Mrz
14
2014
11

Die Masche der Discounter – Billig-Eier

Dass ich nichts vom zerstörerischen Geschäftsmodell der Discounter halte, dürfte langjährigen Lesern meines Blogs inzwischen bekannt sein. Zu viel Schaden richtet der Billigwahn, das Preis-Gedrücke von Aldi, Lidl & Co. in der Umwelt und der Gesellschaft an. In der NDR-Sendung Markt gab es neulich einen schönen Beitrag, der am Beispiel der Eier-Produktion zeigte, wie die Billigbuden ihre Zulieferer und Landwirte in einen ruinösen Preiskampf treiben, unter dem nicht zuletzt die Tiere leiden, die schon jetzt in der Massentierhaltung unter unwürdigen Bedingungen als reines Produktionsmittel und nicht mehr als Lebewesen gelten. „Billig-Eier vom Discounter“:

Zur Freude vieler Verbraucher liefern sich einige Discounter zurzeit eine Preisschlacht bei Eiern. Aber wer profitiert von den Niedrigpreisen? Markt über die Hintergründe.

 )

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Sep
13
2013
20

Die „Erfolgsbilanz“ von Schwarz-Gelb, Parteispenden sowie Tierschutz in den Wahlprogrammen

Ja, ich weiß, in meinem Blog geht es vorrangig um Konsumkritik und alles, was so dazu gehört, aber so kurz vor der Bundestagswahl seien mir noch ein paar Statements zur (in der Regel eher ernüchternden) Tagespolitik gestattet. Von einem Blogleser wurde mir diese schöne „Erfolgsbilanz“ der CDU-FDP-Regierung zugespielt. So hat man die Liste der Fehlschläge mal in einer kompakten Übersicht vor Augen:

Auch die Übersicht über die Parteispenden ist erhellend:

(Das Original findet Ihr hier.)

Sehr interessant fand ich die Aktion der Albert Schweitzer-Stiftung, die bei den Parteien nach ihren Positionen zu einer Reihe von wichtigen Fragen zum Tierschutz befragte. Wenig verwunderlich ist, dass CDU und FDP auch hier erbärmliche Standpunkte vertreten und im Grunde ihre menschenfeindliche Politik konsequenterweise auf alle Lebewesen ausdehnen. HIER geht es zum Originalartikel.

 

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Jul
17
2013
2

Krabbenpulen für Abgebrühte

Okay, als Norddeutscher ist man eigentlich verpflichtet, Fischgerichte zu lieben. Aber, ehrlich gesagt, ich war noch nie ein Freund dieser Genüsse, und noch weniger von dem, was man euphemistisch als „Meeresfrüchte“ bezeichnet (als wenn es sich dabei nicht um Tiere handelte). Von daher fällt es mir auch nicht weiter schwer, meinen Krabbenkonsum konstant (bei Null) zu halten, selbst nach dem Anschauen der Dokumentation „Vorsicht Krabbe! Das große Geschäft mit dem kleinen Tier“ in der Reihe ZDFzoom. Besonders furchtbar finde ich die Szenen, in denen der sog. „Beifang“, also kleinere Fische und andere Lebewesen, in den Netzen verenden und anschließend wieder ins Meer gekippt werden. Schwer zu ertragen ist aber auch der Rest dessen, was dem Zuschauer da gezeigt wird – die Illusion, dass Krabben eine natürliche Leckerei seien, wird spätestens beim Anblick der Chemiemengen, die zum Konservieren hineingekippt werden, zerstört. Aber der Kunde will ja unbedingt möglichst billige Krabben, und das jederzeit und überall im Supermarkt. Die Folgen dürfen, wie üblich, Flora, Fauna und kommende Generationen ausbaden…

Sie ist so etwas wie ein kulinarisches Wahrzeichen für Norddeutschland, die Nordseekrabbe: eine leckere Delikatesse, verbunden mit viel Tradition. Früher ein rein regionales Produkt, findet man die Nordseekrabbe heute in jedem Discounter zu günstigen Preisen. Das macht neugierig. “ZDFzoom” blickt hinter die Kulissen und will wissen: Wie kann es sein, dass das leicht verderbliche Nahrungsmittel heute europaweit so günstig vertrieben wird?

