ersten Ranges, das ist wissenschaftlich erwiesen. Dennoch fixt Wild Kinder auf allen Kanälen an, immer noch mehr Zuckergetränke zu konsumieren – im Internet, Fernsehen, in der Schule, bei Sportveranstaltungen und sogar als Kinderbetreuer in Ferienanlagen. In einer ganzen Reihe von Studien ist der Zusammenhang zwischen Soft-Drink-Konsum und dem Risiko für die Bildung von Übergewicht belegt. In Deutschland gelten 15 Prozent der Kinder als übergewichtig, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös). foodwatch fordert daher ein grundsätzliches Verbot der Bewerbung unausgewogener Produkte direkt an Kinder.</p>
<p>Bei der von foodwatch ausgerufenen Online-Wahl zum Goldenen Windbeutel auf www.goldenerwindbeutel.de haben sich vom 18. April bis zum 15. Mai 2013 insgesamt 119.835 Verbraucher beteiligt. Das Ergebnis im Detail:</p>
<ul>
<li><strong>Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke: 51.054 Stimmen / 42,6 %</strong></li>
</ul>
<ul>
<li>Paula von Dr. Oetker: 26.231 Stimmen / 21,9 %</li>
</ul>
<ul>
<li>Kosmostars von Nestlé: 24.710 Stimmen / 20,6 %</li>
</ul>
<ul>
<li>Monsterbacke Knister von Ehrmann: 11.580 Stimmen / 9,7 %</li>
</ul>
<ul>
<li>Pom-Bär von funny-frisch (Intersnack): 6.260 Stimmen / 5,2 %</li>
</ul>
<p>Capri-Sonne richtet sich mit einer ganzen Reihe von Marketingaktivitäten direkt an Kinder und sucht dabei gezielt die Nähe zum Sport. Capri-Sonne tritt als Sponsor und Veranstalter von Sportevents für Kinder auf, betreut Kinder in Hotelanlagen, spricht diese gezielt mit einer Internetseite an und macht sie über ihre facebook-Seite zu Markenbotschaftern. Bis Anfang Mai verbreitete der Hersteller zudem werbliches Unterrichtsmaterial an Grundschullehrer, in dem Kindern die Ernährungsempfehlung ausgesprochen wurde, „viel“ Capri-Sonne zu verzehren. Nach der foodwatch-Kritik stoppte Wild die Verbreitung des Materials – ein erster, kleiner Erfolg des Goldenen Windbeutels 2013.</p>
<p>Anders als in den Vorjahren hatte foodwatch beim Goldenen Windbeutel 2013 nicht die Werbelüge des Jahres, sondern die dreisteste Werbemasche bei einem Kinderprodukt gesucht. Nachdem in den Jahren 2009 bis 2012 das Thema Etikettenschwindel im Blickpunkt stand, möchte foodwatch nun das Problem der Fehlernährung bei Kindern und die Verantwortung der Lebensmittelindustrie in den Fokus rücken. Bei einem Marktcheck mit mehr als 1.500 Produkten hat foodwatch 2012 belegt, dass drei Viertel der direkt an Kinder vermarkteten Lebensmittel zur Kategorie der süßen oder fettigen Snacks gehören. Das Angebot folgt einer ökonomischen Logik: Während die Gewinnmargen bei Obst und Gemüse unter 5 Prozent liegen, betragen sie bei Junkfood, Soft-Drinks und Süßwaren bis zu 18 Prozent. Lebensmittelhersteller haben daher ein finanzielles Interesse daran, möglichst viele unausgewogene Kinderprodukte zu verkaufen.</p>
<p>Obwohl foodwatch den fünf nominierten Unternehmen bereits zum Start der Abstimmung einen Besuch beim Gewinner für den heutigen Tag angekündigt und um ein Gespräch angefragt hatte, machte Wild die Schotten dicht. Das Unternehmen lehnte die Annahme des Preises ab. Die Pförtner forderten zunächst Fernsehteams und Hörfunkjournalisten auf, ihre Aufnahmen zu stoppen. Im Pförtner-Häuschen sagten sie den foodwatch-Aktivisten dann unter Ausschluss von Medienvertretern, dass die Geschäftsführung nicht im Hause sei und kein Unternehmensvertreter für ein Gespräch zur Verfügung stehe. Die goldene Windbeutel-Skulptur mussten die foodwatch-Aktivisten wieder mitnehmen: „Wir dürfen keine Gegenstände annehmen“, so die Pförtner. „Wir sollen ausrichten, dass die Deutsche SiSi das Geschenk nicht annimmt.“ Die Aufforderung „Lasst die Kinder mit Zuckerbomben-Marketing in Ruhe“ ließ foodwatch als alternatives „Geschenk“ auf der Straße vor der Pforte zurück.</p>
<p>Die Pförtner händigten lediglich eine schriftliche Stellungnahme aus, in der der Hersteller zwar erklärt, dass er (wie vorgeschrieben) alle Zutaten „vollständig“ und „auf jedem Beutel“ deklariert – aber mit keiner Silbe auf die Kritik am aggressiven Marketing bei Kindern eingeht.<br />
<strong>Ihr foodwatch Team</strong></p>
<p><strong>Böse, böse Dickmacher</strong></p>
<p>Am 19.05.2013 erschien in der Welt am Sonntag unter dem Titel &#8220;Böse, böse Dickmacher&#8221; ein Porträt über foodwatch. Nach Auffassung von foodwatch ist der Text in hohem Maße tendenziös, verzerrend und leider auch fehlerhaft. In einer ausführlichen Stellungnahme äußert sich foodwatch zu den Vorwürfen, zu denen die Verbraucherorganisation im Vorfeld der Veröffentlichung größtenteils nicht einmal befragt wurde. Hier die ersten Zeilen des Artikels:</p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<blockquote><p><strong>Böse, böse Dickmacher</strong><br />
Foodwatch inszeniert sich als David im Kampf gegen eine mächtige Industrie. Dabei übt die kleine Verbraucherorganisation mittlerweile selbst großen Einfluss aus – mit umstrittenen Methoden.<br />
Grau ist der Mittwoch dieser Woche in Heidelberg-Eppelheim. Das winzige Trüppchen Demonstranten am Werkstor des Getränkeherstellers Wild fällt trotzdem auf. Eine Aktivistin steckt in einem Capri-Sonne-Orange-Kostüm und klagt in die Kamera der ARD: &#8220;Ich bin ein übersüßer Dickmacher und werde viel zu viel von Kindern verzehrt.&#8221; Ein junger Mann in knallroter Regenjacke versucht, einen fußballgroßen goldenen Windbeutel an den Pförtner des Unternehmens zu überreichen. Der Mann verweist die Demonstranten unwirsch vom Firmengelände.<br />
<strong>► </strong><strong>bitte lest zunächst den vollständigen Artikel bei WELT.de</strong>  &#8211; <a href="http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article116330848/Boese-boese-Dickmacher.html" target="_blank">weiter</a></p></blockquote>
<p>Als Initiator des Kritischen Netzwerkes halte ich es für enorm wichtig, immer wieder aufzuzeigen, mit welcher Polemik und journalistischen Unkorrektheiten führende (Mainstream-)Medien hierzulande permanent aufrechte Einzelkämpfer und NGOs &#8211; wie in diesem Falle foodwatch e.V. – in der breiten Öffentlichkeit vorführen und verunglimpfen. Die wirtschaftlichen Interessen großer Tageszeitungen und anderer Medien sind natürlich legitim und damit auch ein positives, wohlwollendes Verhältnis zu den Werbekunden, aber eine dringend notwendige Verbraucheraufklärung durch sachliche wie nachweisbare Fakten bleibt oftmals auf der Strecke. Und hier kommen wir ins Spiel: partei- und wirtschaftsunabhängige alternative NGOs, Medien und Blogger.</p>
<p>Die offizielle Stellungnahme von foodwatch zum foodwatch-Porträt in der Welt am Sonntag vom 19.5.2013 muss deshalb im KN eine besondere Aufmerksamkeit erfahren und ich bitte alle LeserInnen, sich daraus selbst eigene Gedanken zu machen und mögliche Konsequenzen hinsichtlich Kauf- und Leseverhalten zu ziehen. Den engagierten Frauen und Männern des Vereines foodwatch e.V. gebührt jedenfalls mein Respekt und darf sich eines weiteren medialen Supports durch das Kritische Netzwerk sicher sein.</p>
<p>&#8212;&#8212;-</p>
<p><strong>Stellungnahme zum foodwatch-Portrait „Böse, böse Dickmacher“ in der Welt am Sonntag vom 19. Mai 2013</strong><br />
<strong>Berlin, 20. Mai 2013</strong></p>
<p>Wir freuen uns über das Interesse der Welt am Sonntag (WamS) an foodwatch – es ist ja nicht alltäglich, dass ein fünfköpfiges Autorenteam sich mit der Arbeit einer NGO befasst. Dabei haben wir nicht den Anspruch, dass unsere Positionen am Ende von jedem geteilt werden. Selbstverständlich freuen wir uns auch über die notwendige kritische Begleitung, wenn sie fair und nach guter journalistischer Praxis erfolgt. Der am 19. Mai erschienene Text „Böse, böse Dickmacher“ ist jedoch in hohem Maße tendenziös, verzerrend und leider auch fehlerhaft. Viele Faktendarstellungen von Autoren und Zitatgebern halten einer Überprüfung nicht stand, zu den meisten im Text transportierten Vorwürfen ist foodwatch noch nicht einmal befragt worden.</p>
