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	<title>Konsumpf - Forum für kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting</title>
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	<description>Forum für kreative Konsumkritik</description>
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		<title>Lesetipps: Ist Werbung böse? &#124; Aldi &#124; Rotes Utopia &#124; Konsumentenmacht &#124; Medikamentenpreise</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 11:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Naja, eigentlich sollte ich nach den Kampagnen, die der Spiegel z.B. gegen die Piraten gefahren hat, besser keine SpOn-Artikel mehr verlinken, aber ich will es heute doch mal tun – befasste sich das ehemalige Nachrichtenmagazin doch vorletzte Woche mit einem meiner Lieblingsfeinde, nämlich dem Discounter Aldi. Sogar eine Titelgeschichte widmete man dem Treiben des Billigheimers, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-14048" title="aldi-arbeitsdruck" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/05/aldi-arbeitsdruck.jpg" alt="" width="152" height="141" />Naja, eigentlich sollte ich nach den Kampagnen, die der Spiegel z.B. gegen die Piraten gefahren hat, besser keine SpOn-Artikel mehr verlinken, aber ich will es heute doch mal tun – befasste sich das ehemalige Nachrichtenmagazin doch vorletzte Woche mit einem meiner Lieblingsfeinde, nämlich dem Discounter <strong>Aldi</strong>. Sogar eine Titelgeschichte widmete man dem Treiben des Billigheimers, dessen Methoden Vorbild für all die anderen Ausbeuterbutzen wie Lidl, Netto etc. sind. Insbesondere auch, was die negativen Folgen dieses Preis- und Kostendrucks anbelangt. Das Spiegelfeature enthielt jetzt zwar nicht so fürchterlich viele Infos, die mir und den Lesern meines Blogs komplett neu wären, und wie üblich wird auch nur ein verengter Fokus auf die Arbeitswelt betrieben, der die schädlichen Auswirkungen der Wegwerfprodukte auf Umwelt und Gesellschaft ausblendet, aber immerhin. Jeder, der beim Discounter einkauft, sollte daran denken, welches Geschäftsprinzip er damit unterstützt. „<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aldi-ex-manager-straub-berichtet-ueber-ueberwachung-und-kontrolle-a-830922.html"><strong>Ex-Manager Straub berichtet über Überwachung und Kontrolle</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>Andreas Straub legte bei Aldi Süd eine steile Karriere hin. Mit 22 Jahren fing er bei dem Discounter an, bereits ein Jahr später war er als Bereichsleiter für mehrere Filialen zuständig. Als einer der Besten seines Jahrgangs hatte der Jungmanager ein Nachwuchsprogramm bei Daimler absolviert. Doch der Autokonzern erschien ihm zu träge, darum heuerte er bei Aldi an. Eigene Ideen einbringen und Innovationen umsetzen &#8211; das war Straubs Traum.</p>
<p>Doch die Ernüchterung folgte schnell. Nun avanciert Straub zum Feindbild des Konzerns. Er hat ein Buch geschrieben, in dem er ein dunkles Bild von Aldi zeichnet: Mit strengen Kontrollen würden Mitarbeiter gegängelt, Kritiker abserviert, knallharte Personalpolitik und Rauswürfe, so Straub, sollen die Kosten drücken. Auch er musste schließlich gehen. Im Interview berichtet er, wie Aldi tickt. (&#8230;)</p></blockquote>
<p><span id="more-14044"></span>„<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/spiegel-mitarbeiter-bei-aldi-sued-filmten-heimlich-kundinnen-a-830372.html"><strong>Mitarbeiter bei Aldi-Süd filmten heimlich Kundinnen</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>Aldi-Kundinnen sind von Managern des Discounters nach SPIEGEL-Informationen heimlich beim Einkauf gefilmt worden. Das Interesse der Filialleiter weckten demnach vor allem Frauen in kurzen Röcken oder mit ausgeschnittenen Tops, sobald sie sich über Kühltheken beugten oder vor Regalen bückten. Dann zoomten die Aldi-Angestellten mit der Kamera heran. Hinterher wurden die Filme auf CD gebrannt und ausgetauscht. Dies geschah in Aldi-Märkten in Frankfurt am Main, in Dieburg und anderen hessischen Filialen. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Besonders empörend – die reichsten Männer des Landes nehmen auch noch den Steuerzahler aus: „<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/discounter-aldi-bekommt-subventionen-vom-staat-a-831609.html"><strong>Aldi sackt seit Jahren staatliche Subventionen ein</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Der Discounter Aldi erhielt in den vergangenen Jahren staatliche Subventionen in beträchtlicher Höhe. Sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd hatten nach SPIEGEL-Informationen beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Fördermittel für Unternehmen des Güterkraftverkehrs beantragt. Warum und in welcher Höhe der Handelskonzern mit einem weltweiten Umsatz von 57 Milliarden Euro staatliche Unterstützung für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen bekam, ist unklar.  (&#8230;)</p>
<p>(&#8230;) &#8220;Es ist ärgerlich, als Abgeordnete im Nebel stochern zu müssen und keine klaren Auskünfte zu bekommen, was mit Steuergeldern und Fördermitteln eigentlich passiert&#8221;, sagt Wilms. &#8220;Die Förderungen sollen bei der Aus- und Weiterbildung helfen und nicht das Sparprogramm eines Discounters aufpeppen. Sollte ein milliardenschwerer Laden wie Aldi tatsächlich diese Gelder anzapfen, wäre das unverschämt.&#8221; Sowohl Aldi Süd als auch Aldi Nord bestätigten den Erhalt der Subventionen, verwiesen aber auf die erfolgreiche Prüfung durch das BAG. (&#8230;.)</p></blockquote>
<p>Genauso unverfroren ist das, wie die CDU der Pharmaindustrie zuarbeitet – „<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-wunsch-der-pharmaindustrie-union-will-medikamentenpreise-geheim-halten-1.1346069"><strong>Union will Medikamentenpreise geheimhalten</strong></a>“, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet:</p>
<blockquote><p>Wieviel zahlen Krankenkassen Pharmakonzernen wirklich für neue Medikamente? Diese Information möchten die Arzneimittelhersteller verbergen, denn sie fürchten Umsatzeinbußen im Ausland. Die Union will die geforderte &#8220;Vertraulichkeit&#8221; nun sogar gesetzlich festschreiben &#8211; und untergräbt damit eigene Bemühungen zur Reduzierung der Preise. Der Bundestag verzichtet auf eine Debatte.</p>
<p>Die Unionsfraktion will eine der zentralen Forderungen der <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Pharmaindustrie">Pharmaindustrie</a> erfüllen. Künftig sollen die zwischen Herstellern und Krankenkassen vereinbarten Preise für neue Medikamente geheim gehalten werden. Die Pharmaindustrie erhofft sich dadurch höhere Erlöse. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Anlässlich solcher Entwicklungen muss man sich schon fragen, was der einzelne Käufer und Konsument hier tun kann – und genau dieser Frage geht <strong>nachrichten.at</strong> in einem Interview mit der Autorin <strong>Kathrin Hartmann</strong> nach – „<a href="http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,873867"><strong>Der Konsument hat keine Macht</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) <strong>Dennoch gab es einen Riesenrummel um die „Lohas“ (Lifestyle of Health and Sustainability), also um Leute, die durch ihren Konsumstil Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern wollen …</strong></p>
<p>Da ging es um nichts anderes als ums Konsumieren. Das wurde als die neue, frische Ökobewegung verkauft, hatte aber mit der alten Öko-Bewegung nichts zu tun. Und so kann man im Biosupermarkt im Jänner eingeflogene Erdbeeren mit scheinbar gutem Gewissen kaufen. Im Grunde ist das Gegenteil erreicht worden. Bio passt sich immer mehr dem Mainstream und dem Massenmarkt an. Die Landwirtschaft ändert sich wenig – die Politik gar nicht.</p>
<p><strong>Deshalb sollte man nicht aufgeben, bewusst einzukaufen, oder?</strong></p>
<p>Nein. Aber es soll einen nicht beruhigen. Man sollte nicht zu sich sagen: Damit habe ich meinen Beitrag geleistet. Wir können nur wirklich etwas ändern, wenn wir aufhören so zu tun, als wäre der Einzelne für die Weltrettung zuständig. Das ist Unfug. Wir sollen nicht dauernd von der Macht des Konsumenten reden, sondern wieder lernen, uns einander als Gemeinschaft zu vertrauen. Der Konsument hat keine Macht. Einkaufen macht niemandem Angst – es ist das, was Wirtschaft und Politik von uns wollen. (&#8230;)</p></blockquote>