Michael Höft beginnt seine Recherchen im Herzen der Krabbenindustrie: in Büsum. Von hier aus stechen die Kutter täglich in See, um die beliebte Nordseekrabbe zu fischen. Ihr Fanggebiet ist auch das Wattenmeer. Obwohl der Nationalpark Wattenmeer die höchste Schutzstufe genießt, die Deutschland vergeben kann, dürfen die Krabbenfischer auch dort ihrer Arbeit nachgehen. Aber ist das Fischen mit schwerem Geschirr tatsächlich vereinbar mit dem Umweltgedanken?

In Marokko gepult

Und noch etwas trübt das Bild. Schon lange werden die Nordseekrabben nicht mehr in Deutschland gepult, sondern vor allem im Billiglohnland Marokko. Mehrere Tage braucht ein LKW für die knapp 3000 Kilometer von Deutschland bis Marokko. In den afrikanischen Fabriken pulen Tausende Frauen bei Temperaturen um die neun Grad das Tier aus der Nordsee. Der Lohn für diese Knochenarbeit entspricht häufig nicht einmal dem in Marokko gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Und: Um die lange Reise von Europa nach Afrika und zurück gut zu überstehen, werden die Krabben ordentlich in Konservierungsmittel eingelegt. Natürlich gibt es dafür gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte, doch wie viel Konservierungsmittel nehmen wir zu uns, wenn wir Krabben essen, und wie gesundheitsschädlich sind sie eigentlich?

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Feb
15
2013
6

Das neue Tierschutzsiegel als Feigenblatt

Als hätte ich es im November schon geahnt, als das neue sog. Tierschutzsiegel für Supermarktfleisch vorgestellt wurde – „Bringt das was?“ fragte ich mich damals und brachte Zweifel an, ob solch ein nur mariginale Verbesserungen andeutendes Siegel nicht letztlich doch nur ein Feigenblatt ist und möglicherweise sogar negative Auswirkungen hat, weil die Konsumenten dadurch ein besseres Gewissen bekommen und echte Alternativen (Biofleisch oder gar kein Fleisch) ins Hintertreffen geraten. Meine Skepsis bestätigt nun auch der Bericht „Greenwashing durch neues Label“ von Report Mainz:

Mitte Januar stellte der Deutsche Tierschutzbund sein neues Tierschutzlabel vor und präsentiert u.a. in Kooperation mit dem Fleischkonzern Vion Ställe mit mehr Platz für Tiere. REPORT MAINZ vorliegendes Bildmaterial belegt: Die Veränderungen für die Tiere sind gering und kaum “wesensgerecht”.

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Nov
30
2012
10

Bringt das was? Neues Tierschutzsiegel im Supermarkt

Heute will ich mal eine Entwicklung im Lebensmittelsektor zur Diskussion stellen, bei der man sich sicherlich die Köpfe heiß reden kann. So im Grunde und an und für sich sind sicherlich die meisten Menschen gegen die sog. Massentierhaltung – auch wenn sie beim Einkaufen trotzdem zu dem Billigfleisch greifen und sich somit über die niedrigen Preise für ein Stück totes Tier freuen. „Bio-Fleisch, artgerechte Haltung, schön und gut, aber wer soll das bezahlen?“, so geht es sicherlich manchem Konsumenten durch den Kopf. Tatsächlich kommt nur ein verschwindend geringer Teil der Fleischproduktion aus Biohaltung (unter 1 Prozent!), so dass fast alles, was Fleischesser sich so auf den Teller schaufeln, aus eben jenen unwürdigen Haltungsbedingungen kommt, die einem mitfühlenden Menschen den Magen umdrehen müssten.