<p>Die Vermutung drängt sich auf, dass da die These des Artikels von Vornherein feststand und durch allzu viel Recherche auch nicht zerstört werden sollte – dies zeigt sich in jeder Passage des Textes und war auch bereits unser Eindruck , als uns in der vergangenen Woche die Anfrage des Redaktions-Hospitanten erreicht hat.</p>
<p><strong>Gern möchten wir eine Reihe von Punkten richtigstellen und geraderücken:</strong><br />
<strong>1. </strong>Die Fehlerkette beginnt schon beim Aufmacher-Bild, das die WamS aus unserem Presse-Downloadbereich entnommen hat, und der zugehörigen Bildunterschrift: Bei den gezeigten handelt es sich keineswegs, wie die WamS schreibt, um „von foodwatch als ungesund eingestufte Produkte“, sondern schlichtweg um eine von foodwatch unkommentiert gelassene Zusammenstellung von Kinderlebensmitteln, die die Vielfalt von Verpackungsgestaltungen zeigen sollen, mit denen Lebensmittelhersteller Kinder ansprechen. Die angebliche Einstufung als „ungesund“, die bei einigen der abgebildeten Produkte zudem unsinnig ist, ist eine freie Erfindung der Redaktion.</p>
<p><strong>2. </strong>Die Autoren erwecken durch ihre reportage-artige Schilderung im Einstieg des Textes den Eindruck, sie wären sie bei der foodwatch-Aktion zur Verleihung des Goldenen Windbeutels bei Capri-Sonne in Heidelberg-Eppelheim dabei gewesen. Tatsächlich war kein Vertreter der Welt oder der WamS vor Ort. foodwatch hätte diese Möglichkeit gern eingeräumt, es gab jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Anfrage für die Teilnahme an der Aktion.</p>
<p><strong>3. </strong>Frei erfunden ist die Darstellung, dass am vergangenen Freitag foodwatch-Mitarbeiter „gemeinsam die Resonanz der Windbeutel-Kampagne“ auswerteten – auch wenn die Autoren den Eindruck erwecken, bei einer solchen Besprechung dabei gewesen zu sein, es gab keine solche. Das mag zwar eine Kleinigkeit sein, zeigt jedoch, wie genau es die WamS-Autoren mit der Wahrheit nehmen. Nach einem unangekündigten Überraschungsbesuch des Redaktionshospitanten am Freitagmorgen, der „zufällig in der Gegend“ gewesen zu sein vorgab, hatten sich vielmehr zwei foodwatch-Mitarbeiter die Zeit genommen, Fragen zum Goldenen Windbeutel im Interview mit dem WamS-Hospitanten zu beantworten.</p>
<p>So ungewöhnlich dieses Vorgehen, so ungewöhnlich der gesamte Weg der WamS-Recherchen: Der Redaktionshospitant hatte in der vergangenen Woche in der foodwatch-Pressestelle angefragt, ob er kurzfristig einen Tag im foodwatch-Büro verbringen könne, um Eindrücke zu gewinnen. Solche Besuche machen wir zwar grundsätzlich immer wieder möglich (in der Vergangenheit auch schon für eine Journalistin der Welt), aus zeitlichen Gründen mussten wir dies wegen der Verleihung des Goldenen Windbeutels für die vergangene Woche jedoch absagen. Stattdessen hatten wir wunschgemäß für Freitag ein Telefonat zum Goldenen Windbeutel in Aussicht gestellt. Daraus wurde dann der beschriebene Überraschungsbesuch und im Anschluss eine Reihe von E-Mails, in denen der Redaktionshospitant foodwatch mit verschiedenen Vorwürfen in Form von Zitaten konfrontierte, über deren Urheber er größtenteils noch nicht einmal informiert war. Zu allen Fragen und Vorwürfen haben wir ausführlich mit Stellungnahmen geantwortet, was nur zu einem geringen Teil redaktionell berücksichtigt wurde. Zum Großteil der im Text genannten Kritikpunkte und Vorwürfe wurde foodwatch jedoch gar nicht erst um Stellungnahme gefragt. Dies widerspricht nicht nur den Grundregeln journalistischen Arbeitens, sondern führt auch zu einer Reihe von Falschdarstellungen und Verzerrungen, auf die wir im Folgenden eingehen möchten.</p>
<p><strong>4.</strong> Die WamS macht sich leider nicht die Mühe, die von foodwatch im Zuge der Wahl zum Goldenen Windbeutel formulierte Kritik korrekt oder vollständig wiederzugeben. Diese befasst sich vor dem Hintergrund des unter Kindern grassierenden Übergewichts mit den vielfältigen und aggressiven, gezielt auf Kinder zielenden Marketingmethoden für unausgewogene Produkte, so zum Beispiel für dem stark zuckerhaltigen Soft Drink Capri-Sonne, der aus der Online-Wahl als „Sieger“ hervorging. Hätten die Autoren diesen Zusammenhang aus gesundheitlichen Problemen, unausgewogenen Produkten und aggressivem Marketing gezielt an Kinder dargestellt, so wäre dem Leser auch schnell klar gewesen, dass das vom Capri-Sonne-Hersteller zur Entgegnung angeführte und von der WamS ohne Einordnung übernommene „Argument“, dass der Hersteller schließlich auch ein „Capri-Sonne Bio-Schorly“ anbiete, mit der eigentlichen Kritik überhaupt nichts zu tun hat – auf diese ist das Unternehmen in seiner Stellungnahme nämlich gar nicht erst eingegangen. Stattdessen hat es nach der foodwatch-Kritik die Verbreitung von „Unterrichtsmaterialien“ an Grundschullehrer, die in Wahrheit Werbebroschüren für Capri Sonne sind, gestoppt . Ebenfalls eine bekannte Tatsache, die die WamS unerwähnt lässt.</p>
<p><strong>► bitte lest die vollständige foodwatch &#8211; Stellungnahme</strong> – <a href="http://www.foodwatch.org/uploads/media/2013-05-20_Stellungnahme_zur_Welt_am_Sonntag.pdf" target="_blank">weiter</a>  <img src="http://www.kritisches-netzwerk.de/sites/default/files/u17/PDF_Symbol_big.gif" alt="" /><br />
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		<title>Markenkraken</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 07:19:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Zeit brachte neulich eine sehr schöne Übersicht, die zeigt, welche Marken so alles zu den wenigen Großkonzernen gehören, die den Konsumgütermarkt beherrschen. Die einfachste Konsumempfehlung, die man an dieser Stelle geben kann: Keine der Marken kaufen, die Ihr hier aufgelistet findet! „Markenkraken“ Die Vielfalt täuscht: Zwar gibt es weltweit Millionen von Produktmarken, dahinter stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zeit</strong> brachte neulich eine sehr schöne Übersicht, die zeigt, welche Marken so alles zu den wenigen Großkonzernen gehören, die den Konsumgütermarkt beherrschen. Die einfachste Konsumempfehlung, die man an dieser Stelle geben kann: Keine der Marken kaufen, die Ihr hier aufgelistet findet! „<a href="http://www.zeit.de/2013/19/infografik-marken"><strong>Markenkraken</strong></a>“</p>
<blockquote><p>Die Vielfalt täuscht: Zwar gibt es weltweit Millionen von Produktmarken, dahinter stehen aber nur wenige Konzerne. Oft finden sich vermeintliche Konkurrenten unter einem Dach, etwa die Katzenfuttermarken Whiskas und Kitekat. Wir zeigen die 16 umsatzstärksten Unternehmen, die uns Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren, Kosmetika und Reinigungsmittel verkaufen.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2013/19/infografik-marken"><img class="alignnone size-full wp-image-14924" title="s39-infografik-marken-180xVar" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/05/s39-infografik-marken-180xVar.jpg" alt="" width="180" height="264" /></a></p></blockquote>
