Mai
19
2013
8

Markenkraken

Die Zeit brachte neulich eine sehr schöne Übersicht, die zeigt, welche Marken so alles zu den wenigen Großkonzernen gehören, die den Konsumgütermarkt beherrschen. Die einfachste Konsumempfehlung, die man an dieser Stelle geben kann: Keine der Marken kaufen, die Ihr hier aufgelistet findet! „Markenkraken

Die Vielfalt täuscht: Zwar gibt es weltweit Millionen von Produktmarken, dahinter stehen aber nur wenige Konzerne. Oft finden sich vermeintliche Konkurrenten unter einem Dach, etwa die Katzenfuttermarken Whiskas und Kitekat. Wir zeigen die 16 umsatzstärksten Unternehmen, die uns Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren, Kosmetika und Reinigungsmittel verkaufen.

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Mai
01
2013
7

Abercombie & Fitch – Der schöne Schein

Natürlich ist es spätestens seit den 1990er Jahren, als bekannt wurde, dass Nike seine Klamotten in asiatischen Sweatshops nähen lässt, kein Geheimnis mehr, dass gerade in der Modebranche Image und Realität weit auseinanderklaffen. Um so mehr Geld wird von den Konzernen in Marketing und Reklame gesteckt, damit der Kunde eingelullt und in dem Glauben belassen wird, mit dem Kauf eines der überteuerten Markenprodukte würde er genauso „cool“ sein wie die Stars in der Werbung. Abercombie & Fitch ist so ein Hersteller, der es sich viel Geld kosten lässt, seine Marke zu inszenieren, wo immer ein neues Geschäft von ihm aufmacht – und die Kunden lassen sich gerne verführen und kommen nicht auf den Gedanken, mal zu hinterfragen, welche Art von Produkten sie eigentlich kaufen. In der ARD-Sendung Plusminus gab es nun einmal einen Bericht, der – für Leser meines Blogs natürlich nicht überraschend – zeigt, unter welchen erbärmlichen Umständen diese Trendmarke herstellen lässt und wie ungesund manche der Kleidungsstücke sind. „Abercombie & Fitch – Krebserzeugende Substanz in Damenoberteil

Dank ihrer sexy Models ist es die vielleicht angesagteste Modemarke: „Abercrombie & Fitch“. Doch das teure Kultlabel lässt in schäbigen Fabriken produzieren. Und verkauft Kleidung mit einem gefährlichen Schadstoff.

Im Auftrag von Plusminus hat der TÜV Rheinland eine Auswahl von Kleidungsstücken aus dem Münchner Abercrombie-Geschäft untersucht. Das Ergebnis: In einem dunkelblauen Damenoberteil – „Made in India“ – findet er den krebserzeugenden Stoff Benzidin. Mit mehr als 100 Milligramm pro Kilogramm ist der gesetzliche Grenzwert mehr als dreifach überschritten. Benzidin kann beim Tragen der Kleidung über die Haut aufgenommen werden.

„Für den Hersteller, für den Händler heißt das, das ist nicht verkehrsfähig, das kann nicht verkauft werden“, sagt Prof. Martin Göttlicher, Toxikologe vom Münchner Helmholtz Zentrum.

Hype in Deutschland

An den Wochenenden bilden sich regelmäßig Schlangen vor den drei deutschen Filialen von „Abercrombie & Fitch“ in Hamburg, Düsseldorf und München. Die meist jungen Fans stehen an, um die nicht gerade billige Kleidung zu kaufen. Und natürlich, um die ausgefallenen Shops zu bestaunen. In der Tür stehen halbnackte, durchtrainierte Models, mit denen man sich fotografieren lassen kann. Im Inneren läuft laute Clubmusik. Es ist dunkel und überall riecht es nach dem hauseigenen Parfum. Die Wände sind mit homoerotischen Motiven verziert. Doch hinter der PR-Inszenierung findet PLUSMINUS dieselben Methoden wie bei billigeren Modeketten.

Fragwürdige Arbeitsbedingungen in Indien

PLUSMINUS-Reporter gelangen in Indien – als Stoff-Einkäufer getarnt – in eine Textilfärberei, die nach eigenen Angaben auch für Abercrombie produziert. Der Manager zeigt seine Fabrik. Obwohl dort mit Chemikalien gearbeitet wird, trägt kaum ein Arbeiter Handschuhe. Ein Mann mischt Farben für den Textildruck und testet den Farbton mit bloßem Finger. Reizende Farbstoffpulver werden offen in Kartons gelagert. Außerdem ist es in der Fabrik brütend heiß und viele Ecken sind mit Tierdreck verschmutzt.