<p><strong>Tobias Radloff</strong> befasste sich neulich in seinem Blog <strong>Kaffee. Satz.</strong> mit einem anderen meiner Lieblingsthemen, nämlich der Reklame. Er hat das Buch „Brandwashed“ gelesen und beleuchtet es in seinem Artikel „<a href="http://tobias-radloff.de/blog/?p=304"><strong>Ist Werbung böse?</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Wozu also das Geschrei? Ich bin ja nicht erst gestern auf die Welt gekommen. Ich bin ein aufgeklärter Konsument, freier Wille und so, ich lasse mich nicht von der Werbung manipulieren, sondern kaufe das, was ich kaufen will.</p>
<p>Das dachte ich jedenfalls. Dann las ich „Brandwashed“, und ich war erschüttert.</p>
<p>Ich hatte gedacht, so schlimm werden die Methoden der Werbung schon nicht sein. In Wahrheit sind sie viel schlimmer. Es ist unglaublich, wie tief die Trickkiste ist, in die sie greifen, um mich zum Geldausgeben zu verleiten. (&#8230;)</p>
<ul>
<li>Auf Kinder und Heranwachsende wird ganz gezielt Gruppendruck ausgeübt. Der Druck, die richtige Markenkleidung zu tragen, nimmt dabei zum Teil solche Ausmaße an, dass sich die Schulen nur durch <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/bildungsministerin-schavan-schulkleidung-statt-markenwahn-560790.html">einheitliche Schulkleidung</a> zu behelfen wissen. Und das US-Unternehmen „Girls Intelligence Authority“ stattet weibliche „Tweens“, d.h. Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren, mit Gratis-Kosmetika und anderen Produkten aus, die sie dann auf gesponserten Pyjama-Partys <a href="http://www.girlsintelligenceagency.com/sbox.html">ihren Freundinnen vorführen dürfen</a>.</li>
<li>Apropos Kinder: Werber machen nicht einmal vor Ungeborenen Halt. Ein Fötus ist in der Lage, Geräusche wahrzunehmen und bekommt über das Fruchtwasser Geschmacksempfindungen seiner Mutter übermittelt. Im Klartext: Er ist in der Lage, das zu hören und schmecken, was seine Mutter hört und schmeckt. Da der Mensch aber auf bekannte Reize positiver reagiert als auf fremde, sind schon bei wenige Tage alten Babys Vorlieben für bestimmte Marken beobachtet worden – nämlich für die Marken, die sie im Mutterleib kennengelernt haben. (&#8230;)</li>
</ul>
<p>Je länger ich über „Brandwashed“ nachdenke, umso stärker drängt sich mir folgende Frage auf: Was könnten Lindstrom und seine Kollegen alles erreichen, wenn sie ihre Kreativität auf etwas anderes als auf Marketingstrategien, Kundenmanipulation und <em>consumer insight</em> richten würden? Welche Kunstwerke könnten sie schaffen, wie viel Gutes könnten sie in der (ernsthaften) Forschung erreichen, wie viele Kindertagesstätten könnten sie unterhalten? Stattdessen verwenden ihre Intelligenz darauf, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, dieses Auto oder jene Kaffeesorte zu kaufen, und „Brandwashed“ macht es mir schwer zu glauben, dass ihnen <em>nicht</em> jedes Mittel dafür recht sei. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Zum Abschluss noch mal was Visionäres – ein „rotes Utopia“, wie der Spiegel in seinem Artikel über ein „Kommunisten-Dorf“ in Spanien schreibt – „<a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/andalusien-wie-kommunist-sanchez-gordillo-das-dorf-marinaleda-fuehrt-a-830033.html"><strong>Leben im roten Utopia</strong></a>“:</p>
<blockquote><p><strong>Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?</strong></p>
<p>(&#8230;) &#8220;Die Menschen hier brauchen nicht viel Geld,&#8221; sagt Bürgermeister Sánchez Gordillo. &#8220;Anderswo <a title="wird unter der Last von Hypotheken und Krediten gestöhnt" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,741386,00.html">wird unter der Last von Hypotheken und Krediten gestöhnt</a>, hier zahlen wir für das Baumaterial unserer Häuser der Gemeinde 70 Jahre lang 15 Euro im Monat ab, dann gehören sie uns.&#8221; Der Mann weiß, wovon er spricht, er lebt selbst in einem der schmucken Häuser, die sich die Einwohner Marinaledas in Selbstbeteiligung bauen. Das Dorf stellt Bauland und Material, die Arbeitskraft stellen sie selbst. 350 Häuser sind auf diese Art und Weise bereits entstanden.</p>
<p>&#8220;Man kann Menschen nur überzeugen, wenn man ihnen ein Vorbild ist,&#8221; sagt Sánchez Gordillo, der jüngst auch in das andalusische Parlament gewählt wurde. Auch er hat nur das Einkommen zur Verfügung, von dem seine Mitbürger leben. Dafür ist er Tag und Nacht unterwegs im Dienst der Revolution. &#8220;Eine andere Welt ist machbar!&#8221; steht über dem Eingang zum Haus des Volkes, in dem die regelmäßigen Vollversammlungen des Dorfes stattfinden. (&#8230;)</p></blockquote>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/aa5f369e2ecd4511a5c267d61bb09967" alt="" width="1" height="1" /><br />
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		<title>Die Riestersche „Jahrhundertreform“</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es tut mir leid, Euch heute schon wieder nur eine Doku zu präsentieren, aber als ich mir neulich „<a href="http://www.swr.de/betrifft/riester-rente-dilemma-reform/-/id=98466/nid=98466/did=8965552/b01zsz/index.html"><strong>Das Riester-Dilemma – Portrait einer Jahrhundertreform</strong></a>“ anschaute, war ich doch so entsetzt über das, was dort zu sehen war, dass ich die SWR-Sendung hier unbedingt vorstellen muss. Wie sehr hier eine Umverteilung von den Bürgern hin zu den Versicherungen stattfindet, eingeleitet durch die rot-grüne Regierung unter Schröder, aber wie man sehen kann auch heutzutage in der SPD noch unterstützt, und gepusht durch einseitige Meinungsmache in den Medien, ist wirklich beispielhaft. Sehr schlimm!</p>
<blockquote><p>Die Verfechter der Riester-Rente waren sich damals einig: Die gesetzliche Rente alleine könne es nicht mehr schaffen. In einer älter werdenden Gesellschaft müsse jeder privat vorsorgen. Mit großzügigen staatliche Zuschüsse sollten die Bürger ermuntert werden, ein privates Zusatzpolster für Ihr Alter anzusparen.<br />
Doch heute, rund zehn Jahre später entpuppt sich die vermeintlich renditeträchtige Privatvorsorge à la Riester mehr und mehr als Rohrkrepierer: Die staatlichen Zuschüsse kommen vor allem den Versicherungsgesellschaften zugute und nicht den kleinen Sparern.<br />
Oft werfen Riesterversicherungen sogar weniger ab als viele ungeförderte Produkte &#8211; auch, weil der Staat zwar die Ansparphase großzügig fördert, aber bei der Auszahlung ebenso großzügig Steuern erhebt. Viele Rentner müssten über neunzig werden, um auch nur das Geld wiederzusehen, das sie in die Riester-Versicherungen eingezahlt haben.</p>
<p><strong>Und schließlich droht gerade Geringverdienern der Totalverlust.</strong> Denn wer im Alter auf Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt die angesparte Riester Rente nicht oben drauf. Sie wird viel mehr verrechnet von der Sozialhilfe abgezogen.<br />
Schließlich haben nur knapp die Hälfte aller Antragsberechtigten eine Riester Rente abgeschlossen. Aber alle sind von der parallelen Rentenkürzung betroffen. Es sparen bei weitem nicht alle und tendenziell die Falschen. Viele Besserverdienende nehmen die Riesterförderung gerne mit, aber die, die wirklich darauf angewiesen wären, bleiben &#8211; mit gutem Grund &#8211; der Privatvorsorge fern, weil sie das Geld nicht aufbringen wollen oder können,<br />
Zudem haben sich die Hoffnungen, dass sich das Geld der Sparer auf den Kapitalmärkten quasi von selbst vermehrt, in der Finanz- und Eurokrise längst zerschlagen. Staatsanleihen gelten entweder als riskant oder nicht profitabel. Die Verzinsung, die die Lebensversicherer ihren Kunden garantieren, ist mittlerweile auf mickrige 1,75 Prozent gesunken &#8211; und das auch nur auf den sogenannten Sparanteil.</p>
<p><strong>Es wird immer unwahrscheinlicher, dass man mit privatem Sparen die Kürzung bei der gesetzlichen Rente ausgleichen kann.</strong> Die Reformen der letzten Jahre haben dafür gesorgt dass die Rente künftig um bis zu 20% geringer ausfallen wird. Der Vergleich mit den europäischen Nachbarn zeigt: In keinem anderen Land wurde das Rentenniveau so stark gesenkt. Selbst wer 32 Jahre durchgehend zum Durchschnittslohn gearbeitet hat, wird künftig im Alter Sozialhilfe benötigen.<br />
Dabei hatte die Politik doch 2001 behauptet, es werde niemand schlechter, sondern allen besser gehen mit der Riester-Rente.</p>