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		<title>Lesetipps: Red Bull &#124; AfD &#124; Fußballmanie &#124; Wachstumswahn &#124; Außenwerbung</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 06:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, keine Angst, ich lebe noch – und der Konsumpf natürlich auch. Heute will ich Euch wieder ein paar Fundstücke aus dem Netz ans Herz legen. Beginnen möchte ich mit einer interessanten Dokumentation über den österreichischen Brausefabrikanten Red Bull, der sich vor allem im Sportbereich unaufhaltsam ausbreitet – der letzte Coup ist RB Leipzig, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, keine Angst, ich lebe noch – und der Konsumpf natürlich auch. <img src='http://konsumpf.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Heute will ich Euch wieder ein paar Fundstücke aus dem Netz ans Herz legen. Beginnen möchte ich mit einer interessanten Dokumentation über den österreichischen Brausefabrikanten Red Bull, der sich vor allem im Sportbereich unaufhaltsam ausbreitet – der letzte Coup ist RB Leipzig, ein Kunstprodukt, das drauf und dran ist, in den bezahlten Fußball aufzusteigen. Seit längerem befeuert der Konzern zum Beispiel aber auch die Extremsportszene, wie man in der ARD-Reportage „<a href="http://programm.daserste.de/pages/programm/detailArch.aspx?id=A988C566271C27F47AA2BD7C6A59FC60"><strong>Die dunkle Seite von Red Bull</strong></a>“ zu sehen bekommt. Nun muss ich ganz ehrlich sagen, dass sich mein Mitleid mit Menschen, die diesen „Fun“sportarten nachgehen, sich also freiwillig in große Gefahr begeben, weil sie den Adrenalinkick suchen, und dann dabei verunglücken, stark in Grenzen hält. Selbst Schuld, wird ja keiner gezwungen, so einen Unfug mitzumachen&#8230; Aber natürlich ist es nicht akzeptabel, dass Red Bull diesen Wahnsinn auch noch anheizt und für sein Image ausschlachtet.</p>
<blockquote><p>Mit seinen Energy-Drinks hat Red Bull ein Milliardenimperium geschaffen. Ein Grund für den Erfolg: Eine bislang einzigartige Marketingmaschine. Red Bull hat die Formel 1 verändert, einen Sprung aus der Stratosphäre gesponsert, Extremsportarten auf die Spitze getrieben. Doch der PR-Hype von Red Bull ist umstritten. Bei einigen Aktionen sind Sportler tödlich verunglückt. Geht Red Bull zu weit?<br />
&#8220;Die Story&#8221; deckt die Hintergründe mehrerer Todesfälle auf, die mit Red-Bull-Werbemaßnahmen in Verbindung stehen. So stirbt 2009 ein Schweizer Basejumper beim Sprung von einem Züricher Hochhaus. Einige Wochen zuvor springt ein amerikanischer Stuntman mit einem Wingsuit, einem Flügelanzug, aus einem Hubschrauber und kracht gegen eine Felswand. Dieser Sprung ist sogar Teil eines geplanten Kinofilms. Ebenfalls für einen Film springt ein kanadischer Extremskifahrer von einer 300 Meter hohen Klippe in den Dolomiten. Er will vor Kameras einen doppelten Salto-Rückwärts zeigen, danach im Fallen seine Ski abwerfen, im Wingsuit nach unten gleiten, dann seinen Fallschirm ziehen. Auch bei seiner Aktion sollen offenbar Zuschauer an den Werbeslogan „Red Bull verleiht Flügel&#8221; denken. Doch das Kunststück misslingt. Der Extremsportler schlägt vor den Augen der Filmcrew auf dem Boden auf. Der Film über ihn wird dennoch fertig gestellt &#8211; the show must go on.<br />
Autor Helmar Büchel hat für den ARD-Film „Die dunkle Seite von Red Bull&#8221; mit Angehörigen, Freunden und Werbefachleuten in Europa und den USA gesprochen. Viele beklagen, dass der gestiegene Marketingdruck, den auch Red Bull entfacht, Extremsportler zu immer größeren Risiken verleitet. Der Film zeigt auch, wie wenig Red Bull bereit ist, sich mit der wachsenden Kritik öffentlich auseinanderzusetzen.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/5I2mrD-PEFE?rel=0" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe></p>
<p>Ich hoffe, keiner meiner Leser liebäugelt mit dem Gedanken, bei der nächsten Wahl seine Stimme den Leute von der „<strong>Alternative für Deutschland</strong>“ (AfD) zu geben? Falls doch, sollte er oder sie sich vielleicht mal den Artikel „<a href="http://taz.de/Debatte-Alternative-fuer-Deutschland/!115108/"><strong>Die deutsche Tea-Party</strong></a>“ von <strong>Jens Berger</strong> in der taz durchlesen:</p>
<blockquote><p>Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass auch das deutsche Parteiensystem durch eine bürgerliche Protestpartei rechts von der Union erweitert würde. Jetzt, mit der Alternative für Deutschland, scheint sie da zu sein. Es ist ebenfalls keine große Überraschung, dass die AfD in ersten Stellungnahmen von progressiven Geistern wegen ihrer – zweifelsohne vorhandenen – rechtspopulistischen Tendenzen gebrandmarkt wird.</p>
<p>Doch diese Kritik greift zu kurz, orientiert sie sich doch an der klassischen Gesäßgeografie, dem Rechts-links-Schema. Wer die AfD auf ihren Rechtspopulismus reduziert, verkennt die eigentliche ideologische Gefahr, die von dieser Partei ausgeht. (&#8230;)</p>
<p>Diese Position übertrifft in Sachen Marktradikalität die FDP bei Weitem und kann als Marktfundamentalismus bezeichnet werden kann. Sie basiert auf den theoretischen Werken von Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek (der sogenannten Österreichischen Schule) und den philosophischen Schriften von Ayn Rand.</p>
<p>Der Paläolibertarismus fordert die Unterwerfung aller Lebensbereiche unter die Marktideologie. Soziale Autoritäten wie Familie und die Kirche sollen dabei das Individuum vor dem Staat schützen, der für Paläolibertäre das Feindbild ist. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Auch <strong>Kerstin Ludwig</strong> hat auf Carta sich das „<a href="http://carta.info/57165/alternative-fur-deutschland-ein-wahlprogramm/">Wahlprogramm der AfD</a>“ mal näher angeschaut:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Die Alternative für Deutschland ist keine. Denn abgesehen von den Fehlern, die ich im Wahlprogramm finde: Es wird an keiner Stelle gesagt, wie das umgesetzt werden soll. Es wird eine Reihe von Forderungen gestellt, es werden Probleme beschrieben, aber nirgends Lösungen angeboten.</p>
<p>Die Forderungen werden in populistischer Manier aufgelistet – und wenn man hinguckt, sieht man … <a title="genau" href="http://arizonaoddities.com/wp-content/uploads/2011/02/Tumbleweed_rolling_2.jpg" target="_blank">genau</a>.</p>
<p>Mit Forderungen allein bietet man keine Alternative. Das geht nur, wenn man auch Lösungsvorschläge macht. Wenn man klar Ross und Reiter benennt. Wenn man auch sagt, wie das Ganze finanziert werden soll. Einfach nur eine Reihe von Forderungen aufstellen und dann bei der Lösung kneifen, ist feige.</p>
<p>Feige Politiker haben wir schon mehr als genug. Wir brauchen Mut. Und Rückgrat. Beides kann ich bei der AfD nicht erkennen.</p></blockquote>
<p>Und, auch schon im Champions League-Fieber? Falls ja, so befindet man sich in bester Gesellschaft, denn Fußball ist längst salonfähig geworden. Und lenkt, getreu dem Motto „Brot und Spiele“ die Menschen gut von den eigentlichen Problemen der Welt ab, wie auch Die Zeit in „<strong>Fußballmanie lässt die Politik dahinsiechen</strong>“ konstatiert:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) In Zukunft soll das Bruttosozialprodukt als Indikator für die Leistungsfähigkeit unseres Landes abgeschafft werden. Es ist nicht mehr fähig, die aktuelle Lebenssituation der Bundesbürger abzubilden – es gilt als veraltet. Bei der Einführung eines neuen Maßstabs sollte man dringend das Fußballinteresse einbeziehen; es zählt heute zu jenen Faktoren, die das Lebensgefühl in Deutschland wesentlich ausmachen. Als die wichtigsten Fragen der Zeit werden hier die Halbfinalbegegnungen der Borussia und der Bayern gegen die übermächtig erscheinenden spanischen Fußballklubs diskutiert.</p>