Ich will hier gar nicht mal vorrangig das Thema „Fleischkonsum – ja oder nein“ auf die Tagesordnung setzen – dennoch war ich etwas erstaunt, ja sogar etwas erzürnt, als ich den folgenden Beitrag der BR-Sendung quer sah: „Ein bisschen Bio? Neues Tierschutzsiegel im Supermarkt

Massentierhaltung mag der Verbraucher nicht. Als Supermarkt-Kunde kauft er Fleisch solcher Herkunft trotzdem. Und nimmt dafür in Kauf, dass Schweine etwa in zu engen Ställen vor sich hinvegetieren. Denn Bio ist den meisten dann doch zu teuer. Um den Verbraucher trotzdem zu sensibilisieren, vergibt der Deutsche Tierschutzbund künftig das Siegel “Für mehr Tierschutz” an Bauern, die ihre Tiere artgerechter halten, als gesetzlich vorgeschrieben. Glücklich wird das Schwein so wohl trotzdem nicht. Aber wie sinnvoll ist so „ein bisschen Bio“ dann überhaupt?

Und da sind wir beim Dilemma, von dem ich eingangs sprach – ist es gut, dass man versucht, die elendigen Bedingungen in der industriellen Landwirtschaft etwas zu verbessern, so dass die Tiere ein wenig weniger leiden müssen? Muss man versuchen, auf diesem Weg der kleinen Schritte nach und nach dahin zu kommen, dass Tiere – wenn man denn schon unbedingt Fleisch produzieren muss – artgerecht leben können? Erstaunlicherweise hat ja der Deutsche Tierschutzbund dieses neue Siegel für Industriefleisch unterstützt. Ich finde das kurzsichtig, denn so kann der Verbraucher, quasi als Ablasshandel, ein etwas teureres Fleisch kaufen, dass etwas weniger schlimme Haltung bedeutet, aber an der Grundproblematik, nämlich dass Tiere hier ausgebeutet werden und Fleischkonsum auch sonst schädlich für die Umwelt ist, nichts ändert. Und dem Biofleischabsatz wird das sicher auch nicht helfen, wenn es so ein verwässertes neues Siegel gibt. In den Köpfen der halb- bis uninformierten Konsumenten wird sich festsetzen, dass Fleisch mit diesem neuen Siegel ja tierverträglich hergestellt wurde und man somit das „überteuerte“ Biofleisch gar nicht brauche. Ich sehe in dem Ganzen am ehesten einen geschickten Schachzug der Lebensmittelindustrie, ihr Treiben nahezu unverändert fortsetzen zu können. Oder sehe ich das jetzt zu streng?


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Okt
07
2012
8

Neue Blogs und Bekenntnisse eines Öko-Terroristen

Wie auch sonst im Leben gibt es im Internet ein Kommen und Gehen an Informationsangeboten – manche Blogs verschwinden, weil ihre Betreiber keine Zeit oder keine Lust mehr habe, andere Blogs werden tendenziell uninteressant (z.B. Der Spiegelfechter) und wieder andere kommen neu ins Netz. Wenn dies so interessante Angebote sind wie fairkaufen.info (wo es um fairen, bewussten, nachhaligen Konsum und alles, was damit zusammen hängt, geht) oder Aufzeichnungen eines ‚Gutmenschen‘ (ein eher politisch ausgerichteter Blog), dann freut mich das natürlich und ich nehme die Blogs gerne in meine Linkliste auf.

In zweitgenannten Blog stieß ich auch auf diese spannende Doku über Paul Watson, den Gründer der Organisation Sea Sheperd, die sich den Schutz der Meere und ihrer Bewohner auf die Fahnen geschrieben hat und die dabei durchaus rustikal zu Werke geht – „Bekenntnisse eines Öko-Terroristen“:

Mit BEKENNTNISSE EINES ÖKO-TERRORISTEN gibt Tierschützer und Filmemacher Peter Brown einen direkten Einblick in das Leben von Tierrechtsaktivisten auf hoher See. Der Film zeigt den Kampf der radikalen Gruppen Sea Shepherd Conservation Society gegen die brutale und oft illegale Abschlachtung von Tieren in und um die Weltmeere unter der Führung des bekannten Aktivisten Paul Watson. Die Crew-Mitglieder befahren unter ihrer Version der Totenkopffahne, die Weltmeere und kämpfen oftmals auf sehr unorthodoxe Art und Weise gegen die Tierfänger. Vom Abspielen von Wahlgesängen bis hin zu direktem Rammen mit dem Schiff scheuen die Aktivisten vor nichts zurück. Mit teilweise viel Humor zeigt Brown den Alltag und die Schwierigkeiten, mit denen die Tierschützer dabei zu kämpfen haben.