<p><strong>Profitiert haben von der Reform vor allem Arbeitgeber. </strong>Sie sollten von steigenden Rentenbeiträgen entlastet werden. Für die Arbeitnehmer dürfen die Beiträge dagegen weiter steigen. Zusätzlich müssen sie komplett aus eigener Tasche die private Vorsorge finanzieren. Sie zahlen also deutlich mehr als vor der Reform &#8211; für ein schlechteres Absicherungsniveau.<br />
Für die Rentner hat sich die Operation nicht gelohnt, wohl aber für die Versicherer und ihre politischen Förderer. 37 Milliarden wurden inzwischen in privaten Riesterprodukten der Finanzindustrie angespart. Und wichtige politische Protagonisten der Rentenreform stehen heute auf der Pay Roll der Versicherungswirtschaft: Walter Riester hält heute hoch bezahlte Vorträge für Banken und Versicherung und sitzt im Vorstand von Union Invest. &#8220;Rentenpapst&#8221; Bert Rürup, der die Rentenpolitik unter Schröder maßgeblich geprägt hat, wechselte erst zum AWD und ist inzwischen Geschäftsmann und Unternehmensberater in einer gemeinsamen Firma mit dem umstrittenen Ex-AWD-Chef Carsten Maschmeyer. Andere einflussreiche Experten Regierungsberater wie Bernd Raffelhüschen oder Meinhard Miegel leiten Institute, die von der Versicherungswirtschaft gefördert werden oder wurden.<br />
Der Lack ist ab von der privaten Vorsorge à la Riester. Teuer, ineffizient und für viele Bürger viel zu kompliziert. Gerade in der Krise zeigt sich, dass die gesetzliche Rente mit ihrem Umlageverfahren das erheblich stabilere und günstigere System ist. Doch ein Weg zurück ist nicht in Sicht &#8211; zu mächtig scheint die Macht der Lobby aus Wirtschaft und Politik.</p></blockquote>
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		<title>60 Jahre Schlagzeilenterror</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 07:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich denke, dieser wunderbaren „BILD“-Aktion von Martin Sonneborn in der heute show ist nichts hinzuzufügen: Verwandte Beiträge: Fernsehtipp „Bild. Macht. Politik“ – ARD, Mo. 16.4., 22:45 Uhr Initiative ALLE GEGEN BILD Wir werben für die BILD-„Zeitung“ Das Jahr 2011 humorell durchleuchtet Martin Sonneborn über DIE PARTEI zur Berlinwahl]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, dieser wunderbaren „BILD“-Aktion von <strong>Martin Sonneborn</strong> in der heute show ist nichts hinzuzufügen:</p>
<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/RscO1WZ0L3k?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/RscO1WZ0L3k?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist ja fast so, als hätten die vom NDR-Medienmagazin ZAPP neulich meinen empörten Beitrag über den Spiegel und seinen Kampagnenjournalismus gegen die Piratenpartei gelesen – denn nun befassen sie sich in „Unentspannt – Journalisten und Piraten“ genau mit dieser Art der verzerrten, auf Skandalisierung gebürsteten Form der Berichterstattung vieler Medien. Dass ausgerechnet die Tante [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja fast so, als hätten die vom NDR-Medienmagazin <strong>ZAPP</strong> neulich <a href="http://konsumpf.de/?p=14006">meinen empörten Beitrag über den Spiegel und seinen Kampagnenjournalismus gegen die Piratenpartei</a> gelesen – denn nun befassen sie sich in „<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/piraten339.html"><strong>Unentspannt – Journalisten und Piraten</strong></a>“ genau mit dieser Art der verzerrten, auf Skandalisierung gebürsteten Form der Berichterstattung vieler Medien. Dass ausgerechnet die Tante von Spiegel Online so tut, als wenn sie sowas schlimm fände, ist natürlich ziemlich peinlich, schließlich war SpOn ja wochenlang ganz vorne dabei, als es um die Aufplusterung von Nebensächlichkeiten und einseitige Meinungsmache ging. Hier hätten die ZAPP&#8217;ler ruhig noch mal nachhaken und SpOn ordentlich grillen sollen, aber egal, es ist ja erfreulich, dass sich in den Medien überhaupt mal kritisch mit der eigenen Rolle auseinandergesetzt wird (dies bezieht sich natürlich nicht nur auf die Piratenpartei, sondern generell auf so ziemlich jedes Thema!).</p>
<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/efrIvfk5Hb4?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/efrIvfk5Hb4?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
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		<title>Fernsehtipp: Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Film, der um 23 Uhr im Bayerischen Fernsehen läuft, müsst Ihr Euch heute alle ansehen, das ist ein Befehl! „Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“ Bertram Verhaags Dokumentarfilm entstand als BR-Koproduktion und erzählt am Beispiel dieser beiden Wissenschaftler vom Einfluss der Gentechnikunternehmen auf die Forschung &#8211; engagiert, parteiisch und streitbar, oder in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-14025" title="gekaufte wahrheit" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/04/gekaufte-wahrheit-250x250.jpg" alt="" width="250" height="250" />Diesen Film, der um <strong>23 Uhr</strong> im <strong>Bayerischen Fernsehen</strong> läuft, müsst Ihr Euch heute alle ansehen, das ist ein Befehl! <img src='http://konsumpf.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  „<a href="http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/inhalt/film-und-serie/gekaufte-wahrheit-dokumentarfilm100.html"><strong>Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes</strong></a>“</p>
<blockquote><p>Bertram Verhaags Dokumentarfilm entstand als BR-Koproduktion und erzählt am Beispiel dieser beiden Wissenschaftler vom Einfluss der Gentechnikunternehmen auf die Forschung &#8211; engagiert, parteiisch und streitbar, oder in den Worten des Regisseurs: als &#8220;dokumentarischer Thriller zum Thema Gentechnik&#8221;.</p>
<p>Im Frühjahr 2001 kam es in der Geschichte des renommierten Wissenschaftsmagazins &#8220;Nature&#8221; zu einem bislang einmaligen Akt: Als Reaktion auf eine Flut von Beschwerden entschied sich die Redaktion der Fachzeitschrift, sich von einem publizierten Artikel zu distanzieren. Die in &#8220;Nature&#8221; veröffentlichte und nachträglich inkriminierte Studie stammte von dem Biologen Ignacio Chapela und einem seiner Studenten, die sich mit der Vermischung einheimischer und gentechnisch veränderter Maissorten in Mexiko beschäftigt hatten. Der Großteil der Beschwerden wurde vermutlich von dem Großkonzern Monsanto initiiert, um die für das Unternehmen unliebsamen Erkenntnisse zu desavouieren. Denn der umstrittene Artikel der Forscher kam zu dem Ergebnis, dass das genetische Reservoir der Urmais-Sorten in Mexiko von der Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen bedroht ist.</p>
<p>Ein ähnlicher Fall ereignete sich im August 1998, als der Molekularbiologe Árpád Pusztai im britischen Fernsehen ein Interview gab, in dem er sich für Langzeittests für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel aussprach und Verbraucher vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln warnte. Innerhalb kürzester Zeit sah sich Pusztai einem politischen Kreuzfeuer ausgesetzt, sein Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert und er wurde von der Royal Society, dem nationalen Wissenschaftsgremium, ausgeschlossen.</p>
<p>Auch hier scheint es so, als ob die Sanktionen das Resultat einer gezielten Kampagne gewesen sind, die als Reaktion auf Pusztais kritische Anmerkungen initiiert wurden. Beide Fälle sind Beispiele für die zunehmende Bedrohung der Freiheit der Forschung, die nicht nur die Wissenschaftsgemeinde etwas angeht. Denn wenn multinationale Konzerne kritische Veröffentlichungen von Forschern unterdrücken können, dann ist nicht nur die Demokratie in Gefahr, sondern auf lange Sicht unser aller Gesundheit bedroht.</p>
<p>Bertram Verhaags Dokumentarfilm entstand als BR-Koproduktion und erzählt am Beispiel dieser beiden Wissenschaftler vom Einfluss der Gentechnikunternehmen auf die Forschung &#8211; engagiert, parteiisch und streitbar, oder in den Worten des Regisseurs: als &#8220;dokumentarischer Thriller zum Thema Gentechnik&#8221;. Der Dokumentarfilm, der an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen ist, wurde mit acht internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem drei Mal als bester Dokumentarfilm.</p></blockquote>
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		<title>Markt oder Moral</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 07:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hans Olaf Henkel]]></category>