<p>Angesichts dieser Fußballmanie kann man sich fragen, was mit diesem Land los ist. Es gibt schließlich nicht nur das Europa der Champions League, sondern auch das Europa der Nationen, die unter der Finanzkrise und ihrer innenpolitischen Instabilität leiden. Von den Turbulenzen des politischen Europaprojekts nimmt das deutsche Publikum in den Abendnachrichten Kenntnis – und freut sich auf Real und Barça. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Zum Thema Sedierung passt natürlich auch Konsum und Reklame – <strong>Claudia Klinger</strong> hat sich im Digital Diary ihre Gedanken zum Wachstumswahn und dem Konsum gemacht: „<strong>In Teufels Klauen – zur Krisenlage</strong>“</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Diesseits anderer Krisen-Faktoren ist DAS aus meiner Sicht die stärkste Wurzel der Krise: <strong>Es gibt kein natürliches Wachstum mehr.</strong> In Europa haben länger schon alle, die genug Geld oder Kreditwürdigkeit besitzen, um MEHR zu kaufen, keinen Bedarf nach MEHR. Man hat alles, was man zum Leben braucht und viele haben sogar weit mehr als das. Ja, einige beginnen sogar, zuviel Besitz als Last zu begreifen und sich von der Konsumismus-Religion angeödet abzuwenden: ab ins Abenteuer Richtung Down-Sizing, Entschleunigung, “weniger ist mehr”…. Gleichzeitig verarmen immer mehr Menschen oder geraten zumindest in Angst, ihren Status Quo zu verlieren und fallen damit auch als Wachstumstreiber aus. Wachstum aber wird benötigt, denn unser Geld/Finanzsystem funktioniert auf Dauer nur mit Wachstum.</p>
<p>Klar, ab und zu gelingt es noch, eine neue Produktlinie zu kreieren und z.B. allen einzureden, dass man hochwertige Espresso-Maschinen haben muss, und anstatt Kaffeebohnen oder Pulver mehrfach so teure “Pads”. Aber das sind seltene Glücksfälle, deren Erfolge zudem prekär bleiben: eine Waschmaschine MUSS man haben, wogegen eine Espressomaschine verzichtbar ist, wenn sie nach Ablauf der Garantie-Zeit per <a href="https://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;ved=0CDMQFjAA&amp;url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FObsoleszenz&amp;ei=_MNtUaPDEMzgtQafhoCwDA&amp;usg=AFQjCNGp2wXxpP8zkaVqY9qUuS1eBrVt0A&amp;bvm=bv.45218183,d.Yms">Obsoleszenz</a> allzusehr nervt.</p>
<p>Auch Smartphones und Tablets sind eine neue, boomende Produktkategorie. Gefühlt wichtiger als die Waschmaschine, weshalb viele bereit sind, in kurzen Abständen die jeweils neuesten Gadjets zu kaufen. Der deutschen Wirtschaft hilft das allerdings nicht groß auf, “wir” machen ja immer noch lieber in Maschinen, Autos und <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/?id=5321">Waffen</a>. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Apropos Reklame – „<a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/uebergrosse-aussenwerbung-reklame-soll-aus-dem-stadtbild-verdraengt-werden/8047794.html"><strong>Übergroße Außenwerbung – Reklame soll aus dem Stadtbild verdrängt werden</strong></a>“, wie der Tagesspiegel Berlin berichtet. Bravo!</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Eine Stadt ohne Werbung? Schwer vorstellbar für die meisten von uns, wenn auch <a href="http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/fotogalerie-uebergrosse-werbeflaechen-in-berlin/4162092.html" target="_self">Berlin vermutlich weniger dicht mit Reklameflächen zugestellt ist als viele vergleichbare Städte.</a> Die Ausnahme ist Sao Paulo in Brasilien, wo seit 2010 jegliche Außenwerbung verboten ist – ein Vorbild für den 26-jährigen Politikwissenschaftler Jan Korte, der diese Idee in Berlin durchsetzen will. „Amt für Werbefreiheit und gutes Leben“ heißt die Facebook-Seite, die er jetzt zusammen mit rund 30 Freunden gegründet hat. Dort beschreibt man sich als „Fachbehörde für einen Kiez ohne kommerzielle Außenwerbung“.</p>
<div>
<p>Kortes Überzeugung ergibt sich logisch aus dem Facebook-Titel: „Werbung verhindert gutes Leben“.</p>
<p>Dahinter steckt einer der gegenwärtig höchst aktuellen kapitalismuskritischen Gedankengänge: Werbung reizt demnach zum Konsum an, was im Sinne der vielbeschworenen Nachhaltigkeit des Lebensstils verwerflich sei – der „Konsumterror“, zentrales Schlagwort der Studentenbewegung, ist unter anderen Vorzeichen auferstanden. Außerdem heißt es, Werbung erzeuge Stress, verschlechtere also die Lebensqualität durch visuelle und auditive Reize und wirke durch neue technische Ansätze immer stärker manipulativ. (&#8230;)</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Zum Abschluss möchte ich Euch noch auf ein interessantes Projekt hinweisen, das aktuell via Startnext finanziert wird, also Eure Mithilfe benötigt – „<a href="http://www.startnext.de/nachhaltiger-konsum"><strong>Gemeinnütziges Portal in Händen einer Community – Nachhaltiger Konsum</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>Nachhaltiger Konsum ist ein Projekt, ganz in den Händen einer Community die nicht nur am Umsatz beteiligt wird, sondern aktiv an der Gestaltung mitwirkt und weitreichende Mitbestimmungsrechte besitzt. Es ist gemeinnütziges Portal welches nicht nur auf die oftmals verheerenden Folgen unserer Konsumgewohnheiten hinweisen möchte, sondern auch direkt Alternativen bietet und sich dabei lediglich aus Spenden finanziert.</p></blockquote>
</div>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/3f47954edb1a437d9889021ca8f67790" width="1" height="1" alt=""><br />
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		<title>Finger weg von unseren Feldern!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 13:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlegendes]]></category>
		<category><![CDATA[Konzernkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Saatgut]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Aufruf von Utopia will ich doch auch gerne an dieser Stelle verbreiten: Neue EU-Richtlinie bedroht die Saatgut-Vielfalt Finger weg von unseren Feldern! Alle Bauern haben bald die gleichen Kartoffeln und wir sind die Dummen! Die EU-Kommission will einen Entwurf zur Neuregelung des Saatgutrechts verabschieden, der die Vielfalt unserer Obst- und Gemüsesorten gefährdet. Agrarkonzerne wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Aufruf von <a href="http://www.utopia.de/magazin/finger-weg-von-unseren-feldern-eu-saatgutrecht-reform-petition">Utopia</a> will ich doch auch gerne an dieser Stelle verbreiten:</p>
<blockquote><header>
<div id="setcard-title">Neue EU-Richtlinie bedroht die Saatgut-Vielfalt</div>
<h1>Finger weg von unseren Feldern!</h1>
</header>
<div id="article">
<div>
<div>Alle Bauern haben bald die gleichen Kartoffeln und wir sind die Dummen! Die EU-Kommission will einen Entwurf zur Neuregelung des Saatgutrechts verabschieden, der die Vielfalt unserer Obst- und Gemüsesorten gefährdet. Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngeta und BASF würden vom Einheitsbrei auf dem Feld proftieren. Lassen Sie nicht die Konzerne bestimmen, was Sie essen und unterzeichnen Sie jetzt die Petition.</div>
</div>
</div>
<div>
<p>Glauben Sie an die Vielfalt und daran, dass es von ein und derselben Nutzpflanze viele Arten geben sollte? Sollten Ihrer Meinung nach auch in Zukunft seltene Apfel- und Kartoffelsorten im Handel erhältlich sein? Finden Sie, dass ein Bauer selbst darüber entscheiden soll, welche Samen er aussäht? Dann werden Ihnen die EU-Pläne zum Saatgutrecht nicht gefallen.</p>
</div>
<h2>Konzerne wollen unser Essen kontrollieren</h2>
<div>