„Im Sommer hat es hier drin mehr als 45 Grad. Ich würde es höchstens eine halbe Stunde aushalten“, sagt der Manager der indischen Textil-Färberei.

Nach Schichtende berichten Arbeiter anonym, dass sie jede Woche 72 Stunden arbeiten müssen – ihr Lohn dafür aber nur 10.000 Rupien beträgt. Das sind umgerechnet etwa 145 Euro. Selbst für indische Verhältnisse ein Hungerlohn. Außerdem dürfen die Arbeiter keine Gewerkschaft bilden – und auf korrekten Arbeitsschutz wird nur geachtet, wenn sich Kunden zum Fabrikbesuch ankündigen. „Dann wird alles schön gemacht“, sagt ein Arbeiter.

Eigene Regeln nicht kontrolliert

Das alles dürfte gar nicht passieren, denn Abercrombie hat einen „Code of Conduct“ – also Regeln, an die sich die Lieferanten des Labels halten sollen. Darin steht, dass die maximale Arbeitszeit in Fabriken 60 Stunden betragen darf, dass es den Beschäftigten erlaubt sein muss, sich zu organisieren, und dass diese Anspruch auf ein sicheres, sauberes und gesundes Arbeitsumfeld haben. In Indien scheint das Unternehmen seine eigenen Regeln nicht genau zu überwachen.

Der Saurandlimon-Blog hat sich auch mit der Firma beschäftigt – „Ausbeutung & Fitch“.

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Apr
23
2013
--

Störsender.TV #2 – Wasser marsch!

Ja, es tut mir leid, ich bin gerade etwas im Stress, deshalb präsentiere ich Euch heute wieder nur kurz und schmerzlos die neue Folge von Störsender.tv, in der es diesmal um das Thema Wasser und die Privatisierungsabsichten der Konzerne geht:

In dieser Folge geht es um unser Wasser. „Unser“ bedeutet, dass es uns allen gehört und NICHT privatisiert werden darf, auch wenn „Famous Mary from Bavary“ das ein wenig anders sieht.

Dieter Hildebrandt wundert sich über die Verwunderung über das Schwarzgeldkarrussell, und Ecco Meineke erklärt als Veolia-Manager einem Tramper (Michi Marchner) die Schöne Neue Wasserwelt, die einige findige Geschäftsleute samt willfähriger und/oder dummer Politiker uns aufzwängen möchten.
Die Regisseurin von „Water Makes Money“ gibt ein Interview zum Thema, und zu Gast im Isar-Studio Muffat 1 ist Tom Aslan, Videoblogger und Mitbegründer der NGO „Global Change Now“.

Dieter Hanitzsch hat die ganze Geschichte statt mit 1000 Worten in einer wunderbaren Karikatur ausgedrückt.

 

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Apr
10
2013
14

Die 20 größten Konsumsünden

Auf 3sat läuft gerade die große Themenwoche „Hauptsache Konsum“ – klar, dass ich darauf in meinem Blog gerne verweise. Den Startschuss gaben gestern „Die 20 größten Konsumsünden“. Leider in Form dieser unsäglichen Rankingshows aufgemacht werden in der Sendung doch viele wichtige Punkte angesprochen, die zeigen, wo unser aller Konsum die Probleme der Welt vergrößert.

Die 20 größten Konsumsünden
Worauf unsere Zuschauer nicht verzichten wollen
Wir haben unsere Zuschauer gefragt, worauf sie auf keinen Fall verzichten wollen: Die meisten hängen an ihren Elektroartikeln, Kaffe und dem Auto.
Unser Alltag ist von Konsum geprägt. Doch unser Konsum hat häufig die Ausbeutung von Mensch und Natur zur Folge. Bei vielen Produkten wissen wir das und beruhigen unser Gewissen mit Emissionszertifikaten, „Fairtrade“-Produkten und Bio-Siegeln. Wir suchen Entschädigungen für unser verschwenderisches Leben – doch eines möchten wir nicht: unseren Lebensstil ändern.


Helmut Schnug vom Kritischen Netzwerk hat sich einmal die Mühe gemacht, und die Essenz aus dieser Sendung zu Papier (bzw. Bildschirm) zu bringen. Ihr findet seinen kompletten Beitrag HIER.