		<category><![CDATA[Thyssen Krupp]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltzerstörung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt ja doch immer wieder mal Dokumentationen im Fernsehen, die die GEZ-Gebühren rechtfertigen – so auch vor kurzem den Beitrag „Markt oder Moral“ in der ARD. Bereits der Titel ist hübsch gewählt, zielt er doch auf den Antagonismus von „freier“ Marktwirtschaft und moralischem Wirtschaften ab, der unser System durchzieht. In der 45minütigen Sendung wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja doch immer wieder mal Dokumentationen im Fernsehen, die die GEZ-Gebühren rechtfertigen – so auch vor kurzem den Beitrag „<a href="http://mediathek.daserste.de/themen/1398_wissen-kultur/799280_reportage-dokumentation/10154532_markt-oder-moral?buchstabe=W&amp;datum=20110625"><strong>Markt oder Moral</strong></a>“ in der ARD. Bereits der Titel ist hübsch gewählt, zielt er doch auf den Antagonismus von „freier“ Marktwirtschaft und moralischem Wirtschaften ab, der unser System durchzieht. In der 45minütigen Sendung wird der Frage nachgegangen, welche Folgen die Produktion unserer Waren weltweit haben und fühlt dabei renommierten deutschen Firmen wie Thyssen-Krupp auf den Zahn. Der von den Medien gerne als Wirtschaftsexperte hofierte Hans-Olaf Henkel zeigt sich hier auch von seiner unangenehmsten neoliberalen Hardliner-Seite. Wenn man mal von dem etwas merkwürdigen und arg naiv wirkenden Beginn absieht, wo sich der Autor beim Autokauf überlegt, welchen Wagen er denn ruhigen Gewissens kaufen könne – selbstverständlich ist die Produktion dieser Wagen immer mit Umweltzerstörung verbunden, schon allein beim Abbau der Rohstoffe! –, kann ich die Sendung nur empfehlen.</p>
<blockquote><p>Was können Verbraucher mit gutem Gewissen kaufen und was nicht? Eine Entscheidung, die immer schwerer wird, denn viele Produkte entstehen mit Kinderarbeit, Niedriglöhnen, Umweltzerstörung. Während in Europa strengere Gesetze und Umweltauflagen gelten, nutzen viele international tätige Konzerne den niedrigen Rechtsstandard in den armen Ländern &#8211; und machen Milliardengewinne.</p></blockquote>
<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/T9r74hPZWBA?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/T9r74hPZWBA?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
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<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hpfTRbeVY3w?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/hpfTRbeVY3w?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
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		<title>Sinnlose Gesetze</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 10:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Braunschweig]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich den Beitrag „Wirrwarr um Brötchen-Verkauf“ im NDR-Magazin Markt sah, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln bzw. musste doch grinsen – das ist das Ergebnis, wenn Politiker über die Köpfe der Bürger hinweg irgendwas Sinnloses beschließen&#8230; In Braunschweig dürfen die Bäcker sonntags nur bis elf Uhr Brötchen verkaufen. Die Tankstellen der Stadt hingegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich den Beitrag „<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/media/markt6917.html"><strong>Wirrwarr um Brötchen-Verkauf</strong></a>“ im NDR-Magazin Markt sah, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln bzw. musste doch grinsen – das ist das Ergebnis, wenn Politiker über die Köpfe der Bürger hinweg irgendwas Sinnloses beschließen&#8230;</p>
<blockquote><p>In Braunschweig dürfen die Bäcker sonntags nur bis elf Uhr Brötchen verkaufen. Die Tankstellen der Stadt hingegen den ganzen Tag. Was steckt dahinter?</p></blockquote>
<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/tPyT_u26w6c?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/tPyT_u26w6c?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
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		<title>Zwei Aufreger: SpiegelBILD und Shell greift Subventionen ab</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 10:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, ich gebe es zu – es gab mal eine Zeit, da hielt ich den Spiegel für ein seriöses Leitmedium. Journalistisch sauber recherchiert und mehr oder weniger objektiv. Lang lang ist&#8217;s her&#8230; Seitdem ich jedoch (Mainstream-)Medien kritischer betrachte, verblasst der einstige Schein doch immer mehr. Gerade auf Spiegel Online kann man krudes Zeug lesen – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-14008" title="spiegel titel piraten" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/04/spiegel-titel-piraten-227x300.jpg" alt="" width="227" height="300" />Ja, ich gebe es zu – es gab mal eine Zeit, da hielt ich den Spiegel für ein seriöses Leitmedium. Journalistisch sauber recherchiert und mehr oder weniger objektiv. Lang lang ist&#8217;s her&#8230; Seitdem ich jedoch (Mainstream-)Medien kritischer betrachte, verblasst der einstige Schein doch immer mehr. Gerade auf Spiegel Online kann man krudes Zeug lesen – da werden aus den persönlichen Vorlieben eines Redakteurs schnell allgemeingültige Fakten. Oder man betreibt, wie Albrecht Müller von den NachDenkSeiten das beobachtet hat, <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?page_id=4078">Meinungsmache</a>, sog. „Kampagnenjournalismus“. Dies ist derzeit (wegen der nahenden Landtagswahlen) besonders deutich in Bezug auf die <strong>Piratenpartei</strong> zu beobachten. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendeine teils Nichtigkeit über diese Partei bei SpiegelOnline auf die Startseite gezerrt und mit viel Trara wenig gesagt wird. Dabei geht es natürlich primär darum, die negativen Aspekte hervorzukehren. Keine Ahnung, ob der Spiegel Angst um Rot/Grün hat, aber auffällig ist es schon, was da so passiert.</p>
<p>Den Vogel abgeschossen hat die Redaktion allerdings mit dem neuen Titelbild zum Thema Piraten – „<strong>Avant Dilettanti!</strong>“ heißt es da, und abgebildet ist ein bierbäuchiger Pirat, der ein „Nein“-Kärtchen hoch hält. Ich bin eigentlich nicht mehr so leicht aus der Fassung zu bringen, aber dieses schäbige und plumpe Cover macht mich echt sprachlos. Völlig unabhängig davon, was man nun von den Piraten hält, finde ich so eine tendenziöse Propaganda (egal, um welche Partei es sich dreht) schwer erträglich und eines ehemals seriösen Blattes, das sich hiermit auf BILD-„Niveau“ begibt, unwürdig. Langjährige Leser meines Blogs wissen, dass ich der Piratenpartei durchaus sympathisierend gegenüber stehe (obwohl ich nicht weiß, ob ich sie jetzt auch wählen werde) – ich kann aber auch viele der Kritikpunkte, die nun insbesondere an ihrem Umgang mit den rechten Schwachmaten in ihren Reihen aufkommen, absolut unterstreichen (siehe dazu diesen flammenden offenen Brief des Frau Meike-Blogs – „<a href="http://www.fraumeike.de/2012/briefpost-an-die-piratenpartei">Briefpost an die Piratenpartei</a>“). Dennoch halte ich die neue Partei für wichtig, da sie den verkrusteten Parteienapparat aufbricht und dabei ist, tatsächlich sowas wie Demokratie in diesem Lande einführen zu wollen.</p>
<p>Statt, wie es nun viele Medien und die Altparteien tun, auf die Piraten einzuprügeln, sollten sie sich lieber die Frage stellen, wie es wohl sein kann, dass sie so viele Wählerstimmen auf sich ziehen – und wieso Rot/Grün von der extrem schlechten Schwarz/Gelben Regierungs„politik“ nicht wirklich profitiert. Aber soviel Selbstkritik ist wohl zuviel verlangt. Lieber droht man den Wählern mit einer großen Koalition, sollte das dumme Stimmvieh es wagen, den Piraten zu viele Prozente zuzuschanzen (<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/schleswig-holstein-landtagswahl">der SPD-Spitzenkanditat T. Albig tat dies tatsächlich</a>). Nix verstanden, würd ich mal sagen.</p>
<p>Gestern konnte ich mich dann leider gleich noch einmal aufregen – in der ZDF-Sendung <strong>Wiso</strong> gab es <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1624596">einen Beitrag über<strong> Shell</strong></a>, die Subventionen vom Staat abgreifen, um ihre Tankstellen mit Energiesparbirnen auszurüsten. Der arme arme Scheißkonzern hat bei den niedrigen Benzinpreisen selbstverständlich kein Geld, um so etwas aus eigener Tasche zu finanzieren – wie gut, dass der Steuerzahler in die Bresche springt. Ich schreibe sowas nur ungern, aber bei der Begründung der Shell-Sprecherin musste ich fast kotzen – wie dreist kann man sein? So, Wut-Modus aus. <img src='http://konsumpf.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Subventionswahnsinn: Geld für Shell</p>