<p>Am 06. Mai 2013 wird die Kommission einen Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Saatguts vorlegen. In diesem Entwurf soll es Bauern und Händlern verboten werden, Saatgut zu verkaufen oder zu verwenden, das nicht von der EU lizenziert worden ist. Mit anderen Worten: Ein Bauer kann aus seiner eigenen Ernte kein eigenes Saatgut erzeugen oder es weiter geben, falls dies nicht lizensiert ist.</p>
<p>Die Lizenzierung des Saatguts ist aufwendig und kostspielig. Alte und regionale Sorten würden von der Bildfläche verschwinden. Den industriell genormten Hybridsamen (eigens gezüchtete Sorten) von Monsanto, Syngeta, BASF &amp; Co. würde der Weg geebnet. Wenig verschiedene Sorten bedeuten niedrige Erzeugungskosten durch billige Massenproduktion, die Konzerne würden somit ihren Profit maximieren. Und könnten bald kontrollieren, welche Pflanzensorten in der EU noch angebaut und gehandelt werden. Wir dürften nicht mehr selbst entscheiden, was in unseren Beeten oder auf unserem Teller landet.</p>
</div>
<div>(&#8230;) Es liegt nun an den verantwortlichen Politikern und EU-Abgeordneten der einzelnen Länder, diesen Entwurf im EU-Parlament abzuschmettern. Bei der gentechnik- und industriekritischen Organisation Save our Seeds können Sie eine Petition gegen die Neuregelung unterzeichnen. Bei Unterzeichnung wird außerdem automatisch eine E-Mail an die Agrarministerin Aigner und die deutsche EU-Kommission versendet, Ihrer Stimme wird also gleich doppelt Ausdruck verliehen. Zeigen Sie unseren Politikern, dass wir Vielfalt statt Einheitsbrei auf dem Teller wollen!</div>
<div>
<h3><a href="http://www.saveourseeds.org/aktionen/werde-aktiv/petition-saatgutverordnung.html"><img src="http://www.utopia.de/uploads/assets/editor/2013/04_april/sos.gif" alt="save our seeds logo petition eu saatgut recht" width="150" /></a><a title="save our seeds petition eu saatgutrecht campact" href="http://www.saveourseeds.org/aktionen/werde-aktiv/petition-saatgutverordnung.html"><br />
Petition gegen das geplante EU-Saatgutrecht jetzt unterzeichnen!</a></h3>
</div>
</blockquote>
<p>Auch die BR-Sendung quer befasste sich mit dem Thema:</p>
<blockquote><p>Im Mai will die EU eine neue Saatgut-Verordnung vorstellen. Obwohl noch keine Details bekannt sind, vermuten viele, dass damit die Vormachtstellung der großen Saatgut-Konzerne gestärkt werden wird. Schon heute darf in der EU nur Saatgut von zugelassenen Pflanzen vermarktet werden. Die neue Verordnung sorgt deshalb in Bayerns Kleingärten für helle Aufregung: führen die EU-Pläne am Ende dazu, dass Hobbygärtner künftig auch nur noch zugelassenes Saatgut ausbringen dürfen? Das würde dann wohl die weitere Einschränkung der Artenvielfalt bedeuten.</p></blockquote>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/jsRTQZQXHBs?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Abercombie &amp; Fitch – Der schöne Schein</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 08:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlegendes]]></category>
		<category><![CDATA[Konzernkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Abercombie & Fitch]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Gift]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Textilien]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich ist es spätestens seit den 1990er Jahren, als bekannt wurde, dass Nike seine Klamotten in asiatischen Sweatshops nähen lässt, kein Geheimnis mehr, dass gerade in der Modebranche Image und Realität weit auseinanderklaffen. Um so mehr Geld wird von den Konzernen in Marketing und Reklame gesteckt, damit der Kunde eingelullt und in dem Glauben belassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist es spätestens seit den 1990er Jahren, als bekannt wurde, dass Nike seine Klamotten in asiatischen Sweatshops nähen lässt, kein Geheimnis mehr, dass gerade in der Modebranche Image und Realität weit auseinanderklaffen. Um so mehr Geld wird von den Konzernen in Marketing und Reklame gesteckt, damit der Kunde eingelullt und in dem Glauben belassen wird, mit dem Kauf eines der überteuerten Markenprodukte würde er genauso „cool“ sein wie die Stars in der Werbung.<strong> Abercombie &amp; Fitch</strong> ist so ein Hersteller, der es sich viel Geld kosten lässt, seine Marke zu inszenieren, wo immer ein neues Geschäft von ihm aufmacht – und die Kunden lassen sich gerne verführen und kommen nicht auf den Gedanken, mal zu hinterfragen, welche Art von Produkten sie eigentlich kaufen. In der ARD-Sendung Plusminus gab es nun einmal einen Bericht, der – für Leser meines Blogs natürlich nicht überraschend – zeigt, unter welchen erbärmlichen Umständen diese Trendmarke herstellen lässt und wie ungesund manche der Kleidungsstücke sind. „<a href="http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/br/2013/10042013-4-100.html"><strong>Abercombie &amp; Fitch – Krebserzeugende Substanz in Damenoberteil</strong></a>“</p>
<blockquote><p>Dank ihrer sexy Models ist es die vielleicht angesagteste Modemarke: &#8220;Abercrombie &amp; Fitch&#8221;. Doch das teure Kultlabel lässt in schäbigen Fabriken produzieren. Und verkauft Kleidung mit einem gefährlichen Schadstoff.</p>
<p>Im Auftrag von Plusminus hat der TÜV Rheinland eine Auswahl von Kleidungsstücken aus dem Münchner Abercrombie-Geschäft untersucht. Das Ergebnis: In einem dunkelblauen Damenoberteil &#8211; &#8220;Made in India&#8221; &#8211; findet er den krebserzeugenden Stoff Benzidin. Mit mehr als 100 Milligramm pro Kilogramm ist der gesetzliche Grenzwert mehr als dreifach überschritten. Benzidin kann beim Tragen der Kleidung über die Haut aufgenommen werden.</p>
<div>
<div>&#8220;Für den Hersteller, für den Händler heißt das, das ist nicht verkehrsfähig, das kann nicht verkauft werden&#8221;, sagt Prof. Martin Göttlicher, Toxikologe vom Münchner Helmholtz Zentrum.</div>
</div>
<h2>Hype in Deutschland</h2>
<p>An den Wochenenden bilden sich regelmäßig Schlangen vor den drei deutschen Filialen von &#8220;Abercrombie &amp; Fitch&#8221; in Hamburg, Düsseldorf und München. Die meist jungen Fans stehen an, um die nicht gerade billige Kleidung zu kaufen. Und natürlich, um die ausgefallenen Shops zu bestaunen. In der Tür stehen halbnackte, durchtrainierte Models, mit denen man sich fotografieren lassen kann. Im Inneren läuft laute Clubmusik. Es ist dunkel und überall riecht es nach dem hauseigenen Parfum. Die Wände sind mit homoerotischen Motiven verziert. Doch hinter der PR-Inszenierung findet PLUSMINUS dieselben Methoden wie bei billigeren Modeketten.</p>
<h2>Fragwürdige Arbeitsbedingungen in Indien</h2>
<p>PLUSMINUS-Reporter gelangen in Indien &#8211; als Stoff-Einkäufer getarnt &#8211; in eine Textilfärberei, die nach eigenen Angaben auch für Abercrombie produziert. Der Manager zeigt seine Fabrik. Obwohl dort mit Chemikalien gearbeitet wird, trägt kaum ein Arbeiter Handschuhe. Ein Mann mischt Farben für den Textildruck und testet den Farbton mit bloßem Finger. Reizende Farbstoffpulver werden offen in Kartons gelagert. Außerdem ist es in der Fabrik brütend heiß und viele Ecken sind mit Tierdreck verschmutzt.</p>
<div>
<div>&#8220;Im Sommer hat es hier drin mehr als 45 Grad. Ich würde es höchstens eine halbe Stunde aushalten&#8221;, sagt der Manager der indischen Textil-Färberei.</div>
</div>
<p>Nach Schichtende berichten Arbeiter anonym, dass sie jede Woche 72 Stunden arbeiten müssen &#8211; ihr Lohn dafür aber nur 10.000 Rupien beträgt. Das sind umgerechnet etwa 145 Euro. Selbst für indische Verhältnisse ein Hungerlohn. Außerdem dürfen die Arbeiter keine Gewerkschaft bilden &#8211; und auf korrekten Arbeitsschutz wird nur geachtet, wenn sich Kunden zum Fabrikbesuch ankündigen. &#8220;Dann wird alles schön gemacht&#8221;, sagt ein Arbeiter.</p>
<h2>Eigene Regeln nicht kontrolliert</h2>