In der Themenwoche „Hauptsache Konsum?“ erlaubt 3sat von Montag, 8., bis Freitag, 12. April 2013 Einblicke ins und Gegenentwürfe zum Konsumverhalten der modernen Gesellschaft.
„10.000 Dinge besitzt ein Europäer im Durchschnitt – das meiste davon belastet ihn mehr als es ihm hilft: Autos, Nahrung, Kleider, Smartphones beladen uns mit Informationen, Lärm und mit Müll. Das macht krank, sagen die Soziologen. Tatsächlich ist der Mensch biologisch als Geschöpf des Mangels konzipiert. Das bedeutet: Er kann mit dem Wenigen, was Fauna und Flora zu bieten hat, optimal auskommen. Doch von „Mangel“ kann in der westlichen Welt kaum die Rede sein. Steht die moderne Lebensweise damit im Konflikt zu unserer Natur? Oder ist der moderne Mensch den nächsten Schritt gegangen, und jetzt gepolt darauf, seine Gelüste ausleben? Ein Leben jenseits der 10.000 Dinge ist für die meisten Menschen jedenfalls kaum vorstellbar.
„Worauf wollen wir am wenigsten verzichten?“
Die Abstimmungsfrage der Wissenschaftsshow „Die 20 größten KonsumSünden“ zielt mitten in das Konsumentenherz. Dabei geht es nicht darum, die schwerste Umweltbelastung zu benennen oder den moralisch verwerflichsten Konsum, sondern lediglich um das eigene subjektive Empfinden: Könnte ich eher auf Fleisch verzichten oder auf mein Auto? Ist mir Mode wichtiger als mein Mobiltelefon? Kommentare von Prominenten, Wissenschaftlern, Comedians und Querdenkern ergänzen die Show“. (Quelle 3sat.de)
Ich habe die überaus interessante Filmdokumentation mehrere Male aufmerksam verfolgt und kann für die deutschlandweit praktizierte Gleichgültigkeit, Ignoranz, Dummheit und vor allem aber über die Inkonsequenz vieler Konsumenten nur verständnislos den Kopf schütteln. Die TOP-20 von den Zuschauern gewählten Konsumsünden habe ich hier aufgelistet und zusätzlich mit Fleißarbeit und einer gehörigen Portion Zeitaufwand eine Auswahl der informativsten bzw. markantesten Aussagen des Films in die jeweilige Platzierungen transkripiert. So bleiben die Kernaussagen auch noch bestehen, sollte das Video zur Sendung mal irgendwann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Platz 20: Plastikspielzeug

  • Schrille Massenware aus Fernost, die Kinderherzen höher schlagen lässt: bunt, abwaschbar aber leider auch gefährlich für die, die es bespielen
  • Statt Giftstoffe zu reduzieren, erlaubt die EU ab Mitte 2013 sogar höhere Grenzwerte für Schadstoffe wie Arsen, Blei oder Quecksilber – ein Triumph der Spielzeuglobby
  • Produktion in Billiglohnländern mit niedrigen Standards und fehlenden Kontrollen

Platz 19: Kreuzfahrten

  • Titanic-Nervenkitzel, Suche nach Abenteuer und Romantik
  • Kehrseite der schwimmenden Hotels: tonnenweiser Verbrauch von Schweröl (ein Abfallprodukt aus den Raffinerien, das auch zur Herstellung von Teer und Asphalt genutzt wird)
  • der Qualm dieser Dreckschleudern ist hochgiftig, deshalb wechseln sie den Kraftstoff wenn sie in einen Hafen einlaufen (aber längst nicht alle)
  • Hamburg ist die einzigste Stadt, die keine Feinstaubzone hat – warum wohl?
  • Kreuzfahrtschiff verbraucht auf einer Reise soviel wie 5 Mio. Pkws
  • bis 2020 können die Rußschleudern die Natur noch mit ihrem billigen Treibstoff verpesten – erst dann gelten strenge Emissionswerte

… weiter …

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Mrz
17
2013
3

Flucht in die Karibik – Die Steuertricks der Konzerne

Zu der nachfolgenden Doku, die neulich in der Reihe ZDF Zoom lief, muss man eigentlich nichts mehr sagen, nur noch den Kopf schütteln – „Flucht in die Karibik – Die Steuertricks der Konzerne“ zeigt plastisch, wie asozial die „Global Players“ agieren, indem sie sich aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stehlen und Gewinne am Fiskus vorbei lavieren. Ganz legal:

Bis zu eine Billion Euro im Jahr gehe den EU-Mitgliedsstaaten durch Steuerflucht und – hinterziehung im Jahr verloren, schätzt der zuständige EU-Kommissar Algirdas Semeta: „Das ist nicht nur ein skandalöser Verlust dringend benötigter Einnahmen, sondern auch eine Gefahr für ein gerechtes Steuersystem.“ Dass internationale Konzerne ihre Gewinne mittels Briefkastenfirmen in Niedrigsteuer-Länder verschieben, dafür hat Bundesfinanzminister Schäuble sogar Verständnis: „Jedes Unternehmen muss versuchen, die steuerlich günstigsten Möglichkeiten herauszukriegen. Wer multinational tätig ist, wird seine Steuerbelastung durch Verlagerung reduzieren. Das ist nicht illegal, sondern legal.“

Auf der Spur der Steuervermeider

Legal? Warum hindert sie niemand daran? ZDFzoom-Reporter Jo Schück folgt der Spur der Steuervermeider. Die Spur führt ihn in die Niederlande. Kaum jemand ahnt, dass unser Nachbar im Westen eine der größten Steueroasen der Welt ist – weil Beteiligungserträge, Lizenzgebühren und Zinseinnahmen für Holdings meist steuerfrei sind. Eine Chance zum Geld sparen, die sich kaum ein Unternehmen entgehen lässt.Und das ist nur der Anfang: Briefkastenfirmen in Delaware/USA, Niederlassungen in der Karibik, Steuer-Anwälte in New York – mit diesem Geflecht werden Gewinne niedrig gerechnet und damit Steuern gespart.

Neue Spielregeln

Auf dem G20-Gipfel in Moskau erfährt ZDFzoom-Reporter Jo Schück von geplanten Gegenmaßnahmen der Politik: Die Finanzminister von Deutschland, Frankreich und England wollen gemeinsam mit der OECD neue Spielregeln für die internationalen Finanzströme entwickeln. Es gehe nur gemeinsam, erklärt OECD-Generalsekretär Ángel Gurría gegenüber ZDFzoom, und sei dennoch unerlässlich: „Heutzutage will jeder Staat sein Haushaltsdefizit reduzieren, jeder will Schulden abbauen, alle bemühen sich. Aber wenn die Basis der Steuereinkommen sehr klein ist, weil die großen Konzerne nicht zahlen, dann hast Du ein Problem, dann musst du den Rest der Bevölkerung besteuern.“

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Mrz
06
2013
2

H&M – der karitative Konzern?

Es ist doch immer wieder goldig, wenn multinationale Konzerne versuchen, sich mit Hilfe des sog. Greenwashings ein besseres Image zu verschaffen. Die schwedische Modekette H&M hatte in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen, da das via Reklame transportierte Saubermann-Image nicht so recht zu den tatsächlichen Arbeitsbedingungen in den Fabriken passt, die für das Unternehmen die hierzulande so günstigen Klamotten zusammennähen. Doch nun tritt H&M die Flucht nach vorn an und versucht sich mit einer neuen Idee zu präsentieren und dabei nebenbei auch gleich noch weitere Kundenbindung zu betreiben – quer berichtet in „Altkleiderkampf: H&M bringt Sozialdienste in Not“ über die neuesten Umtriebe dieser Firma:

Abgetragene Kleider können ein einträgliches Geschäft sein: 450 Euro pro Tonne lassen sich derzeit damit erzielen. Bisher haben meist karitative Organisationen ihre sozialen Dienste damit teilfinanziert. Doch jetzt haben auch klamme Kommunen und Bekleidungsunternehmen diesen Markt entdeckt. Die Modekette H&M bietet seit dieser Woche ein Einkaufsgutschrift von 15% auf abgegebene Altkleider. Das soll die Umwelt schützen – steigert aber vor allem das Image der Billigmarke. Ein plumper Versuch von “Greenwashing” (was ist das?), der Sozialdiensten den Markt abgräbt?

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Jan
23
2013
17

iSchlund – Wohin führt die Gier von Apple?

Über Apple muss man eigentlich nichts mehr sagen. Früher mal fast schon sowas wie eine rebellische querdenkende Untergrundmarke (zumindest der Eigenwahrnehmung nach), mitlerweile der vom Börsenwert her größte Konzern der Welt. Und nicht mehr so cool, was sein Agieren angeht, das sich, oh Wunder, nicht von dem anderer Weltkonzerne unterscheidet. Das BR-Magazin quer beleuchtete die dunkle Seiten des Unternehmens, die mittlerweile auch immer mehr echte Fans abzuschrecken beginnt. Wenn eine Marke, die ihren Erfolg vor allem auf Image und Coolness aufgebaut hat, dies zu verlieren beginnt, sollten die Alarmglocken schrillen. „iSchlund – Wohin führt die Gier von Apple?