<p>Dass der Ölkonzern Shell seine Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann ist unwahrscheinlich. Dennoch wird Shell mit Steuergeldern subventioniert für neue stromsparende Lampen.</p></blockquote>
<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gBiFBP_iYG8?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/gBiFBP_iYG8?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/5729d649bb1e481eb382b753bd4ab1d7" alt="" width="1" height="1" /><br />
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		<title>Hagen Rether – Ökodiktatur</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlegendes]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Hagen Rether]]></category>
		<category><![CDATA[Neues aus der Anstalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man sich den letzten Auftritt von Hagen Rether in „Neues aus der Anstalt“ anschaut, fragt man sich schon, wieso er eigentlich unter „politischem Kabarett“ läuft – denn in dem, was er hier über Konsumgesellschaft &#38; Co. sagt, steckt weniger Unterhaltung als schlichtweg einiges an (unbequemer) Wahrheit. Obwohl ich jetzt keine Diktatur befürworten würde. Verwandte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich den letzten Auftritt von <strong>Hagen Rether</strong> in „<strong>Neues aus der Anstalt</strong>“ anschaut, fragt man sich schon, wieso er eigentlich unter „politischem Kabarett“ läuft – denn in dem, was er hier über Konsumgesellschaft &amp; Co. sagt, steckt weniger Unterhaltung als schlichtweg einiges an (unbequemer) Wahrheit. Obwohl ich jetzt keine Diktatur befürworten würde.</p>
<p><object width="500" height="369"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/B6w_0IwT8yA?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/B6w_0IwT8yA?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="369" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
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		<title>Fernsehtipp „Bild. Macht. Politik“ – ARD, Mo. 16.4., 22:45 Uhr</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 09:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
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		<description><![CDATA[Passend zur Initiative „Alle gegen Bild“ strahlt die ARD heute Abend um 22.45 Uhr die Dokumentation „Bild. Macht. Politik“ aus. Laut taz sehr sehenswert. Mal schauen. Millionen Menschen lesen jeden Tag die BILD. Die Boulevard-Zeitung lockt mit einer Mischung von Prominenten-Geschichten, nackten Frauen und der Berichterstattung über Aktuelles aus Politik und Gesellschaft. Die Autoren Christiane [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zur Initiative „<a href="http://campact.de/bild/home">Alle gegen Bild</a>“ strahlt die ARD heute Abend um 22.45 Uhr die Dokumentation „<a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10151786"><strong>Bild. Macht. Politik</strong></a>“ aus. <a href="http://www.taz.de/Doku-zum-60-Geburtstag-der-Bild/!91518/">Laut taz</a> sehr sehenswert. Mal schauen.</p>
<blockquote><p>Millionen Menschen lesen jeden Tag die BILD. Die Boulevard-Zeitung lockt mit einer Mischung von Prominenten-Geschichten, nackten Frauen und der Berichterstattung über Aktuelles aus Politik und Gesellschaft. Die Autoren Christiane Meier und Sascha Adamek fragen in der ARD-Dokumentation Bild.Macht.Politik&#8221;, wie es BILD gelingt, über Jahrzehnte ein beliebter, täglicher Wegbegleiter für Millionen zu bleiben und welchen Einfluss sie auf Politik und Politiker hat. Die Boulevard-Zeitung und die Polit-Prominenz, das sind oft auch Geschichten großer Nähe und tiefer Zerwürfnisse &#8211; vom Aufstieg und Fall des Karl Theodor zu Guttenberg, dem BILD bis heute die Treue hält, bis zur Affäre um Christian Wulff, die BILD aufgedeckt hat. Wie stark hängen politischer und persönlicher Erfolg von der Berichterstattung und der Zusammenarbeit mit den Blattmachern ab? Selbst Linken-Politiker Gregor Gysi gesteht offen ein, dass er auf BILD als Sprachrohr nicht verzichten kann.<br />
&nbsp;</p></blockquote>
<p><object width="500" height="284"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ehdZyJ9v1Pc?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ehdZyJ9v1Pc?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="284" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
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		<title>Die Inhaltsleere von Wahlplakaten</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 08:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Hurra, endlich ist wieder Wahlkampf in Schleswig-Holstein! Und wie jedes Mal überbieten sich die Wahlplakate der einzelnen Parteien mit einer extremen Inhaltsarmut – auf die Spitze treiben es diese beiden von der SPD und den Grünen, bei denen man sich zudem unwillkürlich fragt, ob sie die selbe Werbeagentur gebucht haben. Mal ehrlich: „Für hier mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hurra, endlich ist wieder Wahlkampf in Schleswig-Holstein! Und wie jedes Mal überbieten sich die Wahlplakate der einzelnen Parteien mit einer extremen Inhaltsarmut – auf die Spitze treiben es diese beiden von der SPD und den Grünen, bei denen man sich zudem unwillkürlich fragt, ob sie die selbe Werbeagentur gebucht haben. Mal ehrlich:<em> „Für hier mit dir“</em>, was ist das denn für ein selten dämlicher Spruch, werte Grünen?!</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-13989" title="rot-guren-plakat" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/04/rot-guren-plakat.jpg" alt="" width="332" height="643" /></p>
<p>Bekannt aus der heute show und unfreiwillig komisch (in mehrfacher Hinsicht) ist dieses Plakat der NRW-FDP:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-13990" title="fdp-nrw-kasper" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/04/fdp-nrw-kasper.jpg" alt="" width="500" height="333" /><br />
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		<title>Initiative ALLE GEGEN BILD</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Konzernkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
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		<description><![CDATA[Na, bei dieser neuen Initiative mache ich natürlich gerne mit – ALLE GEGEN BILD bzw., da der Server grad überlastet ist, die Aktion auch bei CAMPACT: Absage an die BILD-„Zeitung“ Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der BILD-”Zeitung” plant der Springer-Verlag, am 23. Juni 2012 allen deutschen Haushalten eine BILD zu schicken. Die Initiative „Alle gegen BILD“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-13984" title="Alle-gegen-BILD_Logo_red1" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/04/Alle-gegen-BILD_Logo_red1.png" alt="" width="255" height="90" /></p>
<p>Na, bei dieser neuen Initiative mache ich natürlich gerne mit – <a href="http://alle-gegen-bild.de"><strong>ALLE GEGEN BILD</strong></a> bzw., da der Server grad überlastet ist, die <a href="http://campact.de/bild/ml1/mailer">Aktion auch bei CAMPACT</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Absage an die BILD-„Zeitung“</strong></p>
<p>Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der BILD-”Zeitung” plant der Springer-Verlag, am 23. Juni 2012 allen deutschen Haushalten eine BILD zu schicken. Die Initiative „Alle gegen BILD“ und Campact bieten die Möglichkeit, der Zustellung einfach und rechtswirksam zu widersprechen.</p>
<p>Über die Websites <a title="Startseite" href="http://www.alle-gegen-bild.de/">www.alle-gegen-bild.de</a> und <a title="Campact! Demokratie in Aktion" href="http://www.campact.de/" target="_blank">www.campact.de</a> kann man per Online-Formular der BILD eine Absage erteilen. Das Ziel der Initiative ist es, der Springer-Werbeaktion öffentlich eine Stimme entgegenzusetzen, die darauf hinweist, dass die BILD keine allgemein akzeptierte Zeitung ist und weiterhin Ziel von Kritik sein muss. Jede Absage wird den logistischen Aufwand für Springer erhöhen sowie die geplante Auflage senken.</p>