<p>Das alles dürfte gar nicht passieren, denn Abercrombie hat einen &#8220;Code of Conduct&#8221; &#8211; also Regeln, an die sich die Lieferanten des Labels halten sollen. Darin steht, dass die maximale Arbeitszeit in Fabriken 60 Stunden betragen darf, dass es den Beschäftigten erlaubt sein muss, sich zu organisieren, und dass diese Anspruch auf ein sicheres, sauberes und gesundes Arbeitsumfeld haben. In Indien scheint das Unternehmen seine eigenen Regeln nicht genau zu überwachen.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/FVx4VTYLjaM?rel=0" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe></p>
<p>Der <strong>Saurandlimon</strong>-Blog hat sich auch mit der Firma beschäftigt – „<a href="http://sauraandlimon.wordpress.com/2013/03/27/ausbeutung-und-fitch/">Ausbeutung &amp; Fitch</a>“.<br />
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		<title>Der Parteien-Einheitsbrei</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 07:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das NDR-Satiremagazin extra 3 bringt es gut auf den Punkt – ein fröhliches Wahljahr allerseits&#8230; &#160; Verwandte Beiträge: Da hilft doch nur noch Auswandern Lobbyismus für Dummies Wahlplakat-Remixe Die Inhaltsleere von Wahlplakaten Berliner Wahlplakat-Busting, Nachschlag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das NDR-Satiremagazin extra 3 bringt es gut auf den Punkt – ein fröhliches Wahljahr allerseits&#8230;</p>
<p>&nbsp;<iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/uWJUGhdn6xw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
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		<title>Die Werbelüge des Jahres</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 07:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder – kommt sie, die Abstimmung von Foodwatch zum Goldenen Winbeutel 2013, der dreistesten Werbelüge des Jahres. Klar, Reklame ist immer Lüge, von daher ist diese „Auszeichnung“ auch mehr von symbolischem Wert, da sie die Aufmerksamkeit der Menschen darauf lenkt, den bunten Werbeversprechen keinen Glauben zu schenken und sich zu vergegenwärtigen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder – kommt sie, die Abstimmung von <strong>Foodwatch</strong> zum<strong> Goldenen Winbeutel 2013,</strong> der dreistesten Werbelüge des Jahres. Klar, Reklame ist immer Lüge, von daher ist diese „Auszeichnung“ auch mehr von symbolischem Wert, da sie die Aufmerksamkeit der Menschen darauf lenkt, den bunten Werbeversprechen keinen Glauben zu schenken und sich zu vergegenwärtigen, dass die Konzerne und ihre Marketingabteilungen uns alle nur hinters Licht führen wollen. Diesmal geht es um Reklame, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richtet.</p>
<blockquote>
<div id="c4181">
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-14892" title="Goldener Windbeutel 2013" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/Goldener-Windbeutel-2013.jpg" alt="" width="150" height="150" />Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2013 ist eröffnet. Ab sofort können die Verbraucher einen Monat lang abstimmen, welches Unternehmen den Preis für die dreisteste Werbemasche des Jahres bei einem Kinderprodukt erhalten soll. </strong></p>
<p>„Kinder sind die Zielscheibe der perfidesten Webestrategien von Lebensmittelherstellern“, sagt Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelwerbung bei der Verbraucherorganisation foodwatch. „Mit allen Mitteln versuchen die Unternehmen, den Einfluss der Eltern zu umgehen und Kinder für jene Produkte anzufixen, die die höchsten Gewinnmargen versprechen – und das sind nun einmal Süßigkeiten und Snacks.“ Für den Goldenen Windbeutel 2013 hat foodwatch fünf Produkte nominiert:</p>
<ol>
<li><strong>Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke</strong>, nominiert für Schul-Marketing und Sport-Schwindel</li>
<li><strong>Monster-Backe Knister von Ehrmann</strong> für die Vermarktung überzuckerter Produkte als Spielzeug</li>
<li><strong>Pom-Bär von Funnyfrisch</strong> für ein Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen</li>
<li><strong>Nestlé Kosmostars</strong> für Zucker-Kleinrechen-Tricks</li>
<li><strong>Paula von Dr. Oetker</strong> für digitalen Kinderfang</li>
</ol>
<div id="c4188">
<p>foodwatch vergibt den Goldenen Windbeutel 2013 bereits zum fünften Mal, in den vergangenen Jahren immer als Negativpreis für die Werbelüge des Jahres. 2012 entfiel eine Mehrheit der fast 130.000 abgegebenen Stimmen auf Hipp. Die vorherigen Preisträger waren Ferrero (2011), Zott (2010) und Danone (2009).</p>
<p>Mit der Kür der dreistesten Werbemasche bei Kinderprodukten in diesem Jahr möchte foodwatch das Thema Kinderlebensmittel in den Fokus rücken. Während auf der einen Seite Fehlentwicklungen bei der Kinderernährung, insbesondere grassierendes Übergewicht, beklagt werden, wird die Lebensmittelindustrie nicht zur Verantwortung gezogen. In einem Marktcheck mit mehr als 1.500 Kinderprodukten hatte foodwatch 2012 nachgewiesen, dass drei Viertel der gezielt an Kinder vermarkteten Industrieprodukte süße und fettige Snacks sind. Mit Werbung fast ausschließlich für unausgewogene Produkte verstärkt die Lebensmittelindustrie diesen Trend – gleichzeitig setzt sie darauf, die Erziehungshoheit der Eltern zu umgehen, indem sie Kinder über Sportvereine, Schulen und Kindergärten oder digitale Medien ansprich.</p>
<p>Stimmen Sie jetzt ab für Ihren Favoriten: <a title="www.goldener-windbeutel.de" href="http://www.goldener-windbeutel.de/" target="_blank">www.goldener-windbeutel.de</a></p>
</div>
</div>
</blockquote>
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		<title>Störsender.TV #2 – Wasser marsch!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 07:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Grundlegendes]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, es tut mir leid, ich bin gerade etwas im Stress, deshalb präsentiere ich Euch heute wieder nur kurz und schmerzlos die neue Folge von Störsender.tv, in der es diesmal um das Thema Wasser und die Privatisierungsabsichten der Konzerne geht: In dieser Folge geht es um unser Wasser. &#8220;Unser&#8221; bedeutet, dass es uns allen gehört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es tut mir leid, ich bin gerade etwas im Stress, deshalb präsentiere ich Euch heute wieder nur kurz und schmerzlos die neue Folge von <strong>Störsender.tv</strong>, in der es diesmal um das Thema Wasser und die Privatisierungsabsichten der Konzerne geht:</p>
<blockquote><p>In dieser Folge geht es um unser Wasser. &#8220;Unser&#8221; bedeutet, dass es uns allen gehört und NICHT privatisiert werden darf, auch wenn &#8220;Famous Mary from Bavary&#8221; das ein wenig anders sieht.</p>
<p>Dieter Hildebrandt wundert sich über die Verwunderung über das Schwarzgeldkarrussell, und Ecco Meineke erklärt als Veolia-Manager einem Tramper (Michi Marchner) die Schöne Neue Wasserwelt, die einige findige Geschäftsleute samt willfähriger und/oder dummer Politiker uns aufzwängen möchten.<br />
Die Regisseurin von &#8220;Water Makes Money&#8221; gibt ein Interview zum Thema, und zu Gast im Isar-Studio Muffat 1 ist Tom Aslan, Videoblogger und Mitbegründer der NGO &#8220;Global Change Now&#8221;.</p>
<p>Dieter Hanitzsch hat die ganze Geschichte statt mit 1000 Worten in einer wunderbaren Karikatur ausgedrückt.</p></blockquote>
<p>&nbsp;<iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/VA39GTSiVu8?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