Wer in früheren Zeiten ein Apple-Gerät besaß, der zählte sich zur technischen und zur moralischen Avantgarde, zur Rebellenbewegung gegen den krakenartigen Windows-Konzern Microsoft. Heute ist Apple selbst zum Megakonzern geworden und macht wegen angeblich unmenschlicher Arbeitsbedingungen Schlagzeilen. Kritiker werfen der Kult-Firma außerdem vor, ihr Geschäftsmodell beschränke den Zugang zu Inhalten und Informationen. Ehemalige Apple-Fans wenden sich enttäuscht ab. quer fragt: Schadet soviel Geräte- und Content-Macht gar der Demokratie? Oder stellt Apple einfach beliebte Produkte her?

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Jan
16
2013
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Generation Solidarität

Das ist doch mal eine mehr als erfreuliche Initiative des Senders ARTE – die deutsch-französische Sendeanstalt hat eine eigene Website namens Generation Solidarität eingerichtet, auf der sie europaweite Initiativen und Aktionen sammelt und vorstellt, die sich für eine lebenswerte, nachhaltige Zukunft und kritische Berichterstattungen (wie das geplante Störsender.tv) einsetzen. So geht es in den vielfältigen Beiträgen um die Energiewende, um solidarisches Einkaufen, um Streetart, um die Bücherbox und um biologische Landwirtschaft. Also sehr spannende Themen – schaut doch mal rein!

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Jan
11
2013
5

Geheimoperation Wasser – EU fördert Wasserprivatisierung

Langezeitleser meines Blogs wissen sicherlich, dass ich dem Privatisierungswahn, der Politik und Kommunen befallen hat, sehr kritisch gegenüber stehe. Ich denke nicht, dass Dienste und Güter des alltäglichen Lebens in die Hönde von privatwirtschaftlichen Unternehmen gehören, um daraus das Maximum an Profit zu ziehen. Zwar spülen die Verkäufe von Stadtwerken oder Verkehrsbetrieben den Kommunen kurzfristig Geld in die klammen Kassen, jedoch ist damit das Eigentum der Bürger der markwirtschaftlichen Verwertungslogik zugeführt worden, was selten wirklich positive Effekte hat, wie man an der Entwicklung der Wasserversorgung oder Bahnbetriebe z.B. in England sehen kann. Dass nun die EU plant, die Privatisierung der städtischen Wasserwerke europaweit zu fördern, ist ein Schlag ins Gesicht – was geschieht, haben auch Dokus wie „Water makes money“ gezeigt.

Die ARD-Sendung Monitor berichtete in „Geheimoperation Wasser – Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will“ über die neuesten Pläne der Brüsseler Bürokraten und der Lobbyisten der großen Konzerne:

Die EU verpflichtet die Krisenländern Portugal und Griechenland, Teile ihrer Wasserversorgung zu privatisieren. So soll möglichst schnell möglichst viel Geld in die maroden Staatshaushalte gespült werden. Weder Griechen noch Portugiesen wollen das. Denn die Erfahrung zeigt: Wo Wasser privatisiert wird, steigen die Preise und sinkt die Qualität. Doch die EU-Kommission geht noch einen riesigen Schritt weiter: Mit einer neuen Richtlinie sollen europäische Kommunen – mithin auch deutsche – gezwungen werden, private Unternehmen ins Wassergeschäft einsteigen zu lassen. So soll die Wasserversorgung europaweit privatisiert werden. Ein Milliardengeschäft für multinationale Konzerne, für das deren Lobbyisten in Brüssel jahrelang gekämpft haben

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Dez
23
2012
3

KiK – Der Menschenrechts-Diskont

Dass ich von Discountern, den Pestbeulen des kapitalistischen Systems, nichts halte, ist bekannt. Zu stark befeuern sie die Spirale abwärts aus Qualitätsschwund, Ressourcenverschwendung, Preisverfall und Arbeitsdruck. Zu den ganz besonders schlimmen Exemplaren gehört natürlich KiK, der sog. „Textil-Diskont“, für dessen Billigklamotten sich eine Verona Pooth nicht zu blöd ist, Reklame zu machen. Geld schlägt Moral, wie so oft. Bereits vor zwei Jahren berichtete der NDR ausführlich in der KiK-Story über die desaströsen Verhältnisse der Arbeiter in den asiatischen Fabriken, die für KiK schuften, und auch die entsprechenden Ausbeutungstendenzen in Europa. Wo jeder Cent aus dem Produktionsprozess gequetscht werden muss, da ist kein Platz für Rücksichtnahme oder Menschlichkeit.

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