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Sep
28
2012
7

Schweine für den Müllcontainer – Billigfleisch und seine Folgen

Schade, dass die wirklich wichtigen Filme eher auf versteckten Sendeplätzen laufen – der SWR zeigte diesen Mittwoch um 21 Uhr Edgar Verheyens brisante Dokumentation „Schweine für den Müllcontainer – Warum es zu viel Fleisch gibt“:

Fressen und gefressen werden: Die moderne Landwirtschaft hat diesen Kreislauf durchbrochen. Millionen Schweine werden niemals gegegessen: Sie sterben nur, um weggeworfen zu werden. Warum ist das so? Wer verdient daran? Geht es auch anders?

55 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Bis zu einem Drittel davon landen niemals in einer Bratpfanne, sondern auf dem Müll. Trotzdem boomt die industrielle Schweinezucht, es entstehen riesige neue Tierfabriken. Und die sind politisch offensichtlich gewollt. EU, Bund und Länder fördern eine industrielle Massentierzucht, die zu Überproduktion führt. Für die großen Züchter lohnt sich dieses Geschäft selbst dann noch, wenn der Markt längst übersatt ist.

Der Film nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach den vielen Geldquellen, die die Politik für immer mehr Billigfleisch erschließt. Und er zeigt die Folgen. 20.000 Mastschweine in einem Stall, das bedeutet: Dahinvegetieren in Schmutz, Enge und Dunkelheit, ständig geplagt von Krankheitserregern. Der Gestank ist entsetzlich, der Mensch hält es nur kurze Zeit in den Ställen aus, berichtet ein Tierschützer, die Zustände in deutschen Zuchtbetrieben mit der Kamera dokumentiert. Rund zehn Prozent der Schweine sterben dort, bevor sie schlachtreif sind.

Der Film ist an vielen Orten dabei, wo Fleisch auf dem Müll landet: Von dem, das in den Handel gelangt, werfen die Supermärkte bald darauf vieles weg, weil es die Haltbarkeitsgrenze überschritten hat. Die Gastronomie kann sich zu niedrigen Kosten mit Vorräten eindecken – das Wegwerfen schmerzt später kaum. Ebenso legen viele Verbraucher abgepacktes Fleisch quasi auf Verdacht in den Einkaufswagen und werfen es oft unausgepackt weg.

Die Dokumentation von Edgar Verheyen fragt aber auch nach einer Alternative. Das Filmteam besucht die Hermannsdörfer Landwerkstätten, einen Musterbetrieb nachhaltiger Tierzucht. Sein Gründer ist Karl Ludwig Schweisfurth, einst Pionier der Fleischindustrie in Deutschland, als Chef des Herta-Konzerns europäischer Marktführer. Das Geschäft, das ihn einst reich machte, sieht er längst kritisch: Haben wir das gewollt – immer billiger, damit wir immer mehr Fleisch fressen? Fazit: Fleisch essen, ohne sich zu ekeln – das ist möglich. Aber wenn alle Schweine, die die Deutschen essen, so leben sollten wie in Schweisfurths Landwerkstätten, dann wäre Fleisch um ein Vielfaches teurer.

Wiederholt wird das Ganze an folgenden Tagen, falls jemand kein YouTube empfängt ;-) :

am 28.09.2012, 01.15 Uhr im SWR Fernsehen
am 02.10.2012, 00.45 Uhr im SWR Fernsehen
am 02.10.2012, 18.30 Uhr in EinsPlus
am 03.10.2012, 11.45 Uhr in EinsPlus
am 04.10.2012, 08.45 Uhr in EinsPlus
am 05.10.2012, 05.00 Uhr in EinsPlus
am 06.10.2012, 02.00 Uhr in EinsPlus

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Aug
29
2012
5

Klonfleisch – guten Appetit!