<p>Auch außerhalb des Netzes wird die Kampagne ihren Protest gegen die Machenschaften der BILD-„Zeitung“ in den nächsten Monaten sichtbar machen. Auf der Kampagnenseite werden alle Aktionen, auch von Gruppen und Einzelpersonen, die sich selbstständig einbringen wollen, dokumentiert.<br />
Es gibt viele Gründe, die BILD als Leitmedium abzulehnen und ihr den Werbeerfolg einer verteilten Auflage von 41 Millionen Exemplaren zu vermiesen. <strong>„Als Aktivistinnen und Aktivisten sozialer Bewegungen sind wir die Hetze der BILD-’Zeitung’ gegen alle emanzipatorischen Bewegungen, nationalistische Berichterstattung und ihr Beharren auf einem sexistischen Frauenbild leid“</strong>, sagt Nadja Ratkow von der Anti-BILD-Initiative.</p>
<p>Sie fügt hinzu: <strong>„BILD spricht nicht, wie manche meinen, einer breiten Bevölkerung nach dem Munde, sondern trichtert ihr ihre eigenen Standpunkte und Sichtweisen mit sensationslüsternen Überschriften ein. Der BILD-Slogan ‚Bild Dir Deine Meinung‘ müsste eigentlich lauten: ‚Bild Dir unsere Meinung‘.“</strong></p>
<p>Unter dem Motto „BILD für alle“ plant der Springer-Konzern am 23. Juni 2012,  anlässlich des 60-jährigen Bestehens der BILD-“Zeitung“, allen 41 Millionen deutschen Haushalten eine Gratis-Ausgabe zu liefern. Doch wir wollen dieses Blatt nicht einmal geschenkt haben, deshalb wehren wir uns.</p>
<div id="magicdomid360" dir="LTR">
<p> Nur mit einem Schreiben an den Springer-Verlag kann man einer Zustellung der Zeitung rechtswirksam widersprechen. Das Ziel unserer Initiative ist es, dass dies massenhaft geschieht, um den logistischen Aufwand dieser Propagandaaktion zu erhöhen und darüber hinaus die Auflage der BILD-“Zeitung“ und damit ihre Einnahmen durch Werbeanzeigen zu drücken.</p>
</div>
<div id="magicdomid362" dir="LTR">
<p> Doch das ist nicht alles: Wir wollen wieder eine öffentliche Diskussion über die Machenschaften der BILD und des Springer-Verlages anstoßen. Es darf nicht dabei bleiben, nur der Zustellung zu widersprechen. Es gilt mit kreativen Aktionen und inhaltlicher Konfrontation der BILD, ihrer Methode und Weltanschauung entgegen zu treten.</p>
</div>
<div id="magicdomid365" dir="LTR">
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="magicdomid366" dir="LTR">
<p><strong> Ein Imperium macht Politik</strong></p>
<p>Die BILD ist Teil der Axel Springer AG, einem der einflussreichsten Medienkonzerne Europas, der sich nicht nur auf Zeitungen beschränkt, sondern auch Zeitschriften, Druckbetriebe, Pressevertriebe, Fernseh- und Radiosender, Onlinedienste sowie TV-Produktionen besitzt. Durch zahlreiche Beteiligungen, Fusionen und Zukäufe wächst der Medienriese seit Jahren auch international. Eine solche Konzentration wirtschaftlicher Macht ist nicht nur für die Entwicklung von Arbeitnehmerrechten und Arbeitsbedingungen in diesem Bereich äußerst bedenklich, sondern auch politisch brisant. Als Medienimperium versucht Springer, Politik zu beeinflussen und die Dominanz des medialen Meinungsspektrums zu erlangen. So musste das Kartellamt im Jahr 2006 die Übernahme von Sat1 und ProSieben durch Springer verbieten, weil es eine unzulässige Medienkonzentration gewesen wäre. Doch nach wie vor strebt der Springer-Konzern nach dem „Ausbau der führenden Marktstellung“ (Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG).</p>
</div>
<div id="magicdomid368" dir="LTR">
<p> Die scheinbare Vielfalt der Springer-Publikationen hat zum Ziel, bestimmte Inhalte in verschiedene gesellschaftliche Schichten und Milieus zu tragen. Dabei kommt der BILD-”Zeitung” eine besonders üble Rolle zu. Zur Steigerung ihrer Auflage konstruiert BILD täglich Skandale, dringt in die Privatsphäre von Menschen ein und setzt sie unter Druck. Sie schürt vorhandene Ressentiments und verzichtet ganz bewusst auf die differenzierte Betrachtung von komplexen Sachverhalten. Das zahlt sich aus: Im Krisenjahr 2008 hat der Konzern mit Katastrophenmeldungen soviel Gewinn gemacht wie seit langem nicht mehr. Angesichts der weiten Verbreitung von BILD, WELT, B.Z., Hamburger Abendblatt &amp; Co. erscheint die in diesen Medien propagierte Meinung vielen als die einzig legitime. BILD spricht nicht, wie manche meinen, einer breiten Bevölkerung nach dem Munde, sondern trichtert ihr ihre eigenen Standpunkte und Perspektiven mit nicht zu übersehenden Überschriften ein. Der BILD-Slogan “Bild Dir Deine Meinung” müsste daher eigentlich lauten: “Bild Dir unsere Meinung”.</p>
</div>
<div id="magicdomid369" dir="LTR">
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht“</strong></p>
<p>Die BILD wirkt aktiv einer wirklichen Gleichstellung von Frau und Mann entgegen, indem sie an chauvinistischen Rollenbildern festhält und Frauen tagtäglich als Sexobjekte abbildet. Alle Lebensweisen, die nicht in ihre Geschlechterschubladen passen, werden von ihr systematisch diskriminiert. Mit ähnlichen Mitteln kriminalisiert sie Menschen mit Migrationshintergrund, indem sie mit einer Rhetorik der Eskalation und der Bedrohung Überfremdungsängste einer vermeintlich “einheimischen” Mehrheit schürt.</p>
</div>
<div id="magicdomid374" dir="LTR">
<p> Die BILD gibt vor, die Interessen von normalen Beschäftigten zu vertreten, von denen sie am häufigsten gelesen wird. Tatsächlich vertritt sie in gesellschaftspolitischen Debatten, wie um den Mindestlohn oder Tarifverhandlungen, überwiegend die Interessen von Unternehmen. Noch schlimmer trifft es diejenigen, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Ihnen werden Faulheit und Sozialschmarotzertum vorgeworfen.</p>
</div>
<div id="magicdomid376" dir="LTR">
<p> Wo auf der einen Seite Bevölkerungsschichten gegeneinander ausgespielt werden, wird auf der anderen Seite eine nationale Einheit beschworen. Die Debatte um die Euro-Krise zeigt, wie die BILD ganze Bevölkerungen gegeneinander aufhetzt. Den “fleißigen” Deutschen werden “faule” Griechen, Spanier oder Portugiesen entgegengestellt und für die Krisenfolgen hierzulande verantwortlich gemacht. Mit diesen Diffamierungen trägt die BILD bewusst zu einem gesellschaftlichen Klima bei, in dem nationalchauvinistische Positionen wieder salonfähig werden.</p>
</div>
<div id="magicdomid379" dir="LTR">
<p><em>Deshalb: Die BILD spricht nicht für uns und wir wollen auch nicht, dass sie zu uns spricht!</em></p>
</div>
</blockquote>
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		<title>Fernsehtipp: „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 17:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung. Pharmaindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten]]></category>
		<category><![CDATA[Heilen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was kann es Konsumkritischeres geben als zu fasten? Und wen wundert es, dass die Erforschung des Fastens durch die Pharmaindustrie nicht gern gesehen wird? All dies und mehr könnt Ihr Euch fragen, wenn Ihr Euch die Arte-Doku „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“ anschaut, die „heute“, also genau genommen morgen früh um 5 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was kann es Konsumkritischeres geben als zu fasten? Und wen wundert es, dass die Erforschung des Fastens durch die Pharmaindustrie nicht gern gesehen wird? All dies und mehr könnt Ihr Euch fragen, wenn Ihr Euch die Arte-Doku „<a href="http://www.arte.tv/de/6412060.html"><strong>Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung</strong></a>“ anschaut, die „heute“, also genau genommen morgen früh um 5 Uhr auf Arte wiederholt wird. Die Doku steht anschließend hoffentlich auch in der Mediathek – oder bei YouTube.</p>
<blockquote><p>Und wenn es eine Alternative zur Allmacht der Medikamente gäbe?<br />
In Russland und Deutschland ist das therapeutische Fasten seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Heilmethoden. Eine erstaunliche Recherche von Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade.</p>
<p>In Frankreich sieht der Umgang mit dem Fasten ganz anders aus. Während es von den Ärzten im Allgemeinen ignoriert wird, findet es in der Bevölkerung immer mehr Anhänger, die sich auch für die Verbreitung dieser Methode stark machen.</p>
<p>Einige sind dennoch dem Fasten gegenüber dennoch skeptisch eingestellt. Die MIVILUDES, die Interministerielle Gruppe zur Beobachtung des Sektenwesens und seiner Bekämpfung in Frankreich, warnt vor sektiererischen Auswüchsen.</p></blockquote>