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		<title>Bürgerbegehren? Interessieren uns nicht!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 14:59:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerentscheide]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen kleinen (lokalen) Einblick in den z.T. traurigen Zustand unserer Demokratie (in Bayern) gab das BR-Magazin quer in der letzten Woche, als es sich mit der Frage befasste, wie die verantwortlichen Politiker in Bayern eigentlich mit den Bürgerbegehren umgehen, die es zu vielen trittigen Fragen im Lande gibt. Und, wie gehen sie damit um? Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen kleinen (lokalen) Einblick in den z.T. traurigen Zustand unserer Demokratie (in Bayern) gab das BR-Magazin quer in der letzten Woche, als es sich mit der Frage befasste, wie die verantwortlichen Politiker in Bayern eigentlich mit den Bürgerbegehren umgehen, die es zu vielen trittigen Fragen im Lande gibt. Und, wie gehen sie damit um? Sie umgehen sie. „<a href="http://blog.br.de/quer/muster-ohne-wert-wie-buergerentscheide-ausgesessen-werden-10042013.html"><strong>Muster ohne Wert. Wie Bürgerbescheide ausgesessen werden</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>“Moderne Demokratie mit mehr Mitbestimmung des Volkes”. Das ist das Credo von Ministerpräsident Horst Seehofer. Und tatsächlich können Bayerns Bürger ja seit fast 20 Jahren direkt über das mitbestimmen, was in ihrem Umfeld passiert: durch Bürgerbegehren und -entscheide. Doch der Mehrheitswille hat im Freistaat ein Verfallsdatum. Nach einem Jahr läuft er aus. Und dann sind die Kommunen nicht mehr an Bürgerentscheide gebunden. Und so agieren wohl viele Gemeinderäte nach dem Motto: Des sitz ma aus!
</p></blockquote>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/gMs_pxk3H9A?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
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		<title>Mobstr – Nachhilfe in Reklame</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 11:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Reklame]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
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		<category><![CDATA[Street Art]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese schöne Adbusting-Aktion des britischen Streetart-Künstlers Mobstr gefällt mir sehr gut. In einer mehrteiligen Reihe erteilt er „lessons in advertising“, und das direkt am lebenden Objekt, also indem er vorhandene Reklameplakate überklebt und mit seiner „Nachhilfe“ versieht. Bisher gibt es 5 „Lektionen“. (Via urbanshit, Public Ad Campaign) Verwandte Beiträge: Adbusting in Paris, London und Berlin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese schöne Adbusting-Aktion des britischen Streetart-Künstlers Mobstr gefällt mir sehr gut. In einer mehrteiligen Reihe erteilt er „lessons in advertising“, und das direkt am lebenden Objekt, also indem er vorhandene Reklameplakate überklebt und mit seiner „Nachhilfe“ versieht. Bisher gibt es 5 „Lektionen“. (Via <a href="http://urbanshit.de/?p=7927">urbanshit</a>, <a href="http://daily.publicadcampaign.com/2012/05/lessons-in-advertising-volume-two.html">Public Ad Campaign</a>)</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-14870" title="mobstr-london-2012_urbanshit_1" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/mobstr-london-2012_urbanshit_1.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-14871" title="mobstr-lessons-in-adv-vol-2" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/mobstr-lessons-in-adv-vol-2.jpg" alt="" width="500" height="346" /></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-14873" title="mobstr you could look better" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/mobstr-you-could-look-better-1024x682.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-14874" title="mobstr place polished image here" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/mobstr-place-polished-image-here.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-14876" title="Mobstr_oops_1" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/Mobstr_oops_1-1024x682.jpg" alt="" width="500" height="332" /><br />
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		<title>Die 20 größten Konsumsünden</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 07:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf 3sat läuft gerade die große Themenwoche „Hauptsache Konsum“ – klar, dass ich darauf in meinem Blog gerne verweise. Den Startschuss gaben gestern „Die 20 größten Konsumsünden“. Leider in Form dieser unsäglichen Rankingshows aufgemacht werden in der Sendung doch viele wichtige Punkte angesprochen, die zeigen, wo unser aller Konsum die Probleme der Welt vergrößert. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <strong>3sat</strong> läuft gerade die große Themenwoche „<a href="http://www.3sat.de/page/?source=/specials/themenwoche/167823/index.html"><strong>Hauptsache Konsum</strong></a>“ – klar, dass ich darauf in meinem Blog gerne verweise. Den Startschuss gaben gestern „<strong>Die 20 größten Konsumsünden</strong>“. Leider in Form dieser unsäglichen Rankingshows aufgemacht werden in der Sendung doch viele wichtige Punkte angesprochen, die zeigen, wo unser aller Konsum die Probleme der Welt vergrößert.</p>
<blockquote><p>Die 20 größten Konsumsünden<br />
Worauf unsere Zuschauer nicht verzichten wollen<br />
Wir haben unsere Zuschauer gefragt, worauf sie auf keinen Fall verzichten wollen: Die meisten hängen an ihren Elektroartikeln, Kaffe und dem Auto.<br />
Unser Alltag ist von Konsum geprägt. Doch unser Konsum hat häufig die Ausbeutung von Mensch und Natur zur Folge. Bei vielen Produkten wissen wir das und beruhigen unser Gewissen mit Emissionszertifikaten, &#8220;Fairtrade&#8221;-Produkten und Bio-Siegeln. Wir suchen Entschädigungen für unser verschwenderisches Leben &#8211; doch eines möchten wir nicht: unseren Lebensstil ändern.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/DGVITrPPwfI?rel=0" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe><br />
<strong>Helmut Schnug</strong> vom <strong>Kritischen Netzwerk</strong> hat sich einmal die Mühe gemacht, und die Essenz aus dieser Sendung zu Papier (bzw. Bildschirm) zu bringen. Ihr findet seinen kompletten Beitrag <a href="http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/hauptsache-konsum-die-20-groessten-konsumsuenden">HIER</a>.</p>
<blockquote><p>In der Themenwoche &#8220;Hauptsache Konsum?&#8221; erlaubt <a href="http://www.3sat.de/index.html" target="_blank">3sat</a> von Montag, 8., bis Freitag, 12. April 2013 Einblicke ins und Gegenentwürfe zum Konsumverhalten der modernen Gesellschaft.<br />
<em>&#8220;10.000 Dinge besitzt ein Europäer im Durchschnitt &#8211; das meiste davon belastet ihn mehr als es ihm hilft: Autos, Nahrung, Kleider, Smartphones beladen uns mit Informationen, Lärm und mit Müll. Das macht krank, sagen die Soziologen. Tatsächlich ist der Mensch biologisch als Geschöpf des Mangels konzipiert. Das bedeutet: Er kann mit dem Wenigen, was Fauna und Flora zu bieten hat, optimal auskommen. Doch von &#8220;Mangel&#8221; kann in der westlichen Welt kaum die Rede sein. Steht die moderne Lebensweise damit im Konflikt zu unserer Natur? Oder ist der moderne Mensch den nächsten Schritt gegangen, und jetzt gepolt darauf, seine Gelüste ausleben? Ein Leben jenseits der 10.000 Dinge ist für die meisten Menschen jedenfalls kaum vorstellbar.</em><br />
<em>&#8220;Worauf wollen wir am wenigsten verzichten?&#8221;</em><br />