Ich weiß ja nicht, ob Ihr noch Fleisch verzehrt – eine Ernährungsweise, die ohnehin nicht zukunftsfähig ist, wie auch Spiegel Online berichtet („Fleisch wird Luxusgut werden wegen Wassermangel“) –, aber wenn man sich den Bericht des ARD-Magazins Monitor über geklonte Tiere anschaut, kann einem der Appetit darauf sicherlich endgültig vergehen. Vorsicht, der Film enthält einige harte Szenen gleich zu Beginn! „Frankensteins Grillteller – Was wir nicht über unser Fleisch wissen“:

 Was haben Sie heute Abend gegessen? Vielleicht ein gutes Steak? Vielleicht ein bisschen Klonfleisch? Frankensteins Grillteller? Möglich wäre es, denn die EU-Kommission hat entschieden, dass Produkte von Nachfahren geklonter Tiere ohne weiteres nach Europa importiert werden dürfen. Ohne Kennzeichnungspflicht. Eine Entscheidung, die uns nicht losgelassen hat. Wir haben weiter recherchiert und erst langsam wurde uns bewusst, welche Tragweite die Entscheidung der EU-Kommission wirklich hat. Andreas Maus und Jochen Leufgens über den Anfang vom Ende der normalen Landwirtschaft.

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Jul
15
2012
3

Schluss mit der Massentierhaltung!

Eigentlich bzw. hoffentlich muss ich zum Thema Massentierhaltung und ihren vielen negativen Seiten – sowohl für die Tiere als auch für Mensch & Umwelt – nicht mehr viel schreiben. Leider versucht die Lebensmittelindustrie, mit freundlicher Unterstützung serviler Politiker und auf billig getrimmter Kunden, immer weiter an der Kostenspirale zu drehen, so dass Verbesserungen in der Tierhaltung höchst schleppend voran gehen und oft aus faulen Kompromissen bestehen. Die Albert-Schweitzer-Stiftung ruft nun zur Unterstützung ihrer Petition gegen die Massentierhaltung auf, die bei entsprechender Unterschriftenzahl in den Deutschen Bundestag eingebracht werden soll.

In der Massentierhaltung wird regelmäßig gegen geltendes Recht verstoßen – sowohl gegen konkrete Vorschriften als auch gegen das grundsätzliche Verbot, Tieren ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden und Schäden zuzufügen. Der Status quo ist unhaltbar. Neben den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist auch die Politik gefragt, die Massentierhaltung abzuschaffen. Unterschreiben Sie unsere Petition, um letztere zum Handeln aufzufordern:

Sehr geehrte Mitglieder des Deutschen Bundestags,

nach dem § 1 des Tierschutzgesetzes darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Die herrschenden Zustände in der Intensivtierhaltung widersprechen diesem Grundsatz und müssen abgeschafft werden. Tiere müssen zumindest verhaltensgerecht untergebracht sein und dürfen nicht überzüchtet werden. Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das Tierschutzgesetz und es konkretisierende Verordnungen entsprechend zu ändern.

Mit freundlichem Gruß

Die Süddeutsche Zeitung brachte dieser Tage einen passenden und sehr lohnnswerten Artikel zum Thema, der sich auch kritisch mit dem Fleischkonsum an sich auseinandersetzt; denn das beste Mittel gegen Massentierhaltung ist letzten Endes der Verzicht auf Tierprodukte… – „Massentierhaltung: In den Magen, aus dem Sinn“:

(…) Dabei handelt dieser Mann nicht anders als ein Kind, das sich bei McDonald’s ein “Happy meal” bestellt und ein Stück Burgerbrötchen aufhebt, um Tauben zu füttern. Das Kind hat beschlossen, dass einige Tiere liebenswert sind und andere – die man zu Burgern verarbeitet – zwar auch liebenswert, aber eben in dem Sinne, dass sie schmecken. Sie dienen einem Zweck des Menschen, der Ernährung, und zwar nur, weil der Mensch sie zu diesem Zweck bestimmt hat. (…)

(…) Man muss kein Vegetarier sein, um zu ahnen, dass Massentierhaltung nicht nur der Ernährung der Menschheit dient, sondern auch der Geldvermehrung der Fleischindustrie. Jeder Erwachsene, der es wissen will, weiß, dass Massentierhaltung Tierquälerei bedeutet. Man könnte das, was weltweit Milliarden Kühen, Hühnern und Schweinen widerfährt, einen Krieg von Menschen gegen Tiere nennen. Dieser Krieg wäre noch perverser als ein Luftangriff auf einen Zoo, denn die Fleischindustrie will die Tiere ja keineswegs vernichten.

Im Gegenteil: Sie produziert immer neue Tiere. Sie manipuliert ihr Erbgut, züchtet Monster heran, deren einziger Lebenszweck darin besteht, dieser Welt möglichst viel Brustfilet, Fett, Bauchlappen oder Eier zu hinterlassen. Diese Wesen sterben auf eine Weise, die jeden Schnitzelgenießer empören würde, wären im Keller des Nachbarn ein paar Katzen oder Hamster auf ähnliche Art umgekommen. Aber das Fleisch dieser Wesen schmeckt. (…)

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Jun
07
2012
0

Helft mit, die Palmöl-Mafia zu stoppen

Diesem Aufruf von Rettet den Regenwald e.V. schließe ich mich gerne an:

Bitte helft, die Palmöl-Mafia zu stoppen!

„Die Umwandlung von Regenwald in Palmölplantagen erschüttert unser Land”, sagt Nordin. Er leitet unsere Partnerorganisation Save Our Borneo (SOB), die illegal agierenden Palmölkonzernen das Handwerk legt. „Ich möchte die Regenwälder Borneos für uns und unsere Kinder bewahren”, erklärt der 42-Jährige.

Nordin kann große Erfolge verzeichnen: 2011 leitete die Polizei dank seiner Beweise Untersuchungen gegen zehn illegal rodende Palmölfirmen ein. Das Verfassungsgericht entschied zudem, dass tausende Hektar Palmölplantagen gegen die Verfassung verstoßen, weil Ureinwohner und Bauern vertrieben wurden.

7.000 Hektar illegal gerodet für Schokolade und Agrosprit

Am 23.3.2012 wird Nordin von Bewohnern des Dorfes Tumbang Kalang in der Provinz Zentralkalimantan auf ein gewaltiges Umweltverbrechen aufmerksam gemacht: Wo vorher dichter Urwald stand, liegen nur noch abgeholzte Baumstämme aufeinander. 7.000 Hektar Urwald sind zerstört, auf der Hälfte der Fläche sprießen schon profitträchtige Ölpalmen. Eintausend Menschen haben hier ihren Wald mit Kautschuk- und Obstbäumen verloren. Böden und Gewässer sind vergiftet.

Verantwortlich ist Palmöl-Gigant IOI, der Nestlé, Unilever und Agrosprit-Hersteller Neste Oil beliefert. Alle drei Firmen rühmen sich öffentlich ihrer angeblichen Nachhaltigkeit.

Nordin liegt ein Brief des Forstministeriums vor, in dem die Genehmigung zur Abholzung bereits 2008 entzogen wurde. Nun bereitet er eine Klage gegen IOI vor. Und er hat Rückenwind: Die Gemeindeverwaltung forderte IOI nun auf, sich zurückzuziehen. Doch um zu verhindern, dass sie anderswo noch mehr Schaden anrichten, müssen die Profitquellen dieser Palmöl-Mafia versiegen.

Mehr Informationen

Bitte fordern Sie Nestlé, Unilever und Neste Oil dazu auf, kein Palmöl von IOI zu kaufen. >> HIER

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