<p><object width="500" height="284"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/o79bwxO-Lc8?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/o79bwxO-Lc8?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="284" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object width="500" height="284"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/smQeE2jGH9s?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/smQeE2jGH9s?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="284" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object width="500" height="284"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cVVUQkjt6Vo?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/cVVUQkjt6Vo?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="284" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object width="500" height="284"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6bRcA0IsyHc?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6bRcA0IsyHc?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="284" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
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		<item>
		<title>Ei Ei Ei – Käfigeier in konventionellen Lebensmitteln versteckt</title>
		<link>http://konsumpf.de/?p=13968</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 07:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Konzernkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie sind ja schon zur regelmäßigen Rubrik in diesem Blog geworden – meine Berichte über die ganzen Tricks und Sauereien, die die Lebensmittelindustrie so in petto hat, um den Verbraucher zu täuschen, ihm minderwertige und ungesunde Produkte als Premium und begehrenswert anzupreisen. Passend zu Ostern gab es einen Bericht der WDR-Sendung markt über die Gepflogenheiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind ja schon zur regelmäßigen Rubrik in diesem Blog geworden – meine Berichte über die ganzen Tricks und Sauereien, die die Lebensmittelindustrie so in petto hat, um den Verbraucher zu täuschen, ihm minderwertige und ungesunde Produkte als Premium und begehrenswert anzupreisen. Passend zu Ostern gab es einen Bericht der WDR-Sendung markt über die Gepflogenheiten der Hersteller, Eier aus der besonders schändlichen Käfighaltung in ihren Produkten einzusetzen. Der Preis ist eben das wichtigste! Mal abgesehen davon, dass Eierkonsum eh nicht so sonderlich nötig ist, sollte man auf jeden Fall solche Zustände, wie sie im Beitrag „<a href="http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2012/0402/05_huehnereier.jsp"><strong>Ernährung: Verdeckte Käfigeier</strong></a>“ geschildert werden, nicht noch unterstützen. Der erste Satz der untenstehenden Beschreibung ist natürlich kompletter Quatsch, da man ja a) ganz auf Eier verzichten kann oder b) auf Bioprodukte zurückgreifen sollte:</p>
<blockquote><p> <strong>Viele EU-Länder kümmert das Verbot von Legehennen-Batterien wenig. Der Verbraucher hat keine Chance, den Schwindel zu erkennen und muss weiter Käfigeier essen.</strong></p>
<div>
<p>Es sind Bilder, die es eigentlich nicht mehr geben dürfte: Hühner in Legebatterien, zerrupft, teils verendet. Unsere Aufnahmen von Ende Februar stammen aus einer französischen Hühnerfarm, die der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ zugespielt wurden. Dokumente belegen, dass die illegalen Käfigeier über Großhändler ihren Weg nach Deutschland finden. Wie kann das sein?</p>
<p>„<q lang="de">Es gibt Höfe, da werden die Eier zusammengesammelt. Dann werden sie zu Verpackungsstationen geschickt</q>“, berichtet Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „<q lang="de">Sie werden wieder von verschiedenen Einkäufern weiterverkauft an Unternehmen, die diese Eier wieder verarbeiten für Produkte anderer Unternehmen &#8211; eine völlig intransparente Verarbeitungskette. Und genau dazwischen fehlt jegliche Kennzeichnungspflicht, die am Ende dem Verbraucher sagt, welches Ei wirklich in dem Produkt ist.</q>“</p>
</div>
<div>
<h3>Verbraucher verunsichert</h3>
<p>Bei einem Streifzug durch den Supermarkt finden wir etliche Lebensmittel wie Nudeln, Gebäck oder Soßen, bei denen nicht zu erkennen ist, woher die Eier stammen. Begriffe wie Eipulver oder Vollei verschleiern die Herkunft. Es kann theoretisch ein Käfigei sein.</p>
<p>Wir fragen bei großen Lebensmittelkonzernen nach, ob Käfigeier verwendet werden. Die Antworten fallen dürftig aus. Die Firma Kraftfoods etwa schreibt uns: „<q lang="de">Den ausschließlichen Bezug von Ei-Halbfertigprodukten aus Boden- und Freilandhaltung prüfen wir regelmäßig, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit.</q>“ Ein Dementi klingt anders.</p>
<p>Die Lebensmittelindustrie klagt über zu wenige Eier aus alternativer Haltung. Dabei hatte sie zwölf Jahre Zeit, sich auf die Umstellung vorzubereiten. Matthias Wolfschmidt von der Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Industrie und Politik Versagen vor. Zwölf EU-Länder seien dem Legebatterie-Verbot nicht nachgekommen. Das nutzten viele Hersteller jetzt aus: „<q lang="de">Am Ende des Tages ist es so, dass die billigsten Eier in Gestalt von Flüssigeiern in der Industrie landen</q>“, erklärt Wolfschmidt. „<q lang="de">Ob die deutsche Ernährungsindustrie auf Käfigeier verzichtet, die ja illegal sind, lässt sich aus unserer Sicht nicht genau feststellen.</q>“ (&#8230;)</p>
<div>
<h3>Kostendruck kontra Tierschutz</h3>
<p>Solange es Legehennen-Batterien gibt, werden auch weiter illegale Käfigeier in Lebensmitteln auf den Tellern der Verbraucher landen. Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund wirft der Politik Versäumnisse vor: „<q lang="de">Es bleibt festzustellen, dass hier die gesamte politische Klasse auf europäischer Ebene schlicht versagt hat. Zwölf Jahre lang gab es eine Übergangsfrist. Offenbar hat niemand kontrolliert, welches Land sich daran hält. Jetzt wird darüber lamentiert, man habe keine Handlungsmöglichkeiten. Die deutsche Regierung hat Handlungsmöglichkeiten. Sie kann eine nationale Kennzeichnungspflicht einführen, sie muss mutig sein, dann kann zumindest der Verbraucher am Regal entscheiden, welches Produkt er noch will und welches Produkt er nicht mehr will.</q>“</p>
<p>Doch das ist reines Wunschdenken. Die Bundesregierung lehnt eine Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Käfigeiern ab. Selbst Ostereier können Käfigeier sein. Denn sobald sie gekocht und gefärbt sind, gelten sie als verarbeitet. So einfach ist das. Der Verbraucher wird es nicht erfahren.</p>
</div>
</div>
</blockquote>
<p><object width="500" height="284" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/O75xkqGTnP4?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="284" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/O75xkqGTnP4?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
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		<title>Lesetipps: Reichtum &amp; Ruhm &#124; Hilfe, LOHAS! &#124; Marlboro &#124; Konsumverzicht</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 11:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter M.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird mal wieder Zeit für ein paar Lesetipps im Konsumpf – beginnen möchte ich mit dem Artikel „Nur noch Reichtum und Ruhm im Kopf?“ von Florian Rötzer auf Telepolis. Er stellt eine neue US-Studie vor – anhand der sich mir die Frage stellt, ob die nun seit einigen Jahrzehnten andauernde und von Medien, Reklamewirtschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-13965" title="take_the_buck_2" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/03/take_the_buck_2-250x178.jpg" alt="" width="232" height="166" />Es wird mal wieder Zeit für ein paar Lesetipps im Konsumpf – beginnen möchte ich mit dem Artikel „<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36651/1.html"><strong>Nur noch Reichtum und Ruhm im Kopf?</strong></a>“ von <strong>Florian Rötzer</strong> auf <strong>Telepolis</strong>. Er stellt eine neue US-Studie vor – anhand der sich mir die Frage stellt, ob die nun seit einigen Jahrzehnten andauernde und von Medien, Reklamewirtschaft und Politik betriebene „Umerziehung“ der Menschen von Bürgern zu Konsumenten „Früchte“ getragen hat, also Erfolge im Sinne der Durchkommerzialisierer zeitigt. Hoffentlich nicht!</p>