<em> Die Abstimmungsfrage der Wissenschaftsshow &#8220;Die 20 größten KonsumSünden&#8221; zielt mitten in das Konsumentenherz. Dabei geht es nicht darum, die schwerste Umweltbelastung zu benennen oder den moralisch verwerflichsten Konsum, sondern lediglich um das eigene subjektive Empfinden: Könnte ich eher auf Fleisch verzichten oder auf mein Auto? Ist mir Mode wichtiger als mein Mobiltelefon? Kommentare von Prominenten, Wissenschaftlern, Comedians und Querdenkern ergänzen die Show&#8221;. (Quelle 3sat.de)</em><br />
Ich habe die überaus interessante Filmdokumentation mehrere Male aufmerksam verfolgt und kann für die deutschlandweit praktizierte Gleichgültigkeit, Ignoranz, Dummheit und vor allem aber über die Inkonsequenz vieler Konsumenten nur verständnislos den Kopf schütteln. Die TOP-20 von den Zuschauern gewählten Konsumsünden habe ich hier aufgelistet und zusätzlich mit Fleißarbeit und einer gehörigen Portion Zeitaufwand eine Auswahl der informativsten bzw. markantesten Aussagen des Films in die jeweilige Platzierungen transkripiert. So bleiben die Kernaussagen auch noch bestehen, sollte das Video zur Sendung mal irgendwann nicht mehr zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong> <strong>► </strong><strong></strong>Platz 20: Plastikspielzeug</strong></p>
<ul>
<li>Schrille Massenware aus Fernost, die Kinderherzen höher schlagen lässt: bunt, abwaschbar aber leider auch gefährlich für die, die es bespielen</li>
</ul>
<ul>
<li>Statt Giftstoffe zu reduzieren, erlaubt die EU ab Mitte 2013 sogar höhere Grenzwerte für Schadstoffe wie Arsen, Blei oder Quecksilber – ein Triumph der Spielzeuglobby</li>
</ul>
<ul>
<li>Produktion in Billiglohnländern mit niedrigen Standards und fehlenden Kontrollen</li>
</ul>
<p><strong>► </strong><strong>Platz 19: Kreuzfahrten</strong></p>
<ul>
<li>Titanic-Nervenkitzel, Suche nach Abenteuer und Romantik</li>
</ul>
<ul>
<li>Kehrseite der schwimmenden Hotels: tonnenweiser Verbrauch von Schweröl (ein Abfallprodukt aus den Raffinerien, das auch zur Herstellung von Teer und Asphalt genutzt wird)</li>
</ul>
<ul>
<li>der Qualm dieser Dreckschleudern ist hochgiftig, deshalb wechseln sie den Kraftstoff wenn sie in einen Hafen einlaufen (aber längst nicht alle)</li>
</ul>
<ul>
<li>Hamburg ist die einzigste Stadt, die keine Feinstaubzone hat – warum wohl?</li>
</ul>
<ul>
<li>Kreuzfahrtschiff verbraucht auf einer Reise soviel wie 5 Mio. Pkws</li>
</ul>
<ul>
<li>bis 2020 können die Rußschleudern die Natur noch mit ihrem billigen Treibstoff verpesten – erst dann gelten strenge Emissionswerte</li>
</ul>
<p><a href="http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/hauptsache-konsum-die-20-groessten-konsumsuenden">&#8230; weiter &#8230;</a></p></blockquote>
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		<title>Wirtschaft ohne Wachstum – eine Utopie?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 11:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlegendes]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Welzer]]></category>
		<category><![CDATA[Postwachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Postwachstumsökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits Ende letzten Jahres entwickelte Prof. Harald Welzer, einer der innovativen Querdenker dieses Landes, für Die Zeit seine Vorstellungen davon, wie eine künftige Gesellschaft ohne den krankhaften Zwang zum Wirtschaftswachstum aussehen könnte. Das Video lässt sich leider nicht einbinden, deshalb bitte HIER ENTLANG. Bericht aus dem Jahr 2050: Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits Ende letzten Jahres entwickelte <strong>Prof. Harald Welzer</strong>, einer der innovativen Querdenker dieses Landes, für Die Zeit seine Vorstellungen davon, wie eine künftige Gesellschaft ohne den krankhaften Zwang zum Wirtschaftswachstum aussehen könnte. Das Video lässt sich leider nicht einbinden, deshalb bitte <a href="http://www.zeit.de/video/2012-09/1862233284001/die-kuenftige-gesellschaft-utopie-von-harald-welzer-eine-welt-ohne-wachstum">HIER ENTLANG</a>.</p>
<blockquote><p>Bericht aus dem Jahr 2050: Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ist passé, gewirtschaftet wird nur nach den Bedürfnissen der Menschen. Wie diese Welt genau aussieht, beschreibt der Sozialpsychologe Harald Welzer im Video.</p></blockquote>
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		<title>#GOLDMAN – Der Beginn einer Revolution?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 07:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
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		<category><![CDATA[Adbusters Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[Goldman-Sachs]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-14856" title="adbusters_goldman_s" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2013/04/adbusters_goldman_s-250x143.gif" alt="" width="250" height="143" />Das <strong>Adusters Magazine,</strong> das sich bereits aktiv um die Occupy-Proteste verdient machte, hat nun neue Aktivitäten im Köcher. Diesmal geht es um Goldman Sachs – einer Investmentbank mit gewaltigem Einfluss auf das politische Geschehen weltweit. (Wer davon noch nichts gehört hat, sollte sich die Arte-Doku „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=gR_OQ0qtUkQ">Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt</a>“ anschauen.) Dies ist der von mir übersetzte Adbusters-Aufruf „<a href="http://www.adbusters.org/campaigns/goldman"><strong>This is how the revolution starts</strong></a>“ (wie üblich im latent größenwahnsinnigen Adbusters-Stil):</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>So beginnt der Globale Frühling:</p>
<p>Ein paar einsame Wölfe unter uns, werden damit beginnen, Plakate in und rund um das Hauptquartier von Goldman Sachs, in der 200 West Street, Manhattan, New York, zu kleben. Gruppen von zwei oder drei Leuten verteilen Flugblätter in ihrer Zweigstelle in Maria de Molina 6-5a in Madrid. Menschen werden sich außerhalb der Goldman Sachs Büros in 50 Städten weltweit versammeln und Spaß haben&#8230;</p>
<p>Dann&#8230; am Donnerstag, den 23. Mai, wenn Goldman Sachs seine jährliche Aktionsärsversammlung in Salt Lake City abhalten wird, werden 500 Leute auftauchen und Solidaritäts-Spiele werden weltweit abgehalten. Es wird ernst, wenn Tausende am 17. September vor den Goldman-Filialen in Los Angeles, Toronto, Moscow, London, Buenos Aires, Melbourne, Beijing, Mexico City spielen. Die Medien werden diese schlüpfende globale Revolte aufgreifen&#8230;</p>
<p>Und, eines schönen Tages, wird sich das Ganze plötzlich entzünden&#8230; #GOLDMAN wird die Parole für Menschen überall sein, sich gegen die Finanzbetrüger zu erheben, die mit unser aller Leben viel zu lange herumgemacht haben.</p>
<p>Wenn der Moment gekommen ist, benötigt es oft nur einen Funken.</p>
<p>Kono Matsu / kono@adbusters.org<br />
Culture Jammers HQ<br />
adbusters.org</p>
<p>P.S.: Findet Mitspieler und Goldman-Sachs-Filialen unter <a href="http://meetup.com/goldman">meetup.com/goldman</a></p>
<p>Verfolgt das bisherige Spielgeschehen, lest <a href="https://www.adbusters.org/campaigns/goldman/adbusters-tactical-briefing-41.html">Adbusters Tactical Briefing #41</a>, „Let&#8217;s play a game“.</p>
<p>Bringt #GOLDMAN auf die Bildschirme und die Straßen der Welt &#8230; teilt, bloggt, verbreitet diese Welle&#8230; und lasst die Spiele beginnen!</p>
<p>Teilt diese URL: <a href="http://www.adbusters.org/campaigns/goldman/adbusters-tactical-briefing-42.html">http://www.adbusters.org/campaigns/goldman/adbusters-tactical-briefing-42.html</a><br />
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