<blockquote><p>(&#8230;) was auch für die nach 1982 Geborenen zutrifft. Für sie sind extrinsische Werte wie Geld, Aussehen und Ruhm wichtiger als für die Baby Boomer, während intrinsische Werte wie Selbstakzeptanz, Gemeinschaft oder Zugehörigkeit eine geringere Rolle spielen. Die Sorge um die Mitmenschen nahm hingegen nur leicht ab, die bürgerpolitische Orientierung, also das Interesse an sozialen Problemen, politischer Partizipation, Vertrauen in die Regierung oder Engagement für die Umwelt oder das Energiesparen ging hingegen beträchtlich zurück, vor allem was den Umweltschutz anbelangt, der das Thema der vorhergehenden Generation war und ist. Es gebe keineswegs eine &#8220;Generation Wir&#8221; meinen die Psychologen, sondern vielmehr eine &#8220;Generation Ich&#8221;. (&#8230;)</p>
<p><span id="more-13958"></span></p>
<p>(&#8230;) Reich sein war für 45 Prozent der Baby Boomer, die zwischen 1966 und 1978 befragt wurden, sehr wichtig, während dies schon für 70 Prozent der Anti-Hippy- und Anti-68-Generation der Xers, befragt zwischen 1979 und 1999, und gar für 75 Prozent der Millenials, befragt zwischen 2000 und 2009, sehr wichtig war. Stark zurückgegangen von 50 auf 35 Prozent ist etwa auch die Haltung, es sei wichtig, auf der Höhe der politischen Aktualität zu sein. Obgleich 73 Prozent der Baby Boomer noch sagten, es sei wichtig, eine &#8220;sinnvolle Lebensphilosophie zu entwickeln&#8221;, sagen dies nur noch 45 Prozent der Millennials, die eher zu surfen scheinen und sich den Gegebenheit flexibel anpassen wollen, als sich ein Identitätskonzept aufzuerlegen. (..)</p></blockquote>
<p>Eine hitzige Debatte ist bei Utopia rund um einen extrem dummen Spiegel-Artikel entbrannt, in „<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,820853,00.html">Hilfe, die LOHAS kommen!</a>“ versuchen die Autoren durch schiefe Vergleiche von Wohlstands-LOHAS mit armen Rentnern zu zeigen, dass die Ökobilanz  der selbsternannten Ökos gar nicht so gut sei, wie sie selbst meinen; mit dem dabei unterschwellig mitschwingenden Fazit, das der Spiegel offenbar an seine Leser weiterzugeben versucht, dass sich nachhaltiger und bewusster Konsum gar nicht lohne. Nun bin ich bekanntlich auch kein LOHAS-Freund und denke auch, dass das bloße Umstellen des eigenen Konsums von konventioneller zu Bio-Ware noch keine nachhaltige Strategie darstellt – wer mit seinem SUV zum Bioladen fährt, mehrfach im Jahr in den Urlaub fliegt und immer das neueste iPhone-Modell kauft, kann mit ein paar Bio-Bananen auch nichts mehr retten. Hier hilft also nur ein konsequentes Überdenken des eigenen Konsums, was manchem LOHAS sicher schwer fallen dürfte. Interessant ist, wie gesagt, die Diskussion auf <strong>Utopia</strong>, die man <a href="http://www.utopia.de/blog/am-anfang-war-das-wort/hilfe-die-lohas-kommen">HIER</a> findet. Z.B.:</p>
<blockquote><p><strong>ruero</strong>: (&#8230;) Letztendlich finde ich solche Artikel aber auch eine Zumutung, denn ich finde es ziemlich arm, den Lohas zu unterstellen, dass sie sich vom Rest der Gesellschaft moralisch abheben möchte&#8230; Es geht ja nicht darum etwas schlecht zu machen, sondern etwas zu verbessern!<br />
Die &#8220;schlechten&#8221; Ökogutmenschen sind mir zumindest lieber, als solche, die nur kritisieren und die die jetztige Konsumwelt als alternativlos darstellen&#8230;  (&#8230;)</p>
<p><strong>christoph burtscher:</strong> Der im Spiegel-Artikel verlinkte Buchtipp ( <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1184044.html" rel="nofollow" target="_blank">http://www.spiegel.de/video/video-1184044.html</a> )ist ja auch nicht viel mehr als billige Stimmungsmache. Da deckt der Autor im Ankündigungsvideo drei &#8220;Skandale&#8221; auf.<br />
1. Der importierte Apfel aus Neuseeland kann eine bessere Ökobilanz haben, als der Bio-Apfel aus Deutschland, der monatelang gekühlt wird. Ja, tolle Erkenntnis, aber vielleicht sollte man auch zur Kenntnis nehmen, dass der nicht gekühlte Bio-Apfel (Stichwort: saisonal einkaufen, auf Utopia dutzendfach empfohlen) natürlich weiterhin die beste Bilanz hat<br />
2. Der Autor hat herausgefunden, dass eine Plastiktüte besser als eine Papiertüte ist, weil die Papiertüte ja fast immer nur einmal benutzt werde, die Plastiktüte dagegen mehrfach genutzt werden kann. Da möchte ich dem Herrn doch mal eine Empfehlung für Stofftaschen aussprechen, die man (Aufgemerkt) MEHRFACH verwenden kann und den Plastiktüten bei Herstellung und auch was das spätere Müllproblem angeht haushoch überlegen sind: <a href="http://www.utopia.de/magazin/killt-die-plastiktueten-befreit-die-stofftaschen-fuer-saubere-umwelt?all=">http://www.utopia.de/magazin/killt-die-plastiktueten-befreit-die-stofftaschen-fuer-saubere-umwelt?all=</a><br />
3. Dann der Clou, es wird der Skandal aufgedeckt, dass Plastikflaschen gar nicht bio sind und Mehrweg besser ist. Was ist an dieser Erkenntis bitte schön neu? Mir ist bisher noch kein LOHA untergekommen, der Fürsprecher für Plastikflaschen ist.<br />
Führt mich zur Frage: Was ist eigentlich beim Spiegel los?</p></blockquote>
<p>Apropos Konsum – im österreichischen Der Standard fragte sich <strong>Christoph Deutschmann</strong> neulich „<a href="http://derstandard.at/1330390266775/Ist-Konsumverzicht-der-Weg-aus-der-Krise"><strong>Ist Konsumverzicht der Weg aus der Krise?</strong></a>“. Eine Frage, die hir im Blog (und natürlich auch anderswo) ebenfalls des öfteren aufgeworfen wird – meines Erachtes gehört Konsumverzicht auf jeden all zu den Strategien, mit denen unsere Gesellschaften zukunftsfest gemacht werden können; eine Veränderung der Konsumgewohnheiten sollte also unbedingt als ein Baustein auf dem Weg in die Zukunft erreicht werden, stellt aber keine alleinige Lösung aller Probleme dar, das ist auch klar.</p>
<blockquote><p>Die Industrieländer hängen am Wirtschaftswachstum wie die Drogensüchtigen an der Nadel &#8211; Stockt der Nachschub nur kurz, werden sie von Panikattacken befalle. (&#8230;)</p>
<p>(&#8230;) Wer die Unersättlichkeit des Konsums kritisiert, kann vom Geld und der Gier nach ihm nicht schweigen. Es handelt sich primär um ein Problem der vermögenden, mittleren, oberen Schichten der Bevölkerung. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung auch in den entwickelten Ländern dagegen kann sich den symbolischen Konsum angesichts sinkender Realeinkommen nicht leisten; sie konsumiert nur materiell, eigentlich gar nicht. So berechtigt die Kritik am symbolischen Konsum der vermögenden Mittel- und Oberschichten und seinen aufreizenden Begleiterscheinungen sein mag: Mehr Konsumaskese würde das Problem des Überflusses an anlagesuchenden Finanzvermögen nur noch vergrößern und damit mitnichten einen Weg aus der Krise weisen. Müssten nicht große Teile der Konsumindustrie mangels Gewinnen dichtmachen? So lautet mein Fazit über die grüne und konservative Konsumkritik: gut gemeint, aber zu kurz gesprungen. Wer den Wachstumszwängen des Kapitalismus auf den Grund gehen will, muss weiter springen, tiefer bohren und die Vermögensform des Geldes in den Blick nehmen. Ohne eine subjektive und objektive Entzauberung der Geldutopie, und das heißt auch: ohne eine gesellschaftliche Einbindung und Begrenzung monetärer Eigentumsrechte, wird auch eine vernünftige Begrenzung des Konsums kaum gelingen können.</p></blockquote>
<p>Ein paar schöne Variationen der unsäglichen Marlboro-Reklame, die derzeit die Städte zupflastern, habe ich im <strong>queergedacht</strong>-Blog gefunden – „<a href="http://queergedacht.wordpress.com/2012/03/01/die-aktuelle-marlboro-plakatkampagne-dont-be-a-maybe/"><strong>Die aktuelle Marlboro-Kampagne – (Don’t) be a maybe</strong></a>“:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Wie üblich will die Werbung Zigaretten der Marke Marlboro mit einem gewissen Image verbinden, um sie zu verkaufen. In diesem Fall ist das ein starkes, cooles, selbstbewusstes, gewinnendes Image. Wer keine Marlboro-Zigaretten raucht, ist ein “Maybe”, und “Maybes” erreichen der Werbung zufolge nichts im Leben. So zieren die Plakate Texte wie “Maybe never wins”, “Maybe goes nowhere” oder “Maybe never fell in love”. Dass das völliger Schwachsinn ist, muss ich wohl nicht extra betonen. (&#8230;)</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-13962" title="maybe1" src="http://konsumpf.de/wp-content/uploads/2012/03/maybe1.png" alt="" width="300" height="148" /></p></blockquote>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/3e5dad0fe9304d33baff310ae3059f6c" alt="" width="1" height="1" /><br